Ausstellung zum Film "12 years a slave"

Die Klasse 11/1 setzte sich im GGK-Unterricht kürzlich mit dem Thema Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19.Jahrhundert auseinander. In diesem Zusammenhang schauten und analysierten die Schüler über mehrere Wochen den Film „12 years a slave“, der im Jahr 2014 mit dem Oscar als „Bester Film“ prämiert wurde.

Dabei tauchten sie tief in die Hintergründe, die Anregungen und in die Geschichte des Films ein und versuchten zu verstehen, wie es ist, wenn einem plötzlich die Freiheit und das Recht auf Leben genommen werden. Der emotional mitreißende Film sorgte jedenfalls für reichlich Gesprächsstoff, womit sich ein wichtiges Anliegen von Regisseur Steve McQueen erfüllte: „When you see the ins and outs of it, it does something different. And if that starts a conversation – wonderful, excellent” (Steve McQueen)

Seit Mitte Mai ist eine Ausstellung zum Film im Foyer zu sehen.

(Bericht: Vanessa Dolcsenko, 11/1) 

Üfa-Messe "RegioLahr 2018"

Anfang März fand zum zweiten Mal die Übungsfirmenmesse RegioLahr in der Sulzberghalle in Sulz statt. Die Übungsfirmenmesse ermöglichte es 20 Übungsfirmen aus der Region, ihre Kreativität und ihr Verkaufstalent zu präsentieren.

Mit viel Einsatz, aber auch mit viel Freude hat die Büromanagementklasse der Kaufmännischen Berufsschule Lahr diese Messe geplant und betreut. Die Planung eines Projektes ist Teil des Lehrplans für Auszubildende im 3. Lehrjahr im Bereich Büromanagement und so entstand das Projekt „RegioLahr“.

Auch die Aussteller haben sehr viel Zeit investiert und sich mit Liebe zum Detail auf die Messe vorbereitet. Von passender Kleidung in Farbe des Firmenlogos, bis hin zu Popcornmaschinen und „Ghettoblaster“ waren viele Highlights zu entdecken.  Der Aufwand hat sich gelohnt, das zeigten die vielen positiven Rückmeldungen der Aussteller und der Messebesucher.

Am Ende gab es noch eine Preisverleihung für den besten Messestand und das beste Verkaufsgespräch. Den 1. Platz für das „beste Verkaufsgespräch“ belegte die Übungsfirma „2x2 Profizentrum“ aus Müllheim. In der Kategorie „Bester Messestand“ überzeugte die Übungsfirma „Floid“ aus Lahr und gewann den 1. Platz.

IBG Lahr auf Augenhöhe mit Estland – Digitale Medien halten Einzug ins Klassenzimmer

Während es in den vergangenen Jahren meist skandinavische Länder waren, die als Vorbilder in Sachen Bildung herhalten mussten, haben Politiker, Wissenschaftler und Journalisten neuerdings ein anderes Bildungsmusterland ausgemacht: Estland. Hier werden seit geraumer Zeit flächendeckend digitale Medien in den Unterricht integriert - Schüler lernen mit Tablets, Lehrer führen ein elektronisches Klassenbuch. Deutschlands Schulen, so der allgemeine Tenor, hinken in Sachen Digitaler Bildung dagegen gnadenlos hinterher. Ein Urteil, das sicherlich nicht auf das IBG Lahr zutrifft, zumal das IBG seit Anfang des aktuellen Schuljahres als eine von 45 Schulen in Baden-Württemberg am Projekt „Tablet BS“ teilnimmt.

Zwei Eingangsklassen (Klasse 11) des IBG wurden gleich in der ersten Schulwoche komplett mit Tablets ausgestattet. Auch die Schüler im Wahlfach „Privates Vermögensmanagement“ erhielten jeweils ein Gerät, sodass derzeit rund 70 Schüler und 15 Lehrkräfte an dem Schulversuch beteiligt sind. Darüber hinaus verfügt das IBG über 50 weitere Geräte, die als Klassensatz oder Einzelgerät flexibel eingesetzt werden können.

Ziel des Schulversuches ist es herauszufinden, ob und inwiefern der Einsatz digitaler Medien den Unterricht an Beruflichen Gymnasien bereichern kann. Daneben geht es aber auch darum, die Schüler auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt vorzubereiten und ihre Medienkompetenz zu fördern. Bei der Planung und Auswertung von digitalem Unterricht werden die beteiligten Schulen nicht allein gelassen, sondern von der Uni Hamburg wissenschaftlich begleitet.

Gerade im audiovisuellen Bereich bieten digitale Medien wie Tablets viele neue Möglichkeiten, die auch im Unterricht sinnvoll genutzt werden können. So können die Schüler Präsentationen, Erklärvideos oder Graphiken erstellen und diese unmittelbar mit anderen teilen. Darüber hinaus können sie eigene digitale Schulbücher zusammenstellen, Internetrecherchen durchführen,  an Online-Tests teilnehmen oder mithilfe entsprechender Lern-Apps spielerisch Vokabeln lernen.

Den Lehrern wiederum bietet sich die Möglichkeit, ihre Schüler individuell zu fördern, indem sie ihnen per Knopfdruck Zusatzmaterialien bereitstellen. Außerdem können sie über die Schul-Cloud Unterrichtsmaterialien austauschen und problemlos Daten in das elektronische Klassenbuch einpflegen, das am IBG übrigens bereits vor 7 Jahren eingeführt wurde.

Beim Einsatz der Tablets im Unterricht folgt die Schule der von Kultusministerin Eisenmann ausgegebenen Devise, nach der pädagogische Überlegungen dem Medieneinsatz vorangehen müssen. So werden die Tablets als ein Arbeitsmedium unter vielen verstanden und kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie gegenüber anderen Medien oder Methoden einen pädagogischen Mehrwert bieten. Auch das klassische Schulbuch kommt in den Tabletklassen also noch regelmäßig zur Verwendung, Versuche in den Naturwissenschaften finden weiterhin analog statt und nicht digital - wenngleich dank der Tablets nun die Möglichkeit besteht, den Versuch zu filmen und noch einmal in Zeitlupe anzuschauen.

Der Schulversuch „Tablet BS“ ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt, sodass auch in den kommenden beiden Schuljahren jeweils zwei Eingangsklassen mit Tablets ausgerüstet werden. Alle Schüler am Wirtschaftsgymnasium International nehmen automatisch am Schulversuch teil. Für die übrigen Geräte können sich Schüler vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium bewerben.

Da der Schulversuch sowohl vom Kultusministerium als auch vom Ortenaukreis als Schulträger des IBG finanziell unterstützt wird, erhalten die Schüler ihre Tablets als Leihgeräte kostenfrei.

Anmeldungen für das kommende Schuljahr sind in allen Profilen des IBG (WG klassisch, WG International und SG) noch bis Donnerstag, den  1. März, möglich unter https://anmeldung-bs.rpf.fr.schule-bw.de/

Kultusministerin Eisenmann zu Besuch an der Kaufmännischen Schule Lahr

Klassentreffen an der KS Lahr - Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann informiert sich bei Lehrern und Schülern über das Potenzial der Beruflichen Schulen

Im Rahmen des Formats "Klassentreffen" besuchte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann am 7. Februar die Kaufmännische Schule Lahr. Dabei verschaffte sie sich einen Einblick in das praxisorientierte Bildungsangebot der Schule. In der Zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft (BFW) nahm sie an der Gründungsversammlung der neuen Übungsfirma "puzzles GmbH" teil. Den Schülern, die künftig in Kooperation mit der Drogeriemarktkette Müller an die realen Geschäftsprozesse eines Unternehmens herangeführt werden sollen, wünschte sie einen guten Umsatz sowie eine positive Lohn- und Personalentwicklung. 

Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin von der Fremdsprachenkompetenz der Schülerinnen und Schüler im Dualen Berufskolleg mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement. In einer kurzen Unterrichtssequenz bereiteten die Schüler mehrsprachig - auf Englisch, Spanisch und Französisch - einen internationalen Messebesuch vor. Dabei gingen sie so sicher und souverän mit der jeweiligen Fremdsprache um, dass die Kultusministerin feststellte, man könne leicht den Eindruck gewinnen, es mit Muttersprachlern zu tun zu haben.

Im Anschluss diskutierte Eisenmann mit dem Schulleitungsteam der KS Lahr über aktuelle Entwicklungen und Handlungsfelder (u.a. Heterogenität, Sprachförderung, Oberstufenreform) im beruflichen Schulwesen.

Eine ausführliche Pressemeldung des Kultusministerium zum Besuch der Ministerin in Lahr finden Sie hier.

"Fundament für lebenslanges Lernen" - Berufsschüler legen Herbstprüfung ab

34 Schüler der Kaufmännischen Berufsschule Lahr haben die Herbstprüfung abgelegt und damit den schulischen Teil ihrer dualen Ausbildung in den Bereichen Industrie, Einzelhandel und Verkauf sowie Groß- und Außenhandel erfolgreich absolviert. Viele Auszubildende haben außerdem die Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen erworben.

Schulleiter Herbert Huber bezeichnete in seiner Rede bei der Abschlussfeier die duale Ausbildung als eine der größten Stärken des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg und als einen wichtigen Eckpfeiler in der bedarfsgerechten Fachkräftesicherung der Unternehmen. Die Auszubildenden rief er dazu auf, ihre Berufsreife als ein Fundament zu begreifen, auf dass sie durch lebenslanges Lernen aufbauen können: „Wenn es Ihr Wille und Ihr Antrieb ist, werden Sie mit den Grundlagen aus der Ausbildungszeit ein Berufsleben lang erfolgreich sein.“

Auch die Abteilungsleiterin der Kaufmännischen Berufsschule, Annette Bühler, ermunterte die Absolventen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiterzuentwickeln und variabel zu kombinieren, um neue Herausforderungen angehen zu können. Eine der größten Herausforderungen in den kommenden Jahren sei die Digitalisierung der Arbeitswelt. Niemand könne verlässlich vorhersagen, wie sich Berufsbilder und Anforderungen entwickeln würden, so Bühler. Verlässlich seien jedoch die in der Ausbildung erworbenen „Basics“ - auf sie könne man auch in Zukunft zurückgreifen, was durch folgendes Zitat von Arthur Ashe bekräftigt werde: „Starte dort, wo du bist und benutze das, was du hast.“

Preise für ausschließlich gute und sehr gute Leistungen gingen an: Anne-Kathrin, Nadine Schmidt-Tauscher und Jasmin Giner.

Einen Klassenpreis erhielten Alisa Fischer und Ferdinand Moser.

Für die besten Leistungen in den Wirtschaftsfächern wurde Alisa Fischer.

Im Anschluss an die Preisübergabe wurden die Absolventinnen und Absolventen noch zu einem Sektempfang eingeladen.

Seminarkurs beim Aktenstudium

Schülerinnen und Schüler des IBG-Seminarkurses besuchten das Stadtarchiv im Rahmen der Themen Recherche und wissenschaftliches Arbeiten. Das Stadtarchiv bewahrt Dokumente in Form von Urkunden und Akten auf, die aus mehreren Jahrhunderten stammen. Eine Urkunde, die fast 600 Jahre alt ist, gehört mit zu den wertvollsten Beständen. Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler war es nun, historische Zusammenhänge und Einordnungen aus dem Studium der Archivalien zu gewinnen.

Dies erwies sich nicht immer als einfach, denn bereits die Sütterlin-Schrift, die noch bis vor etwa 80 Jahren geschrieben wurde, ist heute kaum noch jemandem geläufig und nicht immer einfach zu lesen. Noch schwieriger wurde es bei älteren Dokumenten, etwa einem Güterbuch aus dem 17. Jahrhundert. Stadtarchivar Thorsten Mietzner und die Auszubildende Denise Bohnert unterstützen die Schüler bei der Recherche  in den Dokumenten. Zuvor erläuterte Mietzner den Unterschied zwischen einem Archiv, einer Bibliothek und einem Museum. Dann ging es an die praktische Arbeit.

Eine Urkunde, aus der hervorging, dass jemand das Badhaus gepachtet hatte, war das erste Objekt. Geschrieben war der Text von Hand auf Pergament und mit einem Wachssiegel der Stadt Lahre (so hieß Lahr damals) versehen. Die Schülerinnen mussten sie wegen ihrer Empfindlichkeit mit Handschuhen anfassen. Zum Glück lag eine neuere Zusammenfassung des Inhaltes bei, denn die Originalschrift gab viele Rätsel auf. Ein Güterbuch aus dem 17. Jahrhundert war auch nicht leicht zu lesen. Jeder Bauer schrieb darin seinen Grundbesitz mit Größe und Qualität nieder und wurde danach besteuert.

Unter den modernen Beständen befanden sich ein Ansichtskarten-Katalog, der Lahrer Straßenszenen vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte, eine Akte über die Arbeitslosigkeit Ende der zwanziger Jahre und Akten des Lahrer Gemeinderates aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Auch ein sehr persönlicher Briefwechsel zwischen Hildegard Kattermann (1909-1991) und ehemaligen jüdischen Mitbürgern, die den Holocaust überlebt hatten, gehört zu den wichtigen Beständen des Stadtarchivs.

Für viele Schülerinnen und Schüler, die in Begleitung von Herrn Bock das Archiv besuchten, war die Arbeit mit Quellen eine neue Erfahrung und manchmal auch eine Herausforderung.

Summer days - Schüler des Dualen BK verbringen Sommer im Ausland

Dieser Sommer sollte ein ganz besonderer werden - im Rahmen der Ausbildung zu Industrie- und Großhandelskaufleuten mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement traten die Schüler des Dualen Berufskollegs (2. Ausbildungsjahr)  ihre Auslandspraktika an.

So hieß es Mitte Juli: Koffer packen, auf ins Abenteuer! In insgesamt 11 verschiedene Länder verschlug es die Schüler. Während die meisten europäische Staaten bereisten, durften einige sogar nach Asien oder Amerika fliegen.

Das Praktikum ist Bestandteil der Ausbildung und geht im Regelfall über zwei bis drei Monate, die die Schüler bei Tochtergesellschaften oder Geschäftspartnern Ihrer Ausbildungsbetriebe im Ausland verbringen. Dort hatten sie die Möglichkeit, neue Erfahrungen und Kenntnisse anderer Kulturen und Sprachen zu gewinnen, sowie ein anderes Unternehmen kennenzulernen.

Doch nicht nur das Arbeitsleben stand im Vordergrund: Die Chance, sich in eine fremde Kultur einzuleben und internationale Kontakte zu knüpfen, ergriffen viele gerne. Ob Indien, Kanada, England oder Spanien – die Schüler lernten jeweils sehr unterschiedliche Länder kennen, an deren Küche, Sitten und Bevölkerung es sich zunächst einmal zu gewöhnen galt, was nicht jedem leicht fiel: Während sich die Einen mit dem Zeitunterschied schwer taten, hatten andere ihre Probleme mit der landeseigenen Küche.

Die anfänglichen Schwierigkeiten waren jedoch schnell überwunden, sodass man den Einblick in eine neue Kultur in vollen Zügen genießen konnte. So besuchten die Schüler in ihrer Freizeit bekannte Sehenswürdigkeiten und Städte oder lernten das Nachtleben in ihrer Umgebung kennen. Auch ausgefallenere Ausflüge, wie Hundeschlitten fahren, ein Champions League Spiel im Wembley Stadion oder einen Segelausflug durften manche erleben.

Im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+ erhielten die Schüler finanzielle Unterstützung. Dadurch konnten sie Mehrausgaben wie für Fahrkarten oder Miete ausgleichen – eine große Erleichterung für die Auszubildenden. Im Gegenzug entwirft die Klasse eine große Projektarbeit zum Thema „Eingliederung von Migranten in das Arbeitsleben in der EU“.

Dank der neu gewonnen Erfahrungen und schönen Erinnerungen werden die Schüler noch lange und gerne an diesen besonderen Sommer zurückdenken. Und, wer weiß, womöglich wird der eine oder andere einmal im Ausland arbeiten und dann vom Praktikum profitieren.

Alter, was geht?!

Wie viel Geld steht mir im Alter noch zur Verfügung? Wie lange muss unsere Generation arbeiten? Wie kann ich mich gegen die Risiken absichern, die das Leben mit sich bringt? Fragen, mit denen sich junge Menschen nicht früh genug beschäftigen können, weshalb sie am IBG in den Wahlfächern Sozialmanagement (SG) und Privates Vermögensmanagement (WG) aufgegriffen werden. Mehr als 30 Schüler dieser Kurse haben nun auf sehr anschauliche Weise erste, wertvolle Einblicke erhalten. Experten der Deutschen Rentenversicherung kamen mit dem Projekt „Alter, was geht?!“ an die Schule, um für die Themen Altersvorsorge und Suchtprävention zu sensibilisieren.

Als Einstieg diente der Einsatz eines Alterssimulationsanzugs, mit dem die Schüler ausprobieren konnten, was es bedeutet, mit eingeschränkter Sicht einen Zeitungsartikel zu lesen oder sich mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit und schweren Gliedern nach Gegenständen zu bücken. Möglicherweise reagieren sie künftig etwas nachsichtiger, wenn eine ältere Person an der Kasse etwas länger im Geldbeutel kramt.

Im Anschluss stellten zwei Referentinnen von der Deutschen Rentenversicherung verschiedene Möglichkeiten zur Alters- und Risikoabsicherung vor. In Gruppenarbeit setzten sich die Schüler daraufhin mit den jeweiligen Perspektiven von Berufstätigen, Rentnern und Politikern zum Generationenvertrag auseinander.

Im dritten Block der Veranstaltung verstärkte mit Sandra Boser eine Politikerin die Runde. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag diskutierte mit den Schülern unter anderem über die Themen Ausbildungsförderung, Jobaussichten und Generationengerechtigkeit. In ihren Ausführungen wurde Boser durchaus konkret: so sprach sie sich angesichts des demographischen Wandels unverblümt für eine Rente mit 67 aus, wobei sie klar stellte, dass der Renteneintritt von der Art des Berufes abhängen müsse und dass außerdem die Lebensarbeitszeit zu berücksichtigen sei.

Letzter Baustein des Projektes war schließlich ein Gespräch mit einem Betreuer und zwei Patienten der Rehaklinik Freiolsheim zum Thema Suchtprävention und Rehabilitation. Die beiden Patienten erzählten, wie sie schon als Kinder zum ersten Mal mit Drogen in Berührung kamen, wie sie ihren Drogenkonsum kontinuierlich steigerten, welche körperlichen und sozialen Folgen daraus resultierten und wie der Therapiealltag aussieht. Die Schüler waren sichtlich beeindruckt von den geschilderten Lebensläufen, aber auch von der Willenskraft der Patienten, die unbedingt wieder in einen normalen Alltag zurückkehren wollen.

Buchtitel des Monats

“Rock my Heart” von Jamie Shaw

Klappentext:

Wild, sexy, heiß – er ist ein Rockstar und könnte jede haben, doch er will nur sie!

Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band „The Last Ones to Know“ in den angesagtesten Club der Stadt gehen. Was Rowan allerdings gründlich die Laune versaut, ist ihr Freund Brady, den sie dort mit einer anderen Frau beim Knutschen sieht. Noch vor Beginn des Konzertes flüchtet sie nach draußen, und trifft dort auf Adam Everest, den absolut heißen, verdammt attraktiven Sänger der Band. Sie lässt sich zu einem Kuss hinreißen – zu einem Kuss, der nicht nur ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird …

Bewertung von Mara Maier aus dem Bibliotheksteam:

369 Seiten zum Lachen, zum Weinen, zum Schmunzeln und zum Verzweifeln.

Jamie Shaw schaffte es mit dem ersten Teil ihrer „The Last Ones to Know“-Reihe, eine nicht unbekannte Idee so aufs Papier zu bekommen, dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ihr Schreibstil lässt einen in eine andere Welt eintauchen und erst wieder daraus erwachen, wenn die letzte Seite gelesen wurde. Außerdem macht sie das Buch unverwechselbar, dank der zahlreichen und unterschiedlichen Charaktere, die einen vom Hocker hauen.

Bereits in den ersten Sekunden verliebt man sich in den Frontman der Band. Adam Everest ist ein Rockstar, wie ihn jedes Mädchen treffen möchte. Ein Traum für alle. Und auch Rowan „Peach“ Michaels habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist so natürlich, einfach echt. Noch dazu ist jeder Nebendarsteller auf seine Art wundervoll: Rowans beste Freundin Dee, ihr schwuler Freund Leti, mit seiner Liebe zu „My little Ponys“ Shirts und natürlich die weiteren Bandmitglieder wie Joel mit seinem blonden Iro, Shawn mit seiner Liebe zur Gitarre und der unfassbar tolle Mike, der ganz anders ist als ein normaler Rockstar…

Die Geschichte trifft locker leicht mitten ins Herz.

Ihr findet das Buch - und auch Band 2 - in der Schulbibliothek, Raum 221 im Hauptgebäude (Öffnungszeiten Mo – Fr 1. Große Pause und Mo 7. Stunde)

BFW-Schüler auf Spurensuche

Unter dem Titel „Auf den Spuren von...“ arbeiten derzeit 40 Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft (BFW) an spannenden, selbstgewählten Projekten. Eines davon heißt „Die zwei Gesichter von Lahr – Touristenbüro vs. Kriminalstatistik“, ein anderes „Was wollen wir eigentlich – was suchen Männer und Frauen um in Beziehungen glücklich zu werden?“ Beim Projekt „Auf den Spuren der IBG-Schüler“ wiederum steht die Motivation von Schülern im Fokus: was hat sie bewogen nach dem Haupt- oder Realschulabschluss eine berufliche Schule zu besuchen? Jede der insgesamt 9 Projektgruppen muss ein Produkt herstellen – dies kann zum Beispiel ein Film sein, ein Brettspiel oder eine Sozialstudie – und das Produkt der Klasse in einer Präsentation vorstellen.

Für die Arbeit an den Projekten stehen den Schülern während des ersten Halbjahres wöchentlich 4 Schulstunden zur Verfügung. Angeleitet und unterstützt werden sie dabei von ihren Deutschlehrerinnen Nadja Bühler und Patricia Rathke, die jeweils in einer der beiden beteiligten Klassen unterrichten, im Fach „Projektarbeit“ aber als Team zusammen arbeiten. Durch die gemeinsame Planung und parallele Durchführung der Projektarbeit profitieren beide zeitlich und fachlich. Absprachen und Hilfestellungen bei auftauchenden Problemen sind schnell und unkompliziert möglich.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch der Gewinn, den die Schüler durch das Projekt haben. Sie lernen, wie man Fragebögen konzipiert, Interviews durchführt, Plakate und computergestützte Präsentationen erstellt und vor allem wie jeder Einzelne Verantwortung für eine Teamleistung übernimmt. Somit werden die Schüler der BFW, die am Ende des Schuljahres ihre Mittlere Reife ablegen, bestens auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet.

Schüleraustausch mit Chile

Am 14.07.2017 war das Tagezählen endlich vorbei und wir, 5 Mädchen und unsere Spanischlehrerin Frau Schmidt, machten uns auf den Weg nach Chile, einem Land über das wir nicht wirklich viel wussten.

Nach einer 24-stündigen Anreise landeten wir endlich und das bedeutete auch gleichzeitig "raus aus dem deutschen Sommer und rein in den chilenischen Winter". Den ersten Tag verbrachten wir damit, unsere Familien kennenzulernen und uns an die neue Zeit und die Temperaturen zu gewöhnen. Schon am nächsten Tag startete unsere 12-tägige Reise in den Norden Chiles. Wir besuchten viele verschieden Orte wie die Städte Arica und Iquique, und erlebten die unglaubliche Vielfalt dieses schmalen Landes.

Die Natur in Chile ist ein totales Kontrastprogramm zur Ortenau – so fuhren wir stundenlang ohne auch nur eine Kurve durch die Wüste, sahen Alpakas in Nationalsparks auf 4000 Metern Höhe und saßen nur wenige Tage später in einem kleinen Boot um die Insel Damas, das umliegende Nationalreservat und seine Bewohner wie Pinguine und wilde Delfine zu sehen.

Nach unserer Reise in den Norden tauchten wir in den chilenischen Alltag ein und besuchten zusammen mit unseren Austauschschülern die deutsche Schule Sankt Thomas Morus in Santiago. Im Alltag ließen sich einige Unterschiede zu den Gepflogenheiten in Deutschland feststellen. So erklärte uns eine Lehrerin: "Die Chilenen sind nicht unpünktlich, sie haben nur ein anderes Verständnis von Pünktlichkeit".

Von der typisch chilenischen Gelassenheit wurden wir im Laufe der Zeit häufiger Zeugen – so waren auch die Erdbeben, die uns doch ein bisschen aus dem Konzept brachten, für die Gastfamilie eher normal als außergewöhnlich. Tatsächlich waren eben diese Erdbeben eine der wenigen negativen Dinge in Chile. Jedoch überwogen viel mehr die positiven Seiten wie die Offenheit, mit der die Chilenen wie selbstverständlich auf uns zugingen und ihre Herzlichkeit. Diese merkt man zum Beispiel auch am sehr engen Familienverhältnis.

Leider mussten wir am Ende der Sommerferien Chile wieder verlassen, taten dies aber mit deutlich verbesserten Spanischkenntnissen und vielen bleibenden Erinnerungen.

Schlussendlich war die Teilnahme am Schüleraustausch eine sehr gute Entscheidung, was auch der Verdienst der Gastfamilien war, die uns viel von ihrem Land und ihrer Kultur zeigten. Eine erneute Reise nach Chile – beim nächsten Mal vielleicht in den Süden – steht auf jeden Fall ganz oben auf der Prioritätenliste.

Bericht: Marie-Luise Günther

Ein Tag in der Gen-Küche

Der 4-stündige Biologie-Kurs von Frau Riede (Jahrgangsstufe 2) hat kürzlich das Schullabor der Novartis Pharma AG in Basel besucht. Dort untersuchten die Schüler, ob ihre DNA die genetische Information für einen Rezeptor enthält, durch den man einen speziellen Bitterstoff schmecken kann, oder ob sie die mutierte DNA-Variante besitzen und dadurch „Non-Taster“ sind.

Der Tag in Basel begann mit einer kurzen theoretischen Einleitung, auf deren Grundlage sich die Schüler später mit der Isolierung ihrer DNA und der Vervielfältigung des gesuchten Gens befassen konnten. Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Einsatz von Restriktionsenzymen und der Gelelektrophorese, durch die deutlich wurde, wer über welche Genvariante verfügt. Die Ergebnisse verglichen die Schüler mit ihren freiwilligen Selbstversuchen (Papierstreifen mit giftigem Bitterstoff auf Zunge legen), um herauszufinden ob die phänotypischen "Super-Taster" auch genotypisch so veranlagt sind.

Insgesamt war es ein interessanter und informativer Tag, der auch noch Spaß gemacht hat, frei nach dem Motto: „Und wenn wir nicht vergiftet sind, dann leben wir noch heute.“

Bericht: Bio J2 von Frau Riede

Buchmesse

Mit großer Spannung und Vorfreude fuhr die Klasse 13/1 in Begleitung ihrer Deutschlehrerin Frau Batôt sowie Herrn Merkel, am Freitag, den 13. Oktober, zur Buchmesse in Frankfurt. Dort präsentierten Autoren und Self-Publisher ihre neuesten Werke. Von Essen bis zu Kunst und Design war thematisch alles dabei. Bei dem ganzen Getümmel und der Größe der Messe war es nicht ganz leicht, die Übersicht zu behalten. Menschen aus aller Welt waren nach Frankfurt gekommen, vor allem aus dem asiatischen und dem angloamerkianischen Raum. Als Ehrengast der diesjährigen Buchmesse wurde Frankreich gekrönt. Es rückte damit ganz klar in den Fokus des internationalen Mediengeschehens. Unser Nachbarland Frankreich steht für die schönen Seiten des Lebens. Doch dieses Bild täuscht - die Identität Frankreichs steckt momentan in einer schweren Krise, was sich insbesondere in der Literatur junger Autoren widerspiegelt. Aktuelle Probleme wie Fremdbestimmung, gesellschaftlicher Zwang und Terror werden in ihren Büchern thematisiert. Die neue Generation Frankreichs will für Aufsehen in der Gesellschaft sorgen. Nach mehreren, aufschlussreichen Stunden auf der Messe traten die Schüler am Nachmittag wieder den Heimweg an - einerseits etwas erschöpft, andererseits aber auch fasziniert von den vielen Welten, die sich den Besuchern der Buchmesse auftun.

Bericht: Mizgin Kilic, J2

Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden

Alexandra Hummel tritt eine zweite Amtszeit als Elternbeiratsvorsitzende an den Kaufmännischen Schulen und dem IBG Lahr an. Wie schon im Vorjahr wurde sie bei der konstituierenden Sitzung des Elternbeirats einstimmig in dieses Amt gewählt. Zu ihrer Stellvertreterin wurde – ebenfalls einstimmig – Sabrina Pasha gewählt.

Schulleiter Herbert Huber bedankte sich bei Alexandra Hummel für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Schuljahr sowie für die Bereitschaft, auch weiterhin das Schulleben verantwortlich mitzugestalten.

Chengyun Sun ist neuer Schülersprecher am IBG

Bei der konstituierenden Sitzung der Schülermitverantwortung (SMV) am IBG Lahr wurde Chengyun Sun zum neuen Schülersprecher gewählt. Als Stellvertreter stehen ihm Lena Biegert (Jahrgangsstufe 2), Megan Kashama (J1) und Sven Flügler (J2) zur Seite. Insgesamt hatten 10 Schülerinnen und Schüler kandidiert. Die Wahl von Chengyun Sun ist deshalb außergewöhnlich, weil er als Schüler der Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums erst wenige Wochen an der Schule ist. Ein wichtiges Wahlargument war die beachtliche Amtserfahrung, die er vorweisen kann: So war „Cheng“, wie ihn seine Freunde nennen, bereits 2 Jahre am August-Ruf-Bildungszentrum in Ettenheim sowie fast 4 Jahre in Shandong/China als Schülersprecher tätig. Schulleiter Herbert Huber gratulierte den neu gewählten Schülersprechern und wies Sie darauf hin, dass sie nun die Interessen von 1350 Schülern zu vertreten hätten. Bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe wolle er sie gerne unterstützen, so Huber.

Abivorbereitung wird zum „Höllenritt“

Wir schreiben den 20.09.2017, als Frau Spothelfer uns, die Klasse SG 13/2, nach Dörlinbach einberuft, um uns die Abivorbereitung ein entscheidendes Stück einfacher zu machen. Durch eine komplexe, pädagogische Auszähltechnik werden wir in vier verschiedene Teams eingeteilt, die nun nicht weniger als ein militärähnliches Überlebenstraining zu meistern haben. Dementsprechend werden gefährliche,  ausdrucksstarke Teamnamen ausgewählt: "Die Frösche", "The Hunters", "Das SpoTeam" und "The last Survivals". Frau Spothelfers sorgfältig ausgewähltes  Motto "Heimat loves you" wird schon nach 50 Metern in unseren Schweißperlen ertränkt und von uns nun zum "Höllenritt" erklärt. So überschreiten die vier hochmotivierten Teams nacheinander ihren Rubikon, um den Gipfel Richtung Höllhof zu erklimmen und dort durch lyrische Vielfalt ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die exogenen Faktoren stehen hierbei keiner Gruppe im Weg, da  Waldspaziergänge uns doch als pädagogisch wertvoll vermittelt wurden. Auch wenn gegen Ende unsere Kraft schwindet und wir leicht taumelnd den letzten Berg erklimmen, werden wir im Ziel dann von der Gemeinschaft aufgefangen. Während sich die Teams gegenseitig vor Erschöpfung in den Armen liegen, erklärt uns Frau Spothelfer, dass unser Abi jetzt fast von selbst  "passieren" würde. Glücklicherweise hat sie nicht vergessen uns mit Kaffee, Kuchen  und Grillfleisch und Stockbrot zu bestechen, denn wer zu uns ausgehungerten Gymnasiasten meint, der Wald wäre schwerer zu bezwingen, als die bevorstehende Matheprüfung, der kann von SG-Schülern eine ruhige, angemessene und situationsgerechte Reaktion erwarten. Als wir um ca. 14 Uhr die Heimfahrt anpeilen, sind unser Gemeinschaftsgefühl und unsere Motivation erheblich gestiegen  und unsere Agrizoophobie ist besiegt. Wir fühlen uns nun stark genug für unser  Abi und die dann folgende letzte große  Herausforderung als SGler: ein Stuhlkreis mit anschließender Häkelstunde für Fortgeschrittene.