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Erasmus-Abschlusstreffen: Schüler machen sich fit für den europäischen Arbeitsmarkt

55 Jugendliche aus fünf Ländern haben in dieser Woche unter Beweis gestellt, dass die europäische Idee trotz mancher Erosionserscheinungen und nationalistischen Gegenbewegungen immer noch lebt. Im Rahmen des Erasmus-Projektes „Fit for work in Europe“ kamen sie für 7 Tage zum Abschlusstreffen am IBG Lahr zusammen.

Weder geografische noch sprachliche Grenzen konnten sie daran hindern, über 3 Jahre hinweg ein gemeinsames Projekt voranzutreiben und nun erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Leitthema des dritten Projektjahres war „Lifestyle“. Dazu untersuchten die Schüler in ihren Heimatländern die beruflichen Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen, vor allem hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während des Treffens in Lahr erstellten sie Poster- und Fotocollagen ihrer Ergebnisse und präsentierten diese schließlich bei einem Besuch des Europaparlaments in Straßburg.

An dem von der EU geförderten Bildungsprogramm beteiligten sich neben dem IBG Lahr vier weitere Schulen aus Hennebont in der Bretagne (Frankreich), aus Debrecen (Ungarn), aus Tarragona (Spanien) und aus Siedlce (Polen). Jede ausländische Schule war mit 8 Schülern und zwei Begleitlehrern nach Südbaden gereist, vom IBG nahmen 23 Schüler und die 4 Projektkoordinatoren Gabriele Budig, Julia Müller, Alexandra Raicu und Ulrich Tröndle am Abschlusstreffen teil.

Auf dem Programm standen außer der Projektarbeit Ausflüge in den Europapark und zum Schauinsland, ein Deutsch-Kurs für Anfänger sowie eine große Erasmus-Party. „Fit for work in Europe“ sollte den Jugendlichen in erster Linie eine Orientierungshilfe geben, sich professionell auf den europäischen Arbeitsmarkt einzulassen. Darüber hinaus hat das Projekt jedoch bewirkt, dass junge Europäer ihre Gemeinsamkeiten entdecken und neue Freundschaften schließen konnten.

 

Karfreitag und Ostern als Fake News? IBG feiert ökumenischen Gottesdienst

Am letzten Freitag vor den Osterferien feierten Schüler und Lehrer des IBG Lahr einen ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche. Unter dem Motto „Gekreuzigt, begraben, auferstanden – Fake News?!“ griffen die Religionslehrer Thomas Schneeberger und Martin Romünder den aktuellen Trend auf, Nachrichten und Überlieferungen jeglicher Art in Frage zu stellen. Auch viele Ereignisse aus dem Leben Jesu Christi wirkten auf den ersten Blick unglaubwürdig und würden heute gerne als Erfindung der Kirche dargestellt. Zwar sei es durchaus angemessen, Inhalte des Evangeliums kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren, auf der anderen Seite könne der Glaube an Jesus als Botschafter göttlicher Liebe zu den Menschen immer noch eine enorme Kraft entfalten.

In bewährter Tradition wechselten sich beim Ostergottesdienst des IBG Wort- und Musikbeiträge ab. Schulband und Schulchor gaben unter der Leitung von Oliver Schätzle aktuelle Hits wie „All of me“ von John Legend, aber auch Klassiker wie „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ zum Besten. Für seine Interpretation von Wolfgang Petrys Anti-Fremdenhass-Song „Wer die Augen schließt“ erhielt Schüler Jannik Rendler besonders viel Applaus.

 

DGB meets IBG

Anfang März hatte der Erasmus+ Seminarkurs im Zusammenhang mit seiner aktuellen internationalen Projektarbeit zum Thema „Work Life Balance“ Besuch von Frau Messinger und Herrn Holl vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Als Jugendbildungsreferenten sind sie Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler zu den Themen Ausbildung, Studium und Berufseinstieg. Sie informieren auch z.B. Auszubildende über ihre Rechte und helfen ihnen diese durchzusetzen.

Die beiden Referenten erklärten in ihrer Präsentation „B social“ zunächst den organisatorischen Aufbau und die grundlegenden Aufgaben der Gewerkschaften und des DGBs. Der DGB hat acht Einzelgewerkschaften als Mitglieder. Als Dachverband dieser Einzelgewerkschaften, wie z.B. „Verdi“ und „IG Metall“, bietet er seinen Mitgliedern den Vorteil, dass sie sich auf lokaler und betrieblicher Ebene um Veränderungen kümmern können, während der DGB überbetrieblich meist auf politischer Ebene versucht, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.

Bezüglich des Projektthemas ,,Work Life Balance'', stellten die Referenten fest, dass dies die eigentliche grundlegende Aufgabe der Gewerkschaften ist. Denn diese wurden gegründet um das Arbeitsleben zu verbessern, sodass Berufs- und Privatleben der Arbeitnehmer miteinander in Einklang gebracht werden können.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der DGB beschäftigt, ist die „6 Tage Woche“, die immer noch im Arbeitszeitgesetz festgelegt ist. Außerdem kämpft der DGB um den Erhalt und die Verbesserung des Mindestlohnes und fordert unter dem Motto ,,Bildung für alle'', dass jedem jungen Menschen ein Ausbildungsplatz und die Übernahme nach der Ausbildung garantiert werden soll. Nicht zu vergessen ist schließlich die aktuelle Diskussion zur ,,Arbeitswelt 4.0'' und die Frage, wie sich der technische Fortschritt auf das Arbeitsleben auswirken kann. Was würde beispielsweise mit der Arbeitswelt passieren, sobald ein 3D Drucker fähig ist, ein Haus zu drucken?

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses noch einige Fragen, auf die Frau Messinger und Herr Holl in einer sehr regen Diskussion äußerst motiviert und kompetent eingegangen sind.

(Bericht: Lina Stuber und Deborah Logvinski, JG1)