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Infotag am Donnerstag, 05.02.2015, ab 15:00 Uhr!

 

 

Ausstellung und Fortbildung zum Thema Migration

Eine aktuelle Ausstellung am IBG Lahr setzt sich mit dem Thema Flüchtlinge und Migration auseinander. Aufgezeigt werden die Herkunftsländer und die Fluchtgründe von Flüchtlingen, sowie das Asylrecht und die Willkommenskultur in Deutschland. Auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie die Pegida-Bewegung werden kritisch beleuchtet. Erarbeitet wurden die Themen von Schülern der Klassen 11 und 12. Kultusminister Andreas Stoch hatte bei seinem Besuch am IBG vergangene Woche Inhalt und Qualität der Ausstellung ausdrücklich gelobt. Die Ausstellung ist noch bis Anfang der kommenden Woche im Eingangsbereich der Schule zu sehen, bevor sie dann für einige Tage an die benachbarte Christuskirche ausgeliehen wird. Dort findet am Donnerstag, den 5. Februar, um 20 Uhr ein Vortrag zum Thema „Christen in Syrien – früher und heute“ statt.

Das Thema Migration spielt auch über die Ausstellung hinaus eine wichtige Rolle am IBG. Gemeinsam mit anderen  Schulen aus dem Ortenaukreis hat sich das IBG im Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: NikLAS) zusammengeschlossen. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, Konzepte zu erarbeiten, die das interkulturelle Verständnis und die interkulturelle Kompetenz an den Schulen fördern. In den Klassenzimmern sitzen immer mehr Schüler, die ihre Wurzeln nicht in Deutschland haben. Auch die Eltern, die zu Elterngesprächen oder Elternabenden an die Schule kommen, haben oft ganz andere kulturelle Bezüge und Erfahrungen als die Lehrer ihrer Kinder.

Um Lehrkräften den Perspektivwechsel zu erleichtern, bietet das Netzwerk in regelmäßigen Abständen Fortbildungen an. Die jüngste Fortbildung fand vergangene Woche unter dem Titel „Interkulturelle Qualifizierung“ statt. Kursleiterin Gülcan Yoksulabakan-Üstüay vermittelte 25 Pädagogen aus dem gesamten Ortenaukreis anhand konkreter Beispiele sehr anschaulich, wie man mit sprachlicher und kultureller Vielfalt im Schulalltag umgehen kann. Auch die Darstellung der Welt in Karten und deren Bedeutung (Petersprojektion) war ein zentrales Thema der Fortbildung. Bei der nächsten Veranstaltung am 16. März wird es dann um die Bedeutung von Zeit in verschiedenen Kulturen gehen. Als kleine Anregung gab Frau Yoksulabakan den Teilnehmern den Hinweis mit auf den Weg, dass kein Land der Erde so ein strenges Verständnis von Zeit und Pünktlichkeit hat wie Deutschland.

 

Besuch von Kultusminister Andreas Stoch am IBG

Am Freitag, den 23. Januar 2015, besuchte Kultusminister Andreas Stoch, MdL, die Kaufmännischen Schulen/ das IBG Lahr. Die Schulleitung, sowie einzelne Lehrer und Schüler gaben dem höchsten Bildungspolitiker des Landes Baden-Württemberg in rund 90 Minuten einen Einblick in die Struktur und die unterrichtlichen sowie außerunterrichtlichen Schwerpunkte der Schule.

Im Mittelpunkt stand dabei das Integrierte Berufliche Gymnasium. Schulleiter Herbert Huber verwies zunächst auf das breite Spektrum an Zubringerschulen. Die Schülerinnen und Schüler des IBG kommen von der Realschule, der Werkrealschule, der Zweijährigen Berufsfachschule, der Gemeinschaftsschule, dem allgemeinbildenden Gymnasium sowie nach der Mittelstufe eines 6-jährigen Beruflichen Gymnasiums und bringen dementsprechend ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Die Herausforderung des IBG liege darin, diese heterogene Schülerschaft in einer dreijährigen Oberstufe auf ihr Bildungsziel, die Allgemeine Hochschulreife, vorzubereiten.  Dies sei nur dann möglich, wenn man den Schülern einen qualitativ anspruchsvollen Unterricht biete, in dem Handlungsorientierung und Individuelle Förderung eine wichtige Rolle spielen. Dieser Herausforderung stelle sich das IBG genauso wie alle anderen Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten mit großem Erfolg, erklärte Huber.

Der Abteilungsleiter des IBG, Andreas Scherwath, ging anschließend auf den besonderen Charakter des Integrierten Beruflichen Gymnasiums ein, der darin bestehe, dass Schüler der sozialwissenschaftlichen und der wirtschaftswissenschaftlichen Richtung in fast allen Fächern gemeinsam unterrichtet  werden. Das Unterrichtsangebot am IBG enthalte neben den 6-stündigen Profilfächern ein breites Spektrum an allgemeinbildenden Fächern sowie mehrere Fremdsprachen. Der in der politischen Diskussion oft geäußerte Einwand, die Schüler eines Beruflichen Gymnasiums würden mit der Wahl des Profils eine berufliche Vorfestlegung treffen, sei deshalb gegenstandslos. Unbestritten gebe es viele WG-Schüler, die nach dem Abitur BWL studieren oder SG-Schüler, die ein pädagogisches Studium aufnehmen. Genauso gebe es aber auch zahlreiche IBG-Schüler, die nach dem Abitur eine Ausbildung oder ein Studium in einer ganz anderen Richtung beginnen. Das Abitur an einem beruflichen Gymnasium sei deshalb mindestens gleichwertig mit dem Abitur an einem allgemeinbildenden Gymnasium, die berufliche Ausrichtung ließe sich sogar als Mehrwert auffassen: "Unsere Schüler können nicht nur in 4 Sprachen Gedichte interpretieren, sie sind auch fit für's Leben", so Scherwath.

Oberbürgermeister Müller, Kultusminister Andreas Stoch, RP-Referatsleiter Thomas Hecht

Die beiden Referendarinnen Nadja Bühler und Patricia Franz machten im Anschluss deutlich, dass sich das IBG auch bezüglich der Unterrichtsmethoden nicht verstecken muss. Am Beispiel von „Poetry Slam“ zeigten sie, wie man kreativen und handlungsorientierten Unterricht macht, in dem die Schüler je nach ihren Begabungen und Interessen individuell gefördert werden. Bei Poetry Slam handelt es sich um eine Art Dichter-Wettkampf, bei denen die Jugendlichen ihre eigenen Gedichte zu einem selbstgewählten Thema verfassen, diese anschließend visuell mit einer Kamera umsetzen und zu guter Letzt vor der Klasse präsentieren. Dem Kultusminister wurden zwei besonders gelungene Schülerbeispiele vorgeführt. Jessica Neugebauer (Klasse IBG 11/5) stellte ihr Gedicht mit dem Titel „Traumprinz“ in einer mitreißenden Live-Performance vor, während der Beitrag von Jan Küfer (ebenfalls Klasse 11/5) mit dem Titel „Erwartungen, Versprechungen, Enttäuschungen“ per Videoeinspielung gezeigt wurde.

Auch der nächste Programmpunkt wurde von IBG-Schülern gestaltet. Die vier Abiturienten Tabea Bleiziffer, Alischa Elles, Sara Hiller und Mathias Matt gaben Kultusminister Stoch einen Einblick in das Schulleben aus Schülerperspektive. In einer von Guillemette Studer moderierten Talkrunde sprachen sie unter anderem über ihre Motivation, an ein berufliches Gymnasium zu kommen, über ihre persönlichen Highlights aus drei Jahren IBG und über ihre Pläne für die Zeit nach dem Abitur.

Um dem Kultusminister auch die anderen Schularten an den Kaufmännischen Schulen vorzustellen, wurden er und seine Begleitung anschließend zu einem Rundgang durch das Schulgebäude eingeladen. Dort schauten sich die Gäste den Unterricht in einer Übungsfirma an. Das Konzept der Übungsfirma ist fester Bestandteil sowohl der Zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft als auch des Kaufmännischen Berufskollegs. Es zielt darauf ab, den Schülern einen praxisnahen Einblick in die Geschäftsprozesse von Unternehmen zu vermitteln. In den Übungsräumen der Wavepaper GmbH und der Kids Paradise GmbH kam der Kultusminister ins Gespräch mit einigen Schülern. Diese zeigten sich überzeugt davon, durch den Unterricht in der Übungsfirma sehr gut auf die Arbeitswelt vorbereitet zu werden.

Der Rundgang durch das Schulgebäude führte den Tross schließlich weiter zu einer aktuellen Schülerausstellung, die sich mit dem Thema Migration auseinandersetzt. Die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, ging auf den relativ hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund, gerade in der Zweijährigen Berufsfachschule und dem Berufskolleg, ein. Die Schule versuche im Rahmen des Unterrichts und durch besondere Projekte einen Raum zu schaffen für die Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven dieser Schüler. Die Willkommenskultur sei elementarer Bestandteil des Selbstverständnisses der Schule, erklärte Isele.

Schulleiter Herbert Huber griff diesen Gedanken auf und äußerte zum Abschluss des Besuchs die Hoffnung, dass auch der Kultusminister sich willkommen gefühlt habe an den Kaufmännischen Schulen/ dem IBG Lahr.

 



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