Auftakttreffen zum Erasmus Plus Projekt „Fit for Work in Europe“

Die Kaufmännischen Schulen Lahr sind eine von nur vier beruflichen Schulen in ganz Deutschland, die in diesem Jahr den Zuschlag für ein Projekt im Rahmen des neuen EU-Bildungsprogramms „Erasmus Plus“ erhalten haben. Zusammen mit Projektpartnern aus Ungarn, Polen, Spanien und Frankreich werden sich 10 Schülerinnen und Schüler des Integrierten Beruflichen Gymnasiums in den nächsten Monaten eingehend mit dem Thema „Fit for Work in Europe“ auseinandersetzen.

Am Montag, den 17.11., fand nun das erste transnationale Projekttreffen in Lahr statt. Die verantwortlichen Lehrkräfte Gabriele Budig, Julia Müller,  Alexandra Raicu, Ulrich Strömel und Ulrich Tröndle begrüßten jeweils zwei Kollegen und drei Schüler von den Partnerschulen zum gemeinsamen Auftakt. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen auch Schulleiter Herbert Huber, Bernhard Kohler als Vertreter des Ortenaukreises sowie Günter Evermann als Vertreter der Stadt Lahr teil. Sie alle richteten ein Grußwort an die Gäste.

Das Projekttreffen dauert eine Woche. In den kommenden Tagen stehen verschiedene Workshops auf dem Programm, unter anderem zur Gestaltung eines Logos und einer Homepage sowie zur Arbeitsmarktsituation in den Teilnehmerländern. Außerdem sind Ausflüge nach Oberkirch und Freiburg geplant, sowie ein Vortrag über die Arbeitssituation für junge Europäer im Europapark Rust. Während ihres Aufenthaltes sind die Schülerinnen und Schüler von den Partnerschulen in Gastfamilien untergebracht.

Vier Berufsschüler mit Förderpreisen geehrt

Am vergangenen Donnerstag, den 6. November, wurden im Rahmen einer Feier der IHK Südlicher Oberrhein im Konzerthaus Freiburg drei Auszubildende im Ausbildungsberuf Kauffrau bzw. Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Förderpreisen geehrt. Katharina Brugger (Firma Bucher KG) erhielt den Beschläge Koch-Förderpreis, Christian Danner (Elektogroßhandel Streb GmbH) den Förderpreis der Eugen Martin-Stiftung und Stefanie Schwab (EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH) den Edeka Barwig-Förderpreis.

Bei einer weiteren IHK-Abschlussfeier eine Woche zuvor in Offenburg wurden ebenfalls Förderpreise für besonders gute Leistungen verliehen. Industriekauffrau Nathalie Ismer (RMA Training GmbH & Co. KG, Rheinau) erhielt den Klaus Didillon Förderpreis, gestiftet von den Badischen Stahlwerken Kehl.

Das Preisgeld ist für die weitere berufliche Entwicklung, zum Beispiel in Form von Sprachreisen, Auslandspraktika oder qualifizierenden Lehrgängen, gedacht.

Tunahan Yildirim bleibt Schülersprecher am IBG

In der öffentlichen Diskussion wird derzeit das Thema „Interessenvertretung“ heftig diskutiert – der Lokführergewerkschaft GdL sei Dank. Wer vertritt eigentlich die Interessen der Schülerinnen und Schüler an den Kaufmännischen Schulen Lahr? Es handelt sich, wie die Meisten wissen, um die Schülermitverantwortung, kurz SMV. Zu diesem Gremium gehören alle Klassen- und KurssprecherInnen sowie deren VertreterInnen. An der Spitze steht der sogenannte Schülerrat. Dieser wurde vor den Herbstferien bei der konstituierenden SMV-Sitzung neu gewählt. Er besteht aus dem neuen und alten Schülersprecher Tunahan Yildirim (J2) und seinen beiden Stellvertretern Pascal Börsig (J1) und Guillemette Studer (J2). Unterstützt wird die SMV in ihrer Arbeit von den beiden Verbindungslehrern Herrn Magel und Herrn Schütz. Übrigens: Ein Streikrecht wie die Lokführer haben Schüler nicht. Das wäre ja noch schöner...

Buchtitel des Monats Oktober

„Krieg – stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller

Die Welt steht Kopf: Mitten in Europa tobt ein erbarmungsloser Krieg und eine deutsche Familie sieht nur einen Ausweg: die Flucht in den Nahen Osten, die nächstgelegene Region, in der noch Frieden herrscht und in der man noch eine Zukunft hat.

Wie fühlt sich das eigentlich an – die eigene Heimat unter Lebensgefahr verlassen zu müssen, zusammen mit Millionen weiterer Flüchtlinge in einem Lager aufgefangen zu werden, Asylant zu sein in einem fremden Land mit einer anderen Kultur und einer anderen Sprache?

Janne Teller beschreibt diese Szenarien sehr anschaulich und eindrucksvoll. Die dänische Autorin lädt ihre Leser dazu ein, die Perspektive zu wechseln und sich für einige Augenblicke in die Gedankenwelt von Kriegsflüchtlingen zu begeben. In Anbetracht aktueller Entwicklungen im Nahen Osten und der Flüchtlingsdiskussion in Deutschland löst dieses Buch ein gewisses Kribbeln, vielleicht sogar Unbehagen aus. Es kann aber auch Verständnis und Aufgeschlossenheit für die Lage und Probleme der „fremden Ankömmlinge“ (Flüchtlinge) und der „Gastgeber“ (uns) wecken.

„Krieg - stell dir vor, er wäre hier“ ist ein hochaktuelles Buch – kurz, prägnant, einfach lesenswert. Die zentrale Erkenntnis ist nicht neu, bedarf aber einer ständigen Erinnerung: „Behandle andere Menschen so, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst!“

Zu finden sind dieses und viele weitere Bücher in der Schulbibliothek (Raum 221 im Hauptgebäude), Öffnungszeiten: Mo – Fr: 1. große Pause und Montag, 7. Stunde.

Schaut einfach mal bei uns rein, wir freuen uns auf euren Besuch!

Ein unterirdischer Kollegiumsausflug

Der diesjährige Kollegiumsausflug führte die Lehrerinnen und Lehrer des IBG nach Mutzig im Elsass. Dort besichtigten sie die „Feste Kaiser Wilhelm II“, eine sich auf 254 Hektar erstreckende Festung, die von 1893 bis 1918 erbaut wurde und aufgrund ihrer Ausstattung mit Strom, Beton und Panzerstahl als erste moderne Festung gilt. In einer höchst unterhaltsamen, zumeist unterirdisch verlaufenden Führung erfuhr man, welche ursprünglich militärische Bedeutung Begriffe wie „08/15“ oder „unterminieren“ haben, was der Unterschied zwischen Kanonen, Haubitzen und Mörsern ist, und wie es den rund 7000 in der Festung stationierten Soldaten im Jahr 1915 gelang, den Kronprinzen bei einem Truppenbesuch zu täuschen, indem sie unter den „Verhüterlis“ ihrer kastrierten Pickelhauben spitz zulaufende Kartoffeln versteckten.

Im Anschluss an die Führung stärkte sich der Lehrkörper standortsgemäß mit Baguette, Käse und Traubensaft, bevor er zu einer kleinen Wanderung in der Umgebung der Feste aufbrach. Zum stimmungsvollen Ausklang eines gelungenen Tages fand man sich schließlich in einem elsässischen Spezialitätenrestaurant ein.

Weitere Informationen zur Feste Kaiser Wilhelm II gibt es unter: www.fort-mutzig.eu

Neue Elternbeiratsvorsitzende am IBG

An der Kaufmännischen Schule/dem IBG Lahr gibt es eine neue Elternbeiratsvorsitzende. Bei der konstituierenden Sitzung des Elternbeirats am vergangenen Montag wurde Asli Schulte einstimmig für dieses Amt gewählt. Zu ihrer Stellvertreterin wurde – ebenfalls einstimmig – Daniela Hartmann gewählt.

Asli Schulte tritt die Nachfolge von Sandra Oehler an, die das Amt im vergangenen Schuljahr ausgeübt hatte. Schulleiter Herbert Huber bedankte sich bei der neuen Elternbeiratsvorsitzenden für die Bereitschaft, das Amt und die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen und bot ihr eine gute Zusammenarbeit zum Wohl der Schulgemeinschaft an.

Neue Lehrkräfte am IBG

Mit Beginn des neuen Schuljahres haben an den Kaufmännischen Schulen/ dem IBG Lahr acht neue Lehrkräfte ihren Dienst aufgenommen.

Sabine Fiedler (Deutsch, BWL), Annegret Mayer (BWL, Spanisch), Moritz Hartmann (Pädagogik, Geschichte) und Frank Merkel (BWL, VWL) wurden direkt nach dem Referendariat übernommen. Schulleiter Herbert Huber stellte sie am ersten Schultag im Auftrag des Regierungspräsidiums in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg ein.

Annette Neusinger (Deutsch, Geschichte), Daniel Pommeranz (Englisch, Geschichte), Philipp Schmieder (Mathe/Physik) und Jürgen Traxler (Deutsch, Geschichte) kamen per Abordnung oder Versetzung an die Schule.

Im aktuellen Schuljahr 2014/15 unterrichten damit insgesamt 83 Lehrerinnen und Lehrer an den Kaufmännischen Schulen/ dem IBG Lahr. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler beläuft sich auf 1363.

Spende an die Lahrer Tafel

Im Schuljahr 2013/2014 haben sich Schülerinnen des IBG bereits zum sechsten Mal an der Aktion „Schüler helfen Schülern“ der Lahrer Schulen beteiligt. Dabei wird Schulmaterial und/oder Geld für Schulmaterial gesammelt und dieses der Lahrer Tafel übergeben.

Familien mit geringem Einkommen können dann bei der Lahrer Tafel für ihre schulpflichtigen Kinder die Materialien zu besonders günstigen Preisen erwerben. Die Spendenaktion wurde im vergangenen Schuljahr von den Schülerinnen Mishka Martin und Stefanie Mutschal im Rahmen des Unterrichtsfaches Sozialmanagement durchgeführt. Beide besuchen derzeit das SG in der Jahrgangsstufe 2. Die Schülerinnen sammelten unter anderem bei School on Stage und bei einer Kuchenverkaufsaktion. Sie waren über ein Jahr hinweg mit viel Engagement und großer Überzeugung bei der Sache. Ihnen gebührt ein Dankeschön im Namen aller, die auf Hilfe angewiesen sind!

Foto: Frau Schatz (Leiterin der Lahrer Tafel), Mishka Martin und Stefanie Mutschal

Schuljahr 2013/14 endet mit großer Abschlussfeier – Luise Teubner wird in den Ruhestand verabschiedet

Mit einer großen Abschlussfeier wurden an den Kaufmännischen Schulen/ dem IBG Lahr am vergangenen Mittwoch die SchülerInnen und LehrerInnen in die Ferien entlassen. Hinter ihnen lag ein ereignisreiches Schuljahr, in dem 600 SchülerInnen einen erfolgreichen Abschluss schafften und 1400 SchülerInnen ein Zeugnis erhielten.

Im ersten Teil der Veranstaltung übergaben die jeweiligen Abteilungsleiter Preise für besonders gute Zeugnisnoten. Am Berufskolleg I erhielten Saskia Oberle, Annette Walker und Stefan Harwardt einen Preis. Aus der Eingangsklasse der Berufsfachschule Wirtschaft (BFW) wurden Eduard Fürus, Erik Ficht, Linda Himmelsbach, Bärbel Kiesele, Ramona Laaser und Lana Lichtenstein ausgezeichnet.

Für die 48 Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahres der BFW hatte die Feier einen besonderen Akzent. Nach insgesamt 6 Prüfungen erhielten sie ihre Abschlusszeugnisse, mit denen sie nun einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen können. Über einen Preis freuten sich Jessica Janke, Vanessa Glatz und Pia Wiesner.

Auch am Integrierten Beruflichen Gymnasium (IBG) gab es zahlreiche preiswürdige Leistungen. In der 11. Klasse wurden Samira Beiser, Patrick Maier, Laura Kammin, Tobias Biegert, Lena Hummel, Florentine Haas, Anita-Lara Schmidt und Ekaterina Te prämiert. In der Jahrgangsstufe 1 erhielten Lena Goerke, Amelie Seidenberg, Melissa Bähr, Saskia Lurk, Ariana Merkel, Julie Bayerlein, Lena Braun, Anna-Lena Eichinger, Antonia Strebel, Levin Zimmermann, Maximilian Kohler, Sara Hiller, Tobias Meier und Rebecca Schlatterer einen Preis für ausschließlich gute und sehr gute Noten.

Im Anschluss an die Preisübergabe ergriff Schulleiter Herbert Huber das Wort, um einige Kolleginnen und Kollegen zu verabschieden. Zunächst gab er bekannt, dass Susan Geiger (Pädagogik) und Bernd Raber (Biologie, Chemie) aus persönlichen Gründen an eine andere Schule versetzt werden. Ihnen dankte Huber für ihre jahrelange erfolgreiche Arbeit am IBG. Danach widmete sich der Schulleiter einer besonders verdienten Kollegin: Luise Teubner wurde nach fast 40 Jahren am IBG in den Ruhestand verabschiedet.

In seiner Laudatio verwies Huber auf das außergewöhnliche politische und pädagogische Engagement der Deutsch- und Geschichtslehrerin. Von 1987 bis 1990 war Luise Teubner als Abgeordnete für die Grünen im Deutschen Bundestag tätig,  sie setzte sich hier vor allem für den Umweltschutz  und die Geschlechtergerechtigkeit ein. 1996 wurde sie zur ersten Frauenvertreterin an den Kaufmännischen Schulen Lahr gewählt. Über viele Jahre war sie außerdem für die Öffentlichkeitsarbeit der Schule zuständig.

Ihr größtes Anliegen sei jedoch die Offenlegung und Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen gewesen, so Huber. Unzählige Schülerprojekte,  Exkursionen und Ausstellungen (zum Beispiel zum 27. Januar, dem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus) legten eindrucksvoll Zeugnis davon ab, dass die Erinnerungsarbeit für Luise Teubner eine Herzensangelegenheit war und ist. Dafür sprach Huber ihr im Namen vieler Schüler- und Lehrergenerationen am IBG nicht nur Dank sondern auch den höchsten Respekt aus.

Eine schwermütige Abschiedsrede wollte Luise Teubner nicht halten, stattdessen hatte sie sich für einen Liedvortrag entschieden. So gab sie den Klassiker „My Way“ von Frank Sinatra zum Besten. Begleitet wurde sie dabei am Klavier von Musiklehrer Oliver Schätzle, der mit seiner Bigband und weiteren Solisten die gesamte Abschlussfeier musikalisch aufpeppte.

125 Jahre Kaufmännische Schulen Lahr – Jubiläumsausgabe von „School on Stage“

Mit einer mehr als dreistündigen Bühnenshow haben vergangene Woche die Kaufmännischen Schulen Lahr ihr 125-jähriges Jubiläum gefeiert. Das bewährte Format „School on Stage“ wurde zu einer spektakulären Zeitreise durch die Musik- und Tanzgeschichte umfunktioniert.

Die Reise begann im Jahr 1889, dem Gründungsjahr der Handelsschule Lahr, aus der später die Kaufmännischen Schulen hervorgingen. Angesagt waren zu jener Zeit vor allem Klänge und Tänze aus der Weltmetropole Paris. So tanzte zunächst ein dreiköpfiges Lehrerballett den Cancan á la Moulin Rouge bevor Levin Zimmermann aus Klasse 12 mit einem Klavierstück von Eric Satie etwas anspruchsvollere Kost servierte.

Danach ging es reibungslos über in die 30er Jahre mit Musik von den Comedian Harmonists. Der Schulchor überzeugte durch glasklaren Gesang und professionelle Mimik. Aus den 50er Jahren gab es den Jailhouse Rock von Elvis Presley und das Stück „Somewhere“ aus der West Side Story, gesungen von Hannah Engel. Zwischendurch legte Lea Hoffmann einen Swing Tanz auf’s Parkett. Bei den 60er Jahren herrschte unter den Mitgliedern der Bigband lange Uneinigkeit über ein möglichst repräsentatives Stück, so entschied man sich kurzerhand für ein Medley aus Hits von den Beatles, den Rolling Stones und den Searchers. Abgerundet wurde das Jahrzehnt durch die Stücke „Aquarius“ und „Let the sun shine“ aus dem Musical Hair sowie dem von Guillemette Studer interpretierten Song „Respect“ (Aretha Franklin).

In den 70ern galt es, den Spagat zu bewältigen zwischen Disco – Chor und Bigband gaben Abba‘s „Dancing Queen“ zum Besten –  und Rock. Hier ließen es die ehemaligen Schüler Patrick Müller (Gesang) und Stephan Hättig (Gitarre)  so richtig krachen und brachten mit dem Deep Purple-Klassiker „Smoke on the Water“ die Turnhalle zum Kochen. Das Orchester nahm die Steilvorlage wunderbar auf und schmetterte im Anschluss die Rocky-Melodie „Gonna fly now“. Stilecht zeigten die Schülerinnen Asja Braun und Vittoria Conte dazu ihre Künste beim Rope Skipping (neudeutsch für Seilspringen).

Die 80er als das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks durften natürlich auch nicht fehlen. Zunächst ließ die Schülerin Angelika Meckel zusammen mit Orchester und Band Nena’s „99 Luftballons“ fliegen, danach sang der Schulchor die Wiedervereinigungshymne „Wind of Change“ von den Scorpions.  Als Querschnitt aus den 90er Jahren gab es schließlich eine Beatbox-Einlage von Alex Leippi sowie einen Hip-Hop Tanz, den Sportlehrerin Nadine Batot mit einer Schülergruppe bei den Projekttagen einstudiert hatte.

Im letzten Konzertdrittel widmeten sich die Protagonisten den etwas aktuelleren Hits. Bettina Nass bat stimmgewaltig um „Mercy“ (Duffy), Florian Steeger besang die „Hollywood Hills“ (Sunrise Avenue) und Deniz Yasar demonstrierte eindrucksvoll was passiert, wenn ein Lied seine Lippen verlässt (Xavier Naidoo): es gibt Gänsehaut pur. Beim großen Finale, dem WM-Hit „Auf uns“ von Andreas Bourani, stimmten dann die anwesenden Eltern, Freunde und Mitschüler alle mit ein und ließen anschließend ihrer Begeisterung durch minutenlangen Beifall freien Lauf.

Organisiert und dirigiert wurde das Jubiläumskonzert von Musiklehrer Oliver Schätzle. Als besonderen Akzent gab es in diesem Jahr eine schauspielerische Rahmenhandlung. Eine vierköpfige Familie – bestehend aus Jule Marschner, Sibylle Kosog, Patrick Grimm und Jörg Magel  – kommentierte in jedem Jahrzehnt höchst unterhaltsam und jeweils entsprechend gekleidet Ereignisse aus der Welt- und Lokalpolitik. So wurde gekonnt der Bogen gespannt über 125 Jahre Kaufmännische Schulen Lahr.

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Kleine Forscher, ganz groß

Voller Tatendrang erkundeten am vergangenen Montag 46 Grundschülerinnen und Grundschüler aus Langenwinkel und Kippenheimweiler mit ihren Begleiterinnen Frau Zimmermann, Frau Hupfer und Frau Winter am IBG Lahr einen naturwissenschaftlichen Experimentiergarten.

Gibt es einen einbruchsicheren Tresor? Wie funktioniert eine Luftballonrakete? Dies waren spannende Fragen, die durch Experimente gelöst wurden. Mit großer Faszination bauten die Grundschüler auch eine sogenannte Leonardo-Brücke - ganz ohne Nagel und Kleber - und probierten aus, wie viele Federmäppchen sie darauf packen können, ohne dass die Brücke einstürzt.

Außerdem versuchten die Viertklässler herauszufinden, wie die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird bzw. warum ein Doppelkegel aufwärts rollt – ein Experiment, das selbst Erwachsene ins Grübeln bringt.

Mit viel Enthusiasmus widmeten sich die Grundschüler auch den chemischen Versuchen. Sie trennten Farben oder stellten fest, dass Rotkohlsaft als Säureindikator gut zu gebrauchen ist und dass Luftballons auch durch Backpulver und Essig aufgeblasen werden können.

Angeleitet von Schülern der Klasse 11/6 sowie den Fachlehrerinnen Frau Dr. Raicu und Frau Isele erlebten die kleinen Forscher einen spannenden und unvergesslichen Schultag am IBG Lahr. „Können wir morgen wiederkommen?“, fragten am Ende viele der experimentierfreudigen Grundschüler.

Kaufmännische Schulen Lahr und Deutsche Bank gehen Kooperation ein

Die Deutsche Bank in Lahr und die Kaufmännische Schulen Lahr haben vergangene Woche einen Kooperationsvertrag für eine Patenschaft im Rahmen der Initiative „Finanzielle Allgemeinbildung“ abgeschlossen.

Schulleiter Herbert Huber freut sich über die Patenschaft: „Unsere Jugendliche benötigen das Rüstzeug für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld“. Ingrid Schwarzwälder, Filialdirektorin der Deutschen Bank Lahr ergänzt: „Mit der Initiative ‚Finanzielle Allgemeinbildung’ möchten wir dazu beitragen, Schülern frühzeitig ein Verständnis für elementare Wirtschaftsfragen zu vermitteln. Außerdem wollen wir das Bewusstsein der Schüler für den Umgang mit Geld schärfen, damit sie lernen, eigenverantwortlich finanzielle Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen einzuschätzen.“

Herbert Huber begrüßt daher die Initiative: „Elementare Kenntnisse in persönlichen Finanzangelegenheiten und eine Orientierung im Umgang mit Geld und Lebensrisiken sind dringend nötig. Das Interesse unserer Schüler ist groß und die Motivation besonders hoch, wenn sie die Gelegenheit haben, mit Experten aus der Praxis zu diskutieren. Die Kooperation ist eine Bereicherung unseres Unterrichtsangebots im wirtschaftswissenschaftlichen Fächerfeld, insbesondere für das Fach ‚Privates Vermögensmanagement‘, das wir ab dem Schuljahr 2014/15 im IBG anbieten. Wir freuen uns daher sehr über das Engagement der Deutschen Bank hier vor Ort.“

Die Übernahme von Schulpatenschaften ist Teil eines deutschlandweiten Bildungsprojekts der Deutschen Bank. Mitarbeiter der Bank stellen sich ehrenamtlich als Paten und Referenten zur Verfügung. Ingrid Schwarzwälder: „In den Unterrichtsstunden steht der Dialog mit den Schülern im Vordergrund. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in Rollenspielen einzubringen und individuelle Fragen zu stellen. Meine Kollegen und ich freuen uns darauf, mit den Schülern interessante Themen rund um persönliche und weltwirtschaftliche Zusammenhänge zu diskutieren.“

Neben den Unterrichtsbesuchen sehen die Schulpatenschaften weitere Maßnahmen vor wie zum Beispiel die Besichtigung der Deutschen Bank vor Ort, oder einen Besuch der Deutschen Bank in Frankfurt, sowie das Angebot von Schulpraktika, die Unterstützung bei der Orientierung zur Berufswahl oder auch die Teilnahme an weiteren Bildungsprogrammen der Deutschen Bank.

Erster Jahrgang am BK II zur Fachhochschulreife geführt

Zum aktuellen Schuljahr wurde an den Kaufmännischen Schulen Lahr das Berufskolleg II neu eingerichtet – ein Bildungsgang, der zum Erwerb der Fachhochschulreife führt. Der erste Jahrgang bekam nun am vergangenen Freitag bei einer Abschlussfeier die ersehnten Zeugnisse überreicht. 29 Schülerinnen und Schüler waren zu den Prüfungen in Deutsch, Englisch, Mathematik und Betriebswirtschaftslehre angetreten und alle hatten bestanden. Als Jahrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,2 wurde Lars Labusch ausgezeichnet. Die Schülerin Lisa Menzel erhielt für die besten Leistungen im Fach BWL den von der Sparkasse gestifteten Wirtschaftspreis. Christian Müllerleile und Adrian Schätzle bekamen ein Lob.

Die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, gratulierte den BK II-Absolventinnen und Absolventen zum Erwerb der Fachhochschulreife. Diesen Bildungserfolg hätten sie sich redlich verdient und in den allermeisten Fällen auch hart erarbeitet. Für die Zukunft riet sie den Schülerinnen und Schülern einerseits, die Welt zu entdecken und den Mut zu haben, sich Veränderungen auszusetzen. Andererseits sollten sie aber auch dem Ruf nach bedingungsloser Flexibilität widerstehen und nicht ihre Wurzeln, Familie und Freunde vergessen. Denn diese seien es schließlich, die ihnen in einer fast unüberschaubar komplexen Welt Orientierung und Halt bieten.

Auch Schulleiter Herbert Huber, der Bereichsdirektor der Sparkasse Lahr, Klaus Bühler, sowie Klassenlehrer Christian Hatt beglückwünschten die Schüler zur bestandenen Prüfung.

Studienfahrt nach Andalusien

Die Studienfahrten liegen nun schon eine Weile hinter uns Zwölftklässlern, es bleiben aber noch die Erinnerungen daran und dieser Bericht über eine Reise durch ein für viele unbekanntes Land.

Unsere Reise begann am 26. April 2014 um 6:00 Uhr morgens am Flughafen in Baden Baden. Aufgrund der frühen Abreise hielt sich die Begeisterung beim Eintreffen unserer begleitenden Lehrkräfte Frau Himmelsbach und Herrn Breyer noch ziemlich in Grenzen. Nachdem wir jedoch unser Gepäck gewogen und eingecheckt hatten, kam das Gefühl der Vorfreude immer stärker auf! Der Gedanke an den Flug bewirkte bei einigen Unerfahrenen noch ein mulmiges Gefühl, aber es gab Niemanden, der reisekrank wurde und somit verlief der Flug ruhig und ohne Probleme. Gegen 11 Uhr morgens erreichten wir schließlich den Flughafen in Malaga, wo wir uns 2 Tage aufhalten würden. Ein Reisebus brachte uns zu unserer Unterkunft, wo wir unsere Koffer verstauten und die Zimmer bezogen. Danach ruhten wir uns noch einige Zeit aus, bis wir zur Erkundung der Innenstadt aufbrachen.

Nachdem wir die Hürde von preistreibenden Taxifahrern genommen hatten, kamen wir endlich in den Genuss der wunderschönen Altstadt von Malaga. Unsere Stadtführung endete mit einer Wanderung zur Festung "Gibralfaro", wobei uns der Aufstieg nach einem solch langen Tag ewig erschien. Man konnte nach einem so kurzen Flug zwar nicht von einem „Jetlag“ sprechen, aber zumindest von einem Temperaturschock! Die Sonne und die hochsommerlichen Temperaturen machten uns sehr zu schaffen. Die Aussicht von der Spitze der Festung war jedoch jede Mühe wert.

Den nächsten Tag verbrachte die Gruppe getrennt. Einige nutzen den Tag für eine Shoppingtour und andere suchten schon morgens den schönen und gut zu erreichenden Sandstrand Malagas auf. Die Meisten ließen den Tag dann in einer Bar ausklingen oder sie nutzten die kleine gemütliche Terrasse unserer Unterbringung, die jeden Abend von uns belagert wurde.

Nach zwei Tagen Malaga ging es mit dem Reisebus weiter nach Cadiz, wo wir unsere restliche Studienfahrt verbringen sollten. Auch hier stand zunächst eine Stadtführung auf dem Programm. Die Unterbringung war sehr zentral, wodurch man nach fünf Minuten zu Fuß schon die Innenstadt erreichte.

Am darauf folgenden Tag machten wir uns mit einem Reisebus auf den Weg nach Jerez de la Frontera zu einer Besichtigung der Sherry Destillation „Degustation“. Die Führung fand erfreulicherweise auf deutsch statt und war sehr interessant gestaltet. Im Anschluss an die Besichtigung kamen wir schließlich zur Verkostung des Sherrys. Mit jedem Glas stieg die Stimmung der Gruppe und einige kauften sich im fabrikeigenen Laden Mitbringsel für zu Hause. Gut gelaunt ging es dann in die Innenstadt von Jerez, wo sich die Meisten erneut ausgiebig dem Shoppen widmeten.

Am vierten Tag hatten wir Gelegenheit, auf eigene Faust das im Vergleich zu Malaga wesentlich ruhigere Cadiz zu erkunden. Bei Temperaturen über 30°C zog es die meisten an den wunderschönen Strand, der in 10 Minuten gemütlich zu Fuß zu erreichen war. Selbst nachts sprach hier nichts gegen eine Erfrischung im kühlen Meer. Auch was das Essen anbelangte, blieben keine Wünsche offen. Hatte man mittlerweile mal wieder Lust auf etwas Bekanntes, so konnte Cadiz auch mit einem “Burger King“ dienen.

Tag 5 begann sehr früh, da ein Ausflug nach Sevilla anstand, der Hauptstadt Andalusiens. Nach einer ca. zweistündigen Fahrt kamen wir in Sevilla an und begannen sogleich mit der Besichtigung der “Plaza de Espana“. Der Weg hatte sich wirklich gelohnt und später durften wir uns noch die Innenstadt anschauen. Hier wurden wir Zeugen einer großen Demonstration gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Andalusien.

Der letzte Tag der Studienfahrt stand uns frei zur Verfügung. Jeder konnte ein letztes Mal die Sonne genießen und sich mental auf die Abfahrt vorbereiten. Wir verließen Malaga schließlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge und nahmen viele schöne Erinnerungen mit!

(Bericht: Lena Morgenstern)

Buchempfehlung Juli

„Spurlos“ von Ashley Elston

Regel 28: Denke nie, dass es vorbei ist. Sogar wenn du dir sicher bist, dass es vorbei ist, ist es nicht vorüber.

Mitten in der Nacht wird die 17-jährige Meg Jones von einer Sekunde auf die nächste aus ihrem Leben gerissen – zum sechsten Mal in acht Monaten. Ohne Vorwarnung, ohne Abschied, ohne Aussicht auf Rückkehr. Wieder ein neuer Name, eine neue Stadt und diesmal sogar eine neue Frisur samt scheußlicher Haarfarbe. Und plötzlich ist ihr altes Leben Geschichte….

"Spurlos" ist ein atemberaubender Thriller über eine junge Frau im Zeugenschutzprogramm – packend und fesselnd bis zur letzten Seite.

Diese perfekte Ferienlektüre (neben jeder Menge weiterer Bücher für jeden Geschmack) gibt es jetzt in der Schulbibliothek (Raum 221 im Hauptgebäude)

Schaut einfach mal bei uns rein!

Öffnungszeiten: Mo – Fr: 1. große Pause und Mo 7. Stunde

Euer Bibliotheksteam

Kajak fahren und ein Bad im Meer

Viel Glück mit dem Wetter hatte die Schwedisch-AG des Integrierten Beruflichen Gymnasiums bei ihrem Austausch-Besuch Ende Mai am Schillerska-Gymnasiet in Göteborg. Bei blauem Himmel und strahlender Sonne waren, neben den schulischen Veranstaltungen, auch ein Bad im Meer und eine Kajakfahrt möglich.

Bereits seit einigen Jahren pflegt die Arbeitsgemeinschaft des IBG Kontakte nach Göteborg. So fand auch in diesem Jahr, nach dem Besuch der Schweden in Lahr, wieder ein Gegenbesuch an der schwedischen Westküste statt.

Dabei stand der Kontakt zu den schwedischen Austauschschülern im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler des IBG wohnten bei ihren Gastfamilien und lernten so das schwedische Alltagsleben kennen. Auch in der Schule ging es sehr international zu. Der Unterricht fand dreisprachig statt: schwedisch, deutsch und englisch. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebensweise arbeiteten die Schüler in Teams mit ihren schwedischen Partnern heraus. Alle bemühten sich, die Sprache ihrer Partner zu sprechen und zu verstehen. Auch bei der Besichtigung der Schule stellten die deutschen Schülerinnen und Schüler Unterschiede in der Ausstattung und in der Unterrichtsart fest. Schließlich erlebten sie auch eine rein schwedische Schulstunde, als sie Ihre Partner zu deren Unterricht begleiteten.

Viel über die Hafenstadt Göteborg erfuhren die Teilnehmer mit den begleitenden Lehrkräften Eva-Maria Schindler und Horst Bock bei einer Bootsrundfahrt durch den Wallgraben und den Götaälv, der hier ins Meer mündet. Ein  Besuch der Aussichtsplattform auf dem „Lippenstift“, einem markanten Hafengebäude, ergänzte die Eindrücke mit einem Blick über die Werft, das Schiffsmuseum und die Insel Hisingen, die Teil der Stadt ist.

Die schönsten Seiten des Meeres lernten die Schüler bei einer Fahrt auf die Schäreninsel Brännö kennen. Da es schon seit einigen Tagen warm war, war auch die Wassertemperatur am Badeplatz der Insel schon moderat und viele nutzten die Gelegenheit zum Schwimmen oder zur Erfrischung im Kattegat. Zurück am Festland ging es zum Kajakverleih. Hier zeigte sich, dass die Ortenauer nicht unbedingt zu den Seefahrervölkern gehören. Aber fast alle kamen dann doch ziemlich schnell mit der Steuerung ihrer Kajaks zurecht.

Ein Besuch im Slottsskogen, Göteborgs größtem Park, galt den Elchen. Denen war es aber zu heiß, sie lagen im hohen Gras im Schatten und ließen nur aus der Ferne ihre wirkliche Größe erahnen.  Die Seehunde machten dies bei ihrer Fütterung aber wieder wett, sie fühlten sich im kühlen Nass sichtlich wohl. Ein gemeinsames Brännballspiel mit den schwedischen Partnern fiel wegen der Hitze aus. So konnten beide Seiten noch im Schatten der alten Bäume die herrliche Parkatmosphäre genießen.

Die Begeisterung war groß, und so fiel der Abschied nicht leicht, als die Koffer zur Heimreise wieder durch die Stadt rollten.