DGB meets IBG

Anfang März hatte der Erasmus+ Seminarkurs im Zusammenhang mit seiner aktuellen internationalen Projektarbeit zum Thema „Work Life Balance“ Besuch von Frau Messinger und Herrn Holl vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Als Jugendbildungsreferenten sind sie Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler zu den Themen Ausbildung, Studium und Berufseinstieg. Sie informieren auch z.B. Auszubildende über ihre Rechte und helfen ihnen diese durchzusetzen.

Die beiden Referenten erklärten in ihrer Präsentation „B social“ zunächst den organisatorischen Aufbau und die grundlegenden Aufgaben der Gewerkschaften und des DGBs. Der DGB hat acht Einzelgewerkschaften als Mitglieder. Als Dachverband dieser Einzelgewerkschaften, wie z.B. „Verdi“ und „IG Metall“, bietet er seinen Mitgliedern den Vorteil, dass sie sich auf lokaler und betrieblicher Ebene um Veränderungen kümmern können, während der DGB überbetrieblich meist auf politischer Ebene versucht, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.

Bezüglich des Projektthemas ,,Work Life Balance'', stellten die Referenten fest, dass dies die eigentliche grundlegende Aufgabe der Gewerkschaften ist. Denn diese wurden gegründet um das Arbeitsleben zu verbessern, sodass Berufs- und Privatleben der Arbeitnehmer miteinander in Einklang gebracht werden können.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der DGB beschäftigt, ist die „6 Tage Woche“, die immer noch im Arbeitszeitgesetz festgelegt ist. Außerdem kämpft der DGB um den Erhalt und die Verbesserung des Mindestlohnes und fordert unter dem Motto ,,Bildung für alle'', dass jedem jungen Menschen ein Ausbildungsplatz und die Übernahme nach der Ausbildung garantiert werden soll. Nicht zu vergessen ist schließlich die aktuelle Diskussion zur ,,Arbeitswelt 4.0'' und die Frage, wie sich der technische Fortschritt auf das Arbeitsleben auswirken kann. Was würde beispielsweise mit der Arbeitswelt passieren, sobald ein 3D Drucker fähig ist, ein Haus zu drucken?

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses noch einige Fragen, auf die Frau Messinger und Herr Holl in einer sehr regen Diskussion äußerst motiviert und kompetent eingegangen sind.

(Bericht: Lina Stuber und Deborah Logvinski, JG1)

Internationale Woche am IBG – Schwedische und russische Schüler zu Gast in Lahr

Die Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen hat am IBG eine lange Tradition. Jetzt gab es jedoch ein Novum: Ende März trafen sich erstmals gleich zwei Gruppen in Lahr. Schüler des Schillerska Gymnasiet in Göteborg und des Petrovskij College aus St. Petersburg besuchten ihre Partnerschüler in der Ortenau.

Der Austausch mit der Schule in Göteborg ist fester Bestandteil der Schwedisch-AG, die am IBG seit mittlerweile zehn Jahren angeboten wird. Unter den deutschen Schülern befinden sich meist 11.-Klässler, die zusätzlich zum regulären Unterricht als weitere Fremdsprache Schwedisch in einer Arbeitsgemeinschaft lernen. Ihre Partner vom Schillerska Gymnasiet haben das Fach Deutsch als zweite Fremdsprache neben Englisch.

In Begleitung ihrer Lehrerin Annika Hansson sowie Horst Bock und Eva-Maria Schindler vom IBG erkundete die schwedisch-deutsche Gruppe unter anderem die Altstadt von Freiburg. Besonders das Colombi-Schlössle und das Münster waren beliebte Hintergrundmotive für Selfies, aber auch die idyllische Atmosphäre der Altstadt mit den engen Gassen und den Bächle hinterließ bei den Gästen aus Göteburg einen bleibenden Eindruck.

So richtig international wurde es dann bei einer gemeinsamen Exkursion der schwedischen, russischen und deutschen Schüler nach Strasbourg. Dort führte IBG-Lehrer und Wahlfranzose Ulrich Strömel die große Gruppe vom Bahnhof über die Ponts couverts, von deren Aussichtsplattform man einen weiten Ausblick über die Dächer der Stadt hat. Weiter ging es über die Ill und deren Kanäle durch La Petite France und zum Place Kléber. Bei einer anschließenden Bootsfahrt erhielt die Gruppe einen Einblick in die wechselvolle Stadtgeschichte.

Die russische Delegation besuchte außer Straßburg auch noch das Kurhaus in Baden-Baden, die Wasserfälle und das Schwarzwaldmuseum in Triberg sowie das Galaxy Badeparadies in Titisee-Neustadt. Höhepunkt des Austauschprogramms, das von den Lehrerinnen Friederike Posega und Elina Herzog ausgearbeitet wurde, war jedoch der Besuch im Stuttgarter Landtag in Begleitung von Schulleiter Herbert Huber mit einer anschließenden Stadtführung „Auf den Spuren der Romanovs“.

Unterrichtsbesuche, Projektarbeiten und Freizeitaktivitäten rundeten das Programm schließlich ab. Die IBG-Schüler werden im Mai zum Gegenbesuch nach Göteborg und St. Petersburg reisen, um dort Leben, Kultur und Schule ihrer Partner kennen zu lernen.

Weitere Bilder gibt es hier.

Hinweis: Mit dem Wirtschaftsgymnasium International bietet das IBG einen internationalen Bildungsgang, in dem Englisch als globale Verkehrssprache besonders gefördert wird. Für das kommende Schuljahr sind sowohl am WGI als auch am WG Klassisch noch Plätze frei. Das Online-Anmeldeverfahren ist seit dem 1. April wieder freigeschaltet.

144 IBG-Schüler treten zum Abitur an

Am heutigen Donnerstag (30.03.2017) beginnt an den Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg das schriftliche Abitur. Am IBG Lahr gibt es in diesem Jahr 144 Prüfungsteilnehmer. Damit stellt das IBG wie in den Vorjahren den größten Abiturjahrgang im Ortenaukreis.

Für jeden Abiturienten stehen vier Prüfungen auf dem Programm. Die erste Prüfung wird im Profilfach geschrieben: für die Schüler am SG ist dies das Fach Pädagogik und Psychologie, während sich die Schüler am WG mit Volks- und Betriebswirtschaftslehre auseinander setzen. Die Schüler des WG International wiederum schreiben eine davon abweichende Prüfung in Internationaler VBWL.

Am Freitag geht es dann mit Französisch weiter, ehe am Montag kommender Woche mit Mathematik der unumstrittene Höhepunkt der Prüfungen ansteht. Eine Neuerung sieht vor, dass im ersten Teil der Mathe-Prüfung keine Hilfsmittel, also weder Taschenrechner noch Formelsammlung, zum Einsatz kommen dürfen. Hier ist also Kopfrechnen angesagt.

Noch vor den Osterferien folgen schließlich Prüfungen in Englisch, Religion, Geschichte und den naturwissenschaftlichen Fächern. Die Prüfung in Deutsch wird in diesem Jahr bundesweit einheitlich am Dienstag, den 25. April, geschrieben. Sie bildet den Abschluss der Abiturprüfungen an Beruflichen Gymnasien und gleichzeitig den Auftakt zum Abitur an den Allgemeinbildenden Gymnasien.

Neben den vier schriftlichen Prüfungen müssen die Schülerinnen und Schüler des IBG Ende Juni noch mindestens eine mündliche Prüfung erfolgreich absolvieren. Dann erhalten sie die Allgemeine Hochschulreife und sind berechtigt, in allen Fachrichtungen an Universitäten und Hochschulen zu studieren. Eine berufliche Vorfestlegung gibt es durch den Besuch eines Beruflichen Gymnasiums ausdrücklich nicht, auch wenn dies hin und wieder von Vertretern der Allgemeinbildenden Gymnasien in der Öffentlichkeit kolportiert wird.

Bei einer Erhebung 2015 gab mehr als die Hälfte des damaligen Abiturjahrgangs am IBG an, ein Studium oder eine Ausbildung in einer Fachrichtung beginnen zu wollen, die nicht im Zusammenhang mit dem Profilfach steht. Auf der anderen Seite haben diejenigen, die in Richtung des Profilfachs weiter machen, durch ihre Doppelqualifikation (Allgemeinbildung plus Beruflichkeit) klare Startvorteile. Voraussetzung – und das ist auch den diesjährigen Abiturienten bewusst – ist in jedem Fall ein erfolgreiches Abitur.

Hinweis: Ab dem 1. April kann man sich wieder online für das kommende Schuljahr am IBG bewerben. Am WG und WGI sind noch Plätze frei.

WGI zu Gast bei Herrenknecht in Schwanau

Am Montag, den 13.03.2017, zeigte sich mal wieder, dass der Unterricht in internationaler BWL nicht immer zwingend nur aus Theorie besteht.

Die Klasse 12-1 des WGI ging auf Exkursion zur Herrenknecht AG in Schwanau. Anlass dafür war das Unterrichtsthema „Rechtsformen von Unternehmen“. Eine Schülerin veranschaulichte das Thema ihrer GFS, „die Aktiengesellschaft“, mit einer anschließenden Werksführung beim weltweiten Marktführer in maschineller Tunnelvortriebstechnik – der Herrenknecht AG.

Nachdem die GFS beendet war und alle Fragen zum Thema Aktiengesellschaft geklärt waren, ging es mit Ausbildungs-und Studienleiter Ralf Baumann aufs Betriebsgelände zur Werksbesichtigung. Hier erhielten die Klasse und ihre Begleiter Frau Rätzke und Herr Deiß einen Einblick in die vielfältige Arbeit der Gesellschaft. Herrenknecht zählt zu den größten Arbeitgebern in der Region und beschäftigt derzeit rund 2500 Mitarbeitern in Schwanau, wovon ca. 180 junge Menschen in der Ausbildung sind.

Ebenfalls bietet die Gesellschaft zahlreiche Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten sowohl im kaufmännischen als auch im handwerklichen Bereich an. Die Herrenknecht AG ist gerade für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber, da sie an 76 Standorten in der ganzen Welt vertreten ist.

Die Exkursion war ein voller Erfolg, denn es zeigte sich, dass vieles, was man mit Fleiß in der Schule erarbeitet, für das spätere Berufsleben relevant ist.

(Bericht: Katharina Greiner, WGI 12/1)

Erasmus-Abschlusstreffen: Schüler machen sich fit für den europäischen Arbeitsmarkt

55 Jugendliche aus fünf Ländern haben in dieser Woche unter Beweis gestellt, dass die europäische Idee trotz mancher Erosionserscheinungen und nationalistischen Gegenbewegungen immer noch lebt. Im Rahmen des Erasmus-Projektes „Fit for work in Europe“ kamen sie für 7 Tage zum Abschlusstreffen am IBG Lahr zusammen.

Weder geografische noch sprachliche Grenzen konnten sie daran hindern, über 3 Jahre hinweg ein gemeinsames Projekt voranzutreiben und nun erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Leitthema des dritten Projektjahres war „Lifestyle“. Dazu untersuchten die Schüler in ihren Heimatländern die beruflichen Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen, vor allem hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während des Treffens in Lahr erstellten sie Poster- und Fotocollagen ihrer Ergebnisse und präsentierten diese schließlich bei einem Besuch des Europaparlaments in Straßburg.

An dem von der EU geförderten Bildungsprogramm beteiligten sich neben dem IBG Lahr vier weitere Schulen aus Hennebont in der Bretagne (Frankreich), aus Debrecen (Ungarn), aus Tarragona (Spanien) und aus Siedlce (Polen). Jede ausländische Schule war mit 8 Schülern und zwei Begleitlehrern nach Südbaden gereist, vom IBG nahmen 23 Schüler und die 4 Projektkoordinatoren Gabriele Budig, Julia Müller, Alexandra Raicu und Ulrich Tröndle am Abschlusstreffen teil.

Auf dem Programm standen außer der Projektarbeit Ausflüge in den Europapark und zum Schauinsland, ein Deutsch-Kurs für Anfänger sowie eine große Erasmus-Party. „Fit for work in Europe“ sollte den Jugendlichen in erster Linie eine Orientierungshilfe geben, sich professionell auf den europäischen Arbeitsmarkt einzulassen. Darüber hinaus hat das Projekt jedoch bewirkt, dass junge Europäer ihre Gemeinsamkeiten entdecken und neue Freundschaften schließen konnten.

Pünktlich zum Frühlingsanfang: Blüten im BWL-Unterricht

BWL mal ganz anders – die Auszubildenden im Einzelhandel und Großhandel an der Kaufmännischen Berufsschule Lahr kamen kürzlich in den Genuss einer Falschgeldschulung durch Frau Leppert von der Deutschen Bun­desbank.

Zuerst beschäftigten sie sich mit dem „Weg des Geldes“: Von wem wird es wann und wo in Umlauf gebracht und wann und wie kommt es wieder bei der Bank an.

Im Anschluss wurde ihnen erklärt, auf welche Sicherheitsmerkmale sie achten können, wenn keine techni­schen Hilfsmittel zur Falschgelderkennung zur Verfügung stehen. In diesem Fall kann man sich immer noch auf seine Augen und Hände verlassen, denn die Sicherheitszeichen sind sowohl zu sehen als auch zu fühlen. Dabei wurde den Auszubildenden klar, wie viel auf einem Geldschein tatsächlich zu sehen ist: das Wasserzeichen, die Smaragdzahl, Farbwechsel, Hologramme oder der Glanzstreifen. Fühlen kann man zum einen das Material der Banknote, aber auch erhabene Stel­len.

Dann wurde es ernst - die Auszubildenden bekamen echte Banknoten und Fälschungen ausgehändigt um diese zu vergleichen. Angefangen wurde mit "schlechten" Fälschungen. Hier war der Unter­schied meistens sehr deutlich zu sehen. Dann wurden die Fälschungen jedoch immer besser und die Unterscheidung damit immer schwieriger. Die beste Fälschung war schließlich kaum noch von der echten Banknote zu unterscheiden.

Daraufhin erhielten die Auszubildenden Tipps, wie sie sich verhalten sollten, wenn sie im Berufsalltag mit Falschgeld konfrontiert werden. Am wichtigsten: Niemals sich selbst in Gefahr bringen! Man sollte sich immer an die vorgeschriebenen Abläufe in der Firma halten - wer wird als erstes informiert? Wer verständigt die Polizei?

Zum Schluss ging die Referentin noch kurz auf Hilfsmittel wie z.B. das elektronische Prüfgerät, UV-Lampen oder den Stift zur Kontrolle der Oberfläche ein.

Während der Schulung konnten auch allgemeine Fragen rund um das Thema Geld gestellt werden - Was tun, wenn der Geldschein zerreißt? Wann bekomme ich Banknoten ersetzt? Was mache ich, wenn mir an der Kasse Falschgeld als Wechselgeld zurückgegeben wird?

Es war also eine sehr interaktive und informative BWL-Stunde, die den Auszubildenden gezeigt hat, wie viel mehr hinter einer Banknote steckt als nur ein Stück bedrucktes Papier und auch wie "gut" Blüten sein können.

Zwei Kunstkurse – eine Kunstausstellung

Seit der vergangenen Woche ist im Foyer des Schulgebäudes eine Kunstausstellung zu sehen. Die Ausstellung widmet sich zwei Themen:

Traumhäuser

Thema im Kunstunterricht der Jahrgangsstufe 2 war die berühmteste Schule für Kunst und Gestaltung des 20. Jahrhunderts, das Bauhaus und seine Meister. Dort entwickelten die Architekten Walter Gropius und Mis van der Rohe eine neue und unkonventionelle Auffassung von Architektur. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Bauen und Wohnen auseinander und entwarfen anschließend Häuser und Villen, in denen sie selbst gern leben würden.

StreetArt DIY (Do It Yourself)

StreetArt entwickelte sich in den letzten Jahren zur „Kunstform für junge Leute“. Sie ist nun in den Galerien angekommen. Viele berühmte StreetArt Künstler arbeiten mit Schablonen – eine „alte“ Drucktechnik. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 entwickelten ihre eigenen Motive und druckten sie mit Schablonen auf Taschen, Shirts und Jeans.

Kaufmännische Schulen Lahr präsentieren Agenda 2022

Anfang Februar unterzeichneten die Kaufmännischen Schulen Lahr im Rahmen des sogenannten OES-Prozesses (Operativ Eigenständige Schule) eine Zielvereinbarung mit dem Regierungspräsidium Freiburg. In der Vereinbarung, die schrittweise bis 2022 umgesetzt werden soll, geht es vorranging um Ziele der Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung. Gegenstand sind unter anderem die Weiterentwicklung der schulischen Feedbackpraxis, die Nutzung zusätzlicher Kooperationsmöglichkeiten mit externen Partnern, die Sicherung einer auf Respekt und Kommunikation fußenden Schulkultur sowie die Entwicklung eines Konzeptes zur digitalen Bildung.

Als Vertreter des Regierungspräsidiums waren der Abteilungsdirektor für Berufliche Schulen, Thomas Hecht, sowie die Regionalreferentin für den Ortenaukreis, Claudia Cassiani, zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung nach Lahr gekommen. Beide lobten die Vereinbarung als schlüssiges Konzept, das die Werte und Kompetenzen widerspiegelte, für welche die Kaufmännischen Schulen Lahr schon lange stünden. „Der Bezug zum Leitbild der Schule ist unverkennbar“, erklärte Hecht. Die Förderung eines gleichberechtigten Diskurses sowie die Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln seien dabei genauso zentral wie die Verknüpfung von theoretischen Unterrichtsinhalten mit praktischen Lernerfahrungen. In diesem Zusammenhang hob Cassiani insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Betrieben sowie das Konzept der Übungsfirmen hervor.

Schulleiter Herbert Huber wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass Kultusministerin Susanne Eisenmann als Präsidentin der Kultusministerkonferenz die Berufliche Bildung kürzlich als Königsweg bezeichnet habe. Um diesen Königsweg zu erhalten und auszubauen setze man auch weiterhin auf die aktive Unterstützung des Regierungspräsidiums – sowohl in Finanzierungsfragen als auch bei der Personalbeschaffung. Er selber könne dem Regierungspräsidium versichern, so Huber, dass man die Zielvereinbarung einhalten werde und zwar im Bewusstsein des ureigenen Auftrags der Schule: „Den Schülern Wissen zu vermitteln als Voraussetzung für kompetentes Handeln und Entscheiden.“

Brücken bauen und Raketen starten – Junge Forscher experimentieren am IBG

Am Freitag, den 10.02., öffnete das IBG wieder einmal seine naturwissenschaftliche Experimentierstraße für Grundschüler. Rund 40 Viertklässler aus Kuhbach und Reichenbach besuchten die Schule um in kleinen Teams biologischen, chemischen und physikalischen Fragen nachzugehen. Freudig, neugierig und erwartungsvoll verteilten sich die jungen Forscher in den Fachräumen und legten sofort los mit den Versuchen.

Pflanzen durch Berührung bewegen, verschiedene Schädelknochen zuordnen oder Präparate unter dem Mikroskop bestimmen – diese Herausforderungen galt es in der Biologie zu bewältigen.

Im Physikraum gingen die Grundschüler wiederum der Frage nach, wie man nur aus Holzstäben eine tragfähige Brücke baut. Diese knifflige Aufgabe hatte bereits Leonardo da Vinci vor über 500 Jahren gelöst. Nun gelang es gemeinsam mit den Schülern des Physikleistungskurses auch den kleinen Forschern aus Kuhbach und Reichenbach, worauf diese sichtlich stolz waren. Außerdem beschäftigten sich die Schüler mit der Frage, was eigentlich Geschwindigkeit ist und wie man sie misst – eine Modelleisenbahn, ein Metermaß und eine Uhr waren ihnen dabei behilflich.

Besonders lebhaft ging es schließlich in der Chemie zu, wo lautes Knallen (Filmdosenrakete) und bunte Farben (Farbtrennungsversuch) die Grundschüler in Begeisterung versetzten. Gestaunt wurde auch beim Rosinen- und Kerzenaufzug. Während hier vor allem Gase im Mittelpunkt standen, spielte beim Stromkreislauf Energie eine tragende Rolle. Die letzte, ebenfalls mit Bravour gemeisterte Aufgabe bestand darin, herauszufinden, welche Materialien überhaupt elektrischen Strom leiten.

Am Ende waren dann auch die Grundschüler wie elektrisiert von ihren neuen Erkenntnissen, am liebsten hätten sie noch stundenlang weiter experimentiert – „Wann dürfen wir wiederkommen“,  fragten einige von Ihnen. Nach diesem positiven Fazit wird die Experimentierstraße sicherlich auch im nächsten Jahr wieder öffnen.

Neue Übungsfirma eröffnet – Europa-Park als Kooperationspartner

Ed und Edda sind die neuen Stars im Berufskolleg an den Kaufmännischen Schulen Lahr. Die beiden Maskottchen des Europa-Parks Rust zieren ab sofort das Logo der neu gegründeten Übungsfirma Edda Store GmbH. Zur Eröffnungsfeier am vergangenen Dienstag waren neben Vertretern des Europa-Parks auch Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg nach Lahr gekommen.

Der Abteilungsdirektor für Berufliche Schulen, Thomas Hecht, lobte die Schule für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Übungsfirma und verwies darauf, dass die Kaufmännischen Schulen Lahr deutschlandweit nach wie vor die meisten Übungsfirmen haben. Die große Stärke des Modells liege darin, kaufmännische Praxis in den Unterricht zu holen – ein Gedanke, den auch die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, in ihrer Eröffnungsrede aufnahm. In den Übungsfirmen würden fast alle Bereiche des Unternehmensalltags simuliert, seien es Distributionsprozesse, Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen oder eine gelungene Unternehmenskommunikation.

Entscheidend sei jedoch, die manchmal trockenen Themen durch kreative Ideen lebendig zu machen. Dabei könne vor allem die Patenfirma helfen, so Lebfromm. Mit dem Europa-Park habe man ein weltbekanntes Top-Unternehmen gewinnen können, das nun die 29 Schüler der Klasse 1BK1W2 bei Ihrer Arbeit in der Übungsfirma unterstützt. Über die Edda Store GmbH können Events und Hotelübernachtungen gebucht sowie Merchandisingartikel bestellt werden – alles rein fiktiv, versteht sich. Grundlage sind jedoch die realen Angebote des Europa-Parks. Auch bei der Gestaltung der regionalen und überregionalen Messeauftritte dürfte das Know-How von Deutschlands größtem Freizeitpark die Schüler weit nach vorne bringen.

Und wer weiß, vielleicht ebnet die Übungsfirma dem einen oder anderen Schüler auch den Weg in eine Ausbildung beim Europa-Park.

Spendenaktionen

In der Vorweihnachtszeit haben sich Schülerinnen und Schüler des IBG Lahr an verschiedenen Spendenaktionen beteiligt. Der Pädagogikkurs von Frau Spothelfer (IBG-Eingangsklasse) hat auf dem Lahrer Adventsmarkt selbstgemachtes Weihnachtsgebäck, Linzertorten, Punsch und Kaffee verkauft und dabei einen Erlös von 400 Euro erzielt. Der Erlös wurde dem Café Löffel - einer von der Diakonie betriebenen gemeinnützigen Einrichtung - übergeben.

Bei einer weiteren Spendenaktion haben die beiden Schülerinnen Linda Abdou und Laura Grafmüller (Jahrgangsstufe 1) unter ihren Mitschülern rund 100 Euro für die Initiative "Ein Herz für Kinder" gesammelt. Den gleichen Betrag legten sie selber noch einmal drauf, sodass sie bei der großen ZDF-Spendengala im Dezember 200 Euro spenden konnten.

Feier zur Überreichung der EUREGIO-Zertifikate

Mit einem Festakt im Europa Park Rust hat die Deutsch-Französische Oberrheinkonferenz Ende Oktober die Teilnehmer der berufsbildenden Praktika im Drei-Länder-Eck Deutschland, Frankreich und der Schweiz geehrt.

Die Vorsitzende des „Expertenausschusses Berufsbildung“, Ingrid Thomalla, verwies darauf, dass es gerade für junge Menschen in der Berufsausbildung von enormer Bedeutung sei, in der globalisierten Welt neben Sprachkompetenzen auch interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Diese Herausforderung anzugehen sei den jungen Leuten gut gelungen. Sie hätten Mut bewiesen, sich für eine Berufsausbildung zu entscheiden und eine große Chance genutzt, indem sie einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvierten.

Acht Schülerinnen des Dualen Berufskollegs für Abiturienten im Fachbereich europäisches bzw. internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen erhielten für ihr zwei bis sechsmonatiges Auslandspraktikum in Unternehmen in Frankreich sowie in der Schweiz das EUREGIO-Zertifikat: Katharina Norf (Orsay GmbH), Jennifer Hein (Orsay GmbH), Sophie Holzbecher (Orsay GmbH), Katharina Ernst (Framode GmbH), Jasmin Rudolf (Orsay GmbH), Christina Dotter (Orsay GmbH), Katharina Weber (Orsay GmbH), Jennifer Heymann (Framode GmbH),

Begleitet wurden die Schülerinnen von Frau Serapins (Orsay GmbH), Herrn Eble (Kaufmännische Schulen Lahr) und Frau Humpert (Kaufmännische Schulen Lahr).

Ausstellung "Flucht und Migration" / Tag des Beruflichen Gymnasiums

Das IBG Lahr präsentiert ab dieser Woche eine Ausstellung mit dem Titel „Interkulturalität, Flucht und Migration“. Schüler und Lehrer aus verschiedenen Fachrichtungen und Klassenstufen haben sich an dem Projekt beteiligt. Die Initiative ging vom Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: „NikLAS“) aus.

Hintergrund der Ausstellung ist der landesweite Tag des Beruflichen Gymnasiums am kommenden Mittwoch, den 7. Dezember 2016. „Die Ausstellung zeigt das ganze Spektrum an Fächern und Perspektiven, das es an beruflichen Gymnasien gibt“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, die gleichzeitig Netzwerkmoderatorin von NikLAS ist. Flucht und Migration würde man vermutlich zunächst in Gemeinschaftskunde, Global Studies oder Geographie verorten. Aber auch aus dem Profilfach Pädagogik und Psychologie, aus Deutsch, Kunst und Religion sowie den Fremdsprachen und Naturwissenschaften kamen zahlreiche Beiträge. So gibt es in der Ausstellung überraschende Facetten des Themas zu entdecken, wie etwa die Migration in der Tier- und Pflanzenwelt, die Migration von Teilchen in der Chemie oder die künstlerische Darstellung von Fluchterfahrungen in Form von Steinen und Sandbildern.

Ziel des Projektes ist außer der Beschäftigung mit den Themen der interkulturelle Austausch und das Erwerben von interkulturellen Kompetenzen. Einige Schüler und Lehrer haben selber einen Migrationshintergrund und zum Teil auch Fluchterfahrung – so konnten sie ihren ganz persönlichen Blickwinkel in das Projekt einbringen.

Erste Besucherin der Ausstellung bei einer Art Vorpremiere war am vergangenen Mittwoch die Ministerialdirektorin im Kultusministerium, Gerda Windey. Auf Einladung von Schulleiter Herbert Huber hatte sie der Schule einen rund zweistündigen Besuch abgestattet. Dabei informierte sie sich über das breite Bildungsangebot  an der Kaufmännischen Schule Lahr, sprach mit Berufsschülern über die Vorzüge der Dualen Ausbildung, ließ sich das Konzept der Übungsfirma näher bringen und diskutierte mit den Referendaren über die aktuellen Einstellungschancen. Die Ausstellung als Schluss- und Höhepunkt ihres Besuches hinterließ bei Windey einen bleibenden Eindruck: „Es ist schon enorm, wie vielfältig die Themen Flucht und Migration hier präsentiert werden“.

Die Ausstellung ergänzt das Angebot der interkulturellen Woche in Lahr. Sie ist öffentlich und kann bis zum 16.12. während der Öffnungszeiten der Schule im Schulgebäude besucht werden.

"Wir sind dann mal weg"

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse BKWIW2 sammeln Berufserfahrungen im Ausland

„Die tägliche Erfahrung lehrt, dass diejenigen, welche viel reisen, an Urteilskraft gewinnen; dass die Gewohnheit, fremde Völker, Sitten und Gebräuche zu beobachten, den Kreis ihrer Ideen erweitert und sie von manchen Vorurteilen befreit.“ François Pierre Guillaume Guizot

Der Heimat den Rücken kehren, hinaus ziehen in die weite Welt um, wie François Pierre Guillaume Guizot schrieb, den Kreis der Ideen zu erweitern und sich von so manchen Vorurteilen zu befreien – das taten die 17 Schülerinnen und Schüler des Dualen Berufskollegs am Ende ihres ersten Lehrjahres.

Im Rahmen der Ausbildung zur/m Industriekauffrau/-mann bzw. Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel mit Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement und Fremdsprachen“ traten sie im Sommer ihre Auslandspraktika an.

Die Schülerinnen und Schüler sammelten hierbei im Zuge des Erasmus+ Programmes der EU zahlreiche Erfahrungen in ihren zu erlernenden Berufen. Sie arbeiteten über einen Zeitraum von etwa 3 Monaten bei Tochtergesellschaften oder Lieferanten ihrer Ausbildungsbetriebe oder sie bekamen die Chance, die Verwaltung an einem College zu unterstützen.

Die Möglichkeit ein Land nicht nur als Tourist zu bereisen, sondern in fremde Kulturen einzutauchen, internationale Kontakte zu knüpfen und sich selbst einzubringen stand dabei im Vordergrund. Neben der Arbeit hatten die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit das kulturelle Leben in ihrem Gastland zu erleben.

Man aß Hühnerfüße in Hong Kong, traf Bären im Algonquin Nationalpark von Kanada und erlebte die entspannte Arbeitshaltung der Engländer sowie die ausgiebigen Mittagspausen der Franzosen. Die Schülerinnen und Schüler bereisten insgesamt 11 Länder auf 3 Kontinenten und konnten schließlich die Erfahrung von Guizot voll und ganz bestätigen – die Reise in ein fremdes Land hat den „Kreis ihrer Ideen“, sprich ihren Horizont, deutlich erweitert.

Erasmus+ Projekt in Spanien

"Work – life – balance" - unter diesem Motto fand das diesjährige Erasmus+ Projekttreffen in Spanien statt. Neun IBG-Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 1 hatten Anfang November die Möglichkeit, eine Woche in Gastfamilien in Tarragona (Spanien) zu verbringen. Das von der EU geförderte Erasmus+ Projekt „Fit for work in Europe“  ist ein dreijähriges Projekt, an dem je eine Schule aus Spanien, Deutschland, Frankreich, Ungarn und Polen teilnimmt.

Schon vor Beginn der Reise hatten sich die Teilnehmer der einzelnen Länder intensiv auf das Thema Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben vorbereitet. Dabei wurde zur Situation in den unterschiedlichen Ländern recherchiert, es wurden Fragebögen erhoben und ausgewertet und jedes Partnerland hatte die Aufgabe, sich Übungen zur körperlichen und geistigen Fitness zu überlegen und auf das Meeting mitzubringen. Die Ergebnisse wurden in Form von Präsentationen den anderen Teilnehmerländern vorgestellt, die mitgebrachten Übungen wurden gemeinsam durchgeführt.

Die Gruppe vom IBG Lahr hatte sich als Übung einen Zumba-Tanz überlegt und zur anschließenden Entspannung eine Traumreise. Noch in Deutschland hatten die Schüler dazu ein Video mit den einzelnen Schritten einer Zumba-Sequenz gedreht. Die anderen Länder waren begeistert von diesem Video und hatten sehr viel Spaß beim Einstudieren des Tanzes. Die Übungen der anderen Länder beinhalteten neben Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Koordination auch Entspannung und Konzentration.

Die spanischen Gastgeber boten in der Projektwoche ein interessantes Rahmenprogramm. Gleich zu Beginn gab es die Möglichkeit, Barcelona zu besichtigen, bevor die Schüler zu den Gastfamilien nach Tarragona weiterfuhren, wo sie sehr offen und herzlich empfangen wurden. Die spanischen Schüler hatten viele interessante Programmpunkte vorbereit, unter anderem besuchten die Projektteilnehmer eine Schokoladenfabrik, wurden vom Bürgermeister empfangen, bekamen eine Stadtführung durch Tarragona, und nahmen an einem Team-Building-Seminar bei einer Expertin teil, die normalerweise Firmem coacht. Außerdem hospitierten sie im Unterricht und erhielten einen speziell vorbereiteten Spanischkurs mit anschließendem Test, bei dem Deutschland siegte.

Besonderes Highlight des Aufenthaltes war eine fünfstündige Wanderung mit dem berühmten katalanischen Bergsteiger Oscar Cadiach. Seine motivierende Art brachte die Gruppe gemeinsam ans Ziel, welches verdienterweise der Strand und das Meer war. Dieser Ausflug zeigte den Schüler nicht nur, zu was sie fähig sind, wenn man sie motiviert, sondern bewies ihnen eindrucksvoll die Schönheit der spanischen Landschaft bei allzeit sonnigem Wetter. Den letzten Abend verbrachten alle zusammen in einem Club an der Küste, den sie im November ganz für sich allein hatten.

Somit ging eine erlebnisreiche und tolle Zeit, mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken zu Ende. Alle Schüler freuen sich bereits auf das Wiedersehen beim großen Projektfinale Ende April in Lahr.

Bericht: Leonie Frank und Lisa Hassur (J1)