Schwedische Austausch-Schülerinnen genießen erste Sommertage am Oberrhein

Herrliche Sommertage erlebten die schwedischen Austausch-Schülerinnen aus Göteborg, die in den vergangenen Tagen zu Besuch bei ihren Partnerinnen und Partnern von der Schwedisch-AG des IBG Lahr waren. Auf dem Programm standen Fahrten nach Freiburg, Straßburg und ein Rundgang durch Lahr.

Mit ihrer Lehrerin Annika Hansson, begleitet von Frau Hagström, Frau Schindler und Herrn Bock erkundeten die schwedischen Schülerinnen deutsche und französische Lebensart und erlebten viele schöne Stunden in den Gastfamilien.

Nach der Ankunft am Dienstag und einer kurzen Zeit des gegenseitigen Kennenlernens begaben sich die Schülerinnen in ihre Gastfamilien. Gleich am nächsten Tag stand Freiburg auf dem Programm. Ein Rundgang durch die Stadt führte auch zum Skandinavischen Institut der Universität, wo die Schwedisch-Dozentin Lotta Karlsson die Gruppe empfing und das Institut und die Studienmöglichkeiten dort vorstellte. Weiter ging es zum Münster, wo man in der Glockenstube das Mittagsläuten der Glocken aus nächster Nähe sehen und vor allem hören konnte. Beeindruckt waren die Teilnehmerinnen auch vom herrlichen Blick von der Aussichtsplattform des Münsterturmes, von der man die schneebedeckten Vogesengipfel sehen konnte, während unten fast alle Bäume und Sträucher in ganzer Blütenpracht standen.

Am zweiten Exkursionstag stand Straßburg im MIttelpunkt. Das Straßburger Münster, das Europaparlament und die Ill mit ihren Kanälen und den schönen mittelalterlichen Stadtwinkeln waren die Ziele der Gruppe. Auch Entdeckungen auf eigene Initiative vermittelten den Gästen und ihren deutschen Begleitern viele schöne Eindrücke.

Bevor sich die Gruppe am heutigen Freitag wieder auf den Weg in den hohen Norden begibt, konnte sie vormittags bei einem Rundgang durch Lahr noch Geschenke oder Souvenirs besorgen. Der Gegenbesuch der Lahrer Schwedisch-AG findet dann im Mai statt.

Buchtitel des Monats April

„Butter“ von Erin Jade Lange

Ihr glaubt, ich esse zu viel? Das ist noch gar nichts. Geht am 31. Dezember online, wenn ich die Live-Übertragung meiner Henkersmahlzeit ins Netz stelle. Schaut zu … wie ich mich zu Tode fresse.

Der 16-jährige übergewichtige Außenseiter „Butter“ (englisch ausgesprochen) will in die Geschichte eingehen: Er wird sich im Internet live zu Tode essen. Und jeder, der will, kann dabei zusehen. Als Butter den Entschluss auf seiner Homepage ankündigt, erwartet er Entrüstung oder Mitleid. Aber das Gegenteil passiert: Alle sind von Butters Plan begeistert und feiern ihn wie einen Helden. Und zum ersten Mal in seinem Leben hat er das Gefühl, wirklich dazu zu gehören. Wie absurd – denn Silvester rückt immer näher, und es scheint, als gäbe es kein Zurück mehr….

„Düster, komisch, herzzerreißend und eindringlich“ urteilt Publishers Weekly, die Fachzeitschrift für Bücher, und wir können uns da nur anschließen:

Das Buch ist manchmal krass, manchmal aber auch lustig, man zittert mit der Hauptfigur und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Kurz: Wir können das Buch nur empfehlen!

Ausleihen könnt ihr es in der Schulbibliothek (Raum 221 im Hauptgebäude).

Schaut einfach mal bei uns rein!

Öffnungszeiten: Mo – Fr: 1. große Pause und Mo 7. Stunde

Euer Bibliotheksteam

Ministerpräsident Kretschmann besucht Eröffnungsfeier der KSL.sports

Eine besondere Ehre wurde am vergangenen Donnerstag den Schülern der Klasse 1BK1W4 (Berufskolleg) an den Kaufmännischen Schulen Lahr zuteil. Zur Eröffnungsfeier ihrer Übungsfirma „KSL.sports“ hatte der Baden-Württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann seinen Besuch angesagt.

Bevor der hohe Gast aus Stuttgart sich mit einem Grußwort an Schüler und Lehrer wandte, ergriff der Leiter der Zentralstelle des Übungsfirmenrings Deutschland, Michael Loef, das Wort und lobte das Land Baden-Württemberg für seine Vorreiterrolle bei der Umsetzung des Konzeptes „Übungsfirma“. Was die Anzahl der Übungsfirmen angehe, liege Baden-Württemberg im Ländervergleich fast schon uneinholbar vorne. Die Kaufmännischen Schulen Lahr mit ihren mittlerweile 9 Übungsfirmen seien bundesweit absoluter Spitzenreiter. Er freue sich schon auf ein Wiedersehen mit den Lahrer Schülern bei der Übungsfirmenmesse in Karlsruhe vom 17. bis 19. November, für die Ministerpräsident Kretschmann die Schirmherrschaft übernommen hat.

Wie aus einer kurzen Präsentation durch drei Mitarbeiter der Übungsfirma hervorging, kann die KSL.sports GmbH bereits erste Erfolge vorweisen. Noch vor der offiziellen Eröffnung hatte sie am 12. März als Aussteller an der internationalen Bodenseemesse in Singen teilgenommen und dort einen (virtuellen) Umsatz von 65.000 Euro erwirtschaftet – eine Summe, die den Ministerpräsidenten sichtlich beeindruckte. Ebenso wie der unermüdliche Einsatz der Schüler bei der Suche nach einer Patenfirma, die sie schließlich im Unternehmen Intersport Kuhn aus Offenburg fanden.

Kretschmann brachte in seinem Grußwort seine Hochachtung vor dem Engagement der Schüler und der betreuenden Lehrkräfte zum Ausdruck. Den Schülern wünschte er auch weiterhin viel Erfolg mit ihrer neu gegründeten Übungsfirma. Er hoffe, so Kretschmann, dass die praktischen Erfahrungen aus der Übungsfirma den Schülern dabei helfen, eines Tages ihren Wunschjob zu finden.

Der Ministerpräsident – seines Zeichens ehemaliger Lehrer – betonte in seiner Ansprache außerdem die hohe Bedeutung des beruflichen Schulwesens, das er auch als dritte Säule des Bildungssystems in Baden-Württemberg bezeichnete: „Die beruflichen Schulen sind eine Perle, um die wir in ganz Europa beneidet werden“. Über die Qualitäten der beruflichen Schulen wisse er nicht zuletzt deshalb so gut Bescheid, weil sein jüngster Sohn derzeit als Referendar an einer beruflichen Schule arbeite. Die Landesregierung werde nichts unternehmen, was dem beruflichen Schulwesen schaden könnte, so das abschließende Versprechen des Landesvaters.

"KLARO", ich war dabei!

Am 03.02.2015 öffnete die regionale Übungsfirmenmesse „KLARO“ ein weiteres Mal ihre Tore für 21 Übungsfirmen aus der Ortenau und ihrer näheren Nachbarschaft. Falls es jemand noch nicht weiß: Übungsfirmen sind Lernunternehmen, in denen die Schülerinnen und Schüler die Geschäftsprozesse wie in einem richtigen Unternehmen lernen. Der kleine Unterschied ist, dass Waren und Geld nur virtuell existieren und man damit aus Fehlern lernen kann ohne sich für den Rest seines Lebens zu verschulden. Auf einer Übungsfirmen-Messe treffen sich die Mitarbeiter/innen von Übungsfirmen, präsentieren ihr Unternehmen und ihr Sortiment und können nach Herzenslust (virtuell) per Messecard oder auf Rechnung einkaufen. Vom iPhone über Nudeln, Klamotten, Zelte und  Kugelschreiber bis hin zu Schaukelpferden und Weinpräsenten gab es alles, was das Herz begehrt.

Die Messe fand in den Räumlichkeiten der Kaufmännischen Schulen Offenburg statt, die sich sich zu diesem Zeitpunkt im Umbau befanden, was dazu führte, dass ein Teil der Stände in einen Nebenraum ausgelagert werden mussten. Dieser Umstand störte jedoch die Kauflust der Besucher keineswegs. Im Gegenteil, die Räume waren gut gefüllt und der Andrang groß. Mit aufwendig gestalteten Ständen, lustigen Spielen und Kostproben versuchte man, die potentielle Kundschaft auf sich aufmerksam zu machen.

Insgesamt waren 21 Übungsfirmen aus Achern, Offenburg, Freiburg, Emmendingen, Hausach und Karlsruhe mit ihren Verkaufsständen vertreten. Allein sieben davon kamen von den Kaufmännischen Schule Lahr.  Am Ende der Messe wurden die schönsten Messestände ausgezeichnet. Auf Platz 1 gewählt wurde hierbei der Stand der „Black Forest Nudeln“ von der Beruflichen Schule Achern. Platz zwei und drei belegten Übungsfirmen aus Lahr, die „Floid“ und die „Juweluna“.

„Man wird ins kalte Wasser geworfen, das finde ich gut“,  so ein Mitarbeiter der „Creapa GmbH“ aus Lahr. Allein an deren Stand wurden 128 Verkaufsgespräche erfolgreich abgeschlossen. Die daraus resultierenden Verträge werden dann im Anschluss bearbeitet, d.h. erfasst, ausgeliefert, in Rechnung gestellt und … hoffentlich auch bezahlt.

Die Messe war ein Ereignis, das soziale und kaufmännische Werte gleichermaßen vermittelt und wir hoffen, dass es sich auch im nächsten Jahr wieder ereignet.

Bericht: Creapa GmbH (T. Anselm, L. Fuhrmann, C. Siefert)

„Falschgelderkennung – Theorie und Praxis“

Unter diesem Motto stand die 90-minütige Schulung von Herrn Andreas Freund, Mitarbeiter der Deutschen Bundesbank in Freiburg, am Dienstag, den 09.12.2014. Wie kann man Falschgeld erkennen? Welche sichtbaren Sicherheitsmerkmale sind auf unseren Banknoten zu finden? Falschgeld entdeckt – wie geht man nun vor? Im Einzelhandel werden nur ca. 15-20% der Falschgelder frühzeitig erkannt. Die Schulung dient unter anderem dazu, genau diese Zahl deutlich zu erhöhen. Am leichtesten kann man Falschgeld durch einen Schnelltest erkennen. Dabei geht es speziell um die Über­prüfung von Durchsichtregister, Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Hologramm auf der Vorderseite, sowie Glanzstreifen bzw. Farbwechsel auf der Rückseite. Neben dem Schnelltest, kann man den Unterschied zwischen echten und gefälschten Bank­noten auch deutlich mit der Hand fühlen. Allerdings werden im Einzelhandel immer mehr technische Produkte zur Überprüfung der Geldscheine angewendet. Hilfsmittel dafür sind beispielsweise elektronische Prüfgeräte, eine UV-Lampe oder Prüfstifte, mit denen man innerhalb von Sekunden Falschgeld erkennen kann.  Diese Schulung soll auch dazu beitragen, sich das Wissen anzueignen, wie man sich im Falle einer Falschgelderkennung, insbesondere vor den Kunden, zu verhalten hat. Da wir aber nicht im Einzelhandel tätig sind, ging Herr Freund nur kurz auf das Thema ein, um die Grundsätze der Verhaltensmuster bei einem Vorfall mit gefälschten Banknoten kennenzulernen. Nach diesen neu erlernten Erkenntnissen, gab es noch eine grafi­sche Darstellung, die den gesamten Vorgang der echten und gefälschten Banknoten abschließend zusammenfasste.

Alles in allem kann man sagen, dass es interessant und wichtig war, an dieser Schulung teilzunehmen. Nicht nur im Geschäftsleben, sondern auch im privaten Be­reich ist es sicherlich hilfreich, über die Falschgelderkennung informiert und trainiert zu sein.

(Bericht: Patricia Sohn W2KG1)

"Einzigartiges Abenteuer" - Schüler des Dualen Berufskollegs blicken auf Auslandspraktikum zurück

Im August letzten Jahres hieß es für uns, die Schüler des zweiten Lehrjahres am Dualen Berufskolleg, Koffer packen um der Heimat für die nächsten 4 Monate den Rücken zu kehren. Egal ob mit dem Auto, dem Zug, dem Bus, dem Flugzeug oder gar mit der Fähre kamen wir alle in den Tochterunternehmen unserer Ausbildungsbetriebe oder in unseren Praktikumsstellen an. Für viele ging die Reise in ein europäisches Land, aber einige verschlug es auch in die USA oder nach China. Weit weg von zuhause und teilweise mit einem Zeitunterschied von über 12 Stunden, hieß es für uns erst einmal ankommen, in der fremden Umgebung den Alltag meistern zu lernen und Sprachhindernisse zu überwinden. Neben vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken im Berufsalltag lernten wir auch neue Menschen und die Kultur unseres Gastlandes kennen. So sammelten wir auch bei Freizeitunternehmungen zahlreiche Erinnerungen und erlebten unsere ganz persönlichen Abenteuer. Leider vergeht die Zeit bekanntlich viel zu schnell und so mussten wir Mitte Dezember schon wieder die Koffer packen und der neuen, gerade liebgewonnen Heimat auf Wiedersehen sagen. Zurück in Deutschland holte uns der Alltag schnell wieder ein. Doch egal in welches Land es uns verschlagen hatte und mit welchen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen wir zurückgekehrt sind, in einem sind wir uns alle einig: Die Zeit im Ausland war eine einmalige Erfahrung, die uns keiner mehr nehmen kann und an die wir sicherlich noch oft zurückdenken werden.

Da ein Auslandsaufenthalt nicht nur ein einzigartiges, sondern auch ein kostspieliges Abenteuer darstellt, bewarben wir uns erfolgreich für die Förderung des Erasmus+  Programms und erhielten eine kleine Finanzspritze, zumindest für die europäischen Länder. Im Gegenzug verfassten wir nach unserer Rückkehr eine Projektarbeit zum Thema „Ziele & Maßnahmen der Integrationspolitik im internationalen Vergleich“, in der wir die Bedeutung von Integration in den besuchten europäischen Gastländern erörterten. Und wer weiß, vielleicht zieht es ja den ein oder anderen nach der Ausbildung wieder in die Ferne, wo man sich dann auch in eine neue Umgebung und ein neues Arbeitsumfeld integrieren muss.

(Bericht: Klasse BKWEW2)

SMV spendet an Haus des Lebens

Vier SMV-Vertreter (von links nach rechts: Tom Henkel, Laura Zimmer, Tunahan Yildirim, Pascal Börsig) des Integrierten Beruflichen Gymnasiums haben kürzlich im "Haus des Lebens" in Offenburg-Rammersweier den Erlös ihrer Schul-Weihnachtsfeier in Höhe von 162,50 Euro als Spende übergeben. Jedes Jahr organisiert die SMV des IBG Lahr eine Schul-Weihnachtsfeier und spendet den aus Kaffee- und Kuchenverkauf erzielten Erlös einer sozialen Einrichtung. Das Haus des Lebens bietet minderjährigen und volljährigen Schwangeren und Müttern sowie deren Kindern eine sozialpädagogische Betreuung. Es unterstützt die Bewohnerinnen bei der Versorgung des Kindes und beim Aufbau einer positiven Mutter-Kind-Beziehung. Außerdem vermittelt es alltags- und lebenspraktische Fähigkeiten (z.B. Haushaltsplanung, Umgang mit Geld).

Ausstellung und Fortbildung zum Thema Migration

Eine aktuelle Ausstellung am IBG Lahr setzt sich mit dem Thema Flüchtlinge und Migration auseinander. Aufgezeigt werden die Herkunftsländer und die Fluchtgründe von Flüchtlingen, sowie das Asylrecht und die Willkommenskultur in Deutschland. Auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie die Pegida-Bewegung werden kritisch beleuchtet. Erarbeitet wurden die Themen von Schülern der Klassen 11 und 12. Kultusminister Andreas Stoch hatte bei seinem Besuch am IBG vergangene Woche Inhalt und Qualität der Ausstellung ausdrücklich gelobt. Die Ausstellung ist noch bis Anfang der kommenden Woche im Eingangsbereich der Schule zu sehen, bevor sie dann für einige Tage an die benachbarte Christuskirche ausgeliehen wird. Dort findet am Donnerstag, den 5. Februar, um 20 Uhr ein Vortrag zum Thema „Christen in Syrien – früher und heute“ statt.

Das Thema Migration spielt auch über die Ausstellung hinaus eine wichtige Rolle am IBG. Gemeinsam mit anderen  Schulen aus dem Ortenaukreis hat sich das IBG im Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: NikLAS) zusammengeschlossen. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, Konzepte zu erarbeiten, die das interkulturelle Verständnis und die interkulturelle Kompetenz an den Schulen fördern. In den Klassenzimmern sitzen immer mehr Schüler, die ihre Wurzeln nicht in Deutschland haben. Auch die Eltern, die zu Elterngesprächen oder Elternabenden an die Schule kommen, haben oft ganz andere kulturelle Bezüge und Erfahrungen als die Lehrer ihrer Kinder.

Um Lehrkräften den Perspektivwechsel zu erleichtern, bietet das Netzwerk in regelmäßigen Abständen Fortbildungen an. Die jüngste Fortbildung fand vergangene Woche unter dem Titel „Interkulturelle Qualifizierung“ statt. Kursleiterin Gülcan Yoksulabakan-Üstüay vermittelte 25 Pädagogen aus dem gesamten Ortenaukreis anhand konkreter Beispiele sehr anschaulich, wie man mit sprachlicher und kultureller Vielfalt im Schulalltag umgehen kann. Auch die Darstellung der Welt in Karten und deren Bedeutung (Petersprojektion) war ein zentrales Thema der Fortbildung. Bei der nächsten Veranstaltung am 16. März wird es dann um die Bedeutung von Zeit in verschiedenen Kulturen gehen. Als kleine Anregung gab Frau Yoksulabakan den Teilnehmern den Hinweis mit auf den Weg, dass kein Land der Erde so ein strenges Verständnis von Zeit und Pünktlichkeit hat wie Deutschland.

Besuch von Kultusminister Andreas Stoch am IBG

Am Freitag, den 23. Januar 2015, besuchte Kultusminister Andreas Stoch, MdL, die Kaufmännischen Schulen/ das IBG Lahr. Die Schulleitung, sowie einzelne Lehrer und Schüler gaben dem höchsten Bildungspolitiker des Landes Baden-Württemberg in rund 90 Minuten einen Einblick in die Struktur und die unterrichtlichen sowie außerunterrichtlichen Schwerpunkte der Schule.

Im Mittelpunkt stand dabei das Integrierte Berufliche Gymnasium. Schulleiter Herbert Huber verwies zunächst auf das breite Spektrum an Zubringerschulen. Die Schülerinnen und Schüler des IBG kommen von der Realschule, der Werkrealschule, der Zweijährigen Berufsfachschule, der Gemeinschaftsschule, dem allgemeinbildenden Gymnasium sowie nach der Mittelstufe eines 6-jährigen Beruflichen Gymnasiums und bringen dementsprechend ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Die Herausforderung des IBG liege darin, diese heterogene Schülerschaft in einer dreijährigen Oberstufe auf ihr Bildungsziel, die Allgemeine Hochschulreife, vorzubereiten.  Dies sei nur dann möglich, wenn man den Schülern einen qualitativ anspruchsvollen Unterricht biete, in dem Handlungsorientierung und Individuelle Förderung eine wichtige Rolle spielen. Dieser Herausforderung stelle sich das IBG genauso wie alle anderen Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten mit großem Erfolg, erklärte Huber.

Der Abteilungsleiter des IBG, Andreas Scherwath, ging anschließend auf den besonderen Charakter des Integrierten Beruflichen Gymnasiums ein, der darin bestehe, dass Schüler der sozialwissenschaftlichen und der wirtschaftswissenschaftlichen Richtung in fast allen Fächern gemeinsam unterrichtet  werden. Das Unterrichtsangebot am IBG enthalte neben den 6-stündigen Profilfächern ein breites Spektrum an allgemeinbildenden Fächern sowie mehrere Fremdsprachen. Der in der politischen Diskussion oft geäußerte Einwand, die Schüler eines Beruflichen Gymnasiums würden mit der Wahl des Profils eine berufliche Vorfestlegung treffen, sei deshalb gegenstandslos. Unbestritten gebe es viele WG-Schüler, die nach dem Abitur BWL studieren oder SG-Schüler, die ein pädagogisches Studium aufnehmen. Genauso gebe es aber auch zahlreiche IBG-Schüler, die nach dem Abitur eine Ausbildung oder ein Studium in einer ganz anderen Richtung beginnen. Das Abitur an einem beruflichen Gymnasium sei deshalb mindestens gleichwertig mit dem Abitur an einem allgemeinbildenden Gymnasium, die berufliche Ausrichtung ließe sich sogar als Mehrwert auffassen: "Unsere Schüler können nicht nur in 4 Sprachen Gedichte interpretieren, sie sind auch fit für's Leben", so Scherwath.

 

Die beiden Referendarinnen Nadja Bühler und Patricia Franz machten im Anschluss deutlich, dass sich das IBG auch bezüglich der Unterrichtsmethoden nicht verstecken muss. Am Beispiel von „Poetry Slam“ zeigten sie, wie man kreativen und handlungsorientierten Unterricht macht, in dem die Schüler je nach ihren Begabungen und Interessen individuell gefördert werden. Bei Poetry Slam handelt es sich um eine Art Dichter-Wettkampf, bei denen die Jugendlichen ihre eigenen Gedichte zu einem selbstgewählten Thema verfassen, diese anschließend visuell mit einer Kamera umsetzen und zu guter Letzt vor der Klasse präsentieren. Dem Kultusminister wurden zwei besonders gelungene Schülerbeispiele vorgeführt. Jessica Neugebauer (Klasse IBG 11/5) stellte ihr Gedicht mit dem Titel „Traumprinz“ in einer mitreißenden Live-Performance vor, während der Beitrag von Jan Küfer (ebenfalls Klasse 11/5) mit dem Titel „Erwartungen, Versprechungen, Enttäuschungen“ per Videoeinspielung gezeigt wurde.

Auch der nächste Programmpunkt wurde von IBG-Schülern gestaltet. Die vier Abiturienten Tabea Bleiziffer, Alischa Elles, Sara Hiller und Mathias Matt gaben Kultusminister Stoch einen Einblick in das Schulleben aus Schülerperspektive. In einer von Guillemette Studer moderierten Talkrunde sprachen sie unter anderem über ihre Motivation, an ein berufliches Gymnasium zu kommen, über ihre persönlichen Highlights aus drei Jahren IBG und über ihre Pläne für die Zeit nach dem Abitur.

Um dem Kultusminister auch die anderen Schularten an den Kaufmännischen Schulen vorzustellen, wurden er und seine Begleitung anschließend zu einem Rundgang durch das Schulgebäude eingeladen. Dort schauten sich die Gäste den Unterricht in einer Übungsfirma an. Das Konzept der Übungsfirma ist fester Bestandteil sowohl der Zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft als auch des Kaufmännischen Berufskollegs. Es zielt darauf ab, den Schülern einen praxisnahen Einblick in die Geschäftsprozesse von Unternehmen zu vermitteln. In den Übungsräumen der Wavepaper GmbH und der Kids Paradise GmbH kam der Kultusminister ins Gespräch mit einigen Schülern. Diese zeigten sich überzeugt davon, durch den Unterricht in der Übungsfirma sehr gut auf die Arbeitswelt vorbereitet zu werden.

Der Rundgang durch das Schulgebäude führte den Tross schließlich weiter zu einer aktuellen Schülerausstellung, die sich mit dem Thema Migration auseinandersetzt. Die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, ging auf den relativ hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund, gerade in der Zweijährigen Berufsfachschule und dem Berufskolleg, ein. Die Schule versuche im Rahmen des Unterrichts und durch besondere Projekte einen Raum zu schaffen für die Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven dieser Schüler. Die Willkommenskultur sei elementarer Bestandteil des Selbstverständnisses der Schule, erklärte Isele.

Schulleiter Herbert Huber griff diesen Gedanken auf und äußerte zum Abschluss des Besuchs die Hoffnung, dass auch der Kultusminister sich willkommen gefühlt habe an den Kaufmännischen Schulen/ dem IBG Lahr.

Eröffnungsfeier der Floid GmbH

Rund 10 Monate nach ihrer Gründung beging die Floid GmbH als mittlerweile achte Übungsfirma an den Kaufmännischen Schulen Lahr am Montag, den 15.12.2014, ihre lang ersehnte Eröffnungsfeier. Eingeladen hatten die 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die beiden Geschäftsführer/BWL-Lehrer, Julian Wolz und Christian Hatt. Sie freuten sich über den Besuch von Schulleiter Herbert Huber, Abteilungsleiterin Yvonne Lebfromm, zahlreichen Lehrern sowie Markus Bantle als Vertreter der Flösch GmbH, die der neuen Übungsfirma als Patenfirma zur Seite steht.

Unter dem Motto „Bei Floid werden Träume wahr“ wollen die Schülerinnen und Schüler der Klasse BFW 2/2 ihre Kunden künftig mit kreativen Ideen und einem großen Sortiment an Elektrogeräten überzeugen. Dazu arbeiten sie 6 Stunden pro Woche in den Abteilungen Einkauf, Verkauf, Sekretariat, Marketing und Rechnungswesen eng verzahnt zusammen. Die Geschäftsprozesse laufen zwar virtuell ab, sind aber nicht zuletzt dank der Kooperation mit einer reellen Patenfirma sehr wirklichkeitsnah und bieten den Schülern der Berufsfachschule Wirtschaft (BFW) eine ideale Vorbereitung im Hinblick auf eine eventuelle kaufmännische Ausbildung.

In einer hoch professionellen Präsentation stellten die beiden Mitarbeiter Bärbel Kiesele und Erik Ficht den anwesenden Gästen bei der Eröffnungsfeier zunächst die Struktur, das Warensortiment und die Unternehmensziele der Floid GmbH vor. Danach bedankte sich die Abteilungsleiterin der BFW, Yvonne Lebfromm, bei Markus Bantle vom Lahrer Elektrofachmarkt Flösch für die Bereitschaft seines Unternehmens, die Schüler in ihrer praktischen Schulausbildung zu unterstützen. Sie betonte, dass die fiktiven Geschäftsprozesse in der Übungsfirma ohne konkrete Produkte und ohne konkreten Bezug zu den heimischen Unternehmen viel weniger wert seien. Die Zusammenarbeit mit der Flösch GmbH gewähre den Schülern einen intensiven Einblick in deren Organisation und Produktpalette und bereite sie somit hervorragend auf ihre berufliche Zukunft vor.

Im Anschluss an den offiziellen Teil verwöhnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Floid GmbH ihre Gäste mit einer selbstgemachten Torte, selbstgemachten Cake-Pops und selbstgekauften Erfrischungsgetränken.

Ehemaliger IBG-Schüler informiert Abiturienten über Karrieremöglichkeiten

„Wie soll es nach dem Abitur weitergehen?“, „Was sind eure Ziele?“, „Habt ihr diese Ziele schriftlich fixiert?“, „Was sind eure Ansprüche an euch selbst und an die Anderen?“ – mit diesen Fragen begrüßte am vergangenen Donnerstag Michael Beck rund 80 Schüler der Jahrgangsstufe 2 am Integrierten Beruflichen Gymnasium in Lahr. Michael Beck ist selbst ehemaliger IBG-Schüler, er machte 2001 sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium, ein Jahr später nahm er ein VWL-Studium in Heidelberg auf. Mittlerweile hat er seine eigene Firma, die Beckstage GmbH, und ist Studiendekan an der Akademie Mode & Design in München, spezialisiert auf den Bereich „Design and Innovation Management“.

Eigentlich hatte Michael Beck ganz andere Ziele und Pläne nach dem Abitur. Zunächst wollte er Pilot werden, dann interessierte er sich für ein Medizinstudium, am Ende wurde es VWL. Die Botschaft für die angehenden Abiturienten war klar: Manchmal kommt es anders, als man denkt, aber man kann auch auf Umwegen Karriere machen und glücklich werden in seinem Job.

Im zweiten Teil seines Vortrags präsentierte Michael Beck den Schülern die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an der Akademie Mode & Design, insbesondere im Bereich Design and Innovation Management. Dazu definierte er zunächst den Begriff Innovation als eine „absurde Idee, die man zur Marktreife entwickelt hat“. Seine Disziplin sei folglich ein Management-Studiengang für kreative Vordenker. Diese würden sich in 7 Semestern vor allem damit beschäftigen, wie aus Ideen letztlich Innovationen werden, was eine Innovationsumgebung ist und warum man diese managen muss. Nach erfolgreichem Abschluss könne man beispielsweise Produktmanager, Creative Director, Trendanalyst oder Unternehmensberater werden.

Die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums und des Internationalen Wirtschaftsgymnasiums zeigten sich sehr interessiert an den Berufsbildern und nahmen die Tipps und Hinweise des Experten zum Thema Karriereplanung dankbar auf. Michael Beck freute sich derweil über ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Mit seinem ehemaligen VWL-Lehrer Jürgen Lücke, der auch den Kontakt hergestellt hatte, und mit seiner Chemie-Lehrerin Ingrid Isele tauschte er im Anschluss an den Vortrag noch die eine oder andere Anekdote über die wilde Abiturzeit aus.

Come to where the Knauer is

Es kann sein, dass einem der Name Karl Knauer KG erst einmal nichts sagt, es kann aber nicht sein, dass man deren Produkte nicht kennt, denn das mittelständische Familienunternehmen aus Biberach gehört zu den Top Ten der europäischen  Verpackungsindustrie und begegnet uns in jedem Supermarkt. Vom Rasierer über die Tiefkühlpizza bis zu Sixpack, Duscharmatur oder Sportbandage entwickelt die Karl Knauer KG für jeden Verpackungsbedarf eine passende Lösung. Und außerdem ist sie die Patenfirma der Creapa GmbH, welche, wie jede/r weiß, die Übungsfirma der Klasse 1BK2W1 ist.

Um sich vor Ort ein Bild von ihrer Patenfirma zu machen, sind die MitarbeiterInnen der Creapa GmbH mit ihren beiden Geschäftsführern, Herrn König und Herrn Strömel, am 25.11. nach Biberach gefahren und dort, wie schon im letzten Jahr mit der damaligen Mannschaft, herzlich empfangen und bestens betreut worden. In einem spannenden Vortrag stellte Michael Wieckenberg vom Marketing der Karl Knauer KG zunächst die Geschäftsfelder und die Philosophie des Unternehmens dar. Er machte dabei deutlich, dass die durch dauerhaften ökonomischen Erfolg und viele internationale Auszeichnungen eindrucksvoll belegte Leistungsfähigkeit des Unternehmens vor allem auf drei Faktoren beruht: permanente Innovation1), konsequente Kundenorientierung und motivierte MitarbeiterInnen.

Im Anschluss stellte Killian Vollmer aus der Personalabteilung die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten2) bei der Karl Knauer KG dar und beantwortete Fragen zu Bewerbungsverfahren und –fristen. Abgerundet wurde der Besuch durch eine Betriebsführung in Kleingruppen, in der Herr Vollmer und zwei Auszubildende (Industriekaufleute), Nico Groß und Martin Isenmann, den Creapa-MitarbeiterInnen praktischen Einblick in die verschiedenen Produktionsbereiche und Abteilungen der Karl Knauer KG vermittelten, was natürlich auch für den BWL-Unterricht und die Arbeit in der Übungsfirma höchst interessant ist.

1) Ein Beispiel kann man hier ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=y2c-QJhK4YY

2) www.karlknauer.de/unternehmen/ausbildung/?no_cache=1

Auftakttreffen zum Erasmus Plus Projekt „Fit for Work in Europe“

Die Kaufmännischen Schulen Lahr sind eine von nur vier beruflichen Schulen in ganz Deutschland, die in diesem Jahr den Zuschlag für ein Projekt im Rahmen des neuen EU-Bildungsprogramms „Erasmus Plus“ erhalten haben. Zusammen mit Projektpartnern aus Ungarn, Polen, Spanien und Frankreich werden sich 10 Schülerinnen und Schüler des Integrierten Beruflichen Gymnasiums in den nächsten Monaten eingehend mit dem Thema „Fit for Work in Europe“ auseinandersetzen.

Am Montag, den 17.11., fand nun das erste transnationale Projekttreffen in Lahr statt. Die verantwortlichen Lehrkräfte Gabriele Budig, Julia Müller,  Alexandra Raicu, Ulrich Strömel und Ulrich Tröndle begrüßten jeweils zwei Kollegen und drei Schüler von den Partnerschulen zum gemeinsamen Auftakt. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen auch Schulleiter Herbert Huber, Bernhard Kohler als Vertreter des Ortenaukreises sowie Günter Evermann als Vertreter der Stadt Lahr teil. Sie alle richteten ein Grußwort an die Gäste.

Das Projekttreffen dauert eine Woche. In den kommenden Tagen stehen verschiedene Workshops auf dem Programm, unter anderem zur Gestaltung eines Logos und einer Homepage sowie zur Arbeitsmarktsituation in den Teilnehmerländern. Außerdem sind Ausflüge nach Oberkirch und Freiburg geplant, sowie ein Vortrag über die Arbeitssituation für junge Europäer im Europapark Rust. Während ihres Aufenthaltes sind die Schülerinnen und Schüler von den Partnerschulen in Gastfamilien untergebracht.

Vier Berufsschüler mit Förderpreisen geehrt

Am vergangenen Donnerstag, den 6. November, wurden im Rahmen einer Feier der IHK Südlicher Oberrhein im Konzerthaus Freiburg drei Auszubildende im Ausbildungsberuf Kauffrau bzw. Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Förderpreisen geehrt. Katharina Brugger (Firma Bucher KG) erhielt den Beschläge Koch-Förderpreis, Christian Danner (Elektogroßhandel Streb GmbH) den Förderpreis der Eugen Martin-Stiftung und Stefanie Schwab (EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH) den Edeka Barwig-Förderpreis.

Bei einer weiteren IHK-Abschlussfeier eine Woche zuvor in Offenburg wurden ebenfalls Förderpreise für besonders gute Leistungen verliehen. Industriekauffrau Nathalie Ismer (RMA Training GmbH & Co. KG, Rheinau) erhielt den Klaus Didillon Förderpreis, gestiftet von den Badischen Stahlwerken Kehl.

Das Preisgeld ist für die weitere berufliche Entwicklung, zum Beispiel in Form von Sprachreisen, Auslandspraktika oder qualifizierenden Lehrgängen, gedacht.

Tunahan Yildirim bleibt Schülersprecher am IBG

In der öffentlichen Diskussion wird derzeit das Thema „Interessenvertretung“ heftig diskutiert – der Lokführergewerkschaft GdL sei Dank. Wer vertritt eigentlich die Interessen der Schülerinnen und Schüler an den Kaufmännischen Schulen Lahr? Es handelt sich, wie die Meisten wissen, um die Schülermitverantwortung, kurz SMV. Zu diesem Gremium gehören alle Klassen- und KurssprecherInnen sowie deren VertreterInnen. An der Spitze steht der sogenannte Schülerrat. Dieser wurde vor den Herbstferien bei der konstituierenden SMV-Sitzung neu gewählt. Er besteht aus dem neuen und alten Schülersprecher Tunahan Yildirim (J2) und seinen beiden Stellvertretern Pascal Börsig (J1) und Guillemette Studer (J2). Unterstützt wird die SMV in ihrer Arbeit von den beiden Verbindungslehrern Herrn Magel und Herrn Schütz. Übrigens: Ein Streikrecht wie die Lokführer haben Schüler nicht. Das wäre ja noch schöner...

Buchtitel des Monats Oktober

„Krieg – stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller

Die Welt steht Kopf: Mitten in Europa tobt ein erbarmungsloser Krieg und eine deutsche Familie sieht nur einen Ausweg: die Flucht in den Nahen Osten, die nächstgelegene Region, in der noch Frieden herrscht und in der man noch eine Zukunft hat.

Wie fühlt sich das eigentlich an – die eigene Heimat unter Lebensgefahr verlassen zu müssen, zusammen mit Millionen weiterer Flüchtlinge in einem Lager aufgefangen zu werden, Asylant zu sein in einem fremden Land mit einer anderen Kultur und einer anderen Sprache?

Janne Teller beschreibt diese Szenarien sehr anschaulich und eindrucksvoll. Die dänische Autorin lädt ihre Leser dazu ein, die Perspektive zu wechseln und sich für einige Augenblicke in die Gedankenwelt von Kriegsflüchtlingen zu begeben. In Anbetracht aktueller Entwicklungen im Nahen Osten und der Flüchtlingsdiskussion in Deutschland löst dieses Buch ein gewisses Kribbeln, vielleicht sogar Unbehagen aus. Es kann aber auch Verständnis und Aufgeschlossenheit für die Lage und Probleme der „fremden Ankömmlinge“ (Flüchtlinge) und der „Gastgeber“ (uns) wecken.

„Krieg - stell dir vor, er wäre hier“ ist ein hochaktuelles Buch – kurz, prägnant, einfach lesenswert. Die zentrale Erkenntnis ist nicht neu, bedarf aber einer ständigen Erinnerung: „Behandle andere Menschen so, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst!“

Zu finden sind dieses und viele weitere Bücher in der Schulbibliothek (Raum 221 im Hauptgebäude), Öffnungszeiten: Mo – Fr: 1. große Pause und Montag, 7. Stunde.

Schaut einfach mal bei uns rein, wir freuen uns auf euren Besuch!