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Ausstellung "Flucht und Migration" / Tag des Beruflichen Gymnasiums

Das IBG Lahr präsentiert ab dieser Woche eine Ausstellung mit dem Titel „Interkulturalität, Flucht und Migration“. Schüler und Lehrer aus verschiedenen Fachrichtungen und Klassenstufen haben sich an dem Projekt beteiligt. Die Initiative ging vom Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: „NikLAS“) aus.

Hintergrund der Ausstellung ist der landesweite Tag des Beruflichen Gymnasiums am kommenden Mittwoch, den 7. Dezember 2016. „Die Ausstellung zeigt das ganze Spektrum an Fächern und Perspektiven, das es an beruflichen Gymnasien gibt“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, die gleichzeitig Netzwerkmoderatorin von NikLAS ist. Flucht und Migration würde man vermutlich zunächst in Gemeinschaftskunde, Global Studies oder Geographie verorten. Aber auch aus dem Profilfach Pädagogik und Psychologie, aus Deutsch, Kunst und Religion sowie den Fremdsprachen und Naturwissenschaften kamen zahlreiche Beiträge. So gibt es in der Ausstellung überraschende Facetten des Themas zu entdecken, wie etwa die Migration in der Tier- und Pflanzenwelt, die Migration von Teilchen in der Chemie oder die künstlerische Darstellung von Fluchterfahrungen in Form von Steinen und Sandbildern.

Ziel des Projektes ist außer der Beschäftigung mit den Themen der interkulturelle Austausch und das Erwerben von interkulturellen Kompetenzen. Einige Schüler und Lehrer haben selber einen Migrationshintergrund und zum Teil auch Fluchterfahrung – so konnten sie ihren ganz persönlichen Blickwinkel in das Projekt einbringen.

Erste Besucherin der Ausstellung bei einer Art Vorpremiere war am vergangenen Mittwoch die Ministerialdirektorin im Kultusministerium, Gerda Windey. Auf Einladung von Schulleiter Herbert Huber hatte sie der Schule einen rund zweistündigen Besuch abgestattet. Dabei informierte sie sich über das breite Bildungsangebot  an der Kaufmännischen Schule Lahr, sprach mit Berufsschülern über die Vorzüge der Dualen Ausbildung, ließ sich das Konzept der Übungsfirma näher bringen und diskutierte mit den Referendaren über die aktuellen Einstellungschancen. Die Ausstellung als Schluss- und Höhepunkt ihres Besuches hinterließ bei Windey einen bleibenden Eindruck: „Es ist schon enorm, wie vielfältig die Themen Flucht und Migration hier präsentiert werden“.

Die Ausstellung ergänzt das Angebot der interkulturellen Woche in Lahr. Sie ist öffentlich und kann bis zum 16.12. während der Öffnungszeiten der Schule im Schulgebäude besucht werden.

 

Erasmus+ Projekt in Spanien

"Work – life – balance" - unter diesem Motto fand das diesjährige Erasmus+ Projekttreffen in Spanien statt. Neun IBG-Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 1 hatten Anfang November die Möglichkeit, eine Woche in Gastfamilien in Tarragona (Spanien) zu verbringen. Das von der EU geförderte Erasmus+ Projekt „Fit for work in Europe“  ist ein dreijähriges Projekt, an dem je eine Schule aus Spanien, Deutschland, Frankreich, Ungarn und Polen teilnimmt.

Schon vor Beginn der Reise hatten sich die Teilnehmer der einzelnen Länder intensiv auf das Thema Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben vorbereitet. Dabei wurde zur Situation in den unterschiedlichen Ländern recherchiert, es wurden Fragebögen erhoben und ausgewertet und jedes Partnerland hatte die Aufgabe, sich Übungen zur körperlichen und geistigen Fitness zu überlegen und auf das Meeting mitzubringen. Die Ergebnisse wurden in Form von Präsentationen den anderen Teilnehmerländern vorgestellt, die mitgebrachten Übungen wurden gemeinsam durchgeführt.

Die Gruppe vom IBG Lahr hatte sich als Übung einen Zumba-Tanz überlegt und zur anschließenden Entspannung eine Traumreise. Noch in Deutschland hatten die Schüler dazu ein Video mit den einzelnen Schritten einer Zumba-Sequenz gedreht. Die anderen Länder waren begeistert von diesem Video und hatten sehr viel Spaß beim Einstudieren des Tanzes. Die Übungen der anderen Länder beinhalteten neben Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Koordination auch Entspannung und Konzentration.

Die spanischen Gastgeber boten in der Projektwoche ein interessantes Rahmenprogramm. Gleich zu Beginn gab es die Möglichkeit, Barcelona zu besichtigen, bevor die Schüler zu den Gastfamilien nach Tarragona weiterfuhren, wo sie sehr offen und herzlich empfangen wurden. Die spanischen Schüler hatten viele interessante Programmpunkte vorbereit, unter anderem besuchten die Projektteilnehmer eine Schokoladenfabrik, wurden vom Bürgermeister empfangen, bekamen eine Stadtführung durch Tarragona, und nahmen an einem Team-Building-Seminar bei einer Expertin teil, die normalerweise Firmem coacht. Außerdem hospitierten sie im Unterricht und erhielten einen speziell vorbereiteten Spanischkurs mit anschließendem Test, bei dem Deutschland siegte.

Besonderes Highlight des Aufenthaltes war eine fünfstündige Wanderung mit dem berühmten katalanischen Bergsteiger Oscar Cadiach. Seine motivierende Art brachte die Gruppe gemeinsam ans Ziel, welches verdienterweise der Strand und das Meer war. Dieser Ausflug zeigte den Schüler nicht nur, zu was sie fähig sind, wenn man sie motiviert, sondern bewies ihnen eindrucksvoll die Schönheit der spanischen Landschaft bei allzeit sonnigem Wetter. Den letzten Abend verbrachten alle zusammen in einem Club an der Küste, den sie im November ganz für sich allein hatten.

Somit ging eine erlebnisreiche und tolle Zeit, mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken zu Ende. Alle Schüler freuen sich bereits auf das Wiedersehen beim großen Projektfinale Ende April in Lahr.

Bericht: Leonie Frank und Lisa Hassur (J1)

 

"Wir sind dann mal weg"

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse BKWIW2 sammeln Berufserfahrungen im Ausland

„Die tägliche Erfahrung lehrt, dass diejenigen, welche viel reisen, an Urteilskraft gewinnen; dass die Gewohnheit, fremde Völker, Sitten und Gebräuche zu beobachten, den Kreis ihrer Ideen erweitert und sie von manchen Vorurteilen befreit.“ François Pierre Guillaume Guizot

Der Heimat den Rücken kehren, hinaus ziehen in die weite Welt um, wie François Pierre Guillaume Guizot schrieb, den Kreis der Ideen zu erweitern und sich von so manchen Vorurteilen zu befreien – das taten die 17 Schülerinnen und Schüler des Dualen Berufskollegs am Ende ihres ersten Lehrjahres.

Im Rahmen der Ausbildung zur/m Industriekauffrau/-mann bzw. Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel mit Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement und Fremdsprachen“ traten sie im Sommer ihre Auslandspraktika an.

Die Schülerinnen und Schüler sammelten hierbei im Zuge des Erasmus+ Programmes der EU zahlreiche Erfahrungen in ihren zu erlernenden Berufen. Sie arbeiteten über einen Zeitraum von etwa 3 Monaten bei Tochtergesellschaften oder Lieferanten ihrer Ausbildungsbetriebe oder sie bekamen die Chance, die Verwaltung an einem College zu unterstützen.

Die Möglichkeit ein Land nicht nur als Tourist zu bereisen, sondern in fremde Kulturen einzutauchen, internationale Kontakte zu knüpfen und sich selbst einzubringen stand dabei im Vordergrund. Neben der Arbeit hatten die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit das kulturelle Leben in ihrem Gastland zu erleben.

Man aß Hühnerfüße in Hong Kong, traf Bären im Algonquin Nationalpark von Kanada und erlebte die entspannte Arbeitshaltung der Engländer sowie die ausgiebigen Mittagspausen der Franzosen. Die Schülerinnen und Schüler bereisten insgesamt 11 Länder auf 3 Kontinenten und konnten schließlich die Erfahrung von Guizot voll und ganz bestätigen – die Reise in ein fremdes Land hat den „Kreis ihrer Ideen“, sprich ihren Horizont, deutlich erweitert.