AbiturientInnen feiern Abiball im Europa Park

Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten erhielten für besondere Leistungen einen Preis. Die Jahrgangsbesten mit einem Notendurchschnitt von 1,3 und einer identischen Punktzahl von 784 waren Erika Erhardt und Philipp Gaiser. Beide erhielten den Preis des Landrats. Der Preis für die beste Leistung im Profilfach Volks- und Betriebswirtschaftslehre ging ebenfalls an Philipp Gaiser. Weitere Preise am Wirtschaftsgymnasium für eine Abiturschnitt von 1,9 oder besser erhielten: Elisaweta Afanasieva, Florian Biegert, Luis Eberle, Erika Erhardt, Marius Müller, Elias Steinhauser und Felix Wüger.

Für die beste Leistung im Profilfach Pädagogik und Psychologie wurde Rosa Maurer ausgezeichnet. Gemeinsam mit Miriam Ebert hatte sie ebenfalls eine traumhafte Abinote von 1,3 erreicht. Weitere Preise am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium gingen an Melanie Bruder, Alisa Himmelspach, Silke Kilius, Sophia Lange, Jonas Müller, Stefanie Mußler, Britta Redt, Rachel Seger und Vivienne Wiedemer.

Der Physikpreis ging in diesem Jahr an Florian Biegert. Neben einem Buchpreis erhielt Florian Biegert eine einjährige Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Diese Ehre wurde auch Daniel Engelhardt, Lukas Krumm, Britta Redt und Timothy Spengler zuteil. Auch in der Schwesterdisziplin Chemie wurde ein Preis für herausragende Leistungen vergeben. Diesen erhielt Philipp Gaiser.

Seit einigen Jahren haben die Schülerinnen und Schüler des IBG die Möglichkeit, Russisch als zweite Fremdsprache zu wählen. Für die beste Leistung in diesem Fach wurde Sofya Muromets mit dem Anton-Tschechow-Preis ausgezeichnet. Schließlich erhielten noch fünf Schülerinnen einen Preis für ihre Mithilfe in der Schulbibliothek: Elisaweta Afanasieva, Eva-Maria Braun, Lena Huschle, Ines Leopold und Marielena Zeller.

Schulleiter Herbert Huber gratulierte in seiner Rede den Abiturientinnen und Abiturienten zum Erreichen des höchsten deutschen Schulabschlusses. Er dankte allen Personen – Eltern, Freunden und Lehrern – die an diesem Erfolg beteiligt waren und forderte die Abiturientinnen und Abiturienten dazu auf, die Freiheiten zu nutzen, die sie mit dem Erreichen des Abiturs gewonnen haben.

Auf dem weiteren Weg gelte es, Gelerntes umzusetzen, Wertmaßstäbe zu verteidigen, kritisch zu denken und schließlich Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Mit dem Abitur sei auch ein Aufbruch zu neuen Ufern verbunden und so gab Huber den Abiturientinnen und Abiturienten einige Worte aus der Antrittsrede von John F. Kennedy mit auf den Weg: „So let us begin anew“.

Im Rahmenprogramm spielte die Schulband passend zum Abi-Motto einige „Rockabilly“-Songs. Außerdem sang Katrin Göhringer ein selbst geschriebenes Lied, das während der Abiturprüfungen entstanden war. Im Anschluss an den offiziellen Teil tanzten die Abiturientinnen und Abiturienten noch weit in den nächsten Tag hinein, bevor sie sich zur Verabschiedung reihenweise in die Arme fielen.

"Ohne Moos nix los?"

Wie ist das Verhältnis von Jugendlichen zum Geld? Fühlen sie sich in der Schule über Geld- bzw. Wirtschaftsthemen, aber auch über das Thema Sparen genügend aufgeklärt? Wie verhalten sie sich in Alltagssituationen? Leihen sie sich oder anderen einen Euro, wenn der morgendliche Hunger nach einem Weckle schreit? Kaufen sie spontan ein schickes Oberteil, auch wenn der Geldbeutel gerade „pleite“ anzeigt? Wie verhalten sie sich den Bettlern auf der Straße gegenüber, die auf der Straße für 20 Cent dankbar sind? Und was ist mit der Altersvorsorge? Dauert ja noch mindestens 50 Jahre – trotzdem ein Thema? Ach ja, nicht zu vergessen: Wie viel Wert legen Jugendliche auf nachhaltige/umweltverträgliche Produktion?

Zu diesen und vielen anderen Bereichen hat Marion Schwehr eine Umfrage entwickelt, durchgeführt und ausgewertet – und dafür jetzt einen ersten Preis gewonnen! Herzlichen Glückwunsch! Der erste Preis berechtigt zur Teilnahme an einer Studienreise nach Bratislava und Wien. Die Preisverleihung findet Mitte Juli im Landtag in Stuttgart statt.

Zwei weitere Schülerinnen wurden für ihre Beiträge zum Landtagswettbewerb mit einem zweiten Preis geehrt: Jenny Häußermann und Katharina Folz erhielten jeweils eine Urkunde und ein Sachgeschenk.

Die Themen zum nächsten Wettbewerb erscheinen im Juni. Erkundigen Sie sich bei Ihren GeschichtslehrerInnen! (Und im Notfall: Bei Frau Teubners Archiv anklopfen!)

Bericht: Luise Teubner

IBG-AbiturientInnen in Freiheit und Verantwortung entlassen

Ganz eng zusammenrücken mussten am vergangenen Samstag die 138 Abiturientinnen und Abiturienten vom IBG Lahr, die in der Sternenberghalle in Friesenheim gemeinsam mit Eltern und Freunden ihren erfolgreichen Schulabschluss feierten. Trotz hochsommerlicher Temperaturen gab es eine Rekordbesucherzahl beim diesjährigen Abi-Ball. Auch auf der Bühne herrschte dichtes Gedränge, denn zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten erhielten Preise für besondere Leistungen. Den Preis des Landrats bekam Andreas Herp, der einen Abiturschnitt von 1,0 erreicht hatte. Doch damit nicht genug. Andreas Herp wurde zusätzlich mit dem Physikpreis, dem Scheffelpreis sowie dem Preis für besondere Leistungen in Mathematik ausgezeichnet.

Mit der Traumnote von 1,0 hatte auch Nathalie Peukert ihr Abitur abgeschlossen, sie erhielt dafür einen Preis für sehr gute Leistungen sowie den Anton-Tschechow-Preis und ebenfalls einen Preis für besondere Leistungen in Mathematik. Letztgenannten Preis erhielt als Dritter im Bunde auch Xaver Kopf.

Der Preis für die besten Leistungen im Profilfach Wirtschaft ging an Dominik Fees, das Pendant im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Cicek Candan. Weitere Preise im Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (WG) erhielten Juliane Fritsch, Hanna Hügel, Xaver Kopf, Saskia Rinkel, Roman Beil und Ümit Sen. Preise am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (SG) gingen außerdem an Lena Fellhauer, Elsa Kimmig, Truc Thanh Tran, Marina Kohler, Franziska Heck, Chantal Semmelroth, Carola Schindler, Caroline Dockhorn, Tülay Karakus, Dominik Arenz und Carolin Schindler.

Die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille wurde Eva Doser verliehen. Preise für Mithilfe in der Schulbibliothek erhielten Jessica Nicolosi, Nadine Schöffel, Elsa Kimmig und Nathalie Peukert. Über die Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für ein Jahr freuen sich Andreas Herp, Dominik Fees, Carolin Schindler, Jan Fißler und Dominik Arenz.

Schulleiter Herbert Huber gratulierte in seiner Rede allen Abiturientinnen und Abiturienten zum Erreichen des höchsten Schulabschlusses in Deutschland. Er appellierte an die jungen Schulabgänger, ihre Freiheit zu schätzen und zu nutzen und gleichzeitig Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen: „Fangen Sie damit an, sich für eine gute Sache einzusetzen, zu engagieren und diese dann in verantwortlicher Position zu gestalten, zu verändern – oder beginnen Sie, etwas Neues auszuprobieren.“ Eine pluralistische Gesellschaft könne nur funktionieren und fortbestehen, wenn sich auch junge Menschen in Bürgerinitiativen, Parteien, Verbänden, Gewerkschaften oder Vereinen engagieren und sich jederzeit an nicht verhandelbaren Werten und Grundrechten orientieren, so Huber weiter. Die Schule habe sie für diese Herausforderung gut vorbereitet und ausgebildet.

Daran anknüpfend dankte Schülersprecher Tomy Puc Ha in seiner Abschlussrede den Lehrerinnen und Lehrern des IBG sowie seinen Mitschülerinnen und Mitschülern dafür, dass sie ihn als Mensch nachhaltig verändert haben: „Bevor ich an diese Schule kam, war ich ein ruhiger Zeitgenosse, einer der sich immer im Hintergrund aufhielt. Doch mittlerweile habe ich es geschafft, über meinen eigenen Schatten zu springen und verlasse das IBG als Schülersprecher. Ich habe gelernt, vor Leuten zu reden. Und ich habe herausgefunden, dass ich mich gerne engagiere und Verantwortung übernehme.“ Zusammen mit den anderen Abiturientinnen und Abiturienten freue er sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt – das Abitur sei der Schlüssel für unzählige Türen: „Egal was uns erwartet, wir sind gerüstet!“

Russische Austauschschüler am IBG

Dem standen bei der Ankunft am Lahrer Bahnhof die ersten sonnig-warmen Frühlingstage gegenüber. Schulleiter Herbert Huber stellte in seiner Begrüßungsrede jedoch fest, dass trotz aller klimatischen und kulturellen Unterschiede, auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Gästen und Gastgebern vorhanden sind. Das sei ihm sofort aufgefallen, als er die Steckbriefe gelesen habe, die ihm im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern aus Russland zugegangen waren. Die Begeisterung beispielsweise für Fußball, Tanzen und gutes Essen teile nicht nur er, sondern auch viele andere Menschen in Deutschland. Er wünsche sich, dass beide Seiten den Austausch dazu nutzen, noch mehr voneinander zu lernen, so Huber.

Als Vertreter des Schulträgers hieß Bernhard Kohler vom Landratsamt Ortenaukreis die Gäste aus Russland ebenfalls herzlich willkommen. Das Austauschprogramm biete ihnen die großartige Möglichkeit, besonders intensive Eindrücke und Erfahrungen in Deutschland zu sammeln und bei den Begegnungen mit den deutschen Mitschülern und Gastfamilien den eigenen Horizont zu erweitern. „Nur wer etwas Neues wagt, kann sich persönlich weiterentwickeln“, betonte Kohler, der alle Beteiligten dazu ermutigte, den Austauschweg konsequent weiter zu gehen.

Die Austauchschüler/innen stammen aus den Dörfern Zwetnopolje und Alexandrowka, die jeweils ungefähr eine Stunde von der sibirischen Metropole Omsk entfernt liegen. Mit einer Projektarbeit hatten sie im vergangenen Jahr den 1. Preis beim Wettbewerb des Goethe-Instituts Russlands zur sprachlichen Förderung der russlanddeutschen Minderheit und damit die Reise nach Deutschland gewonnen. Begleitet werden die 20 Schüler/innen von ihren Lehrerinnen Marina Bekker und Olga Schulz, von Seiten des IBGs ist Frau Friederike Posega für das Austauschprojekt verantwortlich.

Am Integrierten Beruflichen Gymnasium in Lahr können Schüler/innen seit einigen Jahren Russisch als zweites Sprachfach neben Englisch wählen. Für die deutschen Schülerinnen und Schüler, die nun zunächst als Gastgeber an dem Projekt teilnehmen, ist der Austausch ebenso eine Bereicherung wie für ihre Gäste. Während des zweiwöchigen Aufenthalts besuchen sie gemeinsam den Schulunterricht, arbeiten zusammen in einem Projektworkshop und unternehmen Ausflüge nach Baden-Baden, Straßburg und Freiburg sowie zu den Vogtsbauernhöfen in Gutach. Dabei können sie ganz praktisch ihre Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz verfeinern. Der Gegenbesuch in Russland ist für nächstes Jahr geplant – ein Temperaturschock lässt sich auch da höchstwahrscheinlich nicht vermeiden.