Abschlussfeier der Kaufmännischen Berufsschule

Rund 180 Berufsschüler haben in diesem Sommer ihre Abschlussprüfung an der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) Lahr abgelegt. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Sporthalle der Schule wurden Ihnen am Donnerstag, den 22. Juni, die Abschlusszeugnisse überreicht.

Der Abteilungsleiter der Berufsschule, Hermann Eble, gratulierte den Schülern zur erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung. Damit sei die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes und selbst finanziertes Leben geschaffen. Für sein letztes Jahr als Leiter der Kaufmännischen Berufsschule hatte sich Eble ein gutes Ergebnis gewünscht und auch bekommen. 98,9 Prozent der Prüflinge haben die Schulprüfung bestanden, rund 15 Prozent aller Prüfungsteilnehmer haben im Abschlusszeugnis nur gute und sehr gute Leistungen.

Die stellvertretende Schulleiterin der Kaufmännischen Schulen Lahr, Ingrid Isele, würdigte den zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand tretenden Eble als „stets zuverlässigen Teamplayer, der sich immer für die Belange der Schüler, der Lehrkräfte und der Schule eingesetzt hat“. An die Absolventen appellierte Isele, die unterschiedlichen Möglichkeiten zu nutzen, die ihnen der Abschluss bietet. Dabei könne man einen direkten Weg einschlagen wie der Rheinkanal oder verschlungene Wege wie der Altrhein im Taubergießen.

Für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch erhielten Annemarie Schüle-Benz und Céline Killius den Hebelpreis. Für die besten Leistungen in den Wirtschaftsfächern wurden Selina Feldweg, Beatrix Fehrenbach und Stephanie Herr mit einem vom Förderverein gestifteten Sonderpreis geehrt.

Einen Klassenpreis erhielten folgende Auszubildende: Selina Feldweg, Beatrix Fehrenbach, Melanie Becker, Jakob Horvath, Patrick Koch, Stephanie Herr, Jeanette Kapp und Daniel Loer.

Weitere Preise für ausschließlich gute und sehr gute Leistungen gingen an: Lilli Rudi, Jürgen Breise, Nadezda Roehl, Dominik Borgardt, Marcel Waidele, Annette Daumann, Nicolas Rau, Annemarie Schüle-Benz, Melis Torun, Jannis Ille, Jonas Kruß, Anne Schwörer und Lena Wurth.

Im Anschluss an die Preisübergabe wurden die Absolventen noch zu einem Sektempfang eingeladen. Die Feier wurde von aktuellen und ehemaligen Schülern musikalisch umrahmt.

IBG-Schüler zu Besuch in St. Petersburg

Vom 6. bis zum 16. Mai fand der Gegenbesuch von 14 Schülerinnen und Schülern des IBG Lahr und des BKI mit Frau Posega und Frau Herzog in St. Petersburg statt.

Die Tage waren auch diesmal prall gefüllt und die Aktivitäten reichten von einer Stadtrundfahrt, der Besichtigung des Sommerpalastes von Peter dem Großen (Peterhof), der Ermitage, dem Bernsteinzimmer im Katharinenpalast, der Isaakskathedrale bis zu kleineren Attraktionen wie der Besichtigung der Wohnung Puschkins und Dostojewskijs sowie einem Besuch im Museum der Illusionen.

Außerdem konnte die Gruppe miterleben, wie in Russland der „Tag des Sieges“ gefeiert wird – in Russland wird das Ende des II. Weltkrieges auf diesen Tag angesetzt, da die russische Seite den Vertrag erst am 9. Mai um 00:16 unterzeichnete. Die Feierlichkeiten in St. Petersburg begannen um 10 Uhr mit einer Parade, bei der Kriegsveteranen in historischen Kriegsfahrzeugen den Zug anführten. Es folgte die Parade des „Unsterblichen Regiments“, bei denen die Hinterbliebenen den Gefallenen ihren Respekt zollten, indem sie Bilder von gefallenen Angehörigen hochhielten. Dieses Jahr sollen in St. Petersburg 700.000 Menschen bei dieser 2. Parade dabei gewesen sein. Auf dem Schlossplatz fand im Anschluss ein Konzert statt und abends gab es ein großes Feuerwerk über der Peter-Paul-Festung an der Newa.

Gemeinsam mit ihren russischen Partnern arbeiteten die Schüler während des gesamten Besuches an verschiedenen Rechercheprojekten – auf diese Weise besichtigten viele von ihnen eine Reihe kleinerer Museen und Sehenswürdigkeiten. Die Ergebnisse stellten sie am Ende der Woche in deutsch-russischen Präsentationen vor.

Zum Teil konnten die Schüler an den Wochenenden bei ihren russischen Partnern übernachten, was natürlich auch einen besseren Einblick in die russische Lebenswelt ermöglichte. Zum Abschied gab es dann Tränen – die russischen und deutschen Jugendlichen haben sich durch die gemeinsame Arbeit, Aktionen und Abende sehr gut miteinander angefreundet und wollen den Kontakt auf alle Fälle aufrechterhalten.

Unterstützt wurde der Gegenbesuch vom deutsch-russischen Jugendaustausch, dem Land Baden-Württemberg und der Breunig Stiftung aus Stuttgart, wodurch die 10 Tage inklusive Flug, Visum, Übernachtung im Hostel des Petrowskij Colleges und Frühstück im College Cafe für alle noch erschwinglich blieben.

Schüleraustausch mit Frankreich

"La réalité est trop dure, j'me tire en Bretagne" (Das Leben ist zu hart, ich verzieh' mich in die Bretagne)

Trampolin springen in den Baumkronen, Mittagsschlaf am Strand und Abendessen in der Crêperie - das sind die Erinnerungen, die wir aus der Bretagne mit nach Deutschland nehmen.

Sonntag, 2. April 19:00 Uhr, Ankunft in Lorient. Vom Bahnhof ging es dann direkt in eine Bar zum Apéro. Von diesem Zeitpunkt an erwartete uns eine Woche voller Sonne, außergewöhnlich hohen Temperaturen, türkisblauem Meer und schönen Abenden am Strand.

Um das umfangreiche Programm zu absolvieren, welches für die Woche vorgesehen war, waren viele Crêpes nötig. Für unsere Veganer war das neben Couscous und Karottensalat die einzige Chance, in einer so fleischlastigen Esskultur zu überleben.

So kehren wir mit dem Cidre unterm Arm und einem Sonnenbrand zurück nach Deutschland und wissen nun, dass die Bretagne viel mehr zu bieten hat als nur Hinkelsteine.

>> On dirait qu'on est devenu breton <<

Karfreitag und Ostern als Fake News? IBG feiert ökumenischen Gottesdienst

Am letzten Freitag vor den Osterferien feierten Schüler und Lehrer des IBG Lahr einen ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche. Unter dem Motto „Gekreuzigt, begraben, auferstanden – Fake News?!“ griffen die Religionslehrer Thomas Schneeberger und Martin Romünder den aktuellen Trend auf, Nachrichten und Überlieferungen jeglicher Art in Frage zu stellen. Auch viele Ereignisse aus dem Leben Jesu Christi wirkten auf den ersten Blick unglaubwürdig und würden heute gerne als Erfindung der Kirche dargestellt. Zwar sei es durchaus angemessen, Inhalte des Evangeliums kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren, auf der anderen Seite könne der Glaube an Jesus als Botschafter göttlicher Liebe zu den Menschen immer noch eine enorme Kraft entfalten.

In bewährter Tradition wechselten sich beim Ostergottesdienst des IBG Wort- und Musikbeiträge ab. Schulband und Schulchor gaben unter der Leitung von Oliver Schätzle aktuelle Hits wie „All of me“ von John Legend, aber auch Klassiker wie „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ zum Besten. Für seine Interpretation von Wolfgang Petrys Anti-Fremdenhass-Song „Wer die Augen schließt“ erhielt Schüler Jannik Rendler besonders viel Applaus.

DGB meets IBG

Anfang März hatte der Erasmus+ Seminarkurs im Zusammenhang mit seiner aktuellen internationalen Projektarbeit zum Thema „Work Life Balance“ Besuch von Frau Messinger und Herrn Holl vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Als Jugendbildungsreferenten sind sie Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler zu den Themen Ausbildung, Studium und Berufseinstieg. Sie informieren auch z.B. Auszubildende über ihre Rechte und helfen ihnen diese durchzusetzen.

Die beiden Referenten erklärten in ihrer Präsentation „B social“ zunächst den organisatorischen Aufbau und die grundlegenden Aufgaben der Gewerkschaften und des DGBs. Der DGB hat acht Einzelgewerkschaften als Mitglieder. Als Dachverband dieser Einzelgewerkschaften, wie z.B. „Verdi“ und „IG Metall“, bietet er seinen Mitgliedern den Vorteil, dass sie sich auf lokaler und betrieblicher Ebene um Veränderungen kümmern können, während der DGB überbetrieblich meist auf politischer Ebene versucht, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.

Bezüglich des Projektthemas ,,Work Life Balance'', stellten die Referenten fest, dass dies die eigentliche grundlegende Aufgabe der Gewerkschaften ist. Denn diese wurden gegründet um das Arbeitsleben zu verbessern, sodass Berufs- und Privatleben der Arbeitnehmer miteinander in Einklang gebracht werden können.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der DGB beschäftigt, ist die „6 Tage Woche“, die immer noch im Arbeitszeitgesetz festgelegt ist. Außerdem kämpft der DGB um den Erhalt und die Verbesserung des Mindestlohnes und fordert unter dem Motto ,,Bildung für alle'', dass jedem jungen Menschen ein Ausbildungsplatz und die Übernahme nach der Ausbildung garantiert werden soll. Nicht zu vergessen ist schließlich die aktuelle Diskussion zur ,,Arbeitswelt 4.0'' und die Frage, wie sich der technische Fortschritt auf das Arbeitsleben auswirken kann. Was würde beispielsweise mit der Arbeitswelt passieren, sobald ein 3D Drucker fähig ist, ein Haus zu drucken?

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses noch einige Fragen, auf die Frau Messinger und Herr Holl in einer sehr regen Diskussion äußerst motiviert und kompetent eingegangen sind.

(Bericht: Lina Stuber und Deborah Logvinski, JG1)

Internationale Woche am IBG – Schwedische und russische Schüler zu Gast in Lahr

Die Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen hat am IBG eine lange Tradition. Jetzt gab es jedoch ein Novum: Ende März trafen sich erstmals gleich zwei Gruppen in Lahr. Schüler des Schillerska Gymnasiet in Göteborg und des Petrovskij College aus St. Petersburg besuchten ihre Partnerschüler in der Ortenau.

Der Austausch mit der Schule in Göteborg ist fester Bestandteil der Schwedisch-AG, die am IBG seit mittlerweile zehn Jahren angeboten wird. Unter den deutschen Schülern befinden sich meist 11.-Klässler, die zusätzlich zum regulären Unterricht als weitere Fremdsprache Schwedisch in einer Arbeitsgemeinschaft lernen. Ihre Partner vom Schillerska Gymnasiet haben das Fach Deutsch als zweite Fremdsprache neben Englisch.

In Begleitung ihrer Lehrerin Annika Hansson sowie Horst Bock und Eva-Maria Schindler vom IBG erkundete die schwedisch-deutsche Gruppe unter anderem die Altstadt von Freiburg. Besonders das Colombi-Schlössle und das Münster waren beliebte Hintergrundmotive für Selfies, aber auch die idyllische Atmosphäre der Altstadt mit den engen Gassen und den Bächle hinterließ bei den Gästen aus Göteburg einen bleibenden Eindruck.

So richtig international wurde es dann bei einer gemeinsamen Exkursion der schwedischen, russischen und deutschen Schüler nach Strasbourg. Dort führte IBG-Lehrer und Wahlfranzose Ulrich Strömel die große Gruppe vom Bahnhof über die Ponts couverts, von deren Aussichtsplattform man einen weiten Ausblick über die Dächer der Stadt hat. Weiter ging es über die Ill und deren Kanäle durch La Petite France und zum Place Kléber. Bei einer anschließenden Bootsfahrt erhielt die Gruppe einen Einblick in die wechselvolle Stadtgeschichte.

Die russische Delegation besuchte außer Straßburg auch noch das Kurhaus in Baden-Baden, die Wasserfälle und das Schwarzwaldmuseum in Triberg sowie das Galaxy Badeparadies in Titisee-Neustadt. Höhepunkt des Austauschprogramms, das von den Lehrerinnen Friederike Posega und Elina Herzog ausgearbeitet wurde, war jedoch der Besuch im Stuttgarter Landtag in Begleitung von Schulleiter Herbert Huber mit einer anschließenden Stadtführung „Auf den Spuren der Romanovs“.

Unterrichtsbesuche, Projektarbeiten und Freizeitaktivitäten rundeten das Programm schließlich ab. Die IBG-Schüler werden im Mai zum Gegenbesuch nach Göteborg und St. Petersburg reisen, um dort Leben, Kultur und Schule ihrer Partner kennen zu lernen.

Weitere Bilder gibt es hier.

Hinweis: Mit dem Wirtschaftsgymnasium International bietet das IBG einen internationalen Bildungsgang, in dem Englisch als globale Verkehrssprache besonders gefördert wird. Für das kommende Schuljahr sind sowohl am WGI als auch am WG Klassisch noch Plätze frei. Das Online-Anmeldeverfahren ist seit dem 1. April wieder freigeschaltet.

144 IBG-Schüler treten zum Abitur an

Am heutigen Donnerstag (30.03.2017) beginnt an den Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg das schriftliche Abitur. Am IBG Lahr gibt es in diesem Jahr 144 Prüfungsteilnehmer. Damit stellt das IBG wie in den Vorjahren den größten Abiturjahrgang im Ortenaukreis.

Für jeden Abiturienten stehen vier Prüfungen auf dem Programm. Die erste Prüfung wird im Profilfach geschrieben: für die Schüler am SG ist dies das Fach Pädagogik und Psychologie, während sich die Schüler am WG mit Volks- und Betriebswirtschaftslehre auseinander setzen. Die Schüler des WG International wiederum schreiben eine davon abweichende Prüfung in Internationaler VBWL.

Am Freitag geht es dann mit Französisch weiter, ehe am Montag kommender Woche mit Mathematik der unumstrittene Höhepunkt der Prüfungen ansteht. Eine Neuerung sieht vor, dass im ersten Teil der Mathe-Prüfung keine Hilfsmittel, also weder Taschenrechner noch Formelsammlung, zum Einsatz kommen dürfen. Hier ist also Kopfrechnen angesagt.

Noch vor den Osterferien folgen schließlich Prüfungen in Englisch, Religion, Geschichte und den naturwissenschaftlichen Fächern. Die Prüfung in Deutsch wird in diesem Jahr bundesweit einheitlich am Dienstag, den 25. April, geschrieben. Sie bildet den Abschluss der Abiturprüfungen an Beruflichen Gymnasien und gleichzeitig den Auftakt zum Abitur an den Allgemeinbildenden Gymnasien.

Neben den vier schriftlichen Prüfungen müssen die Schülerinnen und Schüler des IBG Ende Juni noch mindestens eine mündliche Prüfung erfolgreich absolvieren. Dann erhalten sie die Allgemeine Hochschulreife und sind berechtigt, in allen Fachrichtungen an Universitäten und Hochschulen zu studieren. Eine berufliche Vorfestlegung gibt es durch den Besuch eines Beruflichen Gymnasiums ausdrücklich nicht, auch wenn dies hin und wieder von Vertretern der Allgemeinbildenden Gymnasien in der Öffentlichkeit kolportiert wird.

Bei einer Erhebung 2015 gab mehr als die Hälfte des damaligen Abiturjahrgangs am IBG an, ein Studium oder eine Ausbildung in einer Fachrichtung beginnen zu wollen, die nicht im Zusammenhang mit dem Profilfach steht. Auf der anderen Seite haben diejenigen, die in Richtung des Profilfachs weiter machen, durch ihre Doppelqualifikation (Allgemeinbildung plus Beruflichkeit) klare Startvorteile. Voraussetzung – und das ist auch den diesjährigen Abiturienten bewusst – ist in jedem Fall ein erfolgreiches Abitur.

Hinweis: Ab dem 1. April kann man sich wieder online für das kommende Schuljahr am IBG bewerben. Am WG und WGI sind noch Plätze frei.

WGI zu Gast bei Herrenknecht in Schwanau

Am Montag, den 13.03.2017, zeigte sich mal wieder, dass der Unterricht in internationaler BWL nicht immer zwingend nur aus Theorie besteht.

Die Klasse 12-1 des WGI ging auf Exkursion zur Herrenknecht AG in Schwanau. Anlass dafür war das Unterrichtsthema „Rechtsformen von Unternehmen“. Eine Schülerin veranschaulichte das Thema ihrer GFS, „die Aktiengesellschaft“, mit einer anschließenden Werksführung beim weltweiten Marktführer in maschineller Tunnelvortriebstechnik – der Herrenknecht AG.

Nachdem die GFS beendet war und alle Fragen zum Thema Aktiengesellschaft geklärt waren, ging es mit Ausbildungs-und Studienleiter Ralf Baumann aufs Betriebsgelände zur Werksbesichtigung. Hier erhielten die Klasse und ihre Begleiter Frau Rätzke und Herr Deiß einen Einblick in die vielfältige Arbeit der Gesellschaft. Herrenknecht zählt zu den größten Arbeitgebern in der Region und beschäftigt derzeit rund 2500 Mitarbeitern in Schwanau, wovon ca. 180 junge Menschen in der Ausbildung sind.

Ebenfalls bietet die Gesellschaft zahlreiche Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten sowohl im kaufmännischen als auch im handwerklichen Bereich an. Die Herrenknecht AG ist gerade für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber, da sie an 76 Standorten in der ganzen Welt vertreten ist.

Die Exkursion war ein voller Erfolg, denn es zeigte sich, dass vieles, was man mit Fleiß in der Schule erarbeitet, für das spätere Berufsleben relevant ist.

(Bericht: Katharina Greiner, WGI 12/1)

Erasmus-Abschlusstreffen: Schüler machen sich fit für den europäischen Arbeitsmarkt

55 Jugendliche aus fünf Ländern haben in dieser Woche unter Beweis gestellt, dass die europäische Idee trotz mancher Erosionserscheinungen und nationalistischen Gegenbewegungen immer noch lebt. Im Rahmen des Erasmus-Projektes „Fit for work in Europe“ kamen sie für 7 Tage zum Abschlusstreffen am IBG Lahr zusammen.

Weder geografische noch sprachliche Grenzen konnten sie daran hindern, über 3 Jahre hinweg ein gemeinsames Projekt voranzutreiben und nun erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Leitthema des dritten Projektjahres war „Lifestyle“. Dazu untersuchten die Schüler in ihren Heimatländern die beruflichen Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen, vor allem hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während des Treffens in Lahr erstellten sie Poster- und Fotocollagen ihrer Ergebnisse und präsentierten diese schließlich bei einem Besuch des Europaparlaments in Straßburg.

An dem von der EU geförderten Bildungsprogramm beteiligten sich neben dem IBG Lahr vier weitere Schulen aus Hennebont in der Bretagne (Frankreich), aus Debrecen (Ungarn), aus Tarragona (Spanien) und aus Siedlce (Polen). Jede ausländische Schule war mit 8 Schülern und zwei Begleitlehrern nach Südbaden gereist, vom IBG nahmen 23 Schüler und die 4 Projektkoordinatoren Gabriele Budig, Julia Müller, Alexandra Raicu und Ulrich Tröndle am Abschlusstreffen teil.

Auf dem Programm standen außer der Projektarbeit Ausflüge in den Europapark und zum Schauinsland, ein Deutsch-Kurs für Anfänger sowie eine große Erasmus-Party. „Fit for work in Europe“ sollte den Jugendlichen in erster Linie eine Orientierungshilfe geben, sich professionell auf den europäischen Arbeitsmarkt einzulassen. Darüber hinaus hat das Projekt jedoch bewirkt, dass junge Europäer ihre Gemeinsamkeiten entdecken und neue Freundschaften schließen konnten.

Pünktlich zum Frühlingsanfang: Blüten im BWL-Unterricht

BWL mal ganz anders – die Auszubildenden im Einzelhandel und Großhandel an der Kaufmännischen Berufsschule Lahr kamen kürzlich in den Genuss einer Falschgeldschulung durch Frau Leppert von der Deutschen Bun­desbank.

Zuerst beschäftigten sie sich mit dem „Weg des Geldes“: Von wem wird es wann und wo in Umlauf gebracht und wann und wie kommt es wieder bei der Bank an.

Im Anschluss wurde ihnen erklärt, auf welche Sicherheitsmerkmale sie achten können, wenn keine techni­schen Hilfsmittel zur Falschgelderkennung zur Verfügung stehen. In diesem Fall kann man sich immer noch auf seine Augen und Hände verlassen, denn die Sicherheitszeichen sind sowohl zu sehen als auch zu fühlen. Dabei wurde den Auszubildenden klar, wie viel auf einem Geldschein tatsächlich zu sehen ist: das Wasserzeichen, die Smaragdzahl, Farbwechsel, Hologramme oder der Glanzstreifen. Fühlen kann man zum einen das Material der Banknote, aber auch erhabene Stel­len.

Dann wurde es ernst - die Auszubildenden bekamen echte Banknoten und Fälschungen ausgehändigt um diese zu vergleichen. Angefangen wurde mit "schlechten" Fälschungen. Hier war der Unter­schied meistens sehr deutlich zu sehen. Dann wurden die Fälschungen jedoch immer besser und die Unterscheidung damit immer schwieriger. Die beste Fälschung war schließlich kaum noch von der echten Banknote zu unterscheiden.

Daraufhin erhielten die Auszubildenden Tipps, wie sie sich verhalten sollten, wenn sie im Berufsalltag mit Falschgeld konfrontiert werden. Am wichtigsten: Niemals sich selbst in Gefahr bringen! Man sollte sich immer an die vorgeschriebenen Abläufe in der Firma halten - wer wird als erstes informiert? Wer verständigt die Polizei?

Zum Schluss ging die Referentin noch kurz auf Hilfsmittel wie z.B. das elektronische Prüfgerät, UV-Lampen oder den Stift zur Kontrolle der Oberfläche ein.

Während der Schulung konnten auch allgemeine Fragen rund um das Thema Geld gestellt werden - Was tun, wenn der Geldschein zerreißt? Wann bekomme ich Banknoten ersetzt? Was mache ich, wenn mir an der Kasse Falschgeld als Wechselgeld zurückgegeben wird?

Es war also eine sehr interaktive und informative BWL-Stunde, die den Auszubildenden gezeigt hat, wie viel mehr hinter einer Banknote steckt als nur ein Stück bedrucktes Papier und auch wie "gut" Blüten sein können.

Zwei Kunstkurse – eine Kunstausstellung

Seit der vergangenen Woche ist im Foyer des Schulgebäudes eine Kunstausstellung zu sehen. Die Ausstellung widmet sich zwei Themen:

Traumhäuser

Thema im Kunstunterricht der Jahrgangsstufe 2 war die berühmteste Schule für Kunst und Gestaltung des 20. Jahrhunderts, das Bauhaus und seine Meister. Dort entwickelten die Architekten Walter Gropius und Mis van der Rohe eine neue und unkonventionelle Auffassung von Architektur. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Bauen und Wohnen auseinander und entwarfen anschließend Häuser und Villen, in denen sie selbst gern leben würden.

StreetArt DIY (Do It Yourself)

StreetArt entwickelte sich in den letzten Jahren zur „Kunstform für junge Leute“. Sie ist nun in den Galerien angekommen. Viele berühmte StreetArt Künstler arbeiten mit Schablonen – eine „alte“ Drucktechnik. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 entwickelten ihre eigenen Motive und druckten sie mit Schablonen auf Taschen, Shirts und Jeans.

Kaufmännische Schulen Lahr präsentieren Agenda 2022

Anfang Februar unterzeichneten die Kaufmännischen Schulen Lahr im Rahmen des sogenannten OES-Prozesses (Operativ Eigenständige Schule) eine Zielvereinbarung mit dem Regierungspräsidium Freiburg. In der Vereinbarung, die schrittweise bis 2022 umgesetzt werden soll, geht es vorranging um Ziele der Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung. Gegenstand sind unter anderem die Weiterentwicklung der schulischen Feedbackpraxis, die Nutzung zusätzlicher Kooperationsmöglichkeiten mit externen Partnern, die Sicherung einer auf Respekt und Kommunikation fußenden Schulkultur sowie die Entwicklung eines Konzeptes zur digitalen Bildung.

Als Vertreter des Regierungspräsidiums waren der Abteilungsdirektor für Berufliche Schulen, Thomas Hecht, sowie die Regionalreferentin für den Ortenaukreis, Claudia Cassiani, zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung nach Lahr gekommen. Beide lobten die Vereinbarung als schlüssiges Konzept, das die Werte und Kompetenzen widerspiegelte, für welche die Kaufmännischen Schulen Lahr schon lange stünden. „Der Bezug zum Leitbild der Schule ist unverkennbar“, erklärte Hecht. Die Förderung eines gleichberechtigten Diskurses sowie die Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln seien dabei genauso zentral wie die Verknüpfung von theoretischen Unterrichtsinhalten mit praktischen Lernerfahrungen. In diesem Zusammenhang hob Cassiani insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Betrieben sowie das Konzept der Übungsfirmen hervor.

Schulleiter Herbert Huber wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass Kultusministerin Susanne Eisenmann als Präsidentin der Kultusministerkonferenz die Berufliche Bildung kürzlich als Königsweg bezeichnet habe. Um diesen Königsweg zu erhalten und auszubauen setze man auch weiterhin auf die aktive Unterstützung des Regierungspräsidiums – sowohl in Finanzierungsfragen als auch bei der Personalbeschaffung. Er selber könne dem Regierungspräsidium versichern, so Huber, dass man die Zielvereinbarung einhalten werde und zwar im Bewusstsein des ureigenen Auftrags der Schule: „Den Schülern Wissen zu vermitteln als Voraussetzung für kompetentes Handeln und Entscheiden.“

Brücken bauen und Raketen starten – Junge Forscher experimentieren am IBG

Am Freitag, den 10.02., öffnete das IBG wieder einmal seine naturwissenschaftliche Experimentierstraße für Grundschüler. Rund 40 Viertklässler aus Kuhbach und Reichenbach besuchten die Schule um in kleinen Teams biologischen, chemischen und physikalischen Fragen nachzugehen. Freudig, neugierig und erwartungsvoll verteilten sich die jungen Forscher in den Fachräumen und legten sofort los mit den Versuchen.

Pflanzen durch Berührung bewegen, verschiedene Schädelknochen zuordnen oder Präparate unter dem Mikroskop bestimmen – diese Herausforderungen galt es in der Biologie zu bewältigen.

Im Physikraum gingen die Grundschüler wiederum der Frage nach, wie man nur aus Holzstäben eine tragfähige Brücke baut. Diese knifflige Aufgabe hatte bereits Leonardo da Vinci vor über 500 Jahren gelöst. Nun gelang es gemeinsam mit den Schülern des Physikleistungskurses auch den kleinen Forschern aus Kuhbach und Reichenbach, worauf diese sichtlich stolz waren. Außerdem beschäftigten sich die Schüler mit der Frage, was eigentlich Geschwindigkeit ist und wie man sie misst – eine Modelleisenbahn, ein Metermaß und eine Uhr waren ihnen dabei behilflich.

Besonders lebhaft ging es schließlich in der Chemie zu, wo lautes Knallen (Filmdosenrakete) und bunte Farben (Farbtrennungsversuch) die Grundschüler in Begeisterung versetzten. Gestaunt wurde auch beim Rosinen- und Kerzenaufzug. Während hier vor allem Gase im Mittelpunkt standen, spielte beim Stromkreislauf Energie eine tragende Rolle. Die letzte, ebenfalls mit Bravour gemeisterte Aufgabe bestand darin, herauszufinden, welche Materialien überhaupt elektrischen Strom leiten.

Am Ende waren dann auch die Grundschüler wie elektrisiert von ihren neuen Erkenntnissen, am liebsten hätten sie noch stundenlang weiter experimentiert – „Wann dürfen wir wiederkommen“,  fragten einige von Ihnen. Nach diesem positiven Fazit wird die Experimentierstraße sicherlich auch im nächsten Jahr wieder öffnen.

Neue Übungsfirma eröffnet – Europa-Park als Kooperationspartner

Ed und Edda sind die neuen Stars im Berufskolleg an den Kaufmännischen Schulen Lahr. Die beiden Maskottchen des Europa-Parks Rust zieren ab sofort das Logo der neu gegründeten Übungsfirma Edda Store GmbH. Zur Eröffnungsfeier am vergangenen Dienstag waren neben Vertretern des Europa-Parks auch Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg nach Lahr gekommen.

Der Abteilungsdirektor für Berufliche Schulen, Thomas Hecht, lobte die Schule für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Übungsfirma und verwies darauf, dass die Kaufmännischen Schulen Lahr deutschlandweit nach wie vor die meisten Übungsfirmen haben. Die große Stärke des Modells liege darin, kaufmännische Praxis in den Unterricht zu holen – ein Gedanke, den auch die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, in ihrer Eröffnungsrede aufnahm. In den Übungsfirmen würden fast alle Bereiche des Unternehmensalltags simuliert, seien es Distributionsprozesse, Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen oder eine gelungene Unternehmenskommunikation.

Entscheidend sei jedoch, die manchmal trockenen Themen durch kreative Ideen lebendig zu machen. Dabei könne vor allem die Patenfirma helfen, so Lebfromm. Mit dem Europa-Park habe man ein weltbekanntes Top-Unternehmen gewinnen können, das nun die 29 Schüler der Klasse 1BK1W2 bei Ihrer Arbeit in der Übungsfirma unterstützt. Über die Edda Store GmbH können Events und Hotelübernachtungen gebucht sowie Merchandisingartikel bestellt werden – alles rein fiktiv, versteht sich. Grundlage sind jedoch die realen Angebote des Europa-Parks. Auch bei der Gestaltung der regionalen und überregionalen Messeauftritte dürfte das Know-How von Deutschlands größtem Freizeitpark die Schüler weit nach vorne bringen.

Und wer weiß, vielleicht ebnet die Übungsfirma dem einen oder anderen Schüler auch den Weg in eine Ausbildung beim Europa-Park.

Spendenaktionen

In der Vorweihnachtszeit haben sich Schülerinnen und Schüler des IBG Lahr an verschiedenen Spendenaktionen beteiligt. Der Pädagogikkurs von Frau Spothelfer (IBG-Eingangsklasse) hat auf dem Lahrer Adventsmarkt selbstgemachtes Weihnachtsgebäck, Linzertorten, Punsch und Kaffee verkauft und dabei einen Erlös von 400 Euro erzielt. Der Erlös wurde dem Café Löffel - einer von der Diakonie betriebenen gemeinnützigen Einrichtung - übergeben.

Bei einer weiteren Spendenaktion haben die beiden Schülerinnen Linda Abdou und Laura Grafmüller (Jahrgangsstufe 1) unter ihren Mitschülern rund 100 Euro für die Initiative "Ein Herz für Kinder" gesammelt. Den gleichen Betrag legten sie selber noch einmal drauf, sodass sie bei der großen ZDF-Spendengala im Dezember 200 Euro spenden konnten.