IBG-Schüler zu Besuch in St. Petersburg

Vom 6. bis zum 16. Mai fand der Gegenbesuch von 14 Schülerinnen und Schülern des IBG Lahr und des BKI mit Frau Posega und Frau Herzog in St. Petersburg statt.

Die Tage waren auch diesmal prall gefüllt und die Aktivitäten reichten von einer Stadtrundfahrt, der Besichtigung des Sommerpalastes von Peter dem Großen (Peterhof), der Ermitage, dem Bernsteinzimmer im Katharinenpalast, der Isaakskathedrale bis zu kleineren Attraktionen wie der Besichtigung der Wohnung Puschkins und Dostojewskijs sowie einem Besuch im Museum der Illusionen.

Außerdem konnte die Gruppe miterleben, wie in Russland der „Tag des Sieges“ gefeiert wird – in Russland wird das Ende des II. Weltkrieges auf diesen Tag angesetzt, da die russische Seite den Vertrag erst am 9. Mai um 00:16 unterzeichnete. Die Feierlichkeiten in St. Petersburg begannen um 10 Uhr mit einer Parade, bei der Kriegsveteranen in historischen Kriegsfahrzeugen den Zug anführten. Es folgte die Parade des „Unsterblichen Regiments“, bei denen die Hinterbliebenen den Gefallenen ihren Respekt zollten, indem sie Bilder von gefallenen Angehörigen hochhielten. Dieses Jahr sollen in St. Petersburg 700.000 Menschen bei dieser 2. Parade dabei gewesen sein. Auf dem Schlossplatz fand im Anschluss ein Konzert statt und abends gab es ein großes Feuerwerk über der Peter-Paul-Festung an der Newa.

Gemeinsam mit ihren russischen Partnern arbeiteten die Schüler während des gesamten Besuches an verschiedenen Rechercheprojekten – auf diese Weise besichtigten viele von ihnen eine Reihe kleinerer Museen und Sehenswürdigkeiten. Die Ergebnisse stellten sie am Ende der Woche in deutsch-russischen Präsentationen vor.

Zum Teil konnten die Schüler an den Wochenenden bei ihren russischen Partnern übernachten, was natürlich auch einen besseren Einblick in die russische Lebenswelt ermöglichte. Zum Abschied gab es dann Tränen – die russischen und deutschen Jugendlichen haben sich durch die gemeinsame Arbeit, Aktionen und Abende sehr gut miteinander angefreundet und wollen den Kontakt auf alle Fälle aufrechterhalten.

Unterstützt wurde der Gegenbesuch vom deutsch-russischen Jugendaustausch, dem Land Baden-Württemberg und der Breunig Stiftung aus Stuttgart, wodurch die 10 Tage inklusive Flug, Visum, Übernachtung im Hostel des Petrowskij Colleges und Frühstück im College Cafe für alle noch erschwinglich blieben.

Internationale Woche am IBG – Schwedische und russische Schüler zu Gast in Lahr

Die Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen hat am IBG eine lange Tradition. Jetzt gab es jedoch ein Novum: Ende März trafen sich erstmals gleich zwei Gruppen in Lahr. Schüler des Schillerska Gymnasiet in Göteborg und des Petrovskij College aus St. Petersburg besuchten ihre Partnerschüler in der Ortenau.

Der Austausch mit der Schule in Göteborg ist fester Bestandteil der Schwedisch-AG, die am IBG seit mittlerweile zehn Jahren angeboten wird. Unter den deutschen Schülern befinden sich meist 11.-Klässler, die zusätzlich zum regulären Unterricht als weitere Fremdsprache Schwedisch in einer Arbeitsgemeinschaft lernen. Ihre Partner vom Schillerska Gymnasiet haben das Fach Deutsch als zweite Fremdsprache neben Englisch.

In Begleitung ihrer Lehrerin Annika Hansson sowie Horst Bock und Eva-Maria Schindler vom IBG erkundete die schwedisch-deutsche Gruppe unter anderem die Altstadt von Freiburg. Besonders das Colombi-Schlössle und das Münster waren beliebte Hintergrundmotive für Selfies, aber auch die idyllische Atmosphäre der Altstadt mit den engen Gassen und den Bächle hinterließ bei den Gästen aus Göteburg einen bleibenden Eindruck.

So richtig international wurde es dann bei einer gemeinsamen Exkursion der schwedischen, russischen und deutschen Schüler nach Strasbourg. Dort führte IBG-Lehrer und Wahlfranzose Ulrich Strömel die große Gruppe vom Bahnhof über die Ponts couverts, von deren Aussichtsplattform man einen weiten Ausblick über die Dächer der Stadt hat. Weiter ging es über die Ill und deren Kanäle durch La Petite France und zum Place Kléber. Bei einer anschließenden Bootsfahrt erhielt die Gruppe einen Einblick in die wechselvolle Stadtgeschichte.

Die russische Delegation besuchte außer Straßburg auch noch das Kurhaus in Baden-Baden, die Wasserfälle und das Schwarzwaldmuseum in Triberg sowie das Galaxy Badeparadies in Titisee-Neustadt. Höhepunkt des Austauschprogramms, das von den Lehrerinnen Friederike Posega und Elina Herzog ausgearbeitet wurde, war jedoch der Besuch im Stuttgarter Landtag in Begleitung von Schulleiter Herbert Huber mit einer anschließenden Stadtführung „Auf den Spuren der Romanovs“.

Unterrichtsbesuche, Projektarbeiten und Freizeitaktivitäten rundeten das Programm schließlich ab. Die IBG-Schüler werden im Mai zum Gegenbesuch nach Göteborg und St. Petersburg reisen, um dort Leben, Kultur und Schule ihrer Partner kennen zu lernen.

Weitere Bilder gibt es hier.

Hinweis: Mit dem Wirtschaftsgymnasium International bietet das IBG einen internationalen Bildungsgang, in dem Englisch als globale Verkehrssprache besonders gefördert wird. Für das kommende Schuljahr sind sowohl am WGI als auch am WG Klassisch noch Plätze frei. Das Online-Anmeldeverfahren ist seit dem 1. April wieder freigeschaltet.

144 IBG-Schüler treten zum Abitur an

Am heutigen Donnerstag (30.03.2017) beginnt an den Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg das schriftliche Abitur. Am IBG Lahr gibt es in diesem Jahr 144 Prüfungsteilnehmer. Damit stellt das IBG wie in den Vorjahren den größten Abiturjahrgang im Ortenaukreis.

Für jeden Abiturienten stehen vier Prüfungen auf dem Programm. Die erste Prüfung wird im Profilfach geschrieben: für die Schüler am SG ist dies das Fach Pädagogik und Psychologie, während sich die Schüler am WG mit Volks- und Betriebswirtschaftslehre auseinander setzen. Die Schüler des WG International wiederum schreiben eine davon abweichende Prüfung in Internationaler VBWL.

Am Freitag geht es dann mit Französisch weiter, ehe am Montag kommender Woche mit Mathematik der unumstrittene Höhepunkt der Prüfungen ansteht. Eine Neuerung sieht vor, dass im ersten Teil der Mathe-Prüfung keine Hilfsmittel, also weder Taschenrechner noch Formelsammlung, zum Einsatz kommen dürfen. Hier ist also Kopfrechnen angesagt.

Noch vor den Osterferien folgen schließlich Prüfungen in Englisch, Religion, Geschichte und den naturwissenschaftlichen Fächern. Die Prüfung in Deutsch wird in diesem Jahr bundesweit einheitlich am Dienstag, den 25. April, geschrieben. Sie bildet den Abschluss der Abiturprüfungen an Beruflichen Gymnasien und gleichzeitig den Auftakt zum Abitur an den Allgemeinbildenden Gymnasien.

Neben den vier schriftlichen Prüfungen müssen die Schülerinnen und Schüler des IBG Ende Juni noch mindestens eine mündliche Prüfung erfolgreich absolvieren. Dann erhalten sie die Allgemeine Hochschulreife und sind berechtigt, in allen Fachrichtungen an Universitäten und Hochschulen zu studieren. Eine berufliche Vorfestlegung gibt es durch den Besuch eines Beruflichen Gymnasiums ausdrücklich nicht, auch wenn dies hin und wieder von Vertretern der Allgemeinbildenden Gymnasien in der Öffentlichkeit kolportiert wird.

Bei einer Erhebung 2015 gab mehr als die Hälfte des damaligen Abiturjahrgangs am IBG an, ein Studium oder eine Ausbildung in einer Fachrichtung beginnen zu wollen, die nicht im Zusammenhang mit dem Profilfach steht. Auf der anderen Seite haben diejenigen, die in Richtung des Profilfachs weiter machen, durch ihre Doppelqualifikation (Allgemeinbildung plus Beruflichkeit) klare Startvorteile. Voraussetzung – und das ist auch den diesjährigen Abiturienten bewusst – ist in jedem Fall ein erfolgreiches Abitur.

Hinweis: Ab dem 1. April kann man sich wieder online für das kommende Schuljahr am IBG bewerben. Am WG und WGI sind noch Plätze frei.

Zwei Kunstkurse – eine Kunstausstellung

Seit der vergangenen Woche ist im Foyer des Schulgebäudes eine Kunstausstellung zu sehen. Die Ausstellung widmet sich zwei Themen:

Traumhäuser

Thema im Kunstunterricht der Jahrgangsstufe 2 war die berühmteste Schule für Kunst und Gestaltung des 20. Jahrhunderts, das Bauhaus und seine Meister. Dort entwickelten die Architekten Walter Gropius und Mis van der Rohe eine neue und unkonventionelle Auffassung von Architektur. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Bauen und Wohnen auseinander und entwarfen anschließend Häuser und Villen, in denen sie selbst gern leben würden.

StreetArt DIY (Do It Yourself)

StreetArt entwickelte sich in den letzten Jahren zur „Kunstform für junge Leute“. Sie ist nun in den Galerien angekommen. Viele berühmte StreetArt Künstler arbeiten mit Schablonen – eine „alte“ Drucktechnik. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 entwickelten ihre eigenen Motive und druckten sie mit Schablonen auf Taschen, Shirts und Jeans.

Brücken bauen und Raketen starten – Junge Forscher experimentieren am IBG

Am Freitag, den 10.02., öffnete das IBG wieder einmal seine naturwissenschaftliche Experimentierstraße für Grundschüler. Rund 40 Viertklässler aus Kuhbach und Reichenbach besuchten die Schule um in kleinen Teams biologischen, chemischen und physikalischen Fragen nachzugehen. Freudig, neugierig und erwartungsvoll verteilten sich die jungen Forscher in den Fachräumen und legten sofort los mit den Versuchen.

Pflanzen durch Berührung bewegen, verschiedene Schädelknochen zuordnen oder Präparate unter dem Mikroskop bestimmen – diese Herausforderungen galt es in der Biologie zu bewältigen.

Im Physikraum gingen die Grundschüler wiederum der Frage nach, wie man nur aus Holzstäben eine tragfähige Brücke baut. Diese knifflige Aufgabe hatte bereits Leonardo da Vinci vor über 500 Jahren gelöst. Nun gelang es gemeinsam mit den Schülern des Physikleistungskurses auch den kleinen Forschern aus Kuhbach und Reichenbach, worauf diese sichtlich stolz waren. Außerdem beschäftigten sich die Schüler mit der Frage, was eigentlich Geschwindigkeit ist und wie man sie misst – eine Modelleisenbahn, ein Metermaß und eine Uhr waren ihnen dabei behilflich.

Besonders lebhaft ging es schließlich in der Chemie zu, wo lautes Knallen (Filmdosenrakete) und bunte Farben (Farbtrennungsversuch) die Grundschüler in Begeisterung versetzten. Gestaunt wurde auch beim Rosinen- und Kerzenaufzug. Während hier vor allem Gase im Mittelpunkt standen, spielte beim Stromkreislauf Energie eine tragende Rolle. Die letzte, ebenfalls mit Bravour gemeisterte Aufgabe bestand darin, herauszufinden, welche Materialien überhaupt elektrischen Strom leiten.

Am Ende waren dann auch die Grundschüler wie elektrisiert von ihren neuen Erkenntnissen, am liebsten hätten sie noch stundenlang weiter experimentiert – „Wann dürfen wir wiederkommen“,  fragten einige von Ihnen. Nach diesem positiven Fazit wird die Experimentierstraße sicherlich auch im nächsten Jahr wieder öffnen.

Spendenaktionen

In der Vorweihnachtszeit haben sich Schülerinnen und Schüler des IBG Lahr an verschiedenen Spendenaktionen beteiligt. Der Pädagogikkurs von Frau Spothelfer (IBG-Eingangsklasse) hat auf dem Lahrer Adventsmarkt selbstgemachtes Weihnachtsgebäck, Linzertorten, Punsch und Kaffee verkauft und dabei einen Erlös von 400 Euro erzielt. Der Erlös wurde dem Café Löffel - einer von der Diakonie betriebenen gemeinnützigen Einrichtung - übergeben.

Bei einer weiteren Spendenaktion haben die beiden Schülerinnen Linda Abdou und Laura Grafmüller (Jahrgangsstufe 1) unter ihren Mitschülern rund 100 Euro für die Initiative "Ein Herz für Kinder" gesammelt. Den gleichen Betrag legten sie selber noch einmal drauf, sodass sie bei der großen ZDF-Spendengala im Dezember 200 Euro spenden konnten.

Ausstellung "Flucht und Migration" / Tag des Beruflichen Gymnasiums

Das IBG Lahr präsentiert ab dieser Woche eine Ausstellung mit dem Titel „Interkulturalität, Flucht und Migration“. Schüler und Lehrer aus verschiedenen Fachrichtungen und Klassenstufen haben sich an dem Projekt beteiligt. Die Initiative ging vom Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: „NikLAS“) aus.

Hintergrund der Ausstellung ist der landesweite Tag des Beruflichen Gymnasiums am kommenden Mittwoch, den 7. Dezember 2016. „Die Ausstellung zeigt das ganze Spektrum an Fächern und Perspektiven, das es an beruflichen Gymnasien gibt“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, die gleichzeitig Netzwerkmoderatorin von NikLAS ist. Flucht und Migration würde man vermutlich zunächst in Gemeinschaftskunde, Global Studies oder Geographie verorten. Aber auch aus dem Profilfach Pädagogik und Psychologie, aus Deutsch, Kunst und Religion sowie den Fremdsprachen und Naturwissenschaften kamen zahlreiche Beiträge. So gibt es in der Ausstellung überraschende Facetten des Themas zu entdecken, wie etwa die Migration in der Tier- und Pflanzenwelt, die Migration von Teilchen in der Chemie oder die künstlerische Darstellung von Fluchterfahrungen in Form von Steinen und Sandbildern.

Ziel des Projektes ist außer der Beschäftigung mit den Themen der interkulturelle Austausch und das Erwerben von interkulturellen Kompetenzen. Einige Schüler und Lehrer haben selber einen Migrationshintergrund und zum Teil auch Fluchterfahrung – so konnten sie ihren ganz persönlichen Blickwinkel in das Projekt einbringen.

Erste Besucherin der Ausstellung bei einer Art Vorpremiere war am vergangenen Mittwoch die Ministerialdirektorin im Kultusministerium, Gerda Windey. Auf Einladung von Schulleiter Herbert Huber hatte sie der Schule einen rund zweistündigen Besuch abgestattet. Dabei informierte sie sich über das breite Bildungsangebot  an der Kaufmännischen Schule Lahr, sprach mit Berufsschülern über die Vorzüge der Dualen Ausbildung, ließ sich das Konzept der Übungsfirma näher bringen und diskutierte mit den Referendaren über die aktuellen Einstellungschancen. Die Ausstellung als Schluss- und Höhepunkt ihres Besuches hinterließ bei Windey einen bleibenden Eindruck: „Es ist schon enorm, wie vielfältig die Themen Flucht und Migration hier präsentiert werden“.

Die Ausstellung ergänzt das Angebot der interkulturellen Woche in Lahr. Sie ist öffentlich und kann bis zum 16.12. während der Öffnungszeiten der Schule im Schulgebäude besucht werden.

Delegation aus St. Petersburg zu Gast am IBG

Interkultureller Austausch gehört an den Kaufmännischen Schulen Lahr schon seit vielen Jahren zum Schulalltag. Schüler und Lehrer des IBG kooperieren mit Schülern und Lehrern aus anderen Ländern im Rahmen von Comenius-Projekten der EU oder nehmen an Austauschprogrammen mit Russland, Schweden, Chile und Frankreich teil.

In der vergangenen Woche besuchten nun zwei Mitglieder der Schulleitung sowie zwei weitere Lehrerinnen vom Petrovsky College in St. Petersburg die Kaufmännischen Schulen. Sie informierten sich über das berufliche Schulwesen in Baden-Württemberg und bereiteten Projekte zum Thema Tourismus für den Schüleraustausch im April und Juni nächsten Jahres vor. Außerdem hospitierten sie im Unterricht einer Übungsfirma, die als Kooperationspartner einer Juniorenfirma in St. Petersburg vorgesehen ist.

Über die Besonderheiten der dualen Ausbildung in Deutschland wurden die vier Pädagoginnen aus Russland zunächst theoretisch in einem Seminar aufgeklärt, bevor sie bei einer Betriebsführung im Hausacher Unternehmen Binder & Wöhrle die praktische Seite kennen lernten. Um den praktischen Teil der Ausbildung insbesondere im Bereich Tourismus ging es schließlich auch bei einem Treffen mit Vertretern des Europaparks Rust inklusive einer Besichtigung des Parkgeländes und der Hotels.

Neben den Arbeitstreffen gab es auch genug Zeit für kulturelle Erfahrungen – auf dem Programm standen Ausflüge nach Freiburg, Baden-Baden, Colmar und Straßburg. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Chrysanthema, wo die russische Delegation von Chrysanthemenkönigin Jessica Neugebauer (IBG-Schülerin) durch den Blütenzauber in der Lahrer Innenstadt geführt wurde.

Am Ende des Besuchs in Deutschland stand ein durchweg positives Fazit: Das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur, Arbeitswelt und Sprache wurde von allen Beteiligten als große Bereicherung empfunden.

Workshop zu den US-Wahlen

Unter dem Titel „It’s the debate, stupid!“ kamen am 21. Oktober zwei Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung zu einem Aktionstag ans IBG, um mit Schülerinnen und Schülern die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA zu thematisieren. In den jeweils 90-minütigen Workshops standen Fragen im Mittelpunkt wie „Was wissen Jugendliche über den amerikanischen Wahlkampf?“, „Wie bewerten sie die beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump?“ und „Wem würden sie ihre Stimme geben und warum?“

Herzstück der Veranstaltung war ein Rollenspiel, bei dem die Schüler eine Fernsehdebatte zu den US-Präsidentschaftswahlen gestalten durften. Ob als Spitzenkandidat, Kampagnenmanager oder Gegnerbeobachter – entscheidend war, als Wahlkampfteam zu überzeugen. Wer am Ende die Nase vorne hatte, ist nicht überliefert. Wer im realen Wahlkampf am Ende die Nase bzw. die Haartolle vorne hat, wissen wir spätestens am Mittwochmorgen.

Schüleraustausch mit Chile - Erfahrungsbericht

Das IBG bietet jedes Jahr für Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 1 einen Austausch mit Chile an, der von Spanisch-Lehrerin Marlene Schmidt organisiert wird. Die Schüler aus Chile kommen jeweils im Dezember für 2 Monate nach Lahr, der Gegenbesuch der IBG-Schüler erfolgt im Sommer. In diesem Jahr haben Ronja Beyer und Mario-Steffen Kauz am Schüleraustausch teilgenommen. Ihren Erfahrungsbericht lesen Sie hier:

"Zwei Wochen vor Start der Sommerferien begann unsere langersehnte Reise nach Chile. Zuallererst trafen wir uns mit einer Gruppe aus Rottweil am Frankfurter Flughafen. Nach dem sehr langen Flug kamen wir endlich in unserem Hotel in Arica an. Am nächsten Morgen haben wir die Stadt besichtigt und eine Hafenrundfahrt gemacht, bei der wir auch viele Seelöwen gesehen haben.

Wir haben viel Zeit am Strand verbracht und fuhren ein paar Tage später dann mit einem Reiseführer Richtung Putre los. Unterwegs haben wir die schöne Wüstenlandschaft genossen und bei einer Frau Halt gemacht, die Kolibris in ihrem Garten züchtet.

In Putre angekommen, haben wir in einem Restaurant gegessen, in dem es guten Wein und das typisch chilenische Getränk Pisco gab – sehr lecker. Nach einer kalten Nacht in der Wüste haben wir am nächsten Morgen den Lauca-Nationalpark besucht, in dem wir viele Wüstentiere gesehen – Alpacas schmecken übrigens sehr lecker – und in einer heißen Therme gebadet haben. Dann fuhren wir mit einem Reisebus nach San Pedro de Atacama, einer Oase mitten in der Wüste, wo wir Sandboarden waren und das drittgrößte Geysierfeld der Welt besichtigten. Für den Abend gab es viele schöne Bars und Restaurants, in denen auch chilenische Musik gespielt wurde.

Als nächstes besuchten wir Iquique, eine sehr schöne Stadt an der Pazifikküste Chiles. Vormittags haben wir uns die historisch bedeutsamen Salpeterminen angesehen. Nachmittags gingen wir Surfen und legten uns an den Strand. Nach fast zwei Wochen im Norden Chiles flogen wir nach Valparaiso, einer Hafenstadt, die sich westlich von der Hauptstadt befindet. Wir hatten uns die Stadt angesehen und abends das letzte Mal gemeinsam gefeiert, bevor wir uns am nächsten Tag trennten. Die Rottweilgruppe fuhr nach Temuco und wir nach Santiago de Chile.

Dort besuchten wir mit unseren Austauschschülern Christobal und Rodrigo die deutsche Privatschule Sankt Thomas Morus. In unserer Freizeit unternahmen wir viel mit unseren Gastfamilien und trafen uns auch zu Partys. Es gab sehr gute Shopping-Möglichkeiten, unter anderem im Costanera-Center, dem größten Wolkenkratzer Südamerikas. Nach vier tollen Wochen in Santiago reiste Ronja mit zwei Freunden aus Rottweil weiter nach Argentinien und Uruguay.

Am 6. September war unsere tolle Reise nach Südamerika leider zu Ende und wir flogen alle zusammen zurück nach Deutschland. Es war eine sehr schöne Erfahrung, die uns noch lange begleiten wird."

Bericht: Ronja Beyer & Mario-Steffen Kauz

God Save Our Chrysanthema Queen

Sie hat weder in das schwedische Königshaus noch in die britische „Royal Family“ eingeheiratet und dennoch wird Jessica Neugebauer aus der Jahrgangsstufe 2 morgen, am 22. Oktober, offiziell zur Königin ernannt. Die Krönungszeremonie findet zur Eröffnung der Chrysanthema auf dem Marktplatz in Lahr statt. Für drei Wochen ist Jessica I. (lies: „die Erste“) dann Herrscherin über die Blumenwelt in der Lahrer Innenstadt. Das Protokoll sieht während dieser Zeit zahlreiche repräsentative Aufgaben vor – so wie es sich eben für eine Königin gebührt. Zu diesen Aufgaben zählen Pressekonferenzen, Presse-Interviews, Besuche von Vernissagen, Begrüßungen und Abendessen mit verschiedenen Delegationen (Japan, Russland, Frankreich, Costa-Rica), Empfänge verschiedener Unternehmen und Sponsoren, Vorlese-Nachmittage für Kinder, Auftritte/ Interviews auf der Chrysanthemen-Bühne, kulturelle Veranstaltungen sowie Shows und Vorträge, Rundgänge durch die Stadt, Besuche von verschiedenen Einrichtungen wie Kindergärten, VIP-Touren, Gast-Koch-Shows usw. Da die Amtszeit einer Chysanthemen-Königin insgesamt ein Jahr dauert, stehen auch nach Ende des Blumenfestivals am 13. November noch einige Verpflichtungen an. Langweilig dürfte es der jungen Monarchin in den nächsten Wochen und Monaten also nicht werden, zumal im Frühjahr auch noch das Abitur auf dem Plan steht.

Das IBG freut sich jedenfalls, neben vielen kleinen selbst ernannten Königen nun endlich auch eine echte Königin in seinen Reihen zu haben.

Mehr Infos zur Chrysanthema gibt es unter: http://www.chrysanthema.lahr.de/chrysanthema.100.htm

Exkursion nach Polen (14.07. - 19.07.2016)

Am Donnerstag in der vorletzten Schulwoche begann unsere lang ersehnte Exkursion nach Krakau, Polen. Nach 16 Stunden Fahrt, mit wenig Schlaf, kamen wir am  Freitagmorgen völlig erschöpft in unserem Hostel an. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg zum Oskar-Schindler-Museum, hörten davor an einem Flussufer jedoch noch eine sehr interessante GFS über die Person Oskar Schindler. Die gute Führung durch die Fabrik gestaltete sich trotz Müdigkeit kurzweilig. Anschließend gingen wir gemeinsam in ein Restaurant und ließen den Tag entspannt ausklingen. Am Samstagmorgen begann unsere eindrucksvolle Führung durch das Konzentrationslager in Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die krassen Geschichten und Bilder dieser Zeit schockierten uns alle sehr. Danach durften wir den Abend selbstständig nutzen. Am Sonntag machten wir uns auf zu einer herausfordernden Stadtrally durch die Krakauer Altstadt, welche Einfallsreichtum, Kombinationsfähigkeit und sogar schauspielerisches Talent erforderte. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Essen in einem Restaurant und ließen unsere Zeit in Krakau Revue passieren. Am Montag, unserem letzten Tag in Polen, zogen wir nach einem ausgiebigen Frühstück noch einmal los und nutzten die Zeit individuell. Das Angebot der Lehrer, die Wawel-Burg zu besichtigen, wurde von einigen in Anspruch genommen. Gegen 18.00 Uhr traten wir unsere zu lange Heimreise in das sonnige Deutschland an.

Alles in allem möchten wir uns trotz des regnerischen und kalten Wetters, welches von den Lehrern nicht gut bestellt war, recht herzlich bei Frau Bühler, Herr Grimm und Herr Gießler bedanken. Die Organisation war fabelhaft und gestaltete das Miteinander unkompliziert. Es war eine schöne, lehrreiche Exkursion.

(Bericht: Leonie Bing und Lea Schnak, J2)

Abiturienten feiern rauschende Ballnacht

Die 139 Abiturienten des IBG feierten am vergangenen Freitag zusammen mit ihren Eltern, Freunden und Lehrern eine rauschende Ballnacht in der Schwarzwaldhalle in Appenweier. Bis in die frühen Morgenstunden tanzten sie sich den Prüfungsstress der letzten Wochen von der Seele.

Den offiziellen Teil hatte Schulleiter Herbert Huber mit einer Rede eröffnet. Huber wies die Abiturienten darauf hin, dass die Gesellschaft berechtigte Anforderungen an Menschen habe, denen eine Reife attestiert wird: „Wer eine Reife besitzt, hat einen geistigen Entwicklungsprozess hinter sich, er hat Verantwortungsbewusstsein und nimmt als Bürger die Pflichten in einem demokratischen Staatswesen wahr“. Er finde es bedauerlich, dass bei der Volksabstimmung über den Brexit nur 35 Prozent der Jüngeren zur Wahl gegangen sind, so Huber weiter. Er hoffe, dass sich die Beteiligung am Gemeinwesen zur selbstverständlichen Alltagserfahrung der Abiturienten entwickle.

Der Abteilungsleiter des Integrierten Beruflichen Gymnasiums, Andreas Scherwath, ermunterte die Abiturienten, sich selbst treu zu bleiben und ihren Leidenschaften unbeirrt nachzugehen: „Es mag sein, dass ihr für eure Leidenschaft belächelt oder sogar angefeindet werdet. Lasst euch davon nicht beeindrucken – tanzt und singt, als würde euch niemand zuschauen!“ Außerdem appellierte er an die Absolventen, dem Hass zu widerstehen, der im Schutz der Anonymität der sozialen Netzwerke momentan Hochkonjunktur habe: "Überflutet diese Welt mit Liebe! Die Liebe ist viel stärke als der Hass, die Liebe überwindet den Hass, die Liebe überlebt den Hass – sie bleibt ewig“.

Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der zahlreichen Preisträger. Insgesamt 20 Schüler hatten ihr Abitur mit einer 1 vor dem Komma abgeschlossen und erhielten dafür einen Buchpreis: Samira Beiser, Tobias Biegert, Marie-Louise Brauner, Hannah Feuerstein, Maike Gerski, Florentine Haas, Marcel Hasemann, Leonie Höpler, Lena Hummel, Laura Kammin, Daniel Kundik, Patrick Maier, Nina Nerpel, Johanna Rimpf, Teresa Russo, Malwine Schneider, Sofia Schwarz, Nicole Steinbrecher, Dennis Strel und Anntonia Zeller. Den Preis für die besten Leistungen im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Marcel Hasemann. Im Fach Volks- und Betriebswirtschaftslehre (klassisch) wurde Laura Kammin ausgezeichnet. Im internationalen Profil hatte Florentine Haas am Besten abgeschnitten. Den Physikpreis teilten sich Tobias Biegert und Patrick Maier, der Chemiepreis ging an Dennis Strel, der Schulpreis Ökonomie (gesponsert von der Südwest Metall) an Tobias Biegert, die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für die besten Leistungen im Fach Sport an Menoa Rapp und der Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch an Samira Beiser. Letztgenannte erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Abiturschnitt von 1,0 außerdem den Preis des Landrats.

Im Rahmenprogramm gaben die Abiturienten eine Kostprobe ihrer musikalisch-tänzerischen Fähigkeiten. Leonie Höpler und Maximilian Broß sangen gemeinsam das Lied „Sweater Weather“ von The Neigbourhood, Samantha Wanjiru tanzte leidenschaftlich zum Song „Single Ladies“ von Beyoncé und die Schülerband um Maximilian Broß, Tom Henkel, Kristof Alexander und Malina Trefflinger ließen mit „Time of your life“ von Green Day noch einmal Erinnerungen an ihre Studienfahrt nach Irland aufleben. Zum Abschluss stürmten alle Abiturienten die Bühne um sich zu den Beats von „Can’t stop the feeling“ für den inoffiziellen Teil warm zu tanzen.

Flüchtlingsproblematik im Fokus des Schülerwettbewerbs

Beim 58. Schülerwettberb des Landtags von Baden-Württemberg thematisierten über die Hälfte der abgegebenen Arbeiten die Flüchtlingsproblematik. Daneben interessierten sich viele Jugendliche aber auch für das Thema "Zivilcourage" und verschiedene selbst gewählte aktuelle, gesellschaftspolitische Themen. Am IBG haben dieses Jahr über 30 Schülerinnen und Schüler teilgenommen und viele von ihnen sogar Sachpreise gewonnen, wie z.B. einen Musicman. Neben den Einzelurkunden erhielt unsere Schule außerdem eine Urkunde und ein Fotoset zu Geschichtsaugenblicken nach 1933, da sie bereits zum dritten Mal in Folge beim Wettbewerb vertreten war. Bertreut wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Frau Blattmann und Frau Spothelfer.

Ab Mai kann die Ausschreibung zu den Themen des nächsten Wettbewerbs online eingesehen werden. Bei Interesse scheut euch nicht, eure LehrerInnen anzusprechen. Die Wettbewerbsarbeit kann auch als gleichwertige Lernleistung (GFS) angerechnet werden. Mitzumachen lohnt sich also!

 

 

150 € und eine Urkunde für eine „besondere Leistung“

Überrascht reagierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1, als Schulleiter Herbert Huber am Freitag, den 15. April, plötzlich im Klassenzimmer auftauchte, um ihnen eine Urkunde der Bundeszentrale für politische Bildung zu überreichen. Die Klasse hatte im Herbst im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts bei Frau Öxle über mehrere Wochen ein Projekt mit 60 jungen Männern aus Nigeria und Pakistan durchgeführt, die für fünf Monate in der Sporthalle des IBG untergebracht waren. In Kleingruppen wurden u. a. Deutschkurse gegeben, Interviews zu den Fluchtursachen durchgeführt und Fußballspiele organisiert.

Die Unterrichtseinheit “Flüchtlinge am IBG“ ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur, sich in ein aktuelles politisches Thema einzuarbeiten, Kompetenzen wie Teamwork und selbständiges Recherchieren zu trainieren, sondern auch Verständnis und Empathie für die Situation der Flüchtlinge zu entwickeln: „Durch dieses Projekt hatten wir die einmalige Chance, mehr über die Flüchtlinge und ihre momentane Situation zu erfahren. Auch wenn sie nicht wissen, wo sie die kommenden Wochen verbringen werden, wollen sie ihre Chance nutzen, nehmen an Deutschkursen teil, möchten arbeiten gehen und ihre Träume verwirklichen. Unserer Meinung nach haben diese Menschen unseren größten Respekt verdient.“ (Reflexionen der Gruppe „Deutsch als Fremdsprache“)

Die vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden anschließend dokumentiert, durch Hintergrundinformationen zur deutschen Flüchtlingspolitik ergänzt und als Beitrag zum Thema „Politik brandaktuell“ beim Schülerwettbewerb eingereicht. Vier Monate später, als niemand mehr damit gerechnet hatte, bekam die Klasse nun Post von der Wettbewerbsjury, die das Engagement mit einer Geldprämie von 150 € und einer Urkunde als Anerkennung für eine „besondere Leistung“ würdigt. Die Schülerinnen und Schüler wollen das Preisgeld in ein Grillfest investieren. Ob es gelingen wird, einige der Flüchtlinge zu dem Fest einzuladen, ist leider ungewiss, weil viele den Ortenaukreis inzwischen wieder verlassen mussten.

Mit den Schweden am Kanonenplatz

Schon eine feste Tradition ist der Schüleraustausch des IBG mit dem Schillerska Gymnasiet in Göteborg. Im Rahmen dieses Austausches waren vom 11. bis zum 15. April zehn Schülerinnen aus Schweden zu Gast bei ihren deutschen Partnern in Lahr.

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen die Gäste am Montag in Frankfurt ein und spürten schon beim Bustransfer nach Lahr, dass der Frühling im Südwesten Deutschlands viel weiter ist als in ihrer Heimat. Blühende Gärten und Parks waren am nächsten Tag bei der gemeinsamen Fahrt nach Freiburg zu sehen. Eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Schlossberg und ein Spaziergang zum Kanonenplatz brachten die schönsten Ausblicke über die Dächer der Altstadt und zum Münster. Der Kaiserstuhl und die schneebedeckten Berge der Vogesen bildeten den Hintergrund.

Interessiert und erstaunt waren die schwedischen und deutschen Schülerinnen über die gotische Architektur und die farbenprächtigen Fenster des Münsters. Eine Stadtführung führte zum Schwaben- und Martinstor durch die Gassen, über die Bächle und durch die schönen Passagen. In Begleitung von Annika Hansson und Simon Höflich für die schwedische Gruppe, sowie Eva-Maria Schindler, Jennie Hagström und Horst Bock für die deutsche Seite gingen alle zusammen zum Mittagessen.

Eher schwedisches Wetter herrschte am nächsten Tag beim Besuch in Straßburg. Hier war die Stadtführung wegen des Regens sehr kurz, der Aufenthalt im Münster dafür etwas länger. Die astronomische Uhr, die Orgel und die Fensterrosette boten genug interessante Anschauung.

Zum Austausch gehörten natürlich auch viele schöne Erfahrungen in der Freizeit und mit den Gastgeberfamilien. Am letzten Tag standen dann noch ein Unterrichtsbesuch und eine Gesprächsrunde mit dem Seminarkurs „Blickwechsel Skandinavien“ auf dem Programm. Nach einem gemeinsamen Essen hieß es dann Abschied zu nehmen bis zum Gegenbesuch in Göteborg im Mai.