Spendenaktionen

In der Vorweihnachtszeit haben sich Schülerinnen und Schüler des IBG Lahr an verschiedenen Spendenaktionen beteiligt. Der Pädagogikkurs von Frau Spothelfer (IBG-Eingangsklasse) hat auf dem Lahrer Adventsmarkt selbstgemachtes Weihnachtsgebäck, Linzertorten, Punsch und Kaffee verkauft und dabei einen Erlös von 400 Euro erzielt. Der Erlös wurde dem Café Löffel - einer von der Diakonie betriebenen gemeinnützigen Einrichtung - übergeben.

Bei einer weiteren Spendenaktion haben die beiden Schülerinnen Linda Abdou und Laura Grafmüller (Jahrgangsstufe 1) unter ihren Mitschülern rund 100 Euro für die Initiative "Ein Herz für Kinder" gesammelt. Den gleichen Betrag legten sie selber noch einmal drauf, sodass sie bei der großen ZDF-Spendengala im Dezember 200 Euro spenden konnten.

Ausstellung "Flucht und Migration" / Tag des Beruflichen Gymnasiums

Das IBG Lahr präsentiert ab dieser Woche eine Ausstellung mit dem Titel „Interkulturalität, Flucht und Migration“. Schüler und Lehrer aus verschiedenen Fachrichtungen und Klassenstufen haben sich an dem Projekt beteiligt. Die Initiative ging vom Netzwerk für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (kurz: „NikLAS“) aus.

Hintergrund der Ausstellung ist der landesweite Tag des Beruflichen Gymnasiums am kommenden Mittwoch, den 7. Dezember 2016. „Die Ausstellung zeigt das ganze Spektrum an Fächern und Perspektiven, das es an beruflichen Gymnasien gibt“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, die gleichzeitig Netzwerkmoderatorin von NikLAS ist. Flucht und Migration würde man vermutlich zunächst in Gemeinschaftskunde, Global Studies oder Geographie verorten. Aber auch aus dem Profilfach Pädagogik und Psychologie, aus Deutsch, Kunst und Religion sowie den Fremdsprachen und Naturwissenschaften kamen zahlreiche Beiträge. So gibt es in der Ausstellung überraschende Facetten des Themas zu entdecken, wie etwa die Migration in der Tier- und Pflanzenwelt, die Migration von Teilchen in der Chemie oder die künstlerische Darstellung von Fluchterfahrungen in Form von Steinen und Sandbildern.

Ziel des Projektes ist außer der Beschäftigung mit den Themen der interkulturelle Austausch und das Erwerben von interkulturellen Kompetenzen. Einige Schüler und Lehrer haben selber einen Migrationshintergrund und zum Teil auch Fluchterfahrung – so konnten sie ihren ganz persönlichen Blickwinkel in das Projekt einbringen.

Erste Besucherin der Ausstellung bei einer Art Vorpremiere war am vergangenen Mittwoch die Ministerialdirektorin im Kultusministerium, Gerda Windey. Auf Einladung von Schulleiter Herbert Huber hatte sie der Schule einen rund zweistündigen Besuch abgestattet. Dabei informierte sie sich über das breite Bildungsangebot  an der Kaufmännischen Schule Lahr, sprach mit Berufsschülern über die Vorzüge der Dualen Ausbildung, ließ sich das Konzept der Übungsfirma näher bringen und diskutierte mit den Referendaren über die aktuellen Einstellungschancen. Die Ausstellung als Schluss- und Höhepunkt ihres Besuches hinterließ bei Windey einen bleibenden Eindruck: „Es ist schon enorm, wie vielfältig die Themen Flucht und Migration hier präsentiert werden“.

Die Ausstellung ergänzt das Angebot der interkulturellen Woche in Lahr. Sie ist öffentlich und kann bis zum 16.12. während der Öffnungszeiten der Schule im Schulgebäude besucht werden.

Delegation aus St. Petersburg zu Gast am IBG

Interkultureller Austausch gehört an den Kaufmännischen Schulen Lahr schon seit vielen Jahren zum Schulalltag. Schüler und Lehrer des IBG kooperieren mit Schülern und Lehrern aus anderen Ländern im Rahmen von Comenius-Projekten der EU oder nehmen an Austauschprogrammen mit Russland, Schweden, Chile und Frankreich teil.

In der vergangenen Woche besuchten nun zwei Mitglieder der Schulleitung sowie zwei weitere Lehrerinnen vom Petrovsky College in St. Petersburg die Kaufmännischen Schulen. Sie informierten sich über das berufliche Schulwesen in Baden-Württemberg und bereiteten Projekte zum Thema Tourismus für den Schüleraustausch im April und Juni nächsten Jahres vor. Außerdem hospitierten sie im Unterricht einer Übungsfirma, die als Kooperationspartner einer Juniorenfirma in St. Petersburg vorgesehen ist.

Über die Besonderheiten der dualen Ausbildung in Deutschland wurden die vier Pädagoginnen aus Russland zunächst theoretisch in einem Seminar aufgeklärt, bevor sie bei einer Betriebsführung im Hausacher Unternehmen Binder & Wöhrle die praktische Seite kennen lernten. Um den praktischen Teil der Ausbildung insbesondere im Bereich Tourismus ging es schließlich auch bei einem Treffen mit Vertretern des Europaparks Rust inklusive einer Besichtigung des Parkgeländes und der Hotels.

Neben den Arbeitstreffen gab es auch genug Zeit für kulturelle Erfahrungen – auf dem Programm standen Ausflüge nach Freiburg, Baden-Baden, Colmar und Straßburg. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Chrysanthema, wo die russische Delegation von Chrysanthemenkönigin Jessica Neugebauer (IBG-Schülerin) durch den Blütenzauber in der Lahrer Innenstadt geführt wurde.

Am Ende des Besuchs in Deutschland stand ein durchweg positives Fazit: Das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur, Arbeitswelt und Sprache wurde von allen Beteiligten als große Bereicherung empfunden.

Workshop zu den US-Wahlen

Unter dem Titel „It’s the debate, stupid!“ kamen am 21. Oktober zwei Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung zu einem Aktionstag ans IBG, um mit Schülerinnen und Schülern die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA zu thematisieren. In den jeweils 90-minütigen Workshops standen Fragen im Mittelpunkt wie „Was wissen Jugendliche über den amerikanischen Wahlkampf?“, „Wie bewerten sie die beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump?“ und „Wem würden sie ihre Stimme geben und warum?“

Herzstück der Veranstaltung war ein Rollenspiel, bei dem die Schüler eine Fernsehdebatte zu den US-Präsidentschaftswahlen gestalten durften. Ob als Spitzenkandidat, Kampagnenmanager oder Gegnerbeobachter – entscheidend war, als Wahlkampfteam zu überzeugen. Wer am Ende die Nase vorne hatte, ist nicht überliefert. Wer im realen Wahlkampf am Ende die Nase bzw. die Haartolle vorne hat, wissen wir spätestens am Mittwochmorgen.

Schüleraustausch mit Chile - Erfahrungsbericht

Das IBG bietet jedes Jahr für Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 1 einen Austausch mit Chile an, der von Spanisch-Lehrerin Marlene Schmidt organisiert wird. Die Schüler aus Chile kommen jeweils im Dezember für 2 Monate nach Lahr, der Gegenbesuch der IBG-Schüler erfolgt im Sommer. In diesem Jahr haben Ronja Beyer und Mario-Steffen Kauz am Schüleraustausch teilgenommen. Ihren Erfahrungsbericht lesen Sie hier:

"Zwei Wochen vor Start der Sommerferien begann unsere langersehnte Reise nach Chile. Zuallererst trafen wir uns mit einer Gruppe aus Rottweil am Frankfurter Flughafen. Nach dem sehr langen Flug kamen wir endlich in unserem Hotel in Arica an. Am nächsten Morgen haben wir die Stadt besichtigt und eine Hafenrundfahrt gemacht, bei der wir auch viele Seelöwen gesehen haben.

Wir haben viel Zeit am Strand verbracht und fuhren ein paar Tage später dann mit einem Reiseführer Richtung Putre los. Unterwegs haben wir die schöne Wüstenlandschaft genossen und bei einer Frau Halt gemacht, die Kolibris in ihrem Garten züchtet.

In Putre angekommen, haben wir in einem Restaurant gegessen, in dem es guten Wein und das typisch chilenische Getränk Pisco gab – sehr lecker. Nach einer kalten Nacht in der Wüste haben wir am nächsten Morgen den Lauca-Nationalpark besucht, in dem wir viele Wüstentiere gesehen – Alpacas schmecken übrigens sehr lecker – und in einer heißen Therme gebadet haben. Dann fuhren wir mit einem Reisebus nach San Pedro de Atacama, einer Oase mitten in der Wüste, wo wir Sandboarden waren und das drittgrößte Geysierfeld der Welt besichtigten. Für den Abend gab es viele schöne Bars und Restaurants, in denen auch chilenische Musik gespielt wurde.

Als nächstes besuchten wir Iquique, eine sehr schöne Stadt an der Pazifikküste Chiles. Vormittags haben wir uns die historisch bedeutsamen Salpeterminen angesehen. Nachmittags gingen wir Surfen und legten uns an den Strand. Nach fast zwei Wochen im Norden Chiles flogen wir nach Valparaiso, einer Hafenstadt, die sich westlich von der Hauptstadt befindet. Wir hatten uns die Stadt angesehen und abends das letzte Mal gemeinsam gefeiert, bevor wir uns am nächsten Tag trennten. Die Rottweilgruppe fuhr nach Temuco und wir nach Santiago de Chile.

Dort besuchten wir mit unseren Austauschschülern Christobal und Rodrigo die deutsche Privatschule Sankt Thomas Morus. In unserer Freizeit unternahmen wir viel mit unseren Gastfamilien und trafen uns auch zu Partys. Es gab sehr gute Shopping-Möglichkeiten, unter anderem im Costanera-Center, dem größten Wolkenkratzer Südamerikas. Nach vier tollen Wochen in Santiago reiste Ronja mit zwei Freunden aus Rottweil weiter nach Argentinien und Uruguay.

Am 6. September war unsere tolle Reise nach Südamerika leider zu Ende und wir flogen alle zusammen zurück nach Deutschland. Es war eine sehr schöne Erfahrung, die uns noch lange begleiten wird."

Bericht: Ronja Beyer & Mario-Steffen Kauz

God Save Our Chrysanthema Queen

Sie hat weder in das schwedische Königshaus noch in die britische „Royal Family“ eingeheiratet und dennoch wird Jessica Neugebauer aus der Jahrgangsstufe 2 morgen, am 22. Oktober, offiziell zur Königin ernannt. Die Krönungszeremonie findet zur Eröffnung der Chrysanthema auf dem Marktplatz in Lahr statt. Für drei Wochen ist Jessica I. (lies: „die Erste“) dann Herrscherin über die Blumenwelt in der Lahrer Innenstadt. Das Protokoll sieht während dieser Zeit zahlreiche repräsentative Aufgaben vor – so wie es sich eben für eine Königin gebührt. Zu diesen Aufgaben zählen Pressekonferenzen, Presse-Interviews, Besuche von Vernissagen, Begrüßungen und Abendessen mit verschiedenen Delegationen (Japan, Russland, Frankreich, Costa-Rica), Empfänge verschiedener Unternehmen und Sponsoren, Vorlese-Nachmittage für Kinder, Auftritte/ Interviews auf der Chrysanthemen-Bühne, kulturelle Veranstaltungen sowie Shows und Vorträge, Rundgänge durch die Stadt, Besuche von verschiedenen Einrichtungen wie Kindergärten, VIP-Touren, Gast-Koch-Shows usw. Da die Amtszeit einer Chysanthemen-Königin insgesamt ein Jahr dauert, stehen auch nach Ende des Blumenfestivals am 13. November noch einige Verpflichtungen an. Langweilig dürfte es der jungen Monarchin in den nächsten Wochen und Monaten also nicht werden, zumal im Frühjahr auch noch das Abitur auf dem Plan steht.

Das IBG freut sich jedenfalls, neben vielen kleinen selbst ernannten Königen nun endlich auch eine echte Königin in seinen Reihen zu haben.

Mehr Infos zur Chrysanthema gibt es unter: http://www.chrysanthema.lahr.de/chrysanthema.100.htm

Exkursion nach Polen (14.07. - 19.07.2016)

Am Donnerstag in der vorletzten Schulwoche begann unsere lang ersehnte Exkursion nach Krakau, Polen. Nach 16 Stunden Fahrt, mit wenig Schlaf, kamen wir am  Freitagmorgen völlig erschöpft in unserem Hostel an. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg zum Oskar-Schindler-Museum, hörten davor an einem Flussufer jedoch noch eine sehr interessante GFS über die Person Oskar Schindler. Die gute Führung durch die Fabrik gestaltete sich trotz Müdigkeit kurzweilig. Anschließend gingen wir gemeinsam in ein Restaurant und ließen den Tag entspannt ausklingen. Am Samstagmorgen begann unsere eindrucksvolle Führung durch das Konzentrationslager in Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die krassen Geschichten und Bilder dieser Zeit schockierten uns alle sehr. Danach durften wir den Abend selbstständig nutzen. Am Sonntag machten wir uns auf zu einer herausfordernden Stadtrally durch die Krakauer Altstadt, welche Einfallsreichtum, Kombinationsfähigkeit und sogar schauspielerisches Talent erforderte. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Essen in einem Restaurant und ließen unsere Zeit in Krakau Revue passieren. Am Montag, unserem letzten Tag in Polen, zogen wir nach einem ausgiebigen Frühstück noch einmal los und nutzten die Zeit individuell. Das Angebot der Lehrer, die Wawel-Burg zu besichtigen, wurde von einigen in Anspruch genommen. Gegen 18.00 Uhr traten wir unsere zu lange Heimreise in das sonnige Deutschland an.

Alles in allem möchten wir uns trotz des regnerischen und kalten Wetters, welches von den Lehrern nicht gut bestellt war, recht herzlich bei Frau Bühler, Herr Grimm und Herr Gießler bedanken. Die Organisation war fabelhaft und gestaltete das Miteinander unkompliziert. Es war eine schöne, lehrreiche Exkursion.

(Bericht: Leonie Bing und Lea Schnak, J2)

Abiturienten feiern rauschende Ballnacht

Die 139 Abiturienten des IBG feierten am vergangenen Freitag zusammen mit ihren Eltern, Freunden und Lehrern eine rauschende Ballnacht in der Schwarzwaldhalle in Appenweier. Bis in die frühen Morgenstunden tanzten sie sich den Prüfungsstress der letzten Wochen von der Seele.

Den offiziellen Teil hatte Schulleiter Herbert Huber mit einer Rede eröffnet. Huber wies die Abiturienten darauf hin, dass die Gesellschaft berechtigte Anforderungen an Menschen habe, denen eine Reife attestiert wird: „Wer eine Reife besitzt, hat einen geistigen Entwicklungsprozess hinter sich, er hat Verantwortungsbewusstsein und nimmt als Bürger die Pflichten in einem demokratischen Staatswesen wahr“. Er finde es bedauerlich, dass bei der Volksabstimmung über den Brexit nur 35 Prozent der Jüngeren zur Wahl gegangen sind, so Huber weiter. Er hoffe, dass sich die Beteiligung am Gemeinwesen zur selbstverständlichen Alltagserfahrung der Abiturienten entwickle.

Der Abteilungsleiter des Integrierten Beruflichen Gymnasiums, Andreas Scherwath, ermunterte die Abiturienten, sich selbst treu zu bleiben und ihren Leidenschaften unbeirrt nachzugehen: „Es mag sein, dass ihr für eure Leidenschaft belächelt oder sogar angefeindet werdet. Lasst euch davon nicht beeindrucken – tanzt und singt, als würde euch niemand zuschauen!“ Außerdem appellierte er an die Absolventen, dem Hass zu widerstehen, der im Schutz der Anonymität der sozialen Netzwerke momentan Hochkonjunktur habe: "Überflutet diese Welt mit Liebe! Die Liebe ist viel stärke als der Hass, die Liebe überwindet den Hass, die Liebe überlebt den Hass – sie bleibt ewig“.

Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der zahlreichen Preisträger. Insgesamt 20 Schüler hatten ihr Abitur mit einer 1 vor dem Komma abgeschlossen und erhielten dafür einen Buchpreis: Samira Beiser, Tobias Biegert, Marie-Louise Brauner, Hannah Feuerstein, Maike Gerski, Florentine Haas, Marcel Hasemann, Leonie Höpler, Lena Hummel, Laura Kammin, Daniel Kundik, Patrick Maier, Nina Nerpel, Johanna Rimpf, Teresa Russo, Malwine Schneider, Sofia Schwarz, Nicole Steinbrecher, Dennis Strel und Anntonia Zeller. Den Preis für die besten Leistungen im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Marcel Hasemann. Im Fach Volks- und Betriebswirtschaftslehre (klassisch) wurde Laura Kammin ausgezeichnet. Im internationalen Profil hatte Florentine Haas am Besten abgeschnitten. Den Physikpreis teilten sich Tobias Biegert und Patrick Maier, der Chemiepreis ging an Dennis Strel, der Schulpreis Ökonomie (gesponsert von der Südwest Metall) an Tobias Biegert, die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für die besten Leistungen im Fach Sport an Menoa Rapp und der Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch an Samira Beiser. Letztgenannte erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Abiturschnitt von 1,0 außerdem den Preis des Landrats.

Im Rahmenprogramm gaben die Abiturienten eine Kostprobe ihrer musikalisch-tänzerischen Fähigkeiten. Leonie Höpler und Maximilian Broß sangen gemeinsam das Lied „Sweater Weather“ von The Neigbourhood, Samantha Wanjiru tanzte leidenschaftlich zum Song „Single Ladies“ von Beyoncé und die Schülerband um Maximilian Broß, Tom Henkel, Kristof Alexander und Malina Trefflinger ließen mit „Time of your life“ von Green Day noch einmal Erinnerungen an ihre Studienfahrt nach Irland aufleben. Zum Abschluss stürmten alle Abiturienten die Bühne um sich zu den Beats von „Can’t stop the feeling“ für den inoffiziellen Teil warm zu tanzen.

Flüchtlingsproblematik im Fokus des Schülerwettbewerbs

Beim 58. Schülerwettberb des Landtags von Baden-Württemberg thematisierten über die Hälfte der abgegebenen Arbeiten die Flüchtlingsproblematik. Daneben interessierten sich viele Jugendliche aber auch für das Thema "Zivilcourage" und verschiedene selbst gewählte aktuelle, gesellschaftspolitische Themen. Am IBG haben dieses Jahr über 30 Schülerinnen und Schüler teilgenommen und viele von ihnen sogar Sachpreise gewonnen, wie z.B. einen Musicman. Neben den Einzelurkunden erhielt unsere Schule außerdem eine Urkunde und ein Fotoset zu Geschichtsaugenblicken nach 1933, da sie bereits zum dritten Mal in Folge beim Wettbewerb vertreten war. Bertreut wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Frau Blattmann und Frau Spothelfer.

Ab Mai kann die Ausschreibung zu den Themen des nächsten Wettbewerbs online eingesehen werden. Bei Interesse scheut euch nicht, eure LehrerInnen anzusprechen. Die Wettbewerbsarbeit kann auch als gleichwertige Lernleistung (GFS) angerechnet werden. Mitzumachen lohnt sich also!

 

 

150 € und eine Urkunde für eine „besondere Leistung“

Überrascht reagierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1, als Schulleiter Herbert Huber am Freitag, den 15. April, plötzlich im Klassenzimmer auftauchte, um ihnen eine Urkunde der Bundeszentrale für politische Bildung zu überreichen. Die Klasse hatte im Herbst im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts bei Frau Öxle über mehrere Wochen ein Projekt mit 60 jungen Männern aus Nigeria und Pakistan durchgeführt, die für fünf Monate in der Sporthalle des IBG untergebracht waren. In Kleingruppen wurden u. a. Deutschkurse gegeben, Interviews zu den Fluchtursachen durchgeführt und Fußballspiele organisiert.

Die Unterrichtseinheit “Flüchtlinge am IBG“ ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur, sich in ein aktuelles politisches Thema einzuarbeiten, Kompetenzen wie Teamwork und selbständiges Recherchieren zu trainieren, sondern auch Verständnis und Empathie für die Situation der Flüchtlinge zu entwickeln: „Durch dieses Projekt hatten wir die einmalige Chance, mehr über die Flüchtlinge und ihre momentane Situation zu erfahren. Auch wenn sie nicht wissen, wo sie die kommenden Wochen verbringen werden, wollen sie ihre Chance nutzen, nehmen an Deutschkursen teil, möchten arbeiten gehen und ihre Träume verwirklichen. Unserer Meinung nach haben diese Menschen unseren größten Respekt verdient.“ (Reflexionen der Gruppe „Deutsch als Fremdsprache“)

Die vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden anschließend dokumentiert, durch Hintergrundinformationen zur deutschen Flüchtlingspolitik ergänzt und als Beitrag zum Thema „Politik brandaktuell“ beim Schülerwettbewerb eingereicht. Vier Monate später, als niemand mehr damit gerechnet hatte, bekam die Klasse nun Post von der Wettbewerbsjury, die das Engagement mit einer Geldprämie von 150 € und einer Urkunde als Anerkennung für eine „besondere Leistung“ würdigt. Die Schülerinnen und Schüler wollen das Preisgeld in ein Grillfest investieren. Ob es gelingen wird, einige der Flüchtlinge zu dem Fest einzuladen, ist leider ungewiss, weil viele den Ortenaukreis inzwischen wieder verlassen mussten.

Mit den Schweden am Kanonenplatz

Schon eine feste Tradition ist der Schüleraustausch des IBG mit dem Schillerska Gymnasiet in Göteborg. Im Rahmen dieses Austausches waren vom 11. bis zum 15. April zehn Schülerinnen aus Schweden zu Gast bei ihren deutschen Partnern in Lahr.

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen die Gäste am Montag in Frankfurt ein und spürten schon beim Bustransfer nach Lahr, dass der Frühling im Südwesten Deutschlands viel weiter ist als in ihrer Heimat. Blühende Gärten und Parks waren am nächsten Tag bei der gemeinsamen Fahrt nach Freiburg zu sehen. Eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Schlossberg und ein Spaziergang zum Kanonenplatz brachten die schönsten Ausblicke über die Dächer der Altstadt und zum Münster. Der Kaiserstuhl und die schneebedeckten Berge der Vogesen bildeten den Hintergrund.

Interessiert und erstaunt waren die schwedischen und deutschen Schülerinnen über die gotische Architektur und die farbenprächtigen Fenster des Münsters. Eine Stadtführung führte zum Schwaben- und Martinstor durch die Gassen, über die Bächle und durch die schönen Passagen. In Begleitung von Annika Hansson und Simon Höflich für die schwedische Gruppe, sowie Eva-Maria Schindler, Jennie Hagström und Horst Bock für die deutsche Seite gingen alle zusammen zum Mittagessen.

Eher schwedisches Wetter herrschte am nächsten Tag beim Besuch in Straßburg. Hier war die Stadtführung wegen des Regens sehr kurz, der Aufenthalt im Münster dafür etwas länger. Die astronomische Uhr, die Orgel und die Fensterrosette boten genug interessante Anschauung.

Zum Austausch gehörten natürlich auch viele schöne Erfahrungen in der Freizeit und mit den Gastgeberfamilien. Am letzten Tag standen dann noch ein Unterrichtsbesuch und eine Gesprächsrunde mit dem Seminarkurs „Blickwechsel Skandinavien“ auf dem Programm. Nach einem gemeinsamen Essen hieß es dann Abschied zu nehmen bis zum Gegenbesuch in Göteborg im Mai.

IBG-Schülerinnen erhalten Europass Mobilität

8 Schülerinnen vom IBG Lahr können sich über einen besonderen Trumpf bei künftigen Bewerbungen freuen - ihnen wurde von Schulleiter Herbert Huber am vergangenen Dienstag der Europass Mobilität überreicht. Die Schülerinnen hatten im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Fit for work in Europe“ an einem mehrtägigen Treffen in Debrecen (Ungarn) teilgenommen. Der Europass Mobilität dokumentiert nun die Kompetenzen und Lernergebnisse, die sie während ihres Auslandsaufenthalts erworben haben.

Beim Projekttreffen in Ungarn im vergangenen Herbst hatten die IBG-Schülerinnen Interviews präsentiert und ausgewertet, die zuvor mit auslandserfahrenen Deutschen oder mit europäischen Arbeitnehmern in Deutschland geführt wurden. Dabei ging es um die Bereitschaft von jungen Menschen, sich im europäischen Arbeitsraum zu bewegen sowie um die Anforderungen, die in den jeweiligen EU-Ländern zu erfüllen sind.

Das auf 3 Jahre angelegte Erasmus+ Projekt „Fit for work in Europe“ läuft seit dem Schuljahr 2014/15 am IBG Lahr. Beteiligt sind noch 4 weitere Schulen aus Ungarn, Polen, Spanien und Frankreich. Das von der EU geförderte Projekt soll die Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer verbessern und Jugendliche motivieren, sich auf den europäischen Arbeitsmarkt einzulassen.

Folgende Schülerinnen verfügen ab sofort über den Europass Mobilität: Janina Bau, Theresa Broß, Alexa Fischer, Ann Kristin Klaus, Kristin Luchner, Gamze Sahin, Stella Schmid und Lea Surkus. Die betreuenden Lehrkräfte sind Gabriele Budig, Julia Müller, Ulrich Tröndle und Alexandra Raicu.

Grundschüler besuchen Experimentiergarten am IBG

Endlich war es wieder soweit: am Infotag des Integrierten Beruflichen Gymnasiums Lahr öffneten die Naturwissenschaften zum wiederholten Mal ihre Pforten für Grundschüler. Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 aus Kuhbach und Reichenbach durften mit ihren Lehrerinnen spannende Experimente durchführen. Angeleitet und betreut von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1, forschten sie in kleinen Teams zu verschiedenen Themen aus der Physik und Chemie.

In der Physik gingen die kleinen Forscher der Frage nach, wie man aus Holzstäben eine Brücke errichten kann, ohne weitere Hilfsmittel zu verwenden. Diese knifflige Aufgabe hatte bereits Leonardo da Vinci vor über 500 Jahren gelöst. In einem weiteren Experiment galt es herauszufinden, was denn eigentlich „Geschwindigkeit“ ist. Diese physikalische Größe begegnet den Grundschülern fast täglich, doch was bedeutet sie genau? Mithilfe einer Modelleisenbahn, einer Uhr und einem Metermaß wurde auch diese Frage beantwortet. Zu ihrem großen Erstaunen fanden die Grundschüler außerdem heraus, dass ein Gepard in einer Sekunde fast 33 Meter zurücklegen kann. Krönender Abschluss der physikalischen Experimente war der Start einer Rakete auf dem Sportplatz, wobei der Treibstoff nur aus komprimierter Luft und Wasser bestand.

Weiter ging es in den Fachbereich Chemie. Hier waren der Rosinenaufzug und die Brausetablettenrakete die Favoriten. Außerdem forschten die Grundschüler zu den Themen Leitfähigkeit und Feuerlöscher. Am Ende waren sich die großen und kleinen Forscher einig: „Schade, dass der Experimentiergarten am IBG nur einmal im Jahr geöffnet hat!“

IBG Lahr - Tabletprojekt im Unterricht

Neueste Tablet-Technologie wird ab Schuljahr 2017/2018 am Integrierten Beruflichen Gymnasium Lahr (IBG) im Unterricht eingesetzt. Das IBG hat sich mit einem in sich schlüssigen Konzept um die Teilnahme an dem Schulversuch beim Kultusministerium beworben und den Zuschlag erhalten. Der Kultur- und Bildungsausschuss des Ortenaukreises stimmte der Teilnahme in der Sitzung am 23. Februar 2016 zu. "Tablets sind mit ihrer hochmodernen Technik hervorragend für Unterrichtszwecke geeignet, zumal jeder Schüler ein Tablet bekommen wird und dieses sowohl zu Hause als auch im Unterricht nutzen kann", sagte Schulleiter Herbert Huber. Die Lehrerinnen und Lehrer bereiten sich intensiv auf das Pilotprojekt vor. Am IBG werden noch stärker als bisher digitale Techniken Einzug halten. Diese werden auch auf die zweijährige Berufsfachschule (Wirtschaftsschule) und die Berufskollegs ausstrahlen. "Wir werden weitere Tablets beschaffen, die von den Lehrerinnen und Lehrern, die in der Wirtschaftsschule und im Berufskolleg unterrichten, genutzt werden können. Alle Schularten werden von den Erfahrungen und der modernen Methodik und Didaktik profitieren", so die Stellvertretende Schulleiterin Ingrid Isele. Es bleibt das Ziel der Kaufmännischen Schulen / des IBG Lahr, die Schülerinnen und Schüler optimal sowohl für ein Studium als auch für den Ausbildungsmarkt zu qualifizieren. Moderne Unterrichtsmethoden mit Tablets, Computern und in Übungsfirmen bieten dafür in Verbindung mit dem kaufmännischen Wissen die besten Voraussetzungen.

Nudeln & Co

Eine Welle der Hilfsbereitschaft schwappte im vergangenen Herbst durch das IBG. Schülerinnen und Schüler riefen verschiedene Spendenaktionen ins Leben, sammelten Kleider und Spielsachen für Flüchtlinge oder Geld und Schulmaterial für die Lahrer Tafel. Eine weitere Aktion legte den Schwerpunkt auf Lebensmittel. Vom 16. Oktober bis zum 18. Dezember 2015 sammelten die Schülerinnen Nelly Hönninger und Alexa Lienert (beide Jahrgangsstufe 1) in der Schülerschaft und im Kollegium Nudeln, Reis und Konserven. Dabei kamen mehrere Kisten zusammen, die kurz vor Weihnachten der Lahrer Tafel überreicht wurden. Die Leiterin der Lahrer Tafel, Ingrid Schatz, und ihre Mitarbeiter stellen die Lebensmittel nun bedürftigen Menschen zu stark vergünstigten Preisen zur Verfügung. Die Nachfrage nach dem Angebot der Lahrer Tafel ist aufgrund der Flüchtlingskrise mittlerweile auf einem Rekordstand angekommen, wie aus folgendem Zeitungsbericht hervorgeht: http://www.bo.de/lokales/lahr/aufnahmestopp-bei-der-lahrer-tafel

Schüler veröffentlichen Projektbericht „Flüchtlinge am IBG Lahr“

Als sie am Anfang des Schuljahres erfuhren, dass 60 Flüchtlinge aus Nigeria und Pakistan in der Sporthalle des IBG untergebracht werden sollen, starteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1 zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Lenja Öxle das Projekt „Flüchtlinge am IBG Lahr“.

In Kleingruppen führten sie Interviews mit den Flüchtlingen sowie mit dem zuständigen Dezernenten im Landratsamt, Michael Loritz. Außerdem befragten sie Mitschülerinnen und Mitschüler nach deren Einstellung zur Flüchtlingskrise, gaben den jungen Männern aus Nigeria und Pakistan Deutschunterricht und spielten mit ihnen Fußball.

Die Ergebnisse ihres Projektes haben die Schülerinnen und Schüler nun in einem 14-seitigen Projektbericht dokumentiert. Darin kommen sie zu dem Schluss, dass es „eine ganz besondere Erfahrung war, Menschen mit traumatischen Erlebnissen kennenzulernen, die dennoch so offen darüber sprechen“.  Außerdem geben sie an, durch die Erzählungen über Flucht und Fluchtgründe eine ganz neue Perspektive auf ihr eigenes Leben in Deutschland erhalten zu haben, „wo wir doch eigentlich alles Lebensnotwendige haben und uns damit glücklich schätzen sollten.“

Mit dem Projekt „Flüchtlinge am IBG“ nimmt die Klasse 11/1 am aktuellen Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teil.