Gründungsfeier der Juweluna GmbH

Ein reichhaltiges Buffet, alkoholfreier Sekt und nicht zuletzt die musikalischen Darbietungen von Schülerin Vivienne Michels unterstrichen den feierlichen Charakter der Veranstaltung. Geschäftsführerin Silvia Moog sprach von einem aufregenden Tag für die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Übungsfirma, die nun endlich loslegen und ihr eigenes (fiktives) Geld verdienen könnten. Sie dankte insbesondere dem Ehepaar Spinner für ihre tatkräftige Unterstützung und Impulse im Vorfeld der Firmengründung. Manfred Spinner entgegnete, dass man sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit freue und der Juweluna jederzeit mit dem nötigen Fachwissen zur Seite stehe: „Wir halten die Übungsfirma für ein hervorragendes Konzept und sind sehr froh darüber, dass wir uns als Partnerfirma einbringen können“.

Als Koordinator der sechs Übungsfirmen richtete auch Ulrich Ströhmel einige Worte an die Mitarbeiter/innen und Gäste. Ströhmel ermutigte die Jung-Juweliere, mit Elan und Lernbereitschaft an die Arbeit zu gehen: „Sie dürfen auch gerne mal einen Fehler machen – darin liegt oft der größte Lerneffekt“.  Die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, ergänzte, dass die Übungsfirmen mittlerweile ein wesentlicher und gar nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Unterrichts an den Kaufmännischen Schulen seien: „Hier werden die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch und gezielt auf eine spätere kaufmännische Berufsausbildung vorbereitet“, so Isele.

Hinter dem Übungsfirmenkonzept steht der Gedanke, die Schüler/innen der zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft sowie des Berufskollegs unter möglichst realistischen Bedingungen an kaufmännische Tätigkeiten heranzuführen. Die Schüler/innen sitzen dazu einmal pro Woche in einem professionell eingerichteten Großraumbüro, das in verschiedene Abteilungen wie Marketing, Personal oder Rechnungswesen aufgeteilt ist. An Computern simulieren sie Geschäftsprozesse, handeln mit fiktiven Waren und verdienen fiktives Geld. Die Freude über eine Umsatz- und vor allem Gewinnsteigerung ist dagegen ganz reell.

Ein erstes Highlight ihrer noch jungen Karriere steht den Mitarbeiter/innen der Juweluna bereits am morgigen Dienstag bevor, wenn sie zur Übungsfirmenmesse nach Mannheim fahren. Dort können Sie dann Geschäftskontakte mit anderen Übungsfirmen knüpfen und erste Verträge abschließen.

Mit Comenius beim Rheinhafen Kehl

Nachdem Herr Preiß von der Hafenverwaltung in einer informativen Präsentation die Geschichte und die Entwicklung des Hafens als Industriestandort vorstellte, ging es zu einem Rundgang durch das Hafenbecken 1, wo die Schüler/innen den Schiffsverkehr auf dem Rhein „live“ erlebten. Die Projektmitglieder erfuhren dort einiges über die Stahlgewinnung der „Badischen Stahlwerke“ und erhielten darüber hinaus einen Eindruck von der Betriebsamkeit eines modernen Binnenhafens: Granitstelen aus China, Zellulose aus Spanien, Biokost für das geliebte Haustier – das sind nur einige Beispiele aus der Vielzahl der umgeschlagenen Güter. Wer es noch nicht wusste, der Rheinhafen Kehl belegt bei der wasserseitigen Umschlagsleistung von 91 Binnenhäfen in ganz Deutschland den 7. Rang. Das Transportvolumen hatte im letzten Jahr mit fast vier Millionen Tonnen wieder einen neuen Rekord erreicht.

Mitte November reist ein Teil der Comeniusgruppe zu unserer Partnerschule nach Tarragona, Spanien, um dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Projektpartner aus Polen, Schweden und Ungarn ihre Ergebnisse zum Thema Wasser als Wirtschaftsfaktor sowie die Auswertung eines Fragebogens zum Wasserverbrauch privater Haushalte vorzustellen.

Besuch von Sandra Boser MdL

Am Donnerstag, den 18. Oktober 2012, besuchte Frau Sandra Boser MdL, bildungspolitische Sprecherin der Grünen in Baden-Württemberg, die beruflichen Schulen in Lahr.

Zum Abschluss ihres Besuchs kam Frau Boser an die Kaufmännischen Schulen, wo sie sich über die Konzepte und Bildungsangebote der verschiedenen Schularten Berufsschule, zweijährige Berufsfachschule, Berufskolleg sowie Integriertes Berufliches Gymnasium informierte.

Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude erhielt Frau Boser, die selbst Schülerin eines Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums war, einen Einblick in die hervorragende Ausstattung der Kaufmännischen Schulen Lahr. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von den Übungsfirmen, dem Musikraum sowie den neuen Physik- und Chemiesälen.

Sebastiano Fusca zum Schülersprecher gewählt

Zu seinen Stellvertretern wurden Wladimir Reichert (WG 12/1) und André Lengning (WGI 12/1) gewählt. Insgesamt hatten 2 Schülerinnen und 6 Schüler kandidiert.

Der Schülersprecher ist nun Vorsitzender des Schülerrats und vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler an den Kaufmännischen Schulen Lahr. Schulleitung und Verbindungslehrer gratulierten den neu gewählten Schülervertretern und sicherten der SMV ihre Unterstützung zu.

Neue Elternbeiratsvorsitzende

Schulleiter Herbert Huber bedankte sich bei Christiane Hettich für die angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit und bescheinigte ihr, viel Gutes für die Schule geleistet zu haben.

Der neuen Elternbeiratsvorsitzenden, Marlin Muth, sprach Huber ebenfalls seinen Dank aus für die Bereitschaft, das Amt und die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen.  Auch mit ihr strebe er eine gute Zusammenarbeit  zum Wohl der Schule an.

Kollegiumsausflug 2012

Einen besonderen Eindruck hinterließ dabei nicht nur die neueste Tunnelbohrmaschine (Durchmesser 11,46 Meter) für den Metrobau in Rio de Janeiro, sondern auch die Geschichte eines südbadischen Konzerns, der es dank innovativer Technologien in relativ kurzer Zeit zum unumstrittenen Weltmarktführer geschafft hat, oder - um im stark international angehauchten Herrenknecht-Jargon zu bleiben – zur „Number One in Tunneling“.

Die Lehrerinnen und Lehrer vom IBG erhielten bei ihrem Besuch einen interessanten Einblick in die zwei Geschäftsbereiche der Herrenknecht AG, dem „Transport Tunneling“ und dem „Utility Tunneling“. Auf allen Kontinenten sind aktuell Herrenknecht-Maschinen im Einsatz, zum Einen um Verkehrsprojekte zu realisieren, zum Anderen um Ver- und Entsorgungstunnel für (Ab-)Wasser, Gas, Öl und Strom zu bauen. Das absolute Highlight in der Geschichte von Herrenknecht war dabei ganz offensichtlich der Durchbruch am Gotthard-Basistunnel im März vergangenen Jahres. Da kann man Firmenchef Martin Herrenknecht im Imagefilm schon mal mit feuchten Augen sehen und auch die Stimme von Besuchergruppenleiter Hans Röderer fängt urplötzlich an zu beben.

Von Röderer erfuhren die Lehrkräfte dann auch, was sich hinter Fachausdrücken wie Ortsbrust, Erektor, Förderschnecke oder Tübbing verbirgt – allesamt wesentliche Elemente des Tunnelbaus. Hugo Egon Balder und sein Rateteam von „Genial daneben“ hätten mit diesen Begriffen sicherlich ihre helle Freude.

Eingerahmt wurde der Kollegenausflug im Übrigen von einem geselligen Mittagessen im Schlemmerhaus Vetter am Lahrer Flughafen sowie einer exzessiven Flammenkuchenparty in der Bauernschenke Frenck in Nonnenweier.

Neue Lehrkräfte am IBG

Mit Katja Winter (Englisch und Mathe) und Martin Jehle (Biologie und Chemie) verstärken zwei weitere junge Lehrkräfte das Kollegium. Auch sie konnten direkt nach dem Referendariat übernommen werden. Katja Winter kommt vom Hans-Furler Gymnasium Oberkirch nach Lahr, Martin Jehle wiederum war Referendar am Schiller-Gymnasium in Offenburg.

Der Einstieg in die neue Schule soll beiden durch ein Paten-Konzept erleichtert werden. Dabei stehen ihnen etablierte Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite, um sie möglichst schnell mit den Strukturen des IBG bekannt zu machen.

Die neuen LehrerInnen schließen eine Lücke, die durch mehrere Pensionierungen am Ende des  vergangenen Schuljahres entstanden war. Mit Karl-Hans Jauß, Monika Opitz, Hubert Breyer und Uwe-Gerhard Feldhusen wurden vier bewährte Kollegen in den Ruhestand verabschiedet, die das Schulleben am IBG über Jahrzehnte miterlebt und mitgeprägt haben.

Aktuell unterrichten 83 Lehrerinnen und Lehrer an den Kaufmännischen Schulen/ dem IBG Lahr. Die Schülerzahl beläuft sich auf 1384.

School on Stage 2012

Zum Idealbild einer modernen Schule gehört es, jede Schülerin und jeden Schüler ganz individuell mit ihren Stärken und Talenten zu fördern und ihnen Gelegenheiten zu bieten, das zu zeigen, was sie drauf haben. Genau diese Plattform finden die künstlerisch begabten SchülerInnen des IBG Lahr alljährlich bei “School on Stage“.

Ganz egal ob Gesang, Tanz, Akrobatik oder Lyrik – die Bühne steht grundsätzlich jeder/jedem offen und auch in diesem Jahr entpuppte sich das Schulkonzert wieder als ein Talente-Schaulaufen der Extraklasse, das so manchem Castingshow-Juror die Freudentränen in die Augen treiben würde.

Die Show in der prall gefüllten Turnhalle begann mit Pauken und Trompeten - Schulband und Bigband gaben unter der Leitung von Musiklehrer Oliver Schätzle den alten Survivor-Klassiker „Eye of the Tiger“ zum Besten - und endete mit klirrenden Gitarren und wilden Grimassen bei „I was made for loving you“ von KISS. In den gut 3 Stunden dazwischen erlebten die ZuhörerInnen einen famosen Ritt durch die Pop- und Rockgeschichte, bei dem es im Nachhinein schwer fällt und vielleicht auch etwas ungerecht wäre, einzelne Auftritte als Highlights hervorzuheben.

Einzig die Gemeinschaftsauftritte mehrerer KünstlerInnen sollen erwähnt werden. Zum Einen gaben die Mitglieder des Schulchores und -orchesters in bewährter Tradition einige Kostproben aus dem Musical, das sie in diesem Schuljahr besucht hatten. Nach „Tarzan“ im vergangenen Jahr führte die Reise wieder nach Hamburg, dieses Mal zu „König der Löwen“. Die bekannten Hits „Circle of Life“ und „Can you feel the love tonight“ klangen auf der IBG-Bühne fast besser als das Original und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen.

Zum Anderen gelang es einer Gruppe SchülerInnen, auf grandiose Weise die ebenso grandiose Einfallslosigkeit der Musikindustrie zu entlarven, indem sie zu den vier immer gleichen Akkorden fast 30 aktuelle Radiohits anstimmte – auch hier gab es völlig zurecht stehende Ovationen.

Am Ende des Konzertes waren sich alle Beteiligten und ZuhörerInnen einig: besser kann man ein Schuljahr nicht ausklingen lassen.

 

Ich geh noch mal ins Archiv

Er will Maschinenbau studieren, an der FH Offenburg. Aber dennoch hat ihn der Besuch im Bundesarchiv in Freiburg, Abteilung Militärhistorisches Forschungsamt, wirklich heftig „angefixt“ – wie man heute wohl so sagt. Er möchte im mündlichen Abitur das Thema „Kalter Krieg“ bearbeiten. Warum? Er hat in Freiburg gesehen, wie echte Dokumente auf später Geborene wirken (können). Deswegen hat Dominik A. nach einer Exkursion mit seiner Lehrerin Fr. Teubner gemeint: Ich geh da nochmal hin!

Und auch alle anderen ExkursionsteilnehmerInnen - ein Geschichtskurs der Jahrgangsstufe 2 am IBG Lahr – waren „schwer“ beeindruckt von der über dreistündigen Führung durch die Wissenschaftler Dr. Andreas Kunz und Herrn Weinz. 55 „Regalkilometer“ Akten lagern dort in Freiburg – u.a. originale Kriegstagebücher, die belegen, dass der Krieg gegen die Sowjetunion definitiv kein „Präventions-„ , sondern ein Eroberungs- und Vernichtungskrieg war.

Alle SchülerInnen durften in den von Dr. Kunz mit großer Sorgfalt und Empathie vorbereiteten Dokumenten blättern! Das verschaffte einen ganz anderen Eindruck, als wenn man den Quellen im Geschichtsbuch „begegnet“. Umso wichtiger, weil, wie im Gespräch mit den SchülerInnen deutlich wurde, wir heute kaum noch auf ZeitzeugInnen treffen – der Opa war ja damals ein Kind... Aber in vielen Friedhöfen gibt es die Tafeln, die das Gedenken an die gefallenen und die vermissten Soldaten wach halten. Alle waren Opfer – viele wurden leider auch zu Tätern. Welche Aufgaben hat in diesem Zusammenhang ein Archiv? Am Ende der Führung hat sich nicht nur Dominik A. gesagt: Es war ein aufschlussreicher Tag! (Bericht: Teubner)

IBG-AbiturientInnen in Freiheit und Verantwortung entlassen

Ganz eng zusammenrücken mussten am vergangenen Samstag die 138 Abiturientinnen und Abiturienten vom IBG Lahr, die in der Sternenberghalle in Friesenheim gemeinsam mit Eltern und Freunden ihren erfolgreichen Schulabschluss feierten. Trotz hochsommerlicher Temperaturen gab es eine Rekordbesucherzahl beim diesjährigen Abi-Ball. Auch auf der Bühne herrschte dichtes Gedränge, denn zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten erhielten Preise für besondere Leistungen. Den Preis des Landrats bekam Andreas Herp, der einen Abiturschnitt von 1,0 erreicht hatte. Doch damit nicht genug. Andreas Herp wurde zusätzlich mit dem Physikpreis, dem Scheffelpreis sowie dem Preis für besondere Leistungen in Mathematik ausgezeichnet.

Mit der Traumnote von 1,0 hatte auch Nathalie Peukert ihr Abitur abgeschlossen, sie erhielt dafür einen Preis für sehr gute Leistungen sowie den Anton-Tschechow-Preis und ebenfalls einen Preis für besondere Leistungen in Mathematik. Letztgenannten Preis erhielt als Dritter im Bunde auch Xaver Kopf.

Der Preis für die besten Leistungen im Profilfach Wirtschaft ging an Dominik Fees, das Pendant im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Cicek Candan. Weitere Preise im Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (WG) erhielten Juliane Fritsch, Hanna Hügel, Xaver Kopf, Saskia Rinkel, Roman Beil und Ümit Sen. Preise am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (SG) gingen außerdem an Lena Fellhauer, Elsa Kimmig, Truc Thanh Tran, Marina Kohler, Franziska Heck, Chantal Semmelroth, Carola Schindler, Caroline Dockhorn, Tülay Karakus, Dominik Arenz und Carolin Schindler.

Die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille wurde Eva Doser verliehen. Preise für Mithilfe in der Schulbibliothek erhielten Jessica Nicolosi, Nadine Schöffel, Elsa Kimmig und Nathalie Peukert. Über die Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für ein Jahr freuen sich Andreas Herp, Dominik Fees, Carolin Schindler, Jan Fißler und Dominik Arenz.

Schulleiter Herbert Huber gratulierte in seiner Rede allen Abiturientinnen und Abiturienten zum Erreichen des höchsten Schulabschlusses in Deutschland. Er appellierte an die jungen Schulabgänger, ihre Freiheit zu schätzen und zu nutzen und gleichzeitig Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen: „Fangen Sie damit an, sich für eine gute Sache einzusetzen, zu engagieren und diese dann in verantwortlicher Position zu gestalten, zu verändern – oder beginnen Sie, etwas Neues auszuprobieren.“ Eine pluralistische Gesellschaft könne nur funktionieren und fortbestehen, wenn sich auch junge Menschen in Bürgerinitiativen, Parteien, Verbänden, Gewerkschaften oder Vereinen engagieren und sich jederzeit an nicht verhandelbaren Werten und Grundrechten orientieren, so Huber weiter. Die Schule habe sie für diese Herausforderung gut vorbereitet und ausgebildet.

Daran anknüpfend dankte Schülersprecher Tomy Puc Ha in seiner Abschlussrede den Lehrerinnen und Lehrern des IBG sowie seinen Mitschülerinnen und Mitschülern dafür, dass sie ihn als Mensch nachhaltig verändert haben: „Bevor ich an diese Schule kam, war ich ein ruhiger Zeitgenosse, einer der sich immer im Hintergrund aufhielt. Doch mittlerweile habe ich es geschafft, über meinen eigenen Schatten zu springen und verlasse das IBG als Schülersprecher. Ich habe gelernt, vor Leuten zu reden. Und ich habe herausgefunden, dass ich mich gerne engagiere und Verantwortung übernehme.“ Zusammen mit den anderen Abiturientinnen und Abiturienten freue er sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt – das Abitur sei der Schlüssel für unzählige Türen: „Egal was uns erwartet, wir sind gerüstet!“

Auf und davon - Praktikum im Ausland

Im Frühling 2011 ging ein großes „HOSSA“ durch die Klasse, als unsere Klassenlehrerin Frau Lebfromm verkündete, dass die Kaufmännischen Schulen Lahr es erneut geschafft hatten, die Förderung des Leonardo Da Vinci Projekts an Land zu ziehen, was nicht zuletzt ihrem und Frau Phaneufs unermüdlichem Engagement zu verdanken war. Merci beaucoup. Ohne diese Finanzspritze der EU hätte sich die Eine oder Andere von uns mit Sicherheit des Öfteren von Wasser und Brot ernähren müssen oder die Wochenendgestaltung wäre auf Wohnung schrubben, Aufräumen, Buch lesen oder sich notgedrungen der Projektarbeit widmen reduziert worden. Mamma Mia!!

Ende August war es dann soweit und die ersten Schülerinnen begannen, sich im europäischen Ausland zu verstreuen, unter anderem nach Polen, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien und Zypern. Auch das bescheidene Amerika war als Drittland-Außenseiter am Start.

Facebook und Co sei Dank, waren wir trotz der Entfernungen stets sowohl über Pleiten, Pech und Pannen, als auch über die wichtigsten News informiert. Die eigens gegründete Facebook-Gruppe fungierte als ständige Informationsplattform, auf der Bilder, Erfahrungen, Erlebnisse und auch mal so wichtige Fragen wie z.B. „Was war nochmal unser Projektthema?“ oder „Geht euer Passwort für den EU Pass?“ ausgetauscht wurden. Μου αρέσει („Gefällt mir!“ auf griechisch)

Bei einer klasseninternen Umfrage nach dem Praktikum stellte sich heraus, dass wir trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Erlebnisse eines gemeinsam hatten – das Gefühl, viel selbstbewusster und sicherer im Umgang mit anderen Sprachen und Kulturen geworden zu sein. Somit bleibt abschließend nur zu sagen, dass das Auslandspraktikum für alle 18 Schülerinnen der BKWEW2 eine absolute Bereicherung war, die wir jederzeit wiederholen würden. In diesem Sinne: Pożegnanie (polnisch für „Auf Wiedersehen”).

Fußballturnier am IBG

Eine echte Sensation gab es im Anschluss an das Schulturnier beim traditionellen Spiel zwischen der Siegermannschaft und einer Lehrerauswahl. Erstmals seit Austragung des Turniers konnte sich die Schülermannschaft durchsetzen. Sie bezwangen die Lehrer in einem denkwürdigen, heiß umkämpften Match mit 3:2 Toren.
Die Niederlage der Lehrer hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, da die Mannschaft wieder einmal vom Verletzungspech verfolgt wurde. Als besonders schwerwiegend erwies sich der kurzfristige Ausfall von Topstürmer Sven Schütz. Er war beim Aufwärmen gegen die Sprossenwand gelaufen. Edeljoker Christian Hasenohr wiederum plagt sich schon seit Monaten mit einer hartnäckigen Zahnfleischzerrung herum. Am schlimmsten erwischte es jedoch Abwehrchef Dirk Hähnel. Er zog sich beim Umziehen in der Kabine eine Bänderdehnung in der Unterhose zu. Mannschaftsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt: „Das ist eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit, die ihn bestimmt einige Wochen außer Gefecht setzen wird.“ Hähnels EM-Teilnahme sei jedoch nicht gefährdet.
Teammanager Jörg Magel wollte die Verletzungssorgen nicht als Ausrede gelten lassen. Unmittelbar nach Spielende gab er auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz die sofortige Trennung vom Trainergespann Klaus Schlappner und Udo Lattek bekannt. Konditionstrainer Horst Eckel nahm daraufhin freiwillig seinen Hut. „Nach dieser bitteren, auch in der Höhe völlig verdienten Niederlage mussten wir einfach handeln“, erklärte Magel gegenüber der Fachpresse. Das Trainer-Dreigestirn Schlappner-Lattek-Eckel hatte die Mannschaft in den 60er Jahren von Sepp Herberger übernommen und danach von einem Erfolg zum nächsten geführt. Zuletzt waren aus dem Mannschaftskreis jedoch vermehrt kritische Stimmen laut geworden. Die Spieler beklagten sich über veraltete Trainingsmethoden und viel zu kurze Waldläufe, oft nur von Baum zu Baum. Auch die allseits beliebte Taktiktafel sei immer seltener zum Einsatz gekommen. Stattdessen hätten sich die Trainer nur noch um ihre hochdotierten Werbeverträge mit einschlägigen Bierkonzernen gekümmert.
Für die nächsten fünf Spiele wird nun Michael Skibbe die Mannschaft als Interimscoach betreuen. Die Suche nach einem ernst zu nehmenden Nachfolger auf dem vakanten Trainerposten läuft derweil auf Hochtouren. Teammanager Jörg Magel präsentierte den anwesenden Pressevertretern eine Liste mit 50 Wunschkandidaten, darunter auch er selbst: „Das sind alles Hochkaräter, die ich nun systematisch demontieren werde.“ Einen Journalisten des Kicker, der den Manager fragte, ob er nicht eher „kontaktieren“ statt „demontieren“ meine, verwies Magel umgehend des Raumes und erteilte ihm lebenslanges Stadionverbot. Die Nerven liegen offensichtlich blank. Ein weiterer Grund dafür ist möglicherweise, dass Magel erste vielversprechende Verhandlungen mit Trainerlegende Lothar Matthäus abbrechen musste. Die Spielerfrauen hatten kurzfristig ein Veto eingelegt – aus Sorge um ihre Töchter...

Besuch im Europaparlament

Die Schülerinnen wurden direkt durch das atemberaubende Gebäude in den Plenarsaal geführt, wo sie auf der Besuchergalerie Platz nehmen durften und somit eine ideale Sicht auf das Geschehen hatten. Dank Kopfhörern und einer Übersetzung der Debatte in 24 Sprachen konnten sie die Rednerrunde der Fraktionssprecher zum Thema „Rechtsgrundlage des Schengen-Evaluierungsmechanismus“ bestens mit verfolgen. Anschließend erhielten die Schülerinnen im Besucherzentrum eine anschauliche Präsentation über das Europaparlament und dessen Strukturen. Sowohl die verschiedenen Fraktionen, deren Abgeordnete und Sitzverteilung im Parlament, als auch eine Aufstellung der verschiedenen parlamentarischen Ausschüsse waren unter anderem Teil dieser informativen Gesprächsrunde.

Der Besuch im Europaparlament erwies sich für die Schülerinnen des Dualen Berufskollegs als sehr interessant, da sie besonders aus der Gesprächsrunde viele neue Informationen über diese europäische Institution erfuhren und einen guten Einblick in die politische Arbeit auf europäischer Ebene erhielten.

Abschlussfeier an der Kaufmännischen Berufsschule Lahr

204 Auszubildende waren zur Prüfung angetreten, 9 von ihnen haben die Prüfung leider nicht bestanden. Der Abteilungsleiter der Kaufmännischen Berufsschule, Hermann Eble, gratulierte den Auszubildenden und gab ihnen für ihre berufliche und private Zukunft die besten Wünsche mit.. Als besonders erfreulich stellte Eble die Tatsache heraus, dass er 41 Preise an 38 Prüflinge übergeben durfte. Rund 20 Prozent der PrüfungsteilnehmerInnen haben im Abschlusszeugnis nur sehr gute und gute Leistungen bestätigt bekommen. Dafür erhielten Sie jeweils einen Buchpreis. Im dualen Berufskolleg sind dies Jessica Blümel, Ann-Cathrin Brand, Stefanie Breig, Julia Burkhardt, Carina Hebding, Sandra Herkert, Jennifer Höhne, Johanna Oschwald, Stephanie Rößler, Franziska Roenn, Anna-Lena Schindler, Sabrina Schmid und Nathalie Vix.

Aus den Industrieklassen wurden die Auszubildenden Olga Nickelwart und Matthias Kopp für ihre Leistungen ausgezeichnet. Einen Preis bei den Groß- und AußenhändlerInnen erhielten Stephanie Basler, Steffi Derksen, Nicolas Huber, Arleta Jochberg, Dennis Klebach, Tatjana Langolf, Thomas Lorenz, Daniel Mutz, Daniel Parden, Laura Salzmann, Svenja Schillinger und Daniel Welle.

Im Ausbildungsberuf Bürokauffrau konnten sich Olesja Bauer, Silvia Franke, Anne Gerspach, Lisa-Maria Griesbaum und Daniela Mitlöhner mit besonders guten Leistungen auszeichnen.

Bei den Kauffrauen und Kaufmännern im Einzelhandel sowie den Verkäuferinnen gab es Preise für Daniel Heinitz, Christopher Hochhalter, Adrian Mussler, Julia Rothardt, Denise Walter und Wladimir Weis.

Einen Sonderpreis für die besten Leistungen in den Wirtschaftsfächern erhielten Olga Nikelwart und Nathalie Vix. Der Preis wurde vom Förderverein der Kaufmännischen Schulen gestiftet. Wäre die Abschlussfeier der Kaufmännischen Berufsschule so etwas wie die Oscar-Verleihung, dann dürfte sich Olga Nikelwart als die große Gewinnerin fühlen. Für sie gab es nämlich auch noch den Hebelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch.

Der Schulleiter der Kaufmännischen Schulen/ des IBG Lahr, Herbert Huber, gratulierte den BerufsschülerInnen ebenfalls zur bestandenen Prüfung. „Die gute Bildung und Ausbildung, die Sie bei uns und in den Betrieben erhalten haben, eröffnet Ihnen Lebenschancen – sie macht Sie unabhängiger und frei“, stellte Huber fest. Für die Zukunft machte er den Auszubildenden Mut. Sie seien auf dem Arbeitsmarkt gesucht und begehrt und würden angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels bald noch begehrter sein. „Nutzen Sie diese Chance“, appellierte er abschließend an die SchülerInnen.

Herausragende Leistungen müssen natürlich gebührend gefeiert werden. So bot sich den Auszubildenden im Anschluss an die Zeugnis- und Preisübergabe bei einem Sektempfang die Möglichkeit, mit ihren KlassenkameradInnen, PartnerInnen und LehrerInnen auf die Prüfung und die abgeschlossene Schulzeit anzustoßen.

Wasser spendet Leben

Nachdem die historische Bedeutung des Wassers für die Industrialisierung sowie religiöse Aspekte des Wassers als Symbol in unterschiedlichen Zivilisationen erarbeitet waren, hatten die Schüler im März die Möglichkeit, an zwei Projekttagen in Freilanduntersuchungen die Qualität des Wassers im Verlauf der Schutter zu untersuchen. Sehr motiviert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler bei den Probenahmen und der anschließenden biologischen und chemischen Analyse. Die Ergebnisse erstaunten und erfreuten manche Schüler, war doch die Wasserqualität in allen Proben gut – die größer werdende Entfernung zur Quelle und der damit ebenfalls steigende Einfluss des Menschen konnte der Wasserqualität kaum Abbruch tun. Selbst die chemischen Analysewerte des Rheins, in den die Schutter schließlich mündet, ließen Manchen überlegen, im Sommer zum Baden in den Fluss zu springen.

6 Schülerinnen und Schüler durften als Höhepunkt des ersten Projektjahres vom 19.-25. Mai 2012 in Begleitung von Frau Budig und Herrn Dr. Raber mit Plakaten und Präsentationen im Gepäck zur Partnerschule nach Debrecen, Ungarn, reisen.

Dorthin kamen auch Jugendliche der Partnerschulen aus Schweden, Spanien und Polen, so dass die Lahrer TeilnehmerInnen neben der Projektarbeit nicht nur Einblick in das Leben der äußerst gastfreundlichen Ungarn bekamen, sondern auch in Kultur und Sprache der anderen beteiligten Länder.

Noch in diesem Schuljahr ist geplant, den beteiligten Schülerinnen und Schülern, interessierten Eltern und LehrerInnen des IBG die Ergebnisse des ersten Jahres an einem Präsentationsnachmittag vorzustellen, bevor das auf zwei Jahre angelegte Projekt dann in die zweite Phase übergehen kann, in der wirtschaftliche und soziokulturelle Gesichtspunkte im Vordergrund stehen werden.

Klassenfahrt zur ordentlichen Hauptversammlung der ­EnBW

Ganz objektiv und mit vorrangig wirtschaftlichem Interesse wollten sich die Lahrer SchülerInnen bei der EnBW-Hauptversammlung über die momentane Lage eines seit der ­Mappus-Affäre und dem Unglück in Fukushima vermehrt in die Kritik geratenen Unternehmens informieren.

Nach Berichterstattung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Claus Dieter Hoffmann, präsentierte der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis alle wichtigen Zahlen zur EnBW - einem der vier großen Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Zwar glänzte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr mit gestiegenen Umsatzahlen (über 18 Mrd. €), beim operativen Ergebnis konnte man dann jedoch die tatsächliche Situation der EnBW erkennen (Verlust: -815,9 Mio. €). Später erhielten die Aktionäre und Aktionärinnen oder deren VertreterInnen die Gelegenheit, sich zu Wort zu melden und Fragen zu stellen. Einer der Aktionäre war Mathias ­Gäbler, der kein Blatt vor den Mund nahm und sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand verbal ­attackierte und kritisierte. Zitat: „Herr Villis, Sie wollen doch in On- und Offshore Windparks investieren, dann sorgen Sie dafür, dass Herr Hoffmann von seinem Stuhl gleich mit weggeweht wird.“

Insgesamt war es eine sehr erfahrungsreiche Exkursion, die jeder Wirtschaftsklasse uneingeschränkt zu empfehlen ist.

Bericht: Artur Merker