Seminarkurs beim Aktenstudium

Schülerinnen und Schüler des IBG-Seminarkurses besuchten das Stadtarchiv im Rahmen der Themen Recherche und wissenschaftliches Arbeiten. Das Stadtarchiv bewahrt Dokumente in Form von Urkunden und Akten auf, die aus mehreren Jahrhunderten stammen. Eine Urkunde, die fast 600 Jahre alt ist, gehört mit zu den wertvollsten Beständen. Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler war es nun, historische Zusammenhänge und Einordnungen aus dem Studium der Archivalien zu gewinnen.

Dies erwies sich nicht immer als einfach, denn bereits die Sütterlin-Schrift, die noch bis vor etwa 80 Jahren geschrieben wurde, ist heute kaum noch jemandem geläufig und nicht immer einfach zu lesen. Noch schwieriger wurde es bei älteren Dokumenten, etwa einem Güterbuch aus dem 17. Jahrhundert. Stadtarchivar Thorsten Mietzner und die Auszubildende Denise Bohnert unterstützen die Schüler bei der Recherche  in den Dokumenten. Zuvor erläuterte Mietzner den Unterschied zwischen einem Archiv, einer Bibliothek und einem Museum. Dann ging es an die praktische Arbeit.

Eine Urkunde, aus der hervorging, dass jemand das Badhaus gepachtet hatte, war das erste Objekt. Geschrieben war der Text von Hand auf Pergament und mit einem Wachssiegel der Stadt Lahre (so hieß Lahr damals) versehen. Die Schülerinnen mussten sie wegen ihrer Empfindlichkeit mit Handschuhen anfassen. Zum Glück lag eine neuere Zusammenfassung des Inhaltes bei, denn die Originalschrift gab viele Rätsel auf. Ein Güterbuch aus dem 17. Jahrhundert war auch nicht leicht zu lesen. Jeder Bauer schrieb darin seinen Grundbesitz mit Größe und Qualität nieder und wurde danach besteuert.

Unter den modernen Beständen befanden sich ein Ansichtskarten-Katalog, der Lahrer Straßenszenen vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte, eine Akte über die Arbeitslosigkeit Ende der zwanziger Jahre und Akten des Lahrer Gemeinderates aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Auch ein sehr persönlicher Briefwechsel zwischen Hildegard Kattermann (1909-1991) und ehemaligen jüdischen Mitbürgern, die den Holocaust überlebt hatten, gehört zu den wichtigen Beständen des Stadtarchivs.

Für viele Schülerinnen und Schüler, die in Begleitung von Herrn Bock das Archiv besuchten, war die Arbeit mit Quellen eine neue Erfahrung und manchmal auch eine Herausforderung.

Alter, was geht?!

Wie viel Geld steht mir im Alter noch zur Verfügung? Wie lange muss unsere Generation arbeiten? Wie kann ich mich gegen die Risiken absichern, die das Leben mit sich bringt? Fragen, mit denen sich junge Menschen nicht früh genug beschäftigen können, weshalb sie am IBG in den Wahlfächern Sozialmanagement (SG) und Privates Vermögensmanagement (WG) aufgegriffen werden. Mehr als 30 Schüler dieser Kurse haben nun auf sehr anschauliche Weise erste, wertvolle Einblicke erhalten. Experten der Deutschen Rentenversicherung kamen mit dem Projekt „Alter, was geht?!“ an die Schule, um für die Themen Altersvorsorge und Suchtprävention zu sensibilisieren.

Als Einstieg diente der Einsatz eines Alterssimulationsanzugs, mit dem die Schüler ausprobieren konnten, was es bedeutet, mit eingeschränkter Sicht einen Zeitungsartikel zu lesen oder sich mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit und schweren Gliedern nach Gegenständen zu bücken. Möglicherweise reagieren sie künftig etwas nachsichtiger, wenn eine ältere Person an der Kasse etwas länger im Geldbeutel kramt.

Im Anschluss stellten zwei Referentinnen von der Deutschen Rentenversicherung verschiedene Möglichkeiten zur Alters- und Risikoabsicherung vor. In Gruppenarbeit setzten sich die Schüler daraufhin mit den jeweiligen Perspektiven von Berufstätigen, Rentnern und Politikern zum Generationenvertrag auseinander.

Im dritten Block der Veranstaltung verstärkte mit Sandra Boser eine Politikerin die Runde. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag diskutierte mit den Schülern unter anderem über die Themen Ausbildungsförderung, Jobaussichten und Generationengerechtigkeit. In ihren Ausführungen wurde Boser durchaus konkret: so sprach sie sich angesichts des demographischen Wandels unverblümt für eine Rente mit 67 aus, wobei sie klar stellte, dass der Renteneintritt von der Art des Berufes abhängen müsse und dass außerdem die Lebensarbeitszeit zu berücksichtigen sei.

Letzter Baustein des Projektes war schließlich ein Gespräch mit einem Betreuer und zwei Patienten der Rehaklinik Freiolsheim zum Thema Suchtprävention und Rehabilitation. Die beiden Patienten erzählten, wie sie schon als Kinder zum ersten Mal mit Drogen in Berührung kamen, wie sie ihren Drogenkonsum kontinuierlich steigerten, welche körperlichen und sozialen Folgen daraus resultierten und wie der Therapiealltag aussieht. Die Schüler waren sichtlich beeindruckt von den geschilderten Lebensläufen, aber auch von der Willenskraft der Patienten, die unbedingt wieder in einen normalen Alltag zurückkehren wollen.

Buchmesse

Mit großer Spannung und Vorfreude fuhr die Klasse 13/1 in Begleitung ihrer Deutschlehrerin Frau Batôt sowie Herrn Merkel, am Freitag, den 13. Oktober, zur Buchmesse in Frankfurt. Dort präsentierten Autoren und Self-Publisher ihre neuesten Werke. Von Essen bis zu Kunst und Design war thematisch alles dabei. Bei dem ganzen Getümmel und der Größe der Messe war es nicht ganz leicht, die Übersicht zu behalten. Menschen aus aller Welt waren nach Frankfurt gekommen, vor allem aus dem asiatischen und dem angloamerkianischen Raum. Als Ehrengast der diesjährigen Buchmesse wurde Frankreich gekrönt. Es rückte damit ganz klar in den Fokus des internationalen Mediengeschehens. Unser Nachbarland Frankreich steht für die schönen Seiten des Lebens. Doch dieses Bild täuscht - die Identität Frankreichs steckt momentan in einer schweren Krise, was sich insbesondere in der Literatur junger Autoren widerspiegelt. Aktuelle Probleme wie Fremdbestimmung, gesellschaftlicher Zwang und Terror werden in ihren Büchern thematisiert. Die neue Generation Frankreichs will für Aufsehen in der Gesellschaft sorgen. Nach mehreren, aufschlussreichen Stunden auf der Messe traten die Schüler am Nachmittag wieder den Heimweg an - einerseits etwas erschöpft, andererseits aber auch fasziniert von den vielen Welten, die sich den Besuchern der Buchmesse auftun.

Bericht: Mizgin Kilic, J2

Abivorbereitung wird zum „Höllenritt“

Wir schreiben den 20.09.2017, als Frau Spothelfer uns, die Klasse SG 13/2, nach Dörlinbach einberuft, um uns die Abivorbereitung ein entscheidendes Stück einfacher zu machen. Durch eine komplexe, pädagogische Auszähltechnik werden wir in vier verschiedene Teams eingeteilt, die nun nicht weniger als ein militärähnliches Überlebenstraining zu meistern haben. Dementsprechend werden gefährliche,  ausdrucksstarke Teamnamen ausgewählt: "Die Frösche", "The Hunters", "Das SpoTeam" und "The last Survivals". Frau Spothelfers sorgfältig ausgewähltes  Motto "Heimat loves you" wird schon nach 50 Metern in unseren Schweißperlen ertränkt und von uns nun zum "Höllenritt" erklärt. So überschreiten die vier hochmotivierten Teams nacheinander ihren Rubikon, um den Gipfel Richtung Höllhof zu erklimmen und dort durch lyrische Vielfalt ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die exogenen Faktoren stehen hierbei keiner Gruppe im Weg, da  Waldspaziergänge uns doch als pädagogisch wertvoll vermittelt wurden. Auch wenn gegen Ende unsere Kraft schwindet und wir leicht taumelnd den letzten Berg erklimmen, werden wir im Ziel dann von der Gemeinschaft aufgefangen. Während sich die Teams gegenseitig vor Erschöpfung in den Armen liegen, erklärt uns Frau Spothelfer, dass unser Abi jetzt fast von selbst  "passieren" würde. Glücklicherweise hat sie nicht vergessen uns mit Kaffee, Kuchen  und Grillfleisch und Stockbrot zu bestechen, denn wer zu uns ausgehungerten Gymnasiasten meint, der Wald wäre schwerer zu bezwingen, als die bevorstehende Matheprüfung, der kann von SG-Schülern eine ruhige, angemessene und situationsgerechte Reaktion erwarten. Als wir um ca. 14 Uhr die Heimfahrt anpeilen, sind unser Gemeinschaftsgefühl und unsere Motivation erheblich gestiegen  und unsere Agrizoophobie ist besiegt. Wir fühlen uns nun stark genug für unser  Abi und die dann folgende letzte große  Herausforderung als SGler: ein Stuhlkreis mit anschließender Häkelstunde für Fortgeschrittene.

Börsenfahrt der WG 12 nach Frankfurt

Am Ende des vergangenen Schuljahres unternahmen die beiden Wirtschaftskurse der Klasse WG 12 in Begleitung ihrer Fachlehrer, Herrn Magel und Herrn Tröndle, eine Exkursion nach Frankfurt. Dort besichtigten die Schülerinnen und Schüler zunächst das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sich viele Aspekte rund um das Thema „Geld“ anzusehen: sei es die Geschichte des Geldes, Geldpolitik, Merkmale von Falschgeld oder auch Zahlungsmittel aus verschiedenen Kulturen und Ländern. Absolutes Highlight war ein echter Goldbarren zum Anfassen. Dieser war mit rund 12,5 Kilogramm so schwer, dass man ihn in der engen Vitrine nur mit Mühe bewegen konnte.

Nach dem Besuch der Ausstellung stand die Frankfurter Wertpapierbörse auf dem Programm. In einem sehr interessanten Vortrag eines Mitarbeiters der Deutschen Börse AG wurden die Schülerinnen und Schülern in die Welt der Aktien, Fonds, ETFs, Zertifikate und Hebelprodukte eingeführt. Sämtliche Fragen wurden kompetent beantwortet. Im Anschluss bot sich die Möglichkeit, den Parketthandel live von der Besuchergalerie aus anzusehen. Für viele war der Boden der Besuchergalerie sehr spektakulär. Dieser wird auch "Diskoboden" genannt, denn er ändert seine Farbe: steigt der Börsenkurs einer Aktiengesellschaft, leuchtet der Boden grün auf - fällt der Kurs, wird er rot.

Mit vielen neuen Eindrücken und dem ein oder anderen wertvollen „Anlagetipp“ ging es wieder zurück nach Lahr. Das nötige Startkapital für eine Wertanlage wäre durchaus vorhanden – im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen dem IBG und der Volksbank Lahr wurde den Schülerinnen und Schülern ein Teil der Fahrtkosten erstattet.

Bericht: Mizgin Kilic WG 13/1

IBG-Schüler treffen den richtigen Ton

Mit einer weiteren spektakulären Ausgabe von „School on Stage“ ging am IBG in der vergangenen Woche das Schuljahr zu Ende. Schüler aus allen Schularten und Klassenstufen nutzten die Möglichkeit, auf einer großen Bühne ihre im Schulalltag oft verborgenen Talente zu zeigen. Die Gäste in der prall gefüllten Sporthalle wurden mit Gesang, Tanz und Akrobatik mehr als 3 Stunden lang bestens unterhalten. Musikalisch reichte die Bandbreite von aktuellen Songs wie „Love yourself“, „All of me“ oder „When we were young“ bis zu Klassikern wie „Smells like teen spirit“, „Zombie“ oder „Seven Nation Army“.

Highlights waren eine Akrobatik-Nummer am Tuch von Luisa Rummel, ein interaktiver Crashkurs der Schwedisch-AG sowie der bärtige Auftritt der Lehrerband als ZZ Top mit dem Song „Sharp dressed men“. Zum Schluss gab es dann sogar noch eine amtliche Polonaise, als Jannik Rendler alias „Jan Rendels“ mit einem Schlagermedley für ausgelassene Party-Stimmung sorgte.

Die Organisation und musikalische Leitung der mittlerweile 9. Auflage von School on Stage lag in den bewährten Händen von Musiklehrer Oliver Schätzle, der dabei von Dirk Hähnel und Olaf König unterstützt wurde. Bemerkenswert auch die Tatsache, dass viele ehemalige IBG-Schüler in der Big Band mitwirkten.

Vokabeln pauken statt Vorurteile pflegen – IBG nimmt am Bundescup “Russisch” teil

Für die einen ist der Bundescup “Spielend Russisch lernen” nur ein Sprachspiel, für die anderen ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung – für alle Teilnehmer ist es auf jeden Fall eine Herausforderung. Bei der bundesweiten Spracholympiade des Deutsch-Russischen Forums geht es für die Schüler darum, sich mit anderen in Konzentrationsfähigkeit und Vokabelwissen zu messen. Wer als Team ins Finale einzieht, der kann eine Reise nach Moskau oder St. Petersburg gewinnen.

„Junge Leute für die russische Sprache zu begeistern ist in der aktuellen politischen Situation wichtiger denn je. Durch eine gemeinsame Sprache können Vorurteile abgebaut werden”, betont Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums. In den vergangenen Jahren beteiligten sich etwa 50.000 Schüler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an dem Sprachturnier. In mehr als 1.000 schulinternen Runden wurden Vokabeln und Grammatik gepaukt.

Am IBG Lahr fand der Bundescup in diesem Jahr zum ersten Mal statt. 24 Schüler (12 mit und 12 ohne Russischkenntnisse) nahmen am Wettbewerb teil. Am Ende standen mit Eduard Walker und Megan Kashama zwei glückliche Gewinner fest. Die beiden Zwölftklässler werden im September nach Stuttgart fahren und dort bei der Regionalrunde Baden-Württemberg teilnehmen. Den Gewinnern winkt für die Finalrunde ein Aufenthalt im Europapark Rust und die Chance auf eine Reise nach Russland.

IBG-Abiturienten feiern heiße Ballnacht

Die 130 Abiturienten des IBG haben am vergangenen Samstag in der Mörburghalle Schutterwald zusammen mit Eltern, Freunden und Lehrern ihr Abitur gefeiert. Passend zum Motto „Abikini – knapp, aber passt“ brachten subtropische Temperaturen die insgesamt 750 Gäste ordentlich ins Schwitzen.

Den offiziellen Teil des Abiballs hatte Schulleiter Herbert Huber mit einer Rede eröffnet. Huber gratulierte den Absolventen zur Allgemeinen Hochschulreife, mit der sie nicht nur die Studierfähigkeit, sondern auch beste Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt hätten: „Mit dem Abitur haben Sie auf jeden Fall einen Mehrwert für das ganze Leben“, so Huber. Als Schulleiter gratulierte er auch den Eltern, deren Erziehungsarbeit mit dem Abitur ihrer Kinder gekrönt würde. Für die berufliche und private Zukunft wünschte Huber den Absolventen Glück und Erfolg, äußerte aber gleichzeitig das Anliegen, dass die Abiturienten nicht nur die eigene, sondern auch die gesellschaftliche Zukunft durch Interesse, Wachsamkeit und soziales Engagement mitgestalten: „Seien Sie nicht passiv, sondern mischen Sie sich ein. Es ist reizvoll, Verantwortung zu tragen und zu übernehmen.“

Der Abteilungsleiter des Integrierten Beruflichen Gymnasiums, Andreas Scherwath, konfrontierte die Schüler mit der bittersüßen Nachricht, dass das Lernen nach dem Abitur nicht aufhören werde: „Ihr werdet Erfahrungen machen, die euch in der Schule nicht vermittelt werden können, die euch nur das Leben bieten kann.“ Dabei appellierte er an die Abiturienten, sich trotz Reifezeugnis kindliche Eigenschaften zu erhalten: Neugierde, Entdeckungsfreude und Begeisterungsfähigkeit. Ausdrücklich dankte Scherwath seinen Kollegen, die für die Schüler nicht nur Wissens- und Kompetenzvermittler, sondern auch verständnisvolle und mitfühlende Ansprechpartner waren: „Wir sind keine Schule mit Hochbegabtenzug, wir sind auch keine Schule mit Musikzug, wir sind eine Schule mit menschlichem Zug.“ Den Abiturienten dankte Scherwath für 3 Jahre Lebenspartnerschaft, die nun einvernehmlich zu Ende gingen: „Auch wenn es jetzt die Ehe für Alle gibt – einen Bund fürs Leben zwischen Schülern und ihrer Schule halte ich für keine gute Idee.“

Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der zahlreichen Preisträger. Insgesamt 26 Schüler hatten ihr Abitur mit einer 1 vor dem Komma abgeschlossen und erhielten dafür einen Buchpreis: Lea Adrian, Janina Baumer, Theresa Broß, Kira Brucker, Flora Dahlhausen, Fabienne Dinner, Ksenia Faninstil, Dominik Fehrenbacher, Eva Gaiser, Sophia Geißel, Mario-Steffen Kauz, Michael Kohler, Tamy Maurer, Natasa Milanovic, Josua Rieger, Anna Saier, Michaela Schaible, Jasmin Schaller, Erika Schepeta, Dana Schneider, Carolin Sehlinger, Catherine Steiner, Timo Stoll, Nadine Thieme, Samira Wäldin und Nils Wagenmann.

Den Preis für die besten Leistungen im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Dana Schneider. Im Profilfach Volks- und Betriebswirtschaftslehre (klassisch) wurde Timo Stoll ausgezeichnet. Im Profilfach Internationale Wirtschaft hatte Jasmin Schaller am besten abgeschnitten. Den Physikpreis erhielt Josua Rieger, der Chemiepreis ging an Eva Gaiser, der Schulpreis Ökonomie (gesponsert von der Südwest Metall) an Nils Wagenmann, die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für die besten Leistungen im Fach Sport an Laura Karl und der Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch an Flora Dahlhausen. Jasmin Schaller erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Abiturschnitt von 1,2. den Preis des Landrats.

Zum Abschluss des offiziellen Teils brachte Jannik Rendler alias „Jan Rendels“ die Halle mit einem Schlager-Medley zum Brodeln. Danach heizte ein DJ-Team den Abiturienten und ihren Lehrern bis in die frühen Morgenstunden ein.

IBG trifft Grundschule

Kurz vor Ende des Schuljahres fand das bewährte Projekt „IBG trifft Grundschule“ erstmalig mit der Grundschule Langenwinkel statt. Schulleiterin Dorothea Fehrenbach-Isele besuchte mit den Schülern der 3. Klasse den Chemie-Kurs in der Jahrgangsstufe 1 von Martin Jehle.

Gespannt betraten die 23 Grundschüler die Chemiesäle um gleich darauf eifrig unter der Anleitung der IBG-Schüler zu experimentieren. „Wie entsteht Feuer und wie kann man es löschen?“, war eine der spannenden Fragen, der die kleinen und großen Forscher mit Begeisterung nachgingen. Außerdem untersuchten sie, welche Lebensmittel Stärke oder Säuren enthalten. Man merkte schnell: Chemie kann verbinden. Höhepunkt des Projektes war wie immer das Starten der Brausetabletten-Rakete.

IBG-Schüler zu Besuch in St. Petersburg

Vom 6. bis zum 16. Mai fand der Gegenbesuch von 14 Schülerinnen und Schülern des IBG Lahr und des BKI mit Frau Posega und Frau Herzog in St. Petersburg statt.

Die Tage waren auch diesmal prall gefüllt und die Aktivitäten reichten von einer Stadtrundfahrt, der Besichtigung des Sommerpalastes von Peter dem Großen (Peterhof), der Ermitage, dem Bernsteinzimmer im Katharinenpalast, der Isaakskathedrale bis zu kleineren Attraktionen wie der Besichtigung der Wohnung Puschkins und Dostojewskijs sowie einem Besuch im Museum der Illusionen.

Außerdem konnte die Gruppe miterleben, wie in Russland der „Tag des Sieges“ gefeiert wird – in Russland wird das Ende des II. Weltkrieges auf diesen Tag angesetzt, da die russische Seite den Vertrag erst am 9. Mai um 00:16 unterzeichnete. Die Feierlichkeiten in St. Petersburg begannen um 10 Uhr mit einer Parade, bei der Kriegsveteranen in historischen Kriegsfahrzeugen den Zug anführten. Es folgte die Parade des „Unsterblichen Regiments“, bei denen die Hinterbliebenen den Gefallenen ihren Respekt zollten, indem sie Bilder von gefallenen Angehörigen hochhielten. Dieses Jahr sollen in St. Petersburg 700.000 Menschen bei dieser 2. Parade dabei gewesen sein. Auf dem Schlossplatz fand im Anschluss ein Konzert statt und abends gab es ein großes Feuerwerk über der Peter-Paul-Festung an der Newa.

Gemeinsam mit ihren russischen Partnern arbeiteten die Schüler während des gesamten Besuches an verschiedenen Rechercheprojekten – auf diese Weise besichtigten viele von ihnen eine Reihe kleinerer Museen und Sehenswürdigkeiten. Die Ergebnisse stellten sie am Ende der Woche in deutsch-russischen Präsentationen vor.

Zum Teil konnten die Schüler an den Wochenenden bei ihren russischen Partnern übernachten, was natürlich auch einen besseren Einblick in die russische Lebenswelt ermöglichte. Zum Abschied gab es dann Tränen – die russischen und deutschen Jugendlichen haben sich durch die gemeinsame Arbeit, Aktionen und Abende sehr gut miteinander angefreundet und wollen den Kontakt auf alle Fälle aufrechterhalten.

Unterstützt wurde der Gegenbesuch vom deutsch-russischen Jugendaustausch, dem Land Baden-Württemberg und der Breunig Stiftung aus Stuttgart, wodurch die 10 Tage inklusive Flug, Visum, Übernachtung im Hostel des Petrowskij Colleges und Frühstück im College Cafe für alle noch erschwinglich blieben.

Internationale Woche am IBG – Schwedische und russische Schüler zu Gast in Lahr

Die Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen hat am IBG eine lange Tradition. Jetzt gab es jedoch ein Novum: Ende März trafen sich erstmals gleich zwei Gruppen in Lahr. Schüler des Schillerska Gymnasiet in Göteborg und des Petrovskij College aus St. Petersburg besuchten ihre Partnerschüler in der Ortenau.

Der Austausch mit der Schule in Göteborg ist fester Bestandteil der Schwedisch-AG, die am IBG seit mittlerweile zehn Jahren angeboten wird. Unter den deutschen Schülern befinden sich meist 11.-Klässler, die zusätzlich zum regulären Unterricht als weitere Fremdsprache Schwedisch in einer Arbeitsgemeinschaft lernen. Ihre Partner vom Schillerska Gymnasiet haben das Fach Deutsch als zweite Fremdsprache neben Englisch.

In Begleitung ihrer Lehrerin Annika Hansson sowie Horst Bock und Eva-Maria Schindler vom IBG erkundete die schwedisch-deutsche Gruppe unter anderem die Altstadt von Freiburg. Besonders das Colombi-Schlössle und das Münster waren beliebte Hintergrundmotive für Selfies, aber auch die idyllische Atmosphäre der Altstadt mit den engen Gassen und den Bächle hinterließ bei den Gästen aus Göteburg einen bleibenden Eindruck.

So richtig international wurde es dann bei einer gemeinsamen Exkursion der schwedischen, russischen und deutschen Schüler nach Strasbourg. Dort führte IBG-Lehrer und Wahlfranzose Ulrich Strömel die große Gruppe vom Bahnhof über die Ponts couverts, von deren Aussichtsplattform man einen weiten Ausblick über die Dächer der Stadt hat. Weiter ging es über die Ill und deren Kanäle durch La Petite France und zum Place Kléber. Bei einer anschließenden Bootsfahrt erhielt die Gruppe einen Einblick in die wechselvolle Stadtgeschichte.

Die russische Delegation besuchte außer Straßburg auch noch das Kurhaus in Baden-Baden, die Wasserfälle und das Schwarzwaldmuseum in Triberg sowie das Galaxy Badeparadies in Titisee-Neustadt. Höhepunkt des Austauschprogramms, das von den Lehrerinnen Friederike Posega und Elina Herzog ausgearbeitet wurde, war jedoch der Besuch im Stuttgarter Landtag in Begleitung von Schulleiter Herbert Huber mit einer anschließenden Stadtführung „Auf den Spuren der Romanovs“.

Unterrichtsbesuche, Projektarbeiten und Freizeitaktivitäten rundeten das Programm schließlich ab. Die IBG-Schüler werden im Mai zum Gegenbesuch nach Göteborg und St. Petersburg reisen, um dort Leben, Kultur und Schule ihrer Partner kennen zu lernen.

Weitere Bilder gibt es hier.

Hinweis: Mit dem Wirtschaftsgymnasium International bietet das IBG einen internationalen Bildungsgang, in dem Englisch als globale Verkehrssprache besonders gefördert wird. Für das kommende Schuljahr sind sowohl am WGI als auch am WG Klassisch noch Plätze frei. Das Online-Anmeldeverfahren ist seit dem 1. April wieder freigeschaltet.

144 IBG-Schüler treten zum Abitur an

Am heutigen Donnerstag (30.03.2017) beginnt an den Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg das schriftliche Abitur. Am IBG Lahr gibt es in diesem Jahr 144 Prüfungsteilnehmer. Damit stellt das IBG wie in den Vorjahren den größten Abiturjahrgang im Ortenaukreis.

Für jeden Abiturienten stehen vier Prüfungen auf dem Programm. Die erste Prüfung wird im Profilfach geschrieben: für die Schüler am SG ist dies das Fach Pädagogik und Psychologie, während sich die Schüler am WG mit Volks- und Betriebswirtschaftslehre auseinander setzen. Die Schüler des WG International wiederum schreiben eine davon abweichende Prüfung in Internationaler VBWL.

Am Freitag geht es dann mit Französisch weiter, ehe am Montag kommender Woche mit Mathematik der unumstrittene Höhepunkt der Prüfungen ansteht. Eine Neuerung sieht vor, dass im ersten Teil der Mathe-Prüfung keine Hilfsmittel, also weder Taschenrechner noch Formelsammlung, zum Einsatz kommen dürfen. Hier ist also Kopfrechnen angesagt.

Noch vor den Osterferien folgen schließlich Prüfungen in Englisch, Religion, Geschichte und den naturwissenschaftlichen Fächern. Die Prüfung in Deutsch wird in diesem Jahr bundesweit einheitlich am Dienstag, den 25. April, geschrieben. Sie bildet den Abschluss der Abiturprüfungen an Beruflichen Gymnasien und gleichzeitig den Auftakt zum Abitur an den Allgemeinbildenden Gymnasien.

Neben den vier schriftlichen Prüfungen müssen die Schülerinnen und Schüler des IBG Ende Juni noch mindestens eine mündliche Prüfung erfolgreich absolvieren. Dann erhalten sie die Allgemeine Hochschulreife und sind berechtigt, in allen Fachrichtungen an Universitäten und Hochschulen zu studieren. Eine berufliche Vorfestlegung gibt es durch den Besuch eines Beruflichen Gymnasiums ausdrücklich nicht, auch wenn dies hin und wieder von Vertretern der Allgemeinbildenden Gymnasien in der Öffentlichkeit kolportiert wird.

Bei einer Erhebung 2015 gab mehr als die Hälfte des damaligen Abiturjahrgangs am IBG an, ein Studium oder eine Ausbildung in einer Fachrichtung beginnen zu wollen, die nicht im Zusammenhang mit dem Profilfach steht. Auf der anderen Seite haben diejenigen, die in Richtung des Profilfachs weiter machen, durch ihre Doppelqualifikation (Allgemeinbildung plus Beruflichkeit) klare Startvorteile. Voraussetzung – und das ist auch den diesjährigen Abiturienten bewusst – ist in jedem Fall ein erfolgreiches Abitur.

Hinweis: Ab dem 1. April kann man sich wieder online für das kommende Schuljahr am IBG bewerben. Am WG und WGI sind noch Plätze frei.

Zwei Kunstkurse – eine Kunstausstellung

Seit der vergangenen Woche ist im Foyer des Schulgebäudes eine Kunstausstellung zu sehen. Die Ausstellung widmet sich zwei Themen:

Traumhäuser

Thema im Kunstunterricht der Jahrgangsstufe 2 war die berühmteste Schule für Kunst und Gestaltung des 20. Jahrhunderts, das Bauhaus und seine Meister. Dort entwickelten die Architekten Walter Gropius und Mis van der Rohe eine neue und unkonventionelle Auffassung von Architektur. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Bauen und Wohnen auseinander und entwarfen anschließend Häuser und Villen, in denen sie selbst gern leben würden.

StreetArt DIY (Do It Yourself)

StreetArt entwickelte sich in den letzten Jahren zur „Kunstform für junge Leute“. Sie ist nun in den Galerien angekommen. Viele berühmte StreetArt Künstler arbeiten mit Schablonen – eine „alte“ Drucktechnik. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 entwickelten ihre eigenen Motive und druckten sie mit Schablonen auf Taschen, Shirts und Jeans.

Brücken bauen und Raketen starten – Junge Forscher experimentieren am IBG

Am Freitag, den 10.02., öffnete das IBG wieder einmal seine naturwissenschaftliche Experimentierstraße für Grundschüler. Rund 40 Viertklässler aus Kuhbach und Reichenbach besuchten die Schule um in kleinen Teams biologischen, chemischen und physikalischen Fragen nachzugehen. Freudig, neugierig und erwartungsvoll verteilten sich die jungen Forscher in den Fachräumen und legten sofort los mit den Versuchen.

Pflanzen durch Berührung bewegen, verschiedene Schädelknochen zuordnen oder Präparate unter dem Mikroskop bestimmen – diese Herausforderungen galt es in der Biologie zu bewältigen.

Im Physikraum gingen die Grundschüler wiederum der Frage nach, wie man nur aus Holzstäben eine tragfähige Brücke baut. Diese knifflige Aufgabe hatte bereits Leonardo da Vinci vor über 500 Jahren gelöst. Nun gelang es gemeinsam mit den Schülern des Physikleistungskurses auch den kleinen Forschern aus Kuhbach und Reichenbach, worauf diese sichtlich stolz waren. Außerdem beschäftigten sich die Schüler mit der Frage, was eigentlich Geschwindigkeit ist und wie man sie misst – eine Modelleisenbahn, ein Metermaß und eine Uhr waren ihnen dabei behilflich.

Besonders lebhaft ging es schließlich in der Chemie zu, wo lautes Knallen (Filmdosenrakete) und bunte Farben (Farbtrennungsversuch) die Grundschüler in Begeisterung versetzten. Gestaunt wurde auch beim Rosinen- und Kerzenaufzug. Während hier vor allem Gase im Mittelpunkt standen, spielte beim Stromkreislauf Energie eine tragende Rolle. Die letzte, ebenfalls mit Bravour gemeisterte Aufgabe bestand darin, herauszufinden, welche Materialien überhaupt elektrischen Strom leiten.

Am Ende waren dann auch die Grundschüler wie elektrisiert von ihren neuen Erkenntnissen, am liebsten hätten sie noch stundenlang weiter experimentiert – „Wann dürfen wir wiederkommen“,  fragten einige von Ihnen. Nach diesem positiven Fazit wird die Experimentierstraße sicherlich auch im nächsten Jahr wieder öffnen.

Spendenaktionen

In der Vorweihnachtszeit haben sich Schülerinnen und Schüler des IBG Lahr an verschiedenen Spendenaktionen beteiligt. Der Pädagogikkurs von Frau Spothelfer (IBG-Eingangsklasse) hat auf dem Lahrer Adventsmarkt selbstgemachtes Weihnachtsgebäck, Linzertorten, Punsch und Kaffee verkauft und dabei einen Erlös von 400 Euro erzielt. Der Erlös wurde dem Café Löffel - einer von der Diakonie betriebenen gemeinnützigen Einrichtung - übergeben.

Bei einer weiteren Spendenaktion haben die beiden Schülerinnen Linda Abdou und Laura Grafmüller (Jahrgangsstufe 1) unter ihren Mitschülern rund 100 Euro für die Initiative "Ein Herz für Kinder" gesammelt. Den gleichen Betrag legten sie selber noch einmal drauf, sodass sie bei der großen ZDF-Spendengala im Dezember 200 Euro spenden konnten.

Ausstellung "Flucht und Migration" / Tag des Beruflichen Gymnasiums

Das IBG Lahr präsentiert ab dieser Woche eine Ausstellung mit dem Titel „Interkulturalität, Flucht und Migration“. Schüler und Lehrer aus verschiedenen Fachrichtungen und Klassenstufen haben sich an dem Projekt beteiligt. Die Initiative ging vom Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: „NikLAS“) aus.

Hintergrund der Ausstellung ist der landesweite Tag des Beruflichen Gymnasiums am kommenden Mittwoch, den 7. Dezember 2016. „Die Ausstellung zeigt das ganze Spektrum an Fächern und Perspektiven, das es an beruflichen Gymnasien gibt“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, die gleichzeitig Netzwerkmoderatorin von NikLAS ist. Flucht und Migration würde man vermutlich zunächst in Gemeinschaftskunde, Global Studies oder Geographie verorten. Aber auch aus dem Profilfach Pädagogik und Psychologie, aus Deutsch, Kunst und Religion sowie den Fremdsprachen und Naturwissenschaften kamen zahlreiche Beiträge. So gibt es in der Ausstellung überraschende Facetten des Themas zu entdecken, wie etwa die Migration in der Tier- und Pflanzenwelt, die Migration von Teilchen in der Chemie oder die künstlerische Darstellung von Fluchterfahrungen in Form von Steinen und Sandbildern.

Ziel des Projektes ist außer der Beschäftigung mit den Themen der interkulturelle Austausch und das Erwerben von interkulturellen Kompetenzen. Einige Schüler und Lehrer haben selber einen Migrationshintergrund und zum Teil auch Fluchterfahrung – so konnten sie ihren ganz persönlichen Blickwinkel in das Projekt einbringen.

Erste Besucherin der Ausstellung bei einer Art Vorpremiere war am vergangenen Mittwoch die Ministerialdirektorin im Kultusministerium, Gerda Windey. Auf Einladung von Schulleiter Herbert Huber hatte sie der Schule einen rund zweistündigen Besuch abgestattet. Dabei informierte sie sich über das breite Bildungsangebot  an der Kaufmännischen Schule Lahr, sprach mit Berufsschülern über die Vorzüge der Dualen Ausbildung, ließ sich das Konzept der Übungsfirma näher bringen und diskutierte mit den Referendaren über die aktuellen Einstellungschancen. Die Ausstellung als Schluss- und Höhepunkt ihres Besuches hinterließ bei Windey einen bleibenden Eindruck: „Es ist schon enorm, wie vielfältig die Themen Flucht und Migration hier präsentiert werden“.

Die Ausstellung ergänzt das Angebot der interkulturellen Woche in Lahr. Sie ist öffentlich und kann bis zum 16.12. während der Öffnungszeiten der Schule im Schulgebäude besucht werden.