Summer days - Schüler des Dualen BK verbringen Sommer im Ausland

Dieser Sommer sollte ein ganz besonderer werden - im Rahmen der Ausbildung zu Industrie- und Großhandelskaufleuten mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement traten die Schüler des Dualen Berufskollegs (2. Ausbildungsjahr)  ihre Auslandspraktika an.

So hieß es Mitte Juli: Koffer packen, auf ins Abenteuer! In insgesamt 11 verschiedene Länder verschlug es die Schüler. Während die meisten europäische Staaten bereisten, durften einige sogar nach Asien oder Amerika fliegen.

Das Praktikum ist Bestandteil der Ausbildung und geht im Regelfall über zwei bis drei Monate, die die Schüler bei Tochtergesellschaften oder Geschäftspartnern Ihrer Ausbildungsbetriebe im Ausland verbringen. Dort hatten sie die Möglichkeit, neue Erfahrungen und Kenntnisse anderer Kulturen und Sprachen zu gewinnen, sowie ein anderes Unternehmen kennenzulernen.

Doch nicht nur das Arbeitsleben stand im Vordergrund: Die Chance, sich in eine fremde Kultur einzuleben und internationale Kontakte zu knüpfen, ergriffen viele gerne. Ob Indien, Kanada, England oder Spanien – die Schüler lernten jeweils sehr unterschiedliche Länder kennen, an deren Küche, Sitten und Bevölkerung es sich zunächst einmal zu gewöhnen galt, was nicht jedem leicht fiel: Während sich die Einen mit dem Zeitunterschied schwer taten, hatten andere ihre Probleme mit der landeseigenen Küche.

Die anfänglichen Schwierigkeiten waren jedoch schnell überwunden, sodass man den Einblick in eine neue Kultur in vollen Zügen genießen konnte. So besuchten die Schüler in ihrer Freizeit bekannte Sehenswürdigkeiten und Städte oder lernten das Nachtleben in ihrer Umgebung kennen. Auch ausgefallenere Ausflüge, wie Hundeschlitten fahren, ein Champions League Spiel im Wembley Stadion oder einen Segelausflug durften manche erleben.

Im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+ erhielten die Schüler finanzielle Unterstützung. Dadurch konnten sie Mehrausgaben wie für Fahrkarten oder Miete ausgleichen – eine große Erleichterung für die Auszubildenden. Im Gegenzug entwirft die Klasse eine große Projektarbeit zum Thema „Eingliederung von Migranten in das Arbeitsleben in der EU“.

Dank der neu gewonnen Erfahrungen und schönen Erinnerungen werden die Schüler noch lange und gerne an diesen besonderen Sommer zurückdenken. Und, wer weiß, womöglich wird der eine oder andere einmal im Ausland arbeiten und dann vom Praktikum profitieren.

„It doesn’t always have to be funny to be fun“ – Schüler des BK II feiern ihren Abschluss

45 Schülerinnen und Schüler des Kaufmännischen Berufskollegs II haben in der vergangenen Woche ihre Abschlussprüfungen bestanden und damit die Fachhochschulreife erworben. Im Rahmen einer Feierstunde mit Freunden, Familienangehörigen und Lehrern wurden Ihnen die Zeugnisse überreicht.

Schulleiter Herbert Huber bezeichnete die Entscheidung der Absolventen, nach dem BK I das BK II zu besuchen und die Fachhochschulreife anzustreben als klug und richtig. Er appellierte an die Schüler, ihre Erziehung und Bildung auch dafür einzusetzen, in der Gesellschaft ein Zeichen gegen Aggression und Gewalt zu setzen. Soziales Engagement sei zwar oft beschwerlich und mit Rückschlägen verbunden, so Huber weiter, und dennoch könne Unverbindlichkeit im Leben keine Alternative sein. Mit den Worten „It doesn’t always have to be funny to be fun“ rief Huber die Absolventen dazu auf, ihr Handeln in der Gesellschaft nicht nur daran zu orientieren, inwieweit ihr Freizeit-Budget tangiert werde.

Die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, gratulierte den Schülern zu ihrem Triumph, der ähnlich einzuordnen sei wie der jüngste Erfolg von Jogis Jungs beim Confed Cup. Auch die Akteure des BK II bräuchten sich vor niemandem zu verstecken und hätten nun alle Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft: „Am Ende kommt es darauf an, was man aus dem Erfolg macht, wie man sich motiviert, engagiert und auf dem Transfermarkt anbietet“. Für ihren weiteren Lebensweg gab Lebfromm den Absolventen drei Wünsche mit: „Verändert euch, bleibt eurem Charakter treu und bekennt Farbe“. Das Reifezeugnis bescheinige den Absolventen die Fähigkeit, reflektiert und eigenverantwortlich denken und handeln zu können, so Lebfromm weiter. Statt nach Ausreden zu suchen wie „Da kann ich leider auch nichts machen“ oder „Da halte ich mich lieber raus“, solle man sich mutig den Krawallmachern und Übeltätern von heute entgegen stellen.

Im Anschluss an die Ansprachen der Schulleitung wurden die Zeugnisse ausgegeben sowie Preise und Lobe verteilt. Als Jahrgangsbester mit einem Durchschnitt von 1,5 erhielt Erik Ficht einen Preis. Die Schülerinnen Lena Fuß und Canan Soysever erhielten für einen Durchschnitt von 2,0 ein Lob. 24 Schülern wurde neben der Fachhochschulreife ein Zeugnis zum staatlich geprüften Wirtschaftsassistenten verliehen. Sie hatten wöchentlich zwei Stunden Zusatzunterricht im Fach Wirtschaft besucht und mindestens zwei zusätzliche Prüfungen abgelegt.

Folgende Schüler haben dieses Jahr ihren Abschluss am BK II gemacht: Timm Aliyev, Delovan Aslan, Shari Jessica Atoui, Ida Marie Baral, Franziska Bauer, Tobias Binder, Jan Brinster, Christopher Brunner, Cagla Cagman, Christina Cernov, Philipp Dahinten, Erik Ficht, Michèle Fischer, Lena Fuß, Aurelia Gregonowits, Yannic Grieshaber, Susanne Harwart, Felix Heitzelmann, Helena Kälble, Bärbel Kiesele, Lisa Kölble, Siegmar Kraft, Xenia Krause, Sonja Lamberty, Daniel Maier, Sofie Mihatsch, Cynthia Ngonyo, Jenny Patura, Izabela Prominska, Kerstin Reinholz, Melissa-Naomi Römer, Hanna Scherer, Franziska Schmid, Jakob Schmidt, Céline Seeberger, Anastasios Sicker, Tanja Singh, Canan Soysever, David Teiz, Cennet Toklu, David Toni, Fabienne Weber, Franziska Weber, Julia Wehrle und Alexandra Will.

Feier zur Überreichung der EUREGIO-Zertifikate

Mit einem Festakt im Europa Park Rust hat die Deutsch-Französische Oberrheinkonferenz Ende Oktober die Teilnehmer der berufsbildenden Praktika im Drei-Länder-Eck Deutschland, Frankreich und der Schweiz geehrt.

Die Vorsitzende des „Expertenausschusses Berufsbildung“, Ingrid Thomalla, verwies darauf, dass es gerade für junge Menschen in der Berufsausbildung von enormer Bedeutung sei, in der globalisierten Welt neben Sprachkompetenzen auch interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Diese Herausforderung anzugehen sei den jungen Leuten gut gelungen. Sie hätten Mut bewiesen, sich für eine Berufsausbildung zu entscheiden und eine große Chance genutzt, indem sie einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvierten.

Acht Schülerinnen des Dualen Berufskollegs für Abiturienten im Fachbereich europäisches bzw. internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen erhielten für ihr zwei bis sechsmonatiges Auslandspraktikum in Unternehmen in Frankreich sowie in der Schweiz das EUREGIO-Zertifikat: Katharina Norf (Orsay GmbH), Jennifer Hein (Orsay GmbH), Sophie Holzbecher (Orsay GmbH), Katharina Ernst (Framode GmbH), Jasmin Rudolf (Orsay GmbH), Christina Dotter (Orsay GmbH), Katharina Weber (Orsay GmbH), Jennifer Heymann (Framode GmbH),

Begleitet wurden die Schülerinnen von Frau Serapins (Orsay GmbH), Herrn Eble (Kaufmännische Schulen Lahr) und Frau Humpert (Kaufmännische Schulen Lahr).

1 Klasse - 4 Kontinente - 1000 Erfahrungen

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse BKWIW2 sammeln Berufserfahrung im Ausland

„Menschen reisen, weil es ihnen Dinge beibringt, die sie auf keine andere Weise lernen könnten.“

Was Lance Morrow bereits wusste, haben Schülerinnen und Schüler des Dualen Berufskollegs (BKWIW2) im Sommer diesen Jahres in ihrem Auslandspraktikum erfahren.

Im Rahmen der Ausbildung zum/r Industriekaufmann/-frau bzw. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel mit Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement“ traten sie zum Ende des ersten Schuljahres ihre Praktika an. Für die einen ging es nach Frankreich oder Polen, für die anderen um die halbe Welt nach Hong Kong oder Australien.

Insgesamt war die Klasse über zwölf Länder auf vier Kontinenten verteilt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten über die Zeit von etwa zwei Monaten bei Lieferanten oder Tochtergesellschaften ihrer Ausbildungsbetriebe oder an Universitäten, um ihre Fremdsprachenkenntnisse in Englisch, Spanisch oder Französisch zu erweitern, einen Einblick in andere Arbeitsumfelder zu erhalten und in andere Kulturen einzutauchen.

Trotz mancher sprachlicher Schwierigkeiten – man stelle sich „Singlish“, einen englischen Dialekt, der in Singapur gesprochen wird, vor – fanden sich alle rasch in ihrem neuen Arbeitsumfeld zurecht und erlebten oft völlig andere Arbeitsmentalitäten. Wer an die deutsche Arbeitsweise in seinem Ausbildungsbetrieb gewöhnt war, musste sich erst einmal umstellen auf die Hektik in Hong Kong oder die entspannte Arbeitshaltung der Engländer mit ausgiebiger Mittagspause.

Nach der Arbeit hatten die Berufsschüler ausreichend Zeit, um das kulturelle Leben in ihren Gastländern kennen zu lernen. Bei fast allen spielte das Wetter mit, sodass man die Chance hatte, einige Touristenattraktionen zu besichtigen. Und es wurde tatsächlich alles probiert: Man aß Hühnerfüße, stellte fest, dass man London besser mit der Bahn als mit dem Fahrrad erkunden sollte oder beobachtete Wale an der Gold Coast.

Um zum Zitat von Lance Morrow zurückzukehren: Keine Theorie hätte die praktische Erfahrung des Auslandsaufenthalts ersetzen können - man muss es einfach erlebt haben.

„Frühlings Erwachen“ im Herbst – BK2 besucht Theater in Freiburg

„Frühlings Erwachen. Eine Kindertragödie“ so heißt im Original das 1891 erschienene Stück von Frank Wedekind, in dem es um die Gefühle und Probleme von Jugendlichen im deutschen Kaiserreich geht und um die verheerenden Folgen einer sexual- und lebensfeindlichen Erziehung.

Da das Stück in diesem Jahr Prüfungslektüre für das BK2 ist, war dies für die Deutschlehrer der Klassen 1BK2W1 und 1BK2W2 (Herr Strömel und Frau Öxle) ein willkommener Vorwand, ihre SchülerInnen Anfang Oktober für zweieinhalb Stunden ins Theater nach Freiburg zu locken.

Mit nur wenigen Requisiten stellten die Schauspieler zum großen Erstaunen der Zuschauer die Szenen dar. Durch musikalische Einlagen wurde dem Theaterstück noch einmal ein ganz neuer Charakter verliehen. Unter anderem deshalb bereute keiner der Schüler, dass er mitgekommen war. Auf die weitere Behandlung im Deutschunterricht dürfen sich beide Klassen nun freuen.

Hier ein paar Aussagen und Gedanken der Schüler zur Vorführung:

„Man sollte die Liebe nicht als Objekt sehen, sondern als Geschenk Gottes. Überstürze nichts und genieße die Momente.“

„Die Dramatik und Intensität, die im geschriebenen Stück für mich teilweise verloren gingen, wurden auf der Bühne lebendig.“

„Nach dem Theaterstück habe ich erst realisiert, wie gut wir es heute haben. Denn im Gegensatz zu früher können wir unseren Gefühlen freien Lauf lassen.“

„Moritz Tod wurde sehr glaubwürdig dargestellt, voller Trauer und Leidenschaft. Es war alles so intensiv und dramatisch.“

„Wendlas Tod war sehr ergreifend. Sie war noch so jung und verlor ihr Leben aufgrund einer Abtreibung, die sie gar nicht wollte.“

Bericht: Kevin Hettche

„Ein Hoch auf euch!“ – Schüler des BK II haben die Fachhochschulreife in der Tasche

Alle 30 Schülerinnen und Schüler am Kaufmännischen Berufskolleg II haben ihre Abschlussprüfung bestanden und damit die Fachhochschulreife erworben. Im Rahmen einer Abschlussfeier mit Freunden, Familienangehörigen und Lehrern wurden Ihnen Zeugnisse und Preise überreicht.

Schulleiter Herbert Huber wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Kaufmännischen Schulen unter Einbeziehung des Abiturs in diesem Schuljahr 40 Prozent aller Hochschulzugangsberechtigungen in Lahr  vergeben habe. Die Bildung der Berufskolleg-Absolventen sei nach seiner Einschätzung ein wichtiger Standortfaktor für die Betriebe und Verwaltungen in der Region: „Wie wäre es wohl um die heimische Wirtschaft bestellt, wenn die Schüler der Kaufmännischen Schule Lahr dieses Jahr nicht mehr als 170 Hochschulreifeprüfungen gemacht hätten?“, gab Huber zu bedenken.

Die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, lobte in ihrer Rede die Selbstbestimmung und technische Versiertheit der Absolventen. In dieser Hinsicht könne man die Schüler durchaus als „Weltgenerationenführer“ bezeichnen. Der technische Fortschritt habe allerdings auch Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse – junge Talente seien immer und überall erreichbar. Deshalb sei es ratsam, ganz selbstbestimmt Arbeit und Privatleben voneinander zu trennen: „Seid achtsam, schätzt eure Gesundheit und werdet nicht Gefangener der Technik“, so Lebfromm.

Bevor die Feier mit einem Sektempfang und den gemeinsam vorgetragenen Liedern „Auf uns“ und „Ain’t nobody“ den stimmungsmäßigen Höhepunkt erreichte, konnte Klassenlehrer Christian Hatt noch Preise und Lobe verteilen. Einen Klassenpreis für hervorragende Gesamtleistungen erhielten Jonathan Keller und Kevin Grenier, ein Lob erhielt Annette Walker. Der Sparkassen-Preis für die besten Leistungen in den Wirtschaftsfächern ging an Jonathan Keller.

Folgende Schülerinnen und Schüler haben dieses Jahr ihren Abschluss am BK II gemacht:  Tobias Anselm, Patrick Büchele, Larissa Bürkle, Kristina Depner, Johannes Ehret, Lilia Fot, Lukas Fuhrmann, Kevin Grenier, Lucas Hunn, Lara Isele, Felix Jäger, Jonathan Keller, Patrick Manthey, Martin Markiewitz, Lorena Negro, Sarah Ramadani, Patricia Randack, Sarah Röderer, Fabian Rollin, Lukas Roth, Benjamin Schneider, Timo Schwend, Colin Siefert, Julia Thieme, Pauline Tomm, Dominik Wagner, Annette Walker, Selina Weickert, Lisa-Marie Winterer, Sören Zehnle.

"Einzigartiges Abenteuer" - Schüler des Dualen Berufskollegs blicken auf Auslandspraktikum zurück

Im August letzten Jahres hieß es für uns, die Schüler des zweiten Lehrjahres am Dualen Berufskolleg, Koffer packen um der Heimat für die nächsten 4 Monate den Rücken zu kehren. Egal ob mit dem Auto, dem Zug, dem Bus, dem Flugzeug oder gar mit der Fähre kamen wir alle in den Tochterunternehmen unserer Ausbildungsbetriebe oder in unseren Praktikumsstellen an. Für viele ging die Reise in ein europäisches Land, aber einige verschlug es auch in die USA oder nach China. Weit weg von zuhause und teilweise mit einem Zeitunterschied von über 12 Stunden, hieß es für uns erst einmal ankommen, in der fremden Umgebung den Alltag meistern zu lernen und Sprachhindernisse zu überwinden. Neben vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken im Berufsalltag lernten wir auch neue Menschen und die Kultur unseres Gastlandes kennen. So sammelten wir auch bei Freizeitunternehmungen zahlreiche Erinnerungen und erlebten unsere ganz persönlichen Abenteuer. Leider vergeht die Zeit bekanntlich viel zu schnell und so mussten wir Mitte Dezember schon wieder die Koffer packen und der neuen, gerade liebgewonnen Heimat auf Wiedersehen sagen. Zurück in Deutschland holte uns der Alltag schnell wieder ein. Doch egal in welches Land es uns verschlagen hatte und mit welchen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen wir zurückgekehrt sind, in einem sind wir uns alle einig: Die Zeit im Ausland war eine einmalige Erfahrung, die uns keiner mehr nehmen kann und an die wir sicherlich noch oft zurückdenken werden.

Da ein Auslandsaufenthalt nicht nur ein einzigartiges, sondern auch ein kostspieliges Abenteuer darstellt, bewarben wir uns erfolgreich für die Förderung des Erasmus+  Programms und erhielten eine kleine Finanzspritze, zumindest für die europäischen Länder. Im Gegenzug verfassten wir nach unserer Rückkehr eine Projektarbeit zum Thema „Ziele & Maßnahmen der Integrationspolitik im internationalen Vergleich“, in der wir die Bedeutung von Integration in den besuchten europäischen Gastländern erörterten. Und wer weiß, vielleicht zieht es ja den ein oder anderen nach der Ausbildung wieder in die Ferne, wo man sich dann auch in eine neue Umgebung und ein neues Arbeitsumfeld integrieren muss.

(Bericht: Klasse BKWEW2)

Erster Jahrgang am BK II zur Fachhochschulreife geführt

Zum aktuellen Schuljahr wurde an den Kaufmännischen Schulen Lahr das Berufskolleg II neu eingerichtet – ein Bildungsgang, der zum Erwerb der Fachhochschulreife führt. Der erste Jahrgang bekam nun am vergangenen Freitag bei einer Abschlussfeier die ersehnten Zeugnisse überreicht. 29 Schülerinnen und Schüler waren zu den Prüfungen in Deutsch, Englisch, Mathematik und Betriebswirtschaftslehre angetreten und alle hatten bestanden. Als Jahrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,2 wurde Lars Labusch ausgezeichnet. Die Schülerin Lisa Menzel erhielt für die besten Leistungen im Fach BWL den von der Sparkasse gestifteten Wirtschaftspreis. Christian Müllerleile und Adrian Schätzle bekamen ein Lob.

Die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, gratulierte den BK II-Absolventinnen und Absolventen zum Erwerb der Fachhochschulreife. Diesen Bildungserfolg hätten sie sich redlich verdient und in den allermeisten Fällen auch hart erarbeitet. Für die Zukunft riet sie den Schülerinnen und Schülern einerseits, die Welt zu entdecken und den Mut zu haben, sich Veränderungen auszusetzen. Andererseits sollten sie aber auch dem Ruf nach bedingungsloser Flexibilität widerstehen und nicht ihre Wurzeln, Familie und Freunde vergessen. Denn diese seien es schließlich, die ihnen in einer fast unüberschaubar komplexen Welt Orientierung und Halt bieten.

Auch Schulleiter Herbert Huber, der Bereichsdirektor der Sparkasse Lahr, Klaus Bühler, sowie Klassenlehrer Christian Hatt beglückwünschten die Schüler zur bestandenen Prüfung.

Schüler des Dualen BK kehren nach viermonatigem Auslandsaufenthalt in die Heimat zurück

Loch Ness, Disney World, la Tour Eiffel, 萬里長城 (Chinesische Mauer) – einmal um die Welt! Bis zu 12.000 km Entfernung, bis zu 12 Stunden Zeitunterschied und 6 unterschiedliche Sprachen haben uns nicht davon abgehalten, stets in Kontakt zu bleiben.

Ob mit dem Bus, mit der Bahn oder mit dem Flieger, Mitte Dezember erreichten wir, 25 SchülerInnen des Dualen BK, alle wieder unsere vertraute Heimat. Über einen Zeitraum von vier Monaten lernten wir während unseres Auslandspraktikums andere Menschen, Kulturen und Sprachen kennen. Neben beruflichen Erfahrungen, sammelten wir auch zahlreiche persönliche Eindrücke und der ein oder andere von uns erlebte sogar ein kleines Abenteuer. Fern ab von zu Hause gestaltet sich der Alltag in vielerlei Hinsicht anders, wodurch wir alle an uns selbst gewachsen sind. Auch wenn wir anfangs vielleicht Bedenken hatten, wie das Leben in einem fremden Land ablaufen würde, waren  wir uns alle am Schluss einig, dass es eine tolle und einzigartige Zeit war.

Glücklicherweise erhielten wir auch in diesem Jahr wieder finanzielle Förderung durch das Programm „Leonardo da Vinci“. Hierfür erstellten wir nach unserer Rückkehr eine gemeinsame Arbeit, in der wir die Bedeutung der EU für die Bürger und Unternehmen erörterten. Auch bei der Auswertung dieses Projektes hat sich gezeigt, dass jedes Land und seine Einwohner unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und Arbeiten innerhalb der EU haben.

Nun ist unsere Weltreise erst einmal zu Ende, doch wir sind uns sicher, dass wir diese Zeit nie vergessen werden und wer weiß schon, ob das tatsächlich unser letzter Auslandsaufenthalt war?!

Fremde Länder, fremde Sitten – SchülerInnen des Dualen BK verbrachten 4 Monate im Ausland

Eifrig hatten wir nach Praktikumsplätzen weltweit gesucht – zunächst mit mehr oder weniger Erfolg. Doch schlussendlich konnten wir aufatmen, denn alle Reisenden hatten einen Praktikumsplatz sowie eine Unterkunft gefunden. Auch finanzierungstechnisch konnten dank der Leonardo da Vinci Förderung, beantragt durch Frau Lebfromm, alle Schülerinnen und Schüler entspannt in ihren Aufenthalt starten. Alle Mühen, hatten sich also tatsächlich gelohnt! Eine spannende Zeit, die wir nie vergessen werden, öffnete ihre Türen für uns.

Im August letzten Jahres verstreuten sich 16 SchülerInnen aus unserer Klasse in Europa, Afrika, Asien und den Vereinigten Staaten. Trotz großer Distanz blieben wir jedoch immer miteinander in Kontakt. Facebook und Emails ermöglichten uns den regelmäßigen Austausch von Neuigkeiten.

Von Barcelona und Paris über Hong Kong nach London arbeiteten wir in unseren Praktikumsunternehmen und erfuhren am eigenen Leib, wie sich die Arbeitsatmosphäre im Ausland von der in unseren deutschen Ausbildungsunternehmen unterscheidet.

Auch unsere Wohnsituationen waren ganz unterschiedlich – die Unterkünfte reichten von Hotel über Wohnung zu Gastfamilien und Wohnheimen. Wir erkundeten Welt- und Kleinstädte, Inseln und Vororte und unsere Erfahrungen waren alle einzigartig und bedeutend.

Die Erlebnisse, die wir von diesem Lebensabschnitt mitnehmen, werden uns wohl noch lange begleiten. Beruflich haben wir viel dazu gelernt und neue Perspektiven haben sich uns eröffnet. In unsere deutschen Ausbildungsunternehmen kehren wir mit wertvollen Kenntnissen und Erfahrungen zurück. Und auch für unsere privaten Leben spielte der Auslandsaufenthalt eine große Rolle – Fantasien wurden angeregt, unerwartete Interessen entdeckt, Einstellungen gefestigt.

Wie Roger Peyrefitte schon einst sagte: „Der Gewinn eines langen Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen.“

 

(Bericht: SchülerInnen der BKWEW2 = 2. Ausbildunsgjahr Duales BK)

Ausgezeichnete Projektarbeit am Dualen BK

Dort wurde der etwa 100 Seiten umfassende Bericht von einer Fachjury überprüft und bewertet.

Erstmals in der Geschichte des Dualen Berufskollegs in Lahr wurde dabei die Qualität eines Projektes mit der Auszeichnung "Good-Practice" bedacht, wofür die Schülerinnen eine Urkunde erhielten.