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Pünktlich zum Frühlingsanfang: Blüten im BWL-Unterricht

BWL mal ganz anders – die Auszubildenden im Einzelhandel und Großhandel an der Kaufmännischen Berufsschule Lahr kamen kürzlich in den Genuss einer Falschgeldschulung durch Frau Leppert von der Deutschen Bun­desbank.

Zuerst beschäftigten sie sich mit dem „Weg des Geldes“: Von wem wird es wann und wo in Umlauf gebracht und wann und wie kommt es wieder bei der Bank an.

Im Anschluss wurde ihnen erklärt, auf welche Sicherheitsmerkmale sie achten können, wenn keine techni­schen Hilfsmittel zur Falschgelderkennung zur Verfügung stehen. In diesem Fall kann man sich immer noch auf seine Augen und Hände verlassen, denn die Sicherheitszeichen sind sowohl zu sehen als auch zu fühlen. Dabei wurde den Auszubildenden klar, wie viel auf einem Geldschein tatsächlich zu sehen ist: das Wasserzeichen, die Smaragdzahl, Farbwechsel, Hologramme oder der Glanzstreifen. Fühlen kann man zum einen das Material der Banknote, aber auch erhabene Stel­len.

Dann wurde es ernst - die Auszubildenden bekamen echte Banknoten und Fälschungen ausgehändigt um diese zu vergleichen. Angefangen wurde mit "schlechten" Fälschungen. Hier war der Unter­schied meistens sehr deutlich zu sehen. Dann wurden die Fälschungen jedoch immer besser und die Unterscheidung damit immer schwieriger. Die beste Fälschung war schließlich kaum noch von der echten Banknote zu unterscheiden.

Daraufhin erhielten die Auszubildenden Tipps, wie sie sich verhalten sollten, wenn sie im Berufsalltag mit Falschgeld konfrontiert werden. Am wichtigsten: Niemals sich selbst in Gefahr bringen! Man sollte sich immer an die vorgeschriebenen Abläufe in der Firma halten - wer wird als erstes informiert? Wer verständigt die Polizei?

Zum Schluss ging die Referentin noch kurz auf Hilfsmittel wie z.B. das elektronische Prüfgerät, UV-Lampen oder den Stift zur Kontrolle der Oberfläche ein.

Während der Schulung konnten auch allgemeine Fragen rund um das Thema Geld gestellt werden - Was tun, wenn der Geldschein zerreißt? Wann bekomme ich Banknoten ersetzt? Was mache ich, wenn mir an der Kasse Falschgeld als Wechselgeld zurückgegeben wird?

Es war also eine sehr interaktive und informative BWL-Stunde, die den Auszubildenden gezeigt hat, wie viel mehr hinter einer Banknote steckt als nur ein Stück bedrucktes Papier und auch wie "gut" Blüten sein können.

 
 

Kaufmännische Schulen Lahr präsentieren Agenda 2022

Anfang Februar unterzeichneten die Kaufmännischen Schulen Lahr im Rahmen des sogenannten OES-Prozesses (Operativ Eigenständige Schule) eine Zielvereinbarung mit dem Regierungspräsidium Freiburg. In der Vereinbarung, die schrittweise bis 2022 umgesetzt werden soll, geht es vorranging um Ziele der Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung. Gegenstand sind unter anderem die Weiterentwicklung der schulischen Feedbackpraxis, die Nutzung zusätzlicher Kooperationsmöglichkeiten mit externen Partnern, die Sicherung einer auf Respekt und Kommunikation fußenden Schulkultur sowie die Entwicklung eines Konzeptes zur digitalen Bildung.

Als Vertreter des Regierungspräsidiums waren der Abteilungsdirektor für Berufliche Schulen, Thomas Hecht, sowie die Regionalreferentin für den Ortenaukreis, Claudia Cassiani, zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung nach Lahr gekommen. Beide lobten die Vereinbarung als schlüssiges Konzept, das die Werte und Kompetenzen widerspiegelte, für welche die Kaufmännischen Schulen Lahr schon lange stünden. „Der Bezug zum Leitbild der Schule ist unverkennbar“, erklärte Hecht. Die Förderung eines gleichberechtigten Diskurses sowie die Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln seien dabei genauso zentral wie die Verknüpfung von theoretischen Unterrichtsinhalten mit praktischen Lernerfahrungen. In diesem Zusammenhang hob Cassiani insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Betrieben sowie das Konzept der Übungsfirmen hervor.

Schulleiter Herbert Huber wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass Kultusministerin Susanne Eisenmann als Präsidentin der Kultusministerkonferenz die Berufliche Bildung kürzlich als Königsweg bezeichnet habe. Um diesen Königsweg zu erhalten und auszubauen setze man auch weiterhin auf die aktive Unterstützung des Regierungspräsidiums – sowohl in Finanzierungsfragen als auch bei der Personalbeschaffung. Er selber könne dem Regierungspräsidium versichern, so Huber, dass man die Zielvereinbarung einhalten werde und zwar im Bewusstsein des ureigenen Auftrags der Schule: „Den Schülern Wissen zu vermitteln als Voraussetzung für kompetentes Handeln und Entscheiden.“