Ausbildungsmesse „Markt der Möglichkeiten“ zeigt Wege auf für die Zeit nach der Schule

Wie geht’s weiter nach der Schule: Ausbildung? Studium? Ein Chilljahr auf‘m Sofa? Oder doch lieber eine Weltreise? Gar nicht so einfach, eine Entscheidung für seine Zukunft zu treffen.

Die erste Ausbildungsmesse „Markt der Möglichkeiten“ an der Kaufmännischen Schule Lahr bot für Schüler und Ausbildungsbetriebe die Gelegenheit zum Kennenlernen und zum Austausch. Hier konnte man sich über Berufswegemöglichkeiten in viele Richtungen direkt beim Anbieter erkundigen. Die Schüler aus der Berufsfachschule Wirtschaft, sowie aus dem Kaufmännischen Berufskolleg I und II nahmen dieses Angebot gerne in Anspruch. Klar, wenn die Ausbildungs- und Studienangebote direkt in der Schule, also quasi auf dem Silbertablett angeboten werden.

Ausbildungsbetriebe aus unterschiedlichen Bereichen, kaufmännisch, technisch, IT, Pflege, Medien, Versicherungs- und Steuerwesen nutzten die Chance, vor Ort auf interessierte Bewerber zu treffen und ungezwungen Kontakte zu knüpfen. Die meisten Unternehmen hatten Auszubildende mitgebracht, bei denen sich die Schüler über die Betriebe selbst sowie über Ausbildungsinhalte und -voraussetzungen informieren konnten.

Die Kaufmännische Schule Lahr nutzte die Messe auch dazu, den neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffraufrau für E-Commerce“ vorzustellen - eine zukunftsfähige Ausbildung im digitalen Bereich, angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Handel und Onlinevertrieb. Ausbildungsbetriebe, die diesen Beruf schon anbieten, präsentierten sich ebenfalls direkt vor Ort.

So gesehen war es eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten: Zugang zu den gewünschten Bewerbern mit kaufmännischer Vorbildung für die Betriebe, direkter Kontakt und erfolgreiche Gespräche und Verträge für interessierte Schüler.

(Geistige) Schwergewichte on tour – Der Kollegiumsausflug 2019

Unter dem Überraschungstitel „Fahrt ins Blaue“ dachten (wünschten?) sich viele Kolleginnen und Kollegen, ebenso wie der hier nur anonym zitierte A. S., einen Trip nach Mallorca. Erstaunt wurde dann im fahrenden Bus auf der Autobahn zur Kenntnis genommen, dass schon drei Abfahrten vor Basel/Moulhouse, nämlich bei Bad Krozingen/Breisach, abgebogen wurde.

Mit Blick auf das Breisacher Münster – und den Friedhof – wurden dann zunächst wohlschmeckende italienische Köstlichkeiten verspeist. Derart gestärkt, konnte man sich ein Glas Sekt beim nächsten Programmpunkt in der Winzergenossenschaft genehmigen. Bei dem von zwei Kolleginnen spendierten prickelnden Genuss war die Trauer über den ausgefallenen Ausflug zum 17. Bundesland schon wieder vergessen.

Nachdem der „Genussbotschafter“ der WG, Herr Roter, über die Qualität der Konkurrenz aufgeklärt hatte, begab sich die Gruppe zunächst in die große Welt der Millionen-Liter-Tanks, und später in die kleinere der traditionellen Holzfässer im Keller. Neben Informationen zur Anlieferung, Gärung und Veredelung von Wein in Breisach lieferte der gebürtige „Fischkopf“ (Selbstbezeichnung Roter) noch Auskunft über den Alkoholpegel der Mitarbeiter (0 Promille) und die besten Hamburger Witze.

Ein weiteres Highlight des Tages war die Waage, die das ganze Kollegium mit seinen 4.600 kg geballter Intelligenz gerade noch fassen konnte.

Ein großer Dank für die Organisation der vielseitigen Überraschungen und Genüsse gebührt dem Personalrat, vornehmlich Rafaela Lemke.

Erasmus+ Seminarkurs – Workshop zum Thema Interkulturalität mit der Caritas

Am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, besuchten zwei Sozialarbeiterinnen der Caritas, Lilli Wenzel-Teuber und Sandra Stang, das IBG Lahr und führten im Rahmen des Erasmus+ Seminarkurses einen Workshop zum Thema „Interkulturalität“ durch. Die Caritas selbst ist zwar nicht in der Migrationsberatung tätig, sondern vor allem in der Schwangerschafts- und Schuldnerberatung. Gerade zu solchen Beratungen kommen jedoch auch viele Geflüchtete.

Zu Beginn des Workshops sollten die Schüler*innen sich den Himmelsrichtungen nach aufstellen, wo ihre Vorfahren und sie selbst geboren wurden. Dadurch wurde ihnen bewusst, dass das Thema Migration alle betrifft. Im Anschluss wurden den Teilnehmern verschiedene Rollen zugeteilt – von der Tochter des amerikanischen Botschafters bis hin zum Illegalen Auswanderer aus Mali. Bei jeder vorgelesenen Aussage, wie zum Beispiel: „Ich darf lieben, wen ich möchte.“, sollten die Teilnehmer*innen, wenn das zutraf, einen Schritt nach vorne gehen. Es stimmte die Schüler*innen sehr nachdenklich zu sehen, dass manche keinen Schritt nach vorne gehen konnten und anderen der Platz im Zimmer nicht ausreichte.

Die Teilnehmer*innen erkannten, dass es bei der Interaktion von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zu Irritationen und Missverständnissen kommen kann, weil die Kulturen so unterschiedlich sind. Darum benötigt man interkulturelle Kompetenz. Das heißt, dass man bei dieser Interaktion seine Handlungsroutinen erweitern und über den Tellerrand blicken sollte, zum Beispiel durch Perspektivenwechsel, aber auch durch Empathie.

Am Ende des Workshops beantworteten die Gäste von der Caritas noch einige Fragen, die die Schüler*innen vorbereiten hatten:

Was bedeutet Integration für Sie?

„Eine gelungene Integration bedeutet für uns, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, so dass auch Menschen mit Migrationshintergrund wie selbstverständlich den Alltag in unserer Gesellschaft bewältigen können.“

Hat Ihr Beruf Auswirkungen auf Ihr Privatleben?

Lilli Wenzel-Teubner: „Für mich spielt es keine Rolle, woher die andere Person kommt und ich wurde sensibilisiert, dadurch setze ich mich an Elternabenden zu anderen dazu, welche die deutsche Sprache erst erlernen und helfe ihnen bei der Übersetzung. Zudem schreibe ich die Elternbriefe in einem leicht verständlichen Deutsch, damit sie für alle verständlich sind.“

Sandra Stang: „Wenn ich in der Stadt von mir bekannten geflüchteten Personen angesprochen werde, kommt es schon einmal dazu, dass ich mit ihnen einen Kaffee trinken gehe.“

Warum kommen Geflüchtete zur Caritas?

„Sie kommen durch Erfahrungen und Tipps anderer zur Caritas und bitten um Hilfe. Vor allem kommen Menschen, die schon mehrere Stationen durchlaufen haben und immer noch Hilfe brauchen. Dann dient die Caritas als Helfer und Unterstützer für alle Menschen in allen Situationen, die Hilfe brauchen.“

Bericht: Hanna Gutmann SG12/3 und Lena Müller WG12/2

Ich war noch niemals in… Wir aber schon! Azubis des Dualen BK sammeln Praxiserfahrung im Ausland

Was wäre ein international ausgerichteter Bildungsgang ohne internationale Praxiserfahrung? Richtig: nicht besonders viel wert. Aus diesem Grund ist am Dualen Berufskolleg mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen ein Auslandspraktikum fester Bestandteil der Ausbildung. Im Sommer reisten die Azubis des ersten Lehrjahres für drei Monate in die USA, in die Schweiz, nach England, Frankreich, Kanada, Frankreich, Spanien und Tschechien. Die meisten von ihnen hatten die Möglichkeit, bei Zweigniederlassungen ihrer Betriebe unterzukommen, andere wiederrum haben sich vollkommen selbst organisiert und sich bei ausländischen Unternehmen beworben.

Ziel des Auslandspraktikums ist es, die Sprachkenntnisse zu vertiefen, praktische Arbeitserfahrungen zu sammeln, sowie Land und Leute aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Dazu gehörten natürlich auch Städtetrips in die großen Metropolen wie Barcelona, Chicago, London, Paris, Prag, Seattle oder Toronto.

Finanziell großzügig unterstützt wurden die Auslandspraktika von ERASMUS + und „Ausbildung weltweit“. Verknüpft damit ist eine Projektarbeit, in der die Auszubildenden ihre länderspezifischen Erfahrungen zum Thema „Wirtschaftswachstum im Zusammenhang mit einer lebenswerten Umwelt – Harmonie oder Konflikt?“ dokumentieren.

Lust auf diese Ausbildung zur/zum Industriekauffrau/-mann oder Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel mit internationalem Bezug und Fremdsprachen? Einfach melden unter 07821/9391-41 oder per E-Mail an info@ibg-lahr.de.

von links nach rechts: Volker Nack, Marlene Schmidt (Spanischlehrerin), Michael Fabricius (Sozial AG), Andreas Scherwath (Leiter IBG)

Kindern eine Perspektive bieten - Vortrag über Casa Verde

Mitte Oktober besuchte Volker Nack, Gründer und Leiter eines Kinderheims in Peru, zum zweiten Mal das IBG Lahr. Den Spanischschülern der Eingangsklassen stellte er zunächst seine von großer Armut geplagte Wahlheimat vor, die er in den 1990er Jahren als Sozialarbeiter kennen und lieben lernte. Im Anschluss gab er den Schülern einen Einblick in die Arbeit von Casa Verde, einem Kinderheim, das er 1998 gründete und in dem mittlerweile an zwei Standorten rund 50 Kinder und Jugendliche betreut werden.

Das Ziel von Casa Verde besteht darin, jungen Menschen, die unter den Folgen der Armut leiden und die in ihren Familien oft vernachlässigt oder gar misshandelt werden, einen neuen Lebensraum zu bieten. Ein interdisziplinäres Team von Pädagogen, Psychologen und Sozialarbeitern versucht, den peruanischen Kindern und Jugendlichen Halt und Geborgenheit zu geben, ihnen Werte wie Respekt und Gewaltfreiheit zu vermitteln und ihnen eine gute schulische Bildung zu ermöglichen.

Mit viel Bildmaterial und einem Film machte Volker Nack deutlich, dass es ihm und seinen Mitarbeitern auf beeindruckende Weise gelingt, den Kindern von Casa Verde Lebensfreude und eine echte Zukunftsperspektive zu schenken. Dabei sind sie nicht zuletzt auf Spenden aus Deutschland angewiesen. Auch das IBG darf sich mittlerweile zu den Freunden von Casa Verde zählen. Nach dem Vortrag im vergangenen Jahr gründete sich eine Sozial AG, unter anderem um Spenden für Casa Verde zu sammeln. Auch in diesem Schuljahr will das IBG Casa Verde durch verschiedene Spendenaktionen unterstützen.

Weitere Infos zu Casa Verde gibt es unter www.freunde-von-casa-verde.de

Gemeinschaftskunde hautnah - Exkursion zur Fridays for Future Demo in Freiburg

Motiviert, gemeinschaftlich, willensstark - diesen Eindruck erhielten die Schüler eines Gemeinschaftskunde-Kurses der J1 bei ihrer Exkursion zur „Fridays For Future“- Großdemonstration in Freiburg Mitte September.

Am 20.09.2019 gingen über 30.000 Menschen in Freiburg im Rahmen von „Fridays For Future“ für das Klima auf die Straßen – und wir waren als Beobachter mittendrin. Das Thema Demonstration fügte sich perfekt in unsere aktuelle Unterrichtseinheit „Politische Beteiligungsformen von Bürgern“ ein. Sofort nach unserer Ankunft auf dem zentralen Sammelplatz beim Stadttheater wurden unsere Lehrer Frau Bühler und Herr Scherwath von einem Journalisten des SWR angesprochen und zur Zielsetzung unserer Exkursion interviewt. Dies bestätigte das große mediale Interesse an den weltweiten Demonstrationen. Wir Schüler verschafften uns währenddessen einen Eindruck, wie eine Demonstration abläuft und organisiert wird.

Um einen tieferen Einblick in die Fridays For Future-Bewegung zu erhalten, haben wir auch einige der Teilnehmer befragt. Wir befragten sie beispielsweise, mit welcher Intention sie zur Demo kamen, ob sie bereits zuvor demonstriert hatten, ob und inwiefern sie sich über die Demo hinaus für Umweltschutz einsetzen und welche Tipps sie für mehr Nachhaltigkeit im Alltag parat haben. Hierbei erzählten uns viele, dass sie nur mit der Bahn in den Urlaub fahren, vegetarisch oder gar vegan leben, beim Einkaufen Plastikverpackungen vermeiden oder Fair Trade-Produkte kaufen.

Auf dem Platz der alten Synagoge war eine Bühne aufgebaut, von der aus die Organisatoren einige Kernbotschaften in Form von Slogans in die Menge riefen und die Demonstranten zum gemeinsamen Klatschen animierten. Darüber hinaus gab es auch viele Stände, bei denen man sich über Klima und Umweltschutz informieren konnte.

Wie die anwesenden Organisationen, Vereine und Parteien, gestalteten sich auch die Teilnehmer selbst äußerst vielfältig: neben den vielen Jugendlichen waren auch zahlreiche Erwachsene und sogar Senioren vertreten.

Die Teilnehmer verhielten sich sehr respektvoll und zeigten sich verantwortungsbewusst, denn es kam weder zu Auseinandersetzungen untereinander noch zu übermäßigen Verschmutzungen. Sie schafften es mit der Demonstration, den Ernst der Lage - sprich den schlechten Zustand unserer Umwelt - und ihre Forderung nach einer umweltbewussten und nachhaltigen Klimapolitik deutlich zu machen. Diese Atmosphäre animiert(e) mit- und weiterzumachen.

Bericht: Samuel Markatselis und Annika Dilger (J1)

Iliham Arouna, Samuel Markatselis, Lara Schabinger, Marie Siefert

Neue Schülervertreter an der Kaufmännischen Schule/IBG Lahr

Lara Schabinger ist neue Schülersprecherin an der Kaufmännischen Schule/dem Integrierten Beruflichen Gymnasium (IBG) Lahr. Bei der ersten SMV-Sitzung des aktuellen Schuljahres setzte sich die angehende Abiturientin in geheimer Abstimmung gegen eine Vielzahl an Mitbewerbern durch. Zu ihren Stellvertretern wurden Marie Siefert (WG 13/1), Iliham Arouna (WG 12/1) und Samuel Markatselis (SG 12/1) gewählt. Der vierköpfige Schülerrat vertritt nun als Spitze der SMV die Interessen von rund 1.300 Voll- und Teilzeitschülern. Unterstützt werden die Schülervertreter von den beiden Verbindungslehrern Jörg Magel und Patrick Grimm.

ErasmusDays am IBG

Vom 10. bis zum 12. Oktober 2019 fanden in ganz Europa die sogenannten ErasmusDays statt. An diesen Tagen machten Projektträger der Nationalen Agentur Bildung für Europa – darunter auch das IBG Lahr – mit speziellen Aktionen auf das Programm Erasmus+ aufmerksam.

Die Teilnahme an den ErasmusDays war für die IBG-Schüler das erste Event in diesem Schuljahr im Rahmen des von der EU geförderten Erasmus+ Projekts „Join the European table“. Im Foyer der Schule wurde eine Ausstellung gestaltet, in der über das dreijährige Projekt zum Thema Migration informiert wird. Viel Spaß bereitete den Teilnehmern dabei, die Luftballons aufzublasen und die Ausstellung mit weiteren Giveaways zu schmücken, die sie von der Nationalen Agentur zugesandt bekamen. Die Ausstellung im Foyer der kaufmännischen Schule kann noch bis Freitag, den 18. Oktober, besucht und besichtigt werden.

Nach diesem Auftakt in die Projektarbeit werden die Schüler der 12. Klasse des IBGs die Möglichkeit haben, sich mit ihren Projektpartnern aus Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen und Griechenland über das Thema Flucht und Migration, die Rolle von Wohltätigkeitsorganisationen sowie kulturelle Unterschiede in den beteiligten Ländern auszutauschen. Außerdem wird gemeinsam ein Willkommensleitfaden für Schulen entwickelt, der es erleichtern soll, Neuankömmlinge in den Schulalltag zu integrieren.

Die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern wird einerseits über Videokonferenzen und Chatrooms geführt. Andererseits finden auch zwei Projekttreffen statt, bei denen sich jeweils sechs Schüler*innen und zwei Lehrer*innen aus jedem Land real begegnen und in internationalen Gruppen zusammenarbeiten. Das erste Treffen findet vom 9. bis 16. November in Tarragona/Spanien statt. Ein weiteres Treffen ist für März 2020 in Debrecen/Ungarn geplant. Am Ende der Sommerferien 2020 werden drei Schüler*innen der jetzigen 11. Klassen des IBGs aus den Fördermitteln des Erasmus+ Projekts zudem Stipendien für einen zweimonatigen Schulaufenthalt in Frankreich, Spanien oder Griechenland zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen gibt es unter www.ibg-lahr.de/schulleben/projekte/erasmus-projekt

CDU-Politikerin Gentges sagt Schülern Unterstützung bei Umweltprojekten zu

Am Mittwoch, den 2. Oktober, traf sich die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges mit Schülerinnen und Schülern des IBG Lahr um Möglichkeiten zu diskutieren, wie die Schule einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten kann. Die Schülerin Zoe Merz stellte in einer Präsentation einige Ideen vor, die sie und ihre Mitschüler zuvor gesammelt hatten. Dazu zählten unter anderem ein stromerzeugendes Fahrrad, eine Nextbike Station (Fahrradverleih) sowie eine Elektroladesäule für Fahrräder, Roller und Autos.

Außerdem wünschten sich die Schüler weitere Bepflanzungen auf dem Schulhof sowie die verstärkte Nutzung von umweltfreundlichen Flaschen am Wasserspender der Schule. Frau Gentges zeigte sich sehr angetan vom Engagement der Schüler und sagte ihnen zu, sie bei ihren Vorhaben so gut es geht zu unterstützen. Sie wolle sich zeitnah über die Machbarkeit der vorgeschlagenen Mobilitätsmaßnahmen informieren und den Schülern bei der Suche nach Sponsoren helfen.

Das Treffen mit Marion Gentges stand im Kontext zahlreicher anderer Aktionen zum Klima- und Umweltschutz, die bereits im vergangenen Schuljahr gestartet wurden. So fuhren Schülerdelegationen des IBG zweimal in den Landtag nach Stuttgart, um mit Abgeordneten der beiden Regierungsparteien über Lösungsansätze zur Klimakrise zu diskutieren. Außerdem sammelten Schüler im Rahmen der Projekttage Ideen zur nachhaltigen Gestaltung des Schullebens.

"Erst kommt das Fressen, dann kommt das Integral" - Neueröffnung der Mensa

Schüler und Lehrer der Kaufmännischen Schule/IBG Lahr können endlich wieder konzentriert den Unterricht gestalten – nicht nur in Mathematik. Nachdem die schuleigene Mensa in den ersten 4 Schulwochen dunkel geblieben war, gibt es seit dem 7. Oktober einen neuen Mensabetreiber. Die Bäckerei Krämer aus Seelbach versorgt die Schulgemeinschaft an beiden Schulstandorten (Bergstraße 76 und Weinbergstraße 5) vormittags mit Backwaren und Getränken und mehrmals wöchentlich in der Bergstraße auch mit warmen Snacks in der Mittagszeit. Die Bäckerei Krämer folgt auf die Firma Schott Catering, die sich zum Ende des vergangenen Jahres aus dem Mensabetrieb zurückgezogen hatte. Am Eröffnungstag pilgerten zahlreiche Schüler und Lehrer in die Mensa, um das reichhaltige Angebot auszuprobieren. Auch die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, stellte sich für eine Quiche an und überreichte Verkäuferin Olga Becker zum Einstand im Namen der Schulgemeinschaft einen Blumenstrauß.

IBG-Schüler diskutieren mit Landtagsabgeordneten über Klimaschutz

Nicht nur Demonstrieren, sondern auch Diskutieren - unter diesem Motto wagte sich eine Schülerdelegation des IBG Lahr im Juli gleich zweimal in den Landtag nach Stuttgart. Schulleiter Herbert Huber hatte zwei Termine mit Abgeordneten der beiden Regierungsparteien vereinbart, zum einen mit Raimund Haser und Marion Gentges von der CDU und zum anderen mit Sandra Boser von den Grünen.

Ziel war es, die Forderungen und Anliegen der Fridays for Future Bewegung direkt an politische Entscheidungsträger heran zu tragen. Die Politiker traten den Schüler jeweils mit bemerkenswerter Offenheit gegenüber. Man erkannte, dass die Europawahl auch auf Landesebene einen Prozess angestoßen hat und dass die Themen Klima- und Umweltschutz deutlich höher auf der Agenda der Parteien stehen. Die Anliegen der Schüler wurden sehr ernst genommen und die Jugendlichen selbst höchst professionell behandelt. Es entstand eine lebendige fachliche Diskussion, welche angesichts des eng gesteckten Zeitrahmens zwangsläufig nur einen Teil der Klimadebatte abdecken konnte.

"Kein Abschluss ohne Anschluss" - Verabschiedung von Schulleiter Herbert Huber

Vor gut gefüllten Reihen in der etwas zu hoch geheizten Sporthalle begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Ingrid Isele am Mittwoch, den 24. Juli, alle Anwesenden, die dem Schulleiter der Kaufmännischen Schule Lahr, Herbert Huber, einen gebührenden Abschied bereiten wollten.

Teil I: Abschluss

Namentlich begrüßt wurden Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, die Mitglieder des Landtags Sandra Boser und Marion Gentges, sowie Ministerialrätin Dr. Veronika Nölle und Ministerialdirigent Klaus Lorenz. Zu den Anwesenden zählten auch Abteilungspräsident Thomas Hecht vom Regierungspräsidium Freiburg, Dr. Nikolaus Stoermer als Erster Landesbeamter des Ortenaukreises, sowie Guido Schöneboom, Erster Bürgermeister der Stadt Lahr. Als Vertreter der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein war ihr Präsident, Dr. Steffen Auer, ebenso erschienen, wie auch die Vorsitzende des Landesschulbeirates, Ingeborge Schöffel-Tschinke. Frau Isele begrüßte außerdem zahlreiche aktuelle und ehemalige Schüler und Lehrer der KS Lahr unter den Zuhörern.

Sogleich bat sie zur ersten Rede Kultusministerin Eisenmann auf die Bühne. Diese konnte durch Hubers vielfältiges Engagement, auch außerhalb der Schule, auf einige persönliche Begegnungen mit ihm zurückgreifen. Vermutlich auch deshalb freute sie sich zwar über die Einladung, sei aber „getrübt“ ob ihres Anlasses. Im Rückblick erkenne sie in Lahr, nach 10-jähriger Tätigkeit Hubers als Schulleiter, deutlich seine „Handschrift im breiten Bildungsangebot und in Innovationen“. Sie befand die Schule für die Zukunft als „optimal ausgerichtet“ durch digitale Lernangebote, ihre internationale Ausrichtung und Neuheiten wie einer Klasse im E-Commerce. Besonders interessant sei für die Landespolitiker darüber hinaus die Teilnahme und Auswertung des mehrjährigen Tablet-Projektes, an welchem die KS Lahr partizipiert.

An ihren persönlichen Erfahrungen mit Herrn Huber ließ die Ministerin die Zuhörer auch teilhaben, indem sie ihn als diskussionsfreudig, mutig, zukunftsorientiert und den „Standort prägend“ charakterisierte. So hätte Huber das Potential des international ausgerichteten Wirtschaftsgymnasiums (WGI) „gleich erkannt“. Hier sieht Eisenmann auch für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich zu entfalten, internationalen Interessen nachzugehen und entsprechende Kompetenzen zu erwerben. Einzigartig im Land und damit ein „Premiumprodukt“ sei das berufliche Gymnasium mit drei Profilen als Baustein. Da 35 % [statistisches Landesamt BW, 2018] der Absolventen ihre Hochschulreife an einem beruflichen Gymnasium ablegen, möchte Eisenmann weiterhin „um diesen Zweig kämpfen“.  So habe sich auch Huber stets für sämtliche Schularten an der KS Lahr mit unterschiedlichen Bildungsgängen und sechs verschiedenen Abschlüssen engagiert. Dem sei es unter anderem zu verdanken, dass sich an der KS Lahr mit neun Übungsfirmen des Berufskollegs und der Berufsfachschule Wirtschaft die größte Anzahl dieser in ganz Deutschland finde. Die Ursache dieses außerordentlichen Engagements sei auch in der persönlichen Laufbahn von Herrn Huber begründet, der selbst ein „originäres Gewächs“ der beruflichen Schulen sei.

Mit derartigen Grundlagen aus allen Richtungen konnte Huber „gelassen und optimal vorbereitet, charmant und diszipliniert“ der Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium begegnen. Entsprechend zeigte er sich in den „Themen unerbittlich“ auch mit einer „notwendigen Sturheit und Penetranz“. „So müsse es sein“, resümierte die Kultusministerin. Die Zusammenarbeit habe sie „genossen“. Um den weiteren Weg von Huber mache sie sich allerdings keine Sorgen, denn „wenn Sie etwas machen, dann machen Sie es richtig“, so Eisenmann zusammenfassend zu Huber gewandt.

Abschließend vergaß sie nicht, dem Ortenaukreis als Schulträger und der Lehrerschaft der KS Lahr für ihr Engagement zu danken, sie leisteten „tolle Arbeit“. Zukünftig freue sie sich auf die weitere Zusammenarbeit, auch mit der neuen Schulleiterin, Claudia Cassiani, „zum Wohle der jungen Menschen“.

Als nächster Laudator betrat Dr. Niklas Stoermer (Erster Landesbeamter des Ortenaukreises) die Bühne. Dieser verglich Huber mit einem Kapitän, der das Schiff „KS Lahr“ auf „gutem und sicherem Kurs“ gehalten habe, was an den vielen Abgängern der „zweitgrößten Schule des Ortenaukreises“ deutlich werde. Um diesen Kurs halten zu können hätte der Kapitän stets „klar Schiff gemacht“ und mit der Digitalisierung in Kombination mit „soft facts“ beste Voraussetzungen für einen Start der Schülerinnen und Schüler ins Berufsleben geschaffen. Dabei habe er sich auch nicht gescheut einen neuen Kurs einzuschlagen: als andere Schulleiter ihre Schülerschaft aufgrund der Fridays For Future Demonstrationen rügten, sei Huber mit einer Schülerdelegation in den Stuttgarter Landtag gefahren. Stoermer dankte im Namen des Ortenaukreises und schlussfolgerte, dass Huber ein „Glücksfall“ für das Land gewesen sei, der stets den Überblick behielt, jedoch auch „über die Reling hinaus“ geblickt habe.

Nun bekam die Schülerschaft, stellvertretend durch eine kleine Delegation im internationalen Dress, das Wort. Auf allen an der KS Lahr unterrichteten Fremdsprachen, also Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Schwedisch, wurden Herrn Huber die besten Wünsche übermittelt. An diese Wünsche knüpfte die stellvertretende Schulleiterin Ingrid Isele an und überreichte Huber ein Andenken und Präsent des Schulleitungsteams, welches „seine privaten und schulischen Interessen verbinden könne“. Da Huber „aus dem Stehgreif“ über 25 Krawattenknoten binden könnte, bekam er eine Krawatte mit dem Schullogo überreicht. Auch mit einer weiteren Überraschung konnte Isele begeistern, denn es war ihr gelungen einige Schülerinnen und Schüler aus Hubers erstem Abschlussjahrgang an der Kaufmännischen Schule Offenburg ausfindig zu machen und zum Ende seiner Schullaufbahn einzuladen.

Stellvertretend für Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, der sich auf dem Weg nach China befand, reihte sich der Erste Bürgermeister der Stadt Lahr, Guido Schöneboom in die Gratulanten ein. Nachdem Schöneboom seine Zuhörer mit einem Rückblick auf die 24 Stunden dauernde, taktisch angewendete, Filibuster-Rede erschaudern ließ, revidierte er kurzum dieses Szenario indem er das Gegenteil ankündigte, denn die Hoffnung Herrn Hubers „Richtung zu ändern“ habe er nicht. Angesichts der Temperaturen wolle er die lobenden Worte nicht wiederholen, aber um den Hinweis auf die von Huber angestoßene Bildungslandschaft Lahr ergänzen. Schöneboom dankte ihm als „Mann der ersten Stunde“ im Namen der Stadt Lahr.

Ebenso hatte auch der Präsident der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, Stefan Auer, Huber erlebt. Bei vielen gemeinsamen Projekten, wie dem Berufsbildungsausschuss und dem Schulentwicklungsplan, habe Huber vorausschauend und frühzeitig die Weichen gestellt. Jedoch erlebte Auer Herrn Huber und die KS Lahr nicht nur in dieser Funktion, sondern auch als Unternehmer. Durch den Austausch mit seinen Auszubildenden bescheinige er den Lehrern der Berufsschule eine „tolle Arbeit“. Die Zusammenarbeit funktioniere „hervorragend“, weshalb er stolz auf die bisherigen Erfolge sei und sich auf die weitere Zusammenarbeit freue.

Auch die beiden Vertreter des Örtlichen Personalrates Michael Stütz und Ulrich Strömel blickten, als folgende Redner, auf eine intensive Zusammenarbeit mit Herrn Huber zurück. Sie begannen humorvoll mit der Frage, ob Herr Huber gedacht hätte, so lange „zur Schule zu gehen“? Der Huber‘sche Leitsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zeige sich sowohl in der Schulkarriere desselben, wie auch in seinem beruflichen Einsatz für die diversen Schularten. Seine Arbeit, um die personellen Entwicklungen zu steuern und die gesellschaftlichen voranzutreiben, habe immer „Herz und Hand, oft auch Biss“ gehabt. Beide Redner glaubten nicht an einen „tatsächlichen Abgang“ Hubers von der Bildfläche der Schule und vermuteten eine treue Befolgung des Leitsatzes.

Es folgten persönliche Worte von Renate Granacher-Buroh, die den Berufsschullehrerverband (BLV) repräsentierte, welchem Herr Huber noch bis Ende des Jahres vorsteht. Ihr gemeinsamer Weg habe 2014 in der Vorstandschaft des BLV begonnen, in dem sich Herr Huber immer für eine Ausgeglichenheit der drei beruflichen Schultypen kaufmännisch, gewerblich und hauswirtschaftlich eingesetzt hätte. Dies sei ihm gelungen, da er sich sowohl als „umgänglicher Mensch“ zeige, er jedoch auch über das „Wissen und den Erfahrungsschatz“ verfüge, den man brauche. So habe er dem BLV „große Erfolge beschert“. Mancher frage sich vielleicht, wie er sein frisches und junges Aussehen bewahre. Für Granacher-Buroh liegt das Geheimnis aus einer Mischung aus tadellosem Aussehen, Fußballliebe und seiner Familie, wobei über „die Reihenfolge diskutiert werden“ könne. Sie schloss mit einer Einladung zum Schützenfest und der Hoffnung, dass Huber in Zukunft nun noch mehr Zeit für den BLV haben möge. 

Zum Abschluss fand die stellvertretende Schulleiterin Isele bewegende Worte mit der Anekdote eines Geflüchteten, der 2015 kurzfristig in der Sporthalle der KS Lahr Zuflucht fand. 4 Jahre später konnte Atif Aman aus Pakistan an der gleichen Stelle ein Abschlusszeugnis der Ausbildung zum Verkäufer im Einzelhandel entgegennehmen. Diese Erzählung nutzte Isele stellvertretend, um Hubers Engagement für „Toleranz und gleiche Bildungschancen für alle“ hervorzuheben. Geradezu sinnbildlich dafür stehe ja auch das Berufliche Schulwesen, wofür sich Herr Huber stets „eingesetzt, gar gekämpft“ habe. Persönlich dankte sie ihm auch für das entgegengebrachte Vertrauen und die „Unterstützung bei gemeinsamen Projekten“.  Dies ermöglichte die Entwicklung der KS Lahr zu der Schule, „die sie heute ist“.

In Analogie an ein Zitat von Angela Merkel wünschte Isele ihm nun, dass er mit diesem Ende den Zauber des Anfangs wieder spüren könne und blickte für Herrn Huber in einen neuen Lebensabschnitt voller Chancen. Passend dazu präsentierte die Schulband das Lied „Hinterm Horizont geht’s weiter“ von Udo Lindenberg.

Teil II: Abschluss mit Anschluss

Nach vielen persönlichen, bewegenden, lobenden und teils humorvollen Ansprachen, richtete Herr Huber selbst einige Zeilen an die Zuhörerschaft. Die vorherigen Bekundungen könne er annehmen, wenn diese ihn als „überzeugten Berufler“, „leidenschaftlich und engagierten Gestalter des Beruflichen Schulwesens“ mit „emotionaler Verbindung zur Kaufmännischen Schule Lahr“ beschreiben. Dann könne er sich auch dafür bedanken.  Zu Dank sah er sich auch den Anwesenden für ihre, teilweise weite Anreise, verpflichtet, besondere Erwähnung galt Kultusministerin Susanne Eisenmann.

Zwar verbinde alle das Thema „berufliche Bildung“, doch die erlebte und dauerhafte Unterstützung des Schulträgers, des Regierungsministeriums und des Kultusministeriums sei bemerkenswert. So habe sich in den vergangenen Jahren einiges bewegen lassen, wie beispielsweise die Erweiterung des Bildungsangebotes am Wirtschaftsgymnasium um ein internationales Profil und in der Berufsschule um den E-Commerce-Zweig und, oder auch die Modernisierung der EDV-Ausstattung sowie die Einrichtung von Tablet-Klassen.

Mithilfe eines „motivierten Kollegiums“ und der „kreativen Schulleitung“ hätte sich die KS Lahr „krisensicher und stabil“ aufstellen können, so Huber. Damit sprach er nochmals dem Kollegium, von dem er einiges „verlangt und erwartet“ hätte, dem Schulleitungsteam, den Sekretärinnen und dem Hausmeister, aber natürlich auch den Politikern und den Repräsentanten von Kreis und Land seinen Dank aus. Schlussendlich fand er auch lobende und dankende Worte gegenüber seiner Familie und seiner Frau Ulrike Huber, für ihre „unendliche Geduld“.

Nach dem Rückblick gelang Huber noch ein Blick nach vorne, auch im Hin-Blick auf seine Nachfolgerin Frau Claudia Cassiani. Eine Umsetzung des Beschlusses der Kultusministerkonferenz zur „Beruflichen Schule 4.0“, der seinen Schwerpunkt auf „Innovationskraft und Integrationsleistung“ setze, sei anspruchsvoll, für die KS Lahr jedoch auch „reizvoll“. Huber hieß Frau Cassiani herzlich willkommen und versprach ihr seine Unterstützung.

Zu Beginn hatte auch Kultusministerin Eisenmann Frau Cassiani zu ihrer neuen Aufgabe beglückwünscht. In ihrem Lebenslauf sehe sie eine passende Besetzung – durch ihre Arbeit in der Unternehmensberatung, die Lehraufträge an der Fachhochschule Offenburg, die anschließende Lehrtätigkeit an der Kaufmännischen Schule Offenburg sowie ihren Tätigkeiten am Regierungspräsidium Freiburg könne sie einen reichen Erfahrungsschatz vorweisen. Eisenmann habe „keine Sorge“ um die Zukunft der KS Lahr, weil sie diese „in guten Händen weiß“.

Ebenso hatte die stellvertretende Schulleiterin Ingrid Isele die Chance genutzt, um Frau Cassiani nicht nur mit einem Blumenstrauß, sondern auch mit einem kleinen Schülerbeitrag willkommen zu heißen. Wie bei Herrn Huber wurde das Willkommen der Schülerinnen und Schüler in englischer, französischer, russischer, spanischer und schwedischer Sprache präsentiert. Die Überraschung war sichtlich gelungen und die gerührte neue Schulleiterin Cassiani bedankte sich für die herzliche Aufnahme. Auch sie freue sich auf die Zukunft an dieser Schule mit diesem Schulleitungsteam, dem Kollegium und der Schülerschaft.

Es schloss sich der Kreis mit den, an Cassiani gerichteten, Worten der Personalräte Strömel und Stütz: „Kein Abschluss im Regierungspräsidium ohne Anschluss im Lehrerkollegium der KS Lahr“. 

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Hinterm Horizont geht’s weiter: Schüler und Lehrer der KS Lahr verabschieden sich in die Ferien

Mit einer großen Schuljahresabschlussfeier haben sich Lehrer und Schüler der Kaufmännischen Schule Lahr am letzten Schultag in die Sommerferien verabschiedet. Die Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft (BFW) erhielten im Rahmen der Feier ihre Zeugnisse über die Mittlere Reife. Sie hatten zuvor 6 Prüfungen absolviert und damit ihren zweijährigen Bildungsgang erfolgreich abgeschlossen. Als Jahrgangsbeste wurde Ann-Kristin Himmelsbach ausgezeichnet.

Die Absolventen der BFW im Schuljahr 2018/19 sind: Markus Bierich, Celine Demir, Jessica Ekhardt, Nicolas Erb, Lukas Goerke, Sabrina Gueddin, Justin Gulbinsky, Djihane Hablal, Christian Heitzelmann, Kevin Hilß, Ann-Kristin Himmelsbach, Sophia Himmelsbach, Dominik Jarosz, Veronika Keppel, Julia Langer, Jasmin Müller, Markus Platt, Sara Schnaufer, Anna-Lena Weber.

Darüber hinaus wurden in allen Schularten Preise für sehr gute Leistungen verliehen. Am Kaufmännischen Berufskolleg 1 wurden Sebastian Göppert, Melisa Kilic, Chantal Sagolla, Alina Scheiermann und Christina Weber ausgezeichnet.                                              

In der Eingangsklasse des Integrierten Beruflichen Gymnasiums (IBG) erhielten folgende Schüler einen Preis: Deborah Erbe, Hanna Gutmann, Jana Keßler, Hanna Kopf, Samuel Markatselis, Michael Merlin, Roxana Radscheidt, Julian Schneider, Tamina Schulz, Theresa Spitzmüller, Evelyn Steinbach, Nina Stofer

Auch in der Jahrgangsstufe 1 des IBG gab es zahlreiche Preisträger: Jasmin Göhr, Philipp Himmelsbach, Vanessa Mista, Alexander Moor, Sarah Pfeifer, Marina Schäfer, Celine Schneider, Sophia Schwärzel.

Die Feier in der vollbesetzten Turnhalle wurde von der Schulband aufgelockert, die unter anderem Lieder von Dire Straits („Walk of life“), Adele („Make you feel my love“) und Udo Lindenberg („Hinterm Horizont“) spielten. Zum Schluss kam das gesamte Kollegium auf die Bühne, um Schulleiter Herbert Huber mit einer textlich angepassten Version von „Mac the Knife“/ „Mackie Messer“ in den Ruhestand zu verabschieden.

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Französisch lernen am Meer

Unter diesem Zeichen stand der Schüleraustausch des IBG mit der französischen Erasmus+ Partnerschule Lycée Victor Hugo in Hennebont und dem Collège de la Rivière d’Étel. Nur 200 Meter vom Meer entfernt konnte die Schülergruppe des IBG beim gemeinsamen Unterricht im Collège am Vormittag nicht nur in die Sprache eintauchen, die bretonischen Schüler brachten ihnen auch ihre Kultur näher.

So wurden französische Lieder gesungen und traditionelle Musikinstrumente (z.B. la bombarde) vorgeführt. Deutsche und französische Schüler schwangen sogleich das Tanzbein und erlernten den bretonischen Tanz. Im Gegenzug sangen auch die IBG-Schüler mit wachsendem Vergnügen deutsche Lieder vor, bevorzugt Fastnachtsschlager…

Die Schüler des Lycée Victor Hugo sorgten dann dafür, dass die Lahrer Gruppe die ganze Woche aktiv die Region und die bretonische Küste erkunden konnte. Gemeinsam mit den Franzosen wurde die Steilküste erwandert, „Rosalie“ gefahren (siehe Foto) und im Klettergarten geklettert. Es wurde zusammen gekocht, gegrillt und auf dem Campingplatz Boule gespielt. Fast jederzeit konnte man sich im Atlantik erfrischen, was herrlich war, denn im Laufe der Woche wurde es immer heißer und sagenhafte 35 Grad sorgten dafür, dass „la canicule“ (Sommerhitze) eines der französischen Wörter ist, die so schnell nicht wieder vergessen werden.

Bericht: Gabriele Budig

Wahre Liebe gibt es nur im Real Life - Englische Theatergruppe führt das Stück "Life online" auf

Am Montag, den 08. Juli, wurde dem Englischunterricht der elften Klassen am IBG Lahr frischer Wind eingehaucht. Insgesamt 120 Schüler bekamen die Möglichkeit, das englischsprachige Theater "Life Online" der Company "Theater@School" anzusehen und sich im Anschluss mit den Schauspielern auf Englisch zu unterhalten.

Das Stück handelt von Themen, die im Leben von Jugendlichen hochaktuell sind: Social Media, Liebe und dem Wunsch dazuzugehören. Hauptperson ist die 17-jährige Kate. Im Gegensatz zu ihrem Umfeld ist sie der festen Überzeugung, dass Internet und Social Media reine Zeitverschwendung sind. Dies lässt sie auch ihren Mitschüler Danny spüren, als dieser sich, während eines Dates mit ihr, mehr auf sein Handy als auf sie konzentriert.

Kate ist voll und ganz auf die echte Welt fokussiert. Sie träumt davon Schriftstellerin zu werden und ist sich sicher, dass wahre Liebe nur im Real Life zu finden ist. Doch scheinbar ist sie mit dieser Ansicht vollkommen alleine und somit beschließt sie in die Welt des Internets einzutauchen. Schnell findet sie Gefallen daran. Auch auf einer beliebten Dating Website versucht sie ihr Glück, als ihr Vater Wind davon bekommt, wird er sauer, doch Kate streitet alles ab.

Schon nach kurzer Zeit findet sie jemanden, der Perfekt zu sein scheint. Sein Name ist Henry und die beiden teilen viele Ansichten und sind scheinbar voll auf einer Welle. Da sie von nun an nur noch an Henry denken kann, rutscht sie in der Schule ziemlich ab und verliert somit die Chancen auf ein gutes Studium. Dadurch kommt es zu einem großen Streit mit ihrem Vater.

Als Kate abends wieder mit Henry schreibt passiert, was sie sich die ganze Zeit erträumt hat, er gesteht ihr seine Liebe. Doch diesem Geständnis folgen seltsame Forderungen. Er wünscht sich, dass sie ihm Nacktbilder schickt und da sie so sehr auf seine Liebe vertraut tut sie es und reitet sich somit in ein großes Schlamassel...

Das ganze Stück wurde von lediglich zwei Schauspielern aufgeführt. Während Vanessa sich voll und ganz auf die Rolle der Kate konzentrierte, versetzte sich Martin in die Rollen aller restlichen Akteure. Trotzdem wirkte das Stück nicht chaotisch oder improvisiert. Den Umbau der Kulissen übernahmen die beiden selbst und gestalteten ihn durch kleine Tanzeinlagen unterhaltsam. Auch, wenn die gelernten Schauspieler schon Ende zwanzig sind, verkörperten sie die jugendlichen Protagonisten äußerst glaubhaft. Das Stück „Life online“ war keine Moralpredigt, sondern eine sympathische Erinnerung daran, vorsichtig mit sozialen Medien umzugehen und nie zu viel von sich Preis zu geben.

Den Horizont im Erweiterungsmodus – Schüler des BK II feiern ihren Abschluss

55 Schüler haben ihre Abschlussprüfungen am Kaufmännischen Berufskolleg II bestanden und damit die Fachhochschulreife erworben. Im Rahmen einer Feierstunde mit Freunden, Angehörigen und Lehrern wurden Ihnen die Zeugnisse überreicht.

Schulleiter Herbert Huber gratulierte den Schülern zu ihrem erfolgreichen Abschluss: „Ich bin der festen Überzeugung, dass Ihre Entscheidung, nach dem BK I das BK II zu besuchen und die Fachhochschulreife anzustreben, richtig und klug war.“  Die Absolventen hätten nun vielerlei Optionen, sie könnten ein Studium aufnehmen oder sich für eine Ausbildung bewerben. Huber stellte fest, dass die aktuelle Schülergeneration durch das rauer werdende Klima zwischen den Menschen und die gegenaufklärerische Leugnung von Fakten besonderen Herausforderungen ausgesetzt sei: „Jede Generation war herausgefordert, Sie sind es auch. Ich wünsche mir, dass unsere Schule es vermochte, Sie ein stückweit auf diese Herausforderungen vorzubereiten.“

Die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, gratulierte den Absolventen ebenfalls zum zweithöchsten Schulabschluss und den hervorragenden Zukunftsaussichten. Der Erfolg sei auch dem guten Miteinander in den Klassengemeinschaften zu verdanken: „Ihr habt euch im vergangenen Jahr gegenseitig unterstützt, aufgebaut und nicht als Konkurrenten wahrgenommen. Haltet an diesen menschlichen Zügen fest, dann bleibt euer Horizont im Erweiterungsmodus.“ Gleichzeitig appellierte Lebfromm an die Schüler, im Beruf und in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und sich gegen Ungerechtigkeit, Sexismus und Rassismus einzusetzen: „In Biologie habt ihr gelernt, dass wir nicht zur Klasse der Wirbellosen gehören. Deshalb sollten wir uns nicht rückgratlos zurücklehnen, sondern auch mal für andere einstehen, selbst dann, wenn wir nicht direkt betroffen sind.“

Im Anschluss an die Reden wurden die Zeugnisse ausgehändigt und mit Luca Späth und Sophia Feldweg die Jahrgangsbesten geehrt. Beide erhielten für ihre guten Leistungen ein Lob. Sophia Feldweg wurde außerdem mit dem Sparkassen-Preis für hervorragende Leistungen im Fach Wirtschaft ausgezeichnet. Sie wurde mit der Note 1 eingereicht und kam auch mit einer 1 aus der Abschlussprüfung heraus. 26 Schüler haben durch Zusatzunterricht und zwei zusätzliche Prüfungen neben der Fachhochschulreife auch noch die Qualifikation als staatlich geprüfter Wirtschaftsassistent erworben.

Folgende Schüler haben dieses Jahr ihren Abschluss am BK II gemacht: Natalie Andreas, Cansu Balci, Eren-Kaan Baskin, Muhammed Bayram, Lena Bender, Luca Biegert, Sebastian Boni, Lina-Marie Busam, Giulia Castrignano, Aybike Cataltepe, Yannic Danielli, Yasin Eltemur, Jessica Feierstein, Sophia Feldweg, Michael Fomenko, Nicolas Gaßmann, Ferhat Gümüssü, Moritz Haaser, Mike Henning, Christian Hepp, Michael Hetzel, Erlind Hoti, Robin Hübner, Kristin Jäger, Steffen Kappus, Dilara Karagoezoglu, Vivien Karam, Cosima Kerber, Mahwar Khodeida, Melissa Laag, Lea Lampferhoff, Maximilian Müller, Anna-Lena Obert, Elena Oesterlin, Diyar Öger, Rahima Öger, Vanessa Ott, Vivien Pigler, Marvin Prediger, Talea Rapp, Alexander Riedel, Anita Root, Linda Ruez, Luisa Sailer, Timo Schätzle, Kevin Scheiermann, Chantal Schlegel, Anastasia Spät, Luca Späth, Bastian Utz, Alexandra Voicu, David Wagner, Diana Wal, Jonas Walter, Katharina Zehnle.