IBG-Schülerinnen räumen beim Landtagswettbewerb ab

„Wie wichtig ist Europa für dich?“

Doch – Schülerinnen interessieren sich für dieses Thema! Und zwei von ihnen haben nun mit einer Umfrage zu diesem Thema beim Schülerwettbewerb des Landtags gemeinsam einen 2. Preis erzielt – von „gewonnen“ kann man eher nicht sprechen, denn dahinter steckt nicht Glück, sondern engagierte Arbeit. Aber der Reihe nach: Jedes Jahr im Juni werden die Themen für den Schülerwettbewerb veröffentlicht, und die Gemeinschaftskundelehrerin Frau Teubner war begeistert, dass sie 25 Schülerinnen ihrer 12er Kurse für eine Teilnahme motivieren konnte. Sei es zum Thema „Europa“, sei es zum Verhältnis zwischen Jung und Alt (hierzu sollte ein Plakat gestaltet werden), sei es zu einem selbst gewählten Thema („Welche politische Frage stellst du dir selbst?“), auch Karikaturen, u.a. zum Thema „Atommüll“ wurden ausgewertet. Nun endlich wurden nach langem spannenden Warten die Ergebnisse bekannt. Unter insgesamt 3514 (!) Einsendungen konnten wir auch in diesem Jahr einen der 1. Preise erringen. Vanessa Wörter erhält eine Einladung auf den 5. Juni in den Marmorsaal des Neuen Schlosses in Stuttgart sowie zu einer Reise nach Verdun und Genf in der letzten Schulwoche im Juli. Über einen zweiten Preis freuen können sich: Cindy Hackbusch, Johanna Himmelsbach, Julia Hofmann und Vivien Holzmann. Mit einem 3. Preis belohnt wurden: Selina Armbruster, Julie Beyerlein, Lena Braun, Maria Kranz (J2), Cellina König, Ines Muckle, Karen Nolte, Marion Schwehr (J2), Laura Schäuble, Antonia Strebel und Jasmina Zoth.

Schulleiter Herbert Huber ließ es sich nicht nehmen, die Urkunden und Preise persönlich zu überreichen. Herzlichen Glückwunsch!

Und nicht vergessen: Die neuen Themen stehen schon im Netz. Unter www.schuelerwettbewerb-bw.de. Mitmachen lohnt sich! Beiträge können auch als GFS gewertet werden, übrigens auch in den Fächern Ethik, Religion und Bildende Kunst.

Menoa Rapp erhält Zertifikat über Ausbildung zur Schülermentorin

Vergangene Woche überreichte Schulleiter Herbert Huber der Schülerin Menoa Rapp aus der Klasse SG11/2 ein Zertifikat über die Ausbildung zur Schülermentorin in Gerätturnen. Das Zertifikat wurde vom Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Herrn Andreas Stoch, ausgestellt.

Durch ihre Ausbildung zur Schülermentorin darf sich Menoa Rapp ab sofort zur Unterstützung Ihrer Sportlehrerin, Frau Sabine Schnell, in den Sportunterricht einbringen und zum Beispiel Übungen anleiten. Darüber hinaus kann sie Sport-AG‘s anbieten, Schulmannschaften bei Wettbewerben betreuen oder im Verein entsprechende Tätigkeiten im Ehrenamt übernehmen.

Zur Überreichung des Zertifikats besuchte Schulleiter Herbert Huber den Sportkurs von Menoa Rapp. Er dankte ihr für die Bereitschaft, als Schülermentorin an der Schule tätig zu sein und stellte ihr Engagement als vorbildlich heraus. Abschließend ließ er sich von der ausgewiesenen Expertin den Unterschied zwischen „Geräteturnen“ (Geräte turnen) und „Gerätturnen“ (Menschen turnen an Geräten) erklären.

Schülerinnen der Klasse SG12/4 landen beim Drehbuchwettbewerb in den Top Ten

6 Schülerinnen der Klasse SG 12/4 haben in diesem Jahr am landesweit ausgeschriebenen Drehbuchwettbewerb „Tatort Bodensee“ teilgenommen. Für diesen Wettbewerb können sich Schulklassen, Arbeitsgemeinschaften, Jugendgruppen oder freie Filmgruppen anmelden. Unter dem Titel „Gedisst“ erhielten die TeilnehmerInnen drei Szenen als Vorgabe; es ging dabei um einen Schüler, der von Klassenkameraden auf üble Weise gemobbt wird. Daraus mussten sie das Drehbuch zu einem 10-minütigen Kurzkrimi schreiben.

Nach einer ersten Ideensammlung in der gesamten Klasse gingen drei Autorinnen-Tandems ans Werk (Jennifer Hug, Tabea Bleiziffer, Alischa Elles, Eileen Sommerfeld, Selina Armbruster, Karen Nolte). Dabei wurde ganz unterschiedlich mit dem Thema Mobbing umgegangen - vom versöhnlichen Ende bis zum Mord war alles vertreten. Es entstanden drei nervenaufreibende Geschichten. Der Entwurf von Tabea Bleiziffer und Jennifer Hug schaffte es dann sogar in die Endrunde der besten 9 Kurzkrimis – es waren insgesamt 166 Drehbücher eingereicht worden.

Zur Urkundenverleihung beim SWR in Stuttgart am vergangenen Freitag war die ganze Klasse eingeladen. Nach einer spannenden Führung durch die Radio-und Fernsehstudios des SWR erfolgte im Rahmen einer Feierstunde die Preisverleihung durch Kultusminister Andreas Stoch.

Auch wenn es nicht für einen der ersten drei Plätze und somit einen Preis gereicht hat, war es ein großer Erfolg, bei so starker Konkurrenz in die Endrunde zu kommen, zumal die Schülerinnen vollkommen selbstständig gearbeitet hatten. Die Drehbücher werden in den Osterferien jeweils in Eigenregie verfilmt und im Rahmen einer GFS im Themenbereich Medienpädagogik vorgestellt.

IBG trifft Grundschule

Am Dienstag bot sich den Schülern des IBG Lahr ein ungewohntes Bild: eine Horde Erstklässler tummelte sich auf dem Schulflur vor den Chemie- und Physiksälen. Was war denn da passiert? War etwa ein Versuch in Chemie schief gegangen und hatte zur Schrumpfung von Mitschülern oder gar von Lehrern geführt? Die Erklärung fiel nicht ganz so spektakulär aus: es handelte sich um Schüler aus der ersten Klasse der Ludwig-Frank-Grundschule Schwanau, die am Projekt „IBG trifft Grundschule“ teilnahmen.

Die Grundschüler durften einen Vormittag lang gemeinsam mit den Schülern des 4-stündigen Chemiekurses aus der 13. Klasse Experimente durchführen. Dabei gingen sie spannenden Fragen nach: „Wie funktioniert Rotkohlsaft als Indikator?“, Warum bewegt sich eine Papierspirale über einem Teelicht?“ oder „Wie funktioniert eine Babywindel?“. Auch Versuche wie der Kerzenaufzug (Kerze steigt im umgedrehten Wasserglas) oder die Tauchglocke für Gummibärchen lösten bei den Erstklässlern helle Begeisterung aus. Den krönenden Abschluss der Versuchsreihe bildete der Start von Brausetablette-Raketen mit einem großem Knall, der einen Erstklässler zum spontanen Ausruf brachte: „Wir haben eine Wasserstoffbombe gebaut – saugeil“.

Das Projekt „IBG trifft Lahr“ hat in diesem Jahr bereits zum 10. Mal stattgefunden. Das Konzept besteht darin, dass Oberstufenschüler des IBG den Grundschülern die Wunder der Naturwissenschaften näher bringen. Dorothea Fehrenbach-Isele, Konrektorin der Ludwig-Frank-Schule, die ihre Klasse nach Lahr begleitet hatte, dankte den IBG-Schülern für die gute Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf des Projektes.

(Hinweis: der besseren Lesbarkeit halber wurde die weibliche Form von "Schüler" und "Klässler" jeweils weggelassen. Der Autor hat sie jedoch stets mitgedacht und bittet den geneigten Leser und die geneigte Leserin, es ihm gleichzutun)

Benefizkonzert für die Aids-Hilfe Offenburg

Zeig Schleife - Wir rocken für die Aids-Hilfe Offenburg! 
So lautete das Motto eines Benefizkonzertes, das die Schülerinnen Corinna Heidt, Lisa Erhardt, Laura Grimmig, Olivia Faulhaber und Marion Schwehr aus der Jahrgangsstufe 2 des SG Ende November zugunsten der Aids-Hilfe Offenburg veranstaltet haben. Gleich drei Bands konnten sie für das Konzert im Jugendkeller (Juke) St. Nepomuk in Kehl gewinnen. "Me and You", "Behind the Universe" und "Innosense" sorgten für ausgelassene Stimmung bei den zahlreichen Gästen, unter denen sich auch einige MitschülerInnen und LehrerInnen befanden. Die Konzert-Einnahmen in Höhe von 658 Euro überreichten die fünf Konzertveranstalterinnen am Dienstag, den 10.12.2013, der Aids-Hilfe Offenburg. Bereits im Schuljahr 2012/13 waren sie durch einen Ausflug zur Aids-Hilfe Offenburg auf die Idee gekommen, Spenden zu sammeln und auf die Arbeit der Aids-Hilfe aufmerksam zu machen. Den Kontakt hatte ihr Fachlehrer in Sozialmanagement, Herr Lücke, hergestellt.

Gute Taten zur Weihnachtszeit

Die Schülerinnen und Schüler des Pädagogikkurses von Frau Spothelfer (Klasse 11) haben in der Adventszeit im Rahmen der Projektarbeit “Planspiel Stadt – die demografische Herausforderung” zwei soziale Einrichtungen in Lahr unterstützt: Zum einen das Übergangswohnheim für Asylsuchende (Kinderbertreuung) und zum anderen das Café Löffel.

Zur Unterstützung der Kinder im Übergangswohnheim für Asylsuchende führten sie Vorleseaktionen zur Sprachförderung durch, sammelten Buch- und Spielzeugspenden in der Schule und halfen beim Basteln und Plätzchenbacken.

Zur Unterstützung des Café Löffel wiederum sammelten die SchülerInnen Kaffeespenden vor dem Real-Markt, organisierten einen zweitägigen Kuchen- und Getränkeverkauf auf dem Lahrer Weihnachtsmarkt und sammelten Spenden beim Weihnachtsgottesdienst der Schule.

Das Café Löffel in Lahr kümmert sich seit 1997 um Wohnungslose und Menschen in besonders schwerwiegenden Notsituationen. Es bietet ihnen neben einer warmen Mahlzeit unter anderem ein ärztliches Betreuungsangebot, Beratung in zahlreichen Problemfragen sowie eine Kleiderausgabe und die Möglichkeit, zu duschen und Wäsche zu waschen. Die soziale Einrichtung wird bei steigender Tendenz täglich von rund 50 Personen besucht und ist dringend auf ehrenamtliche und finanzielle Hilfe angewiesen.

Die öffentlichen Aktionen der SchülerInnen wurden auch dazu genutzt, mit Lahrer Bürgern ins Gespräch zu kommen und sie mit Hilfe eines selbstentworfenen Fragebogens nach Ihren Befürchtungen und Hoffnungen für die Zukunft zu befragen. Dabei zielten die Fragen vor allem auf den Aspekt der Grundsicherung im Alter ab. Die gesammelten Hoffungen, Sorgen und Visionen der verschiedenen Generationen wurden im Rahmen des Weihnachtsgottesdienstes am IBG thematisiert.

Die Erfindung der Kindheit

„Die Ausstellung war sehr schön, leider nur in der falschen Stadt. Baden-Baden war mir zu schnöselig und zu teuer.“

„Die Freizeit war gut. (Stadt war zu bonzig.)“

„Ich fand alles gut.“

Drei Rückmeldungen zu einer Exkursion, die die Klasse 11/3  mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Teubner Anfang November unternommen hat.  Der Schwerpunkt der Ausstellung in Baden-Baden liegt auf  der Situation der Kinder im 19.Jahrhundert. Zahlreiche Gemälde  und einige  Installationen verdeutlichen dort, wie entscheidend sich das Bild von Kindern und Kindheit im 19.Jh. verändert hat. Denn erst in dieser Zeit nahm man Kinder als Kinder wahr und nicht als kleine Erwachsene. Wir haben viel erfahren über die Lebensbedingungen  in bürgerlichen Haushalten, aber auch in Arbeiter- oder Bauernfamilien. „Frage: Gab es einen Spielplatz? Antwort: Nein, gab es nicht. Wir spielten im Garten, im Hof oder im Wald.“  Im Bürgertum hatten die Jungen kleine  Dampfmaschinen, Eisenbahnen und Zinnsoldasten – die Mädchen Puppenstuben und Kinderwagen. Die (möglichst) perfekte Vorbereitung auf die Rollen, die sie als Erwachsene spielen sollten -  heute nicht unbedingt noch in allen Familien präsent. Insofern eine gute, wichtige und interessante Ergänzung zum Geschichtsunterricht, der uns aufgibt, „unter dem Leitthema „Individuum und Gesellschaft“ das Thema Kindheit in Gegenwart und Vergangenheit zu beleuchten.

AbiturientInnen feiern Abiball im Europa Park

Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten erhielten für besondere Leistungen einen Preis. Die Jahrgangsbesten mit einem Notendurchschnitt von 1,3 und einer identischen Punktzahl von 784 waren Erika Erhardt und Philipp Gaiser. Beide erhielten den Preis des Landrats. Der Preis für die beste Leistung im Profilfach Volks- und Betriebswirtschaftslehre ging ebenfalls an Philipp Gaiser. Weitere Preise am Wirtschaftsgymnasium für eine Abiturschnitt von 1,9 oder besser erhielten: Elisaweta Afanasieva, Florian Biegert, Luis Eberle, Erika Erhardt, Marius Müller, Elias Steinhauser und Felix Wüger.

Für die beste Leistung im Profilfach Pädagogik und Psychologie wurde Rosa Maurer ausgezeichnet. Gemeinsam mit Miriam Ebert hatte sie ebenfalls eine traumhafte Abinote von 1,3 erreicht. Weitere Preise am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium gingen an Melanie Bruder, Alisa Himmelspach, Silke Kilius, Sophia Lange, Jonas Müller, Stefanie Mußler, Britta Redt, Rachel Seger und Vivienne Wiedemer.

Der Physikpreis ging in diesem Jahr an Florian Biegert. Neben einem Buchpreis erhielt Florian Biegert eine einjährige Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Diese Ehre wurde auch Daniel Engelhardt, Lukas Krumm, Britta Redt und Timothy Spengler zuteil. Auch in der Schwesterdisziplin Chemie wurde ein Preis für herausragende Leistungen vergeben. Diesen erhielt Philipp Gaiser.

Seit einigen Jahren haben die Schülerinnen und Schüler des IBG die Möglichkeit, Russisch als zweite Fremdsprache zu wählen. Für die beste Leistung in diesem Fach wurde Sofya Muromets mit dem Anton-Tschechow-Preis ausgezeichnet. Schließlich erhielten noch fünf Schülerinnen einen Preis für ihre Mithilfe in der Schulbibliothek: Elisaweta Afanasieva, Eva-Maria Braun, Lena Huschle, Ines Leopold und Marielena Zeller.

Schulleiter Herbert Huber gratulierte in seiner Rede den Abiturientinnen und Abiturienten zum Erreichen des höchsten deutschen Schulabschlusses. Er dankte allen Personen – Eltern, Freunden und Lehrern – die an diesem Erfolg beteiligt waren und forderte die Abiturientinnen und Abiturienten dazu auf, die Freiheiten zu nutzen, die sie mit dem Erreichen des Abiturs gewonnen haben.

Auf dem weiteren Weg gelte es, Gelerntes umzusetzen, Wertmaßstäbe zu verteidigen, kritisch zu denken und schließlich Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Mit dem Abitur sei auch ein Aufbruch zu neuen Ufern verbunden und so gab Huber den Abiturientinnen und Abiturienten einige Worte aus der Antrittsrede von John F. Kennedy mit auf den Weg: „So let us begin anew“.

Im Rahmenprogramm spielte die Schulband passend zum Abi-Motto einige „Rockabilly“-Songs. Außerdem sang Katrin Göhringer ein selbst geschriebenes Lied, das während der Abiturprüfungen entstanden war. Im Anschluss an den offiziellen Teil tanzten die Abiturientinnen und Abiturienten noch weit in den nächsten Tag hinein, bevor sie sich zur Verabschiedung reihenweise in die Arme fielen.

"Ohne Moos nix los?"

Wie ist das Verhältnis von Jugendlichen zum Geld? Fühlen sie sich in der Schule über Geld- bzw. Wirtschaftsthemen, aber auch über das Thema Sparen genügend aufgeklärt? Wie verhalten sie sich in Alltagssituationen? Leihen sie sich oder anderen einen Euro, wenn der morgendliche Hunger nach einem Weckle schreit? Kaufen sie spontan ein schickes Oberteil, auch wenn der Geldbeutel gerade „pleite“ anzeigt? Wie verhalten sie sich den Bettlern auf der Straße gegenüber, die auf der Straße für 20 Cent dankbar sind? Und was ist mit der Altersvorsorge? Dauert ja noch mindestens 50 Jahre – trotzdem ein Thema? Ach ja, nicht zu vergessen: Wie viel Wert legen Jugendliche auf nachhaltige/umweltverträgliche Produktion?

Zu diesen und vielen anderen Bereichen hat Marion Schwehr eine Umfrage entwickelt, durchgeführt und ausgewertet – und dafür jetzt einen ersten Preis gewonnen! Herzlichen Glückwunsch! Der erste Preis berechtigt zur Teilnahme an einer Studienreise nach Bratislava und Wien. Die Preisverleihung findet Mitte Juli im Landtag in Stuttgart statt.

Zwei weitere Schülerinnen wurden für ihre Beiträge zum Landtagswettbewerb mit einem zweiten Preis geehrt: Jenny Häußermann und Katharina Folz erhielten jeweils eine Urkunde und ein Sachgeschenk.

Die Themen zum nächsten Wettbewerb erscheinen im Juni. Erkundigen Sie sich bei Ihren GeschichtslehrerInnen! (Und im Notfall: Bei Frau Teubners Archiv anklopfen!)

Bericht: Luise Teubner

IBG-AbiturientInnen in Freiheit und Verantwortung entlassen

Ganz eng zusammenrücken mussten am vergangenen Samstag die 138 Abiturientinnen und Abiturienten vom IBG Lahr, die in der Sternenberghalle in Friesenheim gemeinsam mit Eltern und Freunden ihren erfolgreichen Schulabschluss feierten. Trotz hochsommerlicher Temperaturen gab es eine Rekordbesucherzahl beim diesjährigen Abi-Ball. Auch auf der Bühne herrschte dichtes Gedränge, denn zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten erhielten Preise für besondere Leistungen. Den Preis des Landrats bekam Andreas Herp, der einen Abiturschnitt von 1,0 erreicht hatte. Doch damit nicht genug. Andreas Herp wurde zusätzlich mit dem Physikpreis, dem Scheffelpreis sowie dem Preis für besondere Leistungen in Mathematik ausgezeichnet.

Mit der Traumnote von 1,0 hatte auch Nathalie Peukert ihr Abitur abgeschlossen, sie erhielt dafür einen Preis für sehr gute Leistungen sowie den Anton-Tschechow-Preis und ebenfalls einen Preis für besondere Leistungen in Mathematik. Letztgenannten Preis erhielt als Dritter im Bunde auch Xaver Kopf.

Der Preis für die besten Leistungen im Profilfach Wirtschaft ging an Dominik Fees, das Pendant im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Cicek Candan. Weitere Preise im Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (WG) erhielten Juliane Fritsch, Hanna Hügel, Xaver Kopf, Saskia Rinkel, Roman Beil und Ümit Sen. Preise am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (SG) gingen außerdem an Lena Fellhauer, Elsa Kimmig, Truc Thanh Tran, Marina Kohler, Franziska Heck, Chantal Semmelroth, Carola Schindler, Caroline Dockhorn, Tülay Karakus, Dominik Arenz und Carolin Schindler.

Die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille wurde Eva Doser verliehen. Preise für Mithilfe in der Schulbibliothek erhielten Jessica Nicolosi, Nadine Schöffel, Elsa Kimmig und Nathalie Peukert. Über die Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für ein Jahr freuen sich Andreas Herp, Dominik Fees, Carolin Schindler, Jan Fißler und Dominik Arenz.

Schulleiter Herbert Huber gratulierte in seiner Rede allen Abiturientinnen und Abiturienten zum Erreichen des höchsten Schulabschlusses in Deutschland. Er appellierte an die jungen Schulabgänger, ihre Freiheit zu schätzen und zu nutzen und gleichzeitig Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen: „Fangen Sie damit an, sich für eine gute Sache einzusetzen, zu engagieren und diese dann in verantwortlicher Position zu gestalten, zu verändern – oder beginnen Sie, etwas Neues auszuprobieren.“ Eine pluralistische Gesellschaft könne nur funktionieren und fortbestehen, wenn sich auch junge Menschen in Bürgerinitiativen, Parteien, Verbänden, Gewerkschaften oder Vereinen engagieren und sich jederzeit an nicht verhandelbaren Werten und Grundrechten orientieren, so Huber weiter. Die Schule habe sie für diese Herausforderung gut vorbereitet und ausgebildet.

Daran anknüpfend dankte Schülersprecher Tomy Puc Ha in seiner Abschlussrede den Lehrerinnen und Lehrern des IBG sowie seinen Mitschülerinnen und Mitschülern dafür, dass sie ihn als Mensch nachhaltig verändert haben: „Bevor ich an diese Schule kam, war ich ein ruhiger Zeitgenosse, einer der sich immer im Hintergrund aufhielt. Doch mittlerweile habe ich es geschafft, über meinen eigenen Schatten zu springen und verlasse das IBG als Schülersprecher. Ich habe gelernt, vor Leuten zu reden. Und ich habe herausgefunden, dass ich mich gerne engagiere und Verantwortung übernehme.“ Zusammen mit den anderen Abiturientinnen und Abiturienten freue er sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt – das Abitur sei der Schlüssel für unzählige Türen: „Egal was uns erwartet, wir sind gerüstet!“

Russische Austauschschüler am IBG

Dem standen bei der Ankunft am Lahrer Bahnhof die ersten sonnig-warmen Frühlingstage gegenüber. Schulleiter Herbert Huber stellte in seiner Begrüßungsrede jedoch fest, dass trotz aller klimatischen und kulturellen Unterschiede, auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Gästen und Gastgebern vorhanden sind. Das sei ihm sofort aufgefallen, als er die Steckbriefe gelesen habe, die ihm im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern aus Russland zugegangen waren. Die Begeisterung beispielsweise für Fußball, Tanzen und gutes Essen teile nicht nur er, sondern auch viele andere Menschen in Deutschland. Er wünsche sich, dass beide Seiten den Austausch dazu nutzen, noch mehr voneinander zu lernen, so Huber.

Als Vertreter des Schulträgers hieß Bernhard Kohler vom Landratsamt Ortenaukreis die Gäste aus Russland ebenfalls herzlich willkommen. Das Austauschprogramm biete ihnen die großartige Möglichkeit, besonders intensive Eindrücke und Erfahrungen in Deutschland zu sammeln und bei den Begegnungen mit den deutschen Mitschülern und Gastfamilien den eigenen Horizont zu erweitern. „Nur wer etwas Neues wagt, kann sich persönlich weiterentwickeln“, betonte Kohler, der alle Beteiligten dazu ermutigte, den Austauschweg konsequent weiter zu gehen.

Die Austauchschüler/innen stammen aus den Dörfern Zwetnopolje und Alexandrowka, die jeweils ungefähr eine Stunde von der sibirischen Metropole Omsk entfernt liegen. Mit einer Projektarbeit hatten sie im vergangenen Jahr den 1. Preis beim Wettbewerb des Goethe-Instituts Russlands zur sprachlichen Förderung der russlanddeutschen Minderheit und damit die Reise nach Deutschland gewonnen. Begleitet werden die 20 Schüler/innen von ihren Lehrerinnen Marina Bekker und Olga Schulz, von Seiten des IBGs ist Frau Friederike Posega für das Austauschprojekt verantwortlich.

Am Integrierten Beruflichen Gymnasium in Lahr können Schüler/innen seit einigen Jahren Russisch als zweites Sprachfach neben Englisch wählen. Für die deutschen Schülerinnen und Schüler, die nun zunächst als Gastgeber an dem Projekt teilnehmen, ist der Austausch ebenso eine Bereicherung wie für ihre Gäste. Während des zweiwöchigen Aufenthalts besuchen sie gemeinsam den Schulunterricht, arbeiten zusammen in einem Projektworkshop und unternehmen Ausflüge nach Baden-Baden, Straßburg und Freiburg sowie zu den Vogtsbauernhöfen in Gutach. Dabei können sie ganz praktisch ihre Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz verfeinern. Der Gegenbesuch in Russland ist für nächstes Jahr geplant – ein Temperaturschock lässt sich auch da höchstwahrscheinlich nicht vermeiden.