Ausgezeichnete Projektarbeit am Dualen BK

Dort wurde der etwa 100 Seiten umfassende Bericht von einer Fachjury überprüft und bewertet.

Erstmals in der Geschichte des Dualen Berufskollegs in Lahr wurde dabei die Qualität eines Projektes mit der Auszeichnung "Good-Practice" bedacht, wofür die Schülerinnen eine Urkunde erhielten.
 

Übungsfirmenmesse in Kehl

Mit über 600 Besuchern, 22 ausstellenden Übungsfirmen und 9 Sponsorenständen hat diese Messe die an sie gestellten Erwartungen mehr als erfüllt. Unsere Schule war an diesem Gelingen in mehrer Hinsicht beteiligt: Als Mitorganisator, als Aussteller und als Besucher. Gleich vier Übungsfirmen unserer Schule haben auf der KLAR-Übungsfirmenmesse ausgestellt: Kidz Paradise GmbH (1BK1W3), Heating & Print Gmbh (1BK1W1),  Blue Kadee GmbH (1BK1W2) und Wave Paper GmbH (2BFW1/1). Außerdem besuchten auch mehrere unserer BFW- und 11er-Klassen die Messe, um dort ... ja was eigentlich zu tun?

Auf einer Übungsfirmenmesse handeln Schülerinnen und Schüler als VertreterInnen ihrer Übungsfirma. Sie präsentieren ihre Waren, führen Verkaufsgespräche mit den Messebesuchern, schließen Kaufverträge ab und schaffen so den Umsatz, der nötig ist, um ihr Unternehmen am Markt bestehen zu lassen. Außerdem haben sie die Gelegenheit, das Geld, das sie selbst in ihrer ÜFA verdient haben, bei den anderen Übungsfirmen auszugeben, indem sie dort Waren bestellen. OK, Waren und Geld sind virtuell, aber das ist auch gut so, denn eventuelle Verluste bleiben so auch virtuell. Alles andere hingegen ist SEHR real.

Auch das Rahmenprogramm der Messe war gut. Man konnte sich bei den Sponsorenständen über Ausbildungsangebote, Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten informieren. Außerdem gab es viele interessante Vorträge zu Themen wie Werbung, Mitarbeiterführung, Bewerbungsverfahren oder Existenzgründung. Der absolute Knaller aber war natürlich der Auftritt von Deniz Yasar und Herrn König zur Eröffnung der Messe. Im Schüler-Lehrer-Doppelpack (Gesang + Akustikgitarre)  brachten sie mit "Dynamite" und "Follow me" die ganze Messehalle zum Grooven.

Das Ergebnis des Messetages kann sich sehen lassen. Die Kidz Paradise GmbH zum Beispiel hat mit fast 70.000 Euro Umsatz bei ihrer ersten Messeteilnahme ein super Ergebnis erzielt. Und nicht nur das, wir haben auch beim Wettbewerb um den besten Messestand den zweiten Platz errungen. Das Wichtigste aber ist, dass es den Messeteilnehmern gut gefallen hat, und da lässt man sie am besten selbst zu Wort kommen:

Angelina H.: „Es war ein schönes Erlebnis, einmal auf einer Messe zu kaufen, aber auch zu verkaufen. Das war mal etwas ganz anderes als sonst und ich würde nächstes Mal wieder teilnehmen.“
Andreas S.: „Die Verkaufsgespräche haben mir sehr viel Spaß gemacht und es war auch sehr interessant zu sehen, wie andere Übungsfirmen das machen. Ich hatte es mir nicht so gut vorgestellt.“
Laura M.: „Es war eine gute Erfahrung, die jeder machen sollte, der einen kaufmännischen Beruf anstrebt.“

Und wenn nächstes Jahr wieder eine KLAR-Übungsfirmen-Messe stattfindet, dann heißt es für euch hoffentlich auch: Klar geh’ ich hin!

Russische Austauschschüler am IBG

Dem standen bei der Ankunft am Lahrer Bahnhof die ersten sonnig-warmen Frühlingstage gegenüber. Schulleiter Herbert Huber stellte in seiner Begrüßungsrede jedoch fest, dass trotz aller klimatischen und kulturellen Unterschiede, auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Gästen und Gastgebern vorhanden sind. Das sei ihm sofort aufgefallen, als er die Steckbriefe gelesen habe, die ihm im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern aus Russland zugegangen waren. Die Begeisterung beispielsweise für Fußball, Tanzen und gutes Essen teile nicht nur er, sondern auch viele andere Menschen in Deutschland. Er wünsche sich, dass beide Seiten den Austausch dazu nutzen, noch mehr voneinander zu lernen, so Huber.

Als Vertreter des Schulträgers hieß Bernhard Kohler vom Landratsamt Ortenaukreis die Gäste aus Russland ebenfalls herzlich willkommen. Das Austauschprogramm biete ihnen die großartige Möglichkeit, besonders intensive Eindrücke und Erfahrungen in Deutschland zu sammeln und bei den Begegnungen mit den deutschen Mitschülern und Gastfamilien den eigenen Horizont zu erweitern. „Nur wer etwas Neues wagt, kann sich persönlich weiterentwickeln“, betonte Kohler, der alle Beteiligten dazu ermutigte, den Austauschweg konsequent weiter zu gehen.

Die Austauchschüler/innen stammen aus den Dörfern Zwetnopolje und Alexandrowka, die jeweils ungefähr eine Stunde von der sibirischen Metropole Omsk entfernt liegen. Mit einer Projektarbeit hatten sie im vergangenen Jahr den 1. Preis beim Wettbewerb des Goethe-Instituts Russlands zur sprachlichen Förderung der russlanddeutschen Minderheit und damit die Reise nach Deutschland gewonnen. Begleitet werden die 20 Schüler/innen von ihren Lehrerinnen Marina Bekker und Olga Schulz, von Seiten des IBGs ist Frau Friederike Posega für das Austauschprojekt verantwortlich.

Am Integrierten Beruflichen Gymnasium in Lahr können Schüler/innen seit einigen Jahren Russisch als zweites Sprachfach neben Englisch wählen. Für die deutschen Schülerinnen und Schüler, die nun zunächst als Gastgeber an dem Projekt teilnehmen, ist der Austausch ebenso eine Bereicherung wie für ihre Gäste. Während des zweiwöchigen Aufenthalts besuchen sie gemeinsam den Schulunterricht, arbeiten zusammen in einem Projektworkshop und unternehmen Ausflüge nach Baden-Baden, Straßburg und Freiburg sowie zu den Vogtsbauernhöfen in Gutach. Dabei können sie ganz praktisch ihre Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz verfeinern. Der Gegenbesuch in Russland ist für nächstes Jahr geplant – ein Temperaturschock lässt sich auch da höchstwahrscheinlich nicht vermeiden.

Besuch von Staatssektretär Dr. Mentrup

Besonders beeindruckt zeigte sich der Staatssekretär von den hochmotivierten Schülerinnen und Schülern der fünf Übungsfirmen am Berufskolleg und der Berufsfachschule Wirtschaft. In persönlichen Gesprächen ließ er sich von den Schülerinnen und Schülern die einzelnen Abteilungen und Geschäftsabläufe in den Übungsfirmen erklären. Der 47-jährige Bildungspolitiker war derart fasziniert, dass er sogar vom (fiktiven) Kauf eines Schaukelpferds, Marke „Little Miss Sunshine“, überzeugt werden konnte.

Mentrup lobte das praxisnahe, nach seinen Worten gar „praxisidentische“ Unterrichtskonzept. Die Tatsache, dass reale Betriebe immer öfter gezielt Schüler/innen aus den Übungsfirmen rekrutieren, mache deutlich, dass an den beruflichen Vollzeitschulen eben nicht nur ein Bildungsabschluss vermittelt, sondern gleichzeitig auch die Ausbildungsreife gefördert werde. Die Schüler/innen hätten ihm außerdem klar gemacht, dass ihnen der Wechsel ins berufliche Schulwesen wichtige Impulse sowohl für die Karriereplanung als auch für die Persönlichkeitsentwicklung gegeben habe, erklärte Mentrup.

Nach der Mittagspause in der schuleigenen Mensa, widmete sich Mentrup am Nachmittag einem etwas unbequemeren Thema. In einer Gesprächsrunde stellten die Referendarinnen und Referendare dem Staatssekretär ihre unbefriedigende Einstellungssituation dar. Zum einen zeigten sie sich enttäuscht von der mangelhaften Informationspolitik bezüglich ihrer Einstellungschancen, vor allem aber kritisierten sie die zunehmende Konkurrenz durch Bewerberinnen und Bewerber von den allgemeinbildenden Gymnasien. Im Gegensatz zu diesen hätten sie sich schon im Vorbereitungsdienst ganz bewusst für das berufliche Schulwesen entschieden und seien durch ihre Ausbildung an Schule und Seminar hervorragend für die beruflichen Schularten qualifiziert. Dementsprechend forderten sie eine vorrangige Einstellung für die Referendarinnen und Referendar aus dem beruflichen Schulwesen sowie insgesamt eine weitsichtigere Planung in der Personalpolitik.

Dr. Frank Mentrup reagierte mit großem Verständnis auf die Sichtweise der Referendare. Gleichzeitig wies er auf die „schwierige Gesamtkonstellation“ hin, mit der sich die Bildungspolitik in Baden-Württemberg derzeit konfrontiert sehe. Zum Einen fehle durch das Auslaufen des G9 künftig ein ganzer Jahrgang an den allgemeinbildenden Gymnasien. Zum Anderen falle die Grundschulempfehlung weg, so dass die Stellenplanung für Realschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium zunehmend erschwert werde. Vor diesem Hintergrund wolle man sich im Kultusministerium möglichst viel Gestaltungsfreiraum lassen. Mentrup sagte jedoch zu, sich für eine Verlängerung der Hauptausschreibungsphase sowie für größere Transparenz einzusetzen. Die Referendarinnen und Referendare hätten ihm dazu wichtige Argumente geliefert, so der Staatssekretär.

Zum Abschluss seines Besuches bedankte sich Mentrup beim Schulleitungsteam, sowie bei den Lehrer/innen und Schüler/innen für die engagierte und erfrischende Präsentation ihrer Schule. Er habe sich an der „Wiege des SG“ (das sozialwissenschaftliche Gymnasium in Lahr ist das älteste in Baden-Württemberg) sehr wohl gefühlt.

Schwedisch-AG feiert das Luciafest

Dann machte sich die Gruppe mit Frau Schindler und Herrn Bock auf nach Freiburg, wo im Gewölbekeller des Peterhofes die Luciafeier des Institutes für Skandinavistik stattfand. Eingerahmt vom Lucia-Lied mit seiner aus dem Italienischen stammenden, sehr eingängigen Melodie, sangen Lucia und der Chor Weihnachtslieder aus Dänemark, Norwegen, Island und natürlich Schweden. Die Kerzenkrone von Lucia und die vielen Kerzenlichter der Lucia-Jungfrauen und der Sternenknechte brachten eine feierliche und besinnliche Stimmung in das alte abgedunkelte Gewölbe. Das rührte nicht nur die vielen Schwedinnen und Schweden, unter denen sich auch Frau Hagström mit Sohn Kalle befanden. Mit Glögg und Lussekatter gab es deshalb nach der Feier noch viel zu erzählen.

Ein kleiner Besuch auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt rundete für die Schülerinnen und Schüler den Besuch in Freiburg ab. Hier gab es noch Gelegenheit, Geschenke zu besorgen oder sich für eigene Bastelarbeiten inspirieren zu lassen.