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Ökumenischer Gottesdienst zu Weihnachten

 

Seminarkurs beim Aktenstudium

Schülerinnen und Schüler des IBG-Seminarkurses besuchten das Stadtarchiv im Rahmen der Themen Recherche und wissenschaftliches Arbeiten. Das Stadtarchiv bewahrt Dokumente in Form von Urkunden und Akten auf, die aus mehreren Jahrhunderten stammen. Eine Urkunde, die fast 600 Jahre alt ist, gehört mit zu den wertvollsten Beständen. Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler war es nun, historische Zusammenhänge und Einordnungen aus dem Studium der Archivalien zu gewinnen.

Dies erwies sich nicht immer als einfach, denn bereits die Sütterlin-Schrift, die noch bis vor etwa 80 Jahren geschrieben wurde, ist heute kaum noch jemandem geläufig und nicht immer einfach zu lesen. Noch schwieriger wurde es bei älteren Dokumenten, etwa einem Güterbuch aus dem 17. Jahrhundert. Stadtarchivar Thorsten Mietzner und die Auszubildende Denise Bohnert unterstützen die Schüler bei der Recherche  in den Dokumenten. Zuvor erläuterte Mietzner den Unterschied zwischen einem Archiv, einer Bibliothek und einem Museum. Dann ging es an die praktische Arbeit.

Eine Urkunde, aus der hervorging, dass jemand das Badhaus gepachtet hatte, war das erste Objekt. Geschrieben war der Text von Hand auf Pergament und mit einem Wachssiegel der Stadt Lahre (so hieß Lahr damals) versehen. Die Schülerinnen mussten sie wegen ihrer Empfindlichkeit mit Handschuhen anfassen. Zum Glück lag eine neuere Zusammenfassung des Inhaltes bei, denn die Originalschrift gab viele Rätsel auf. Ein Güterbuch aus dem 17. Jahrhundert war auch nicht leicht zu lesen. Jeder Bauer schrieb darin seinen Grundbesitz mit Größe und Qualität nieder und wurde danach besteuert.

Unter den modernen Beständen befanden sich ein Ansichtskarten-Katalog, der Lahrer Straßenszenen vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte, eine Akte über die Arbeitslosigkeit Ende der zwanziger Jahre und Akten des Lahrer Gemeinderates aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Auch ein sehr persönlicher Briefwechsel zwischen Hildegard Kattermann (1909-1991) und ehemaligen jüdischen Mitbürgern, die den Holocaust überlebt hatten, gehört zu den wichtigen Beständen des Stadtarchivs.

Für viele Schülerinnen und Schüler, die in Begleitung von Herrn Bock das Archiv besuchten, war die Arbeit mit Quellen eine neue Erfahrung und manchmal auch eine Herausforderung.

 

Summer days - Schüler des Dualen BK verbringen Sommer im Ausland

Dieser Sommer sollte ein ganz besonderer werden - im Rahmen der Ausbildung zu Industrie- und Großhandelskaufleuten mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement traten die Schüler des Dualen Berufskollegs (2. Ausbildungsjahr)  ihre Auslandspraktika an.

So hieß es Mitte Juli: Koffer packen, auf ins Abenteuer! In insgesamt 11 verschiedene Länder verschlug es die Schüler. Während die meisten europäische Staaten bereisten, durften einige sogar nach Asien oder Amerika fliegen.

Das Praktikum ist Bestandteil der Ausbildung und geht im Regelfall über zwei bis drei Monate, die die Schüler bei Tochtergesellschaften oder Geschäftspartnern Ihrer Ausbildungsbetriebe im Ausland verbringen. Dort hatten sie die Möglichkeit, neue Erfahrungen und Kenntnisse anderer Kulturen und Sprachen zu gewinnen, sowie ein anderes Unternehmen kennenzulernen.

Doch nicht nur das Arbeitsleben stand im Vordergrund: Die Chance, sich in eine fremde Kultur einzuleben und internationale Kontakte zu knüpfen, ergriffen viele gerne. Ob Indien, Kanada, England oder Spanien – die Schüler lernten jeweils sehr unterschiedliche Länder kennen, an deren Küche, Sitten und Bevölkerung es sich zunächst einmal zu gewöhnen galt, was nicht jedem leicht fiel: Während sich die Einen mit dem Zeitunterschied schwer taten, hatten andere ihre Probleme mit der landeseigenen Küche.

Die anfänglichen Schwierigkeiten waren jedoch schnell überwunden, sodass man den Einblick in eine neue Kultur in vollen Zügen genießen konnte. So besuchten die Schüler in ihrer Freizeit bekannte Sehenswürdigkeiten und Städte oder lernten das Nachtleben in ihrer Umgebung kennen. Auch ausgefallenere Ausflüge, wie Hundeschlitten fahren, ein Champions League Spiel im Wembley Stadion oder einen Segelausflug durften manche erleben.

Im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+ erhielten die Schüler finanzielle Unterstützung. Dadurch konnten sie Mehrausgaben wie für Fahrkarten oder Miete ausgleichen – eine große Erleichterung für die Auszubildenden. Im Gegenzug entwirft die Klasse eine große Projektarbeit zum Thema „Eingliederung von Migranten in das Arbeitsleben in der EU“.

Dank der neu gewonnen Erfahrungen und schönen Erinnerungen werden die Schüler noch lange und gerne an diesen besonderen Sommer zurückdenken. Und, wer weiß, womöglich wird der eine oder andere einmal im Ausland arbeiten und dann vom Praktikum profitieren.

https://www.youtube.com/watch?v=_9eN5Twh13I