Abiturienten feiern rauschende Ballnacht

Die 139 Abiturienten des IBG feierten am vergangenen Freitag zusammen mit ihren Eltern, Freunden und Lehrern eine rauschende Ballnacht in der Schwarzwaldhalle in Appenweier. Bis in die frühen Morgenstunden tanzten sie sich den Prüfungsstress der letzten Wochen von der Seele.

Den offiziellen Teil hatte Schulleiter Herbert Huber mit einer Rede eröffnet. Huber wies die Abiturienten darauf hin, dass die Gesellschaft berechtigte Anforderungen an Menschen habe, denen eine Reife attestiert wird: „Wer eine Reife besitzt, hat einen geistigen Entwicklungsprozess hinter sich, er hat Verantwortungsbewusstsein und nimmt als Bürger die Pflichten in einem demokratischen Staatswesen wahr“. Er finde es bedauerlich, dass bei der Volksabstimmung über den Brexit nur 35 Prozent der Jüngeren zur Wahl gegangen sind, so Huber weiter. Er hoffe, dass sich die Beteiligung am Gemeinwesen zur selbstverständlichen Alltagserfahrung der Abiturienten entwickle.

Der Abteilungsleiter des Integrierten Beruflichen Gymnasiums, Andreas Scherwath, ermunterte die Abiturienten, sich selbst treu zu bleiben und ihren Leidenschaften unbeirrt nachzugehen: „Es mag sein, dass ihr für eure Leidenschaft belächelt oder sogar angefeindet werdet. Lasst euch davon nicht beeindrucken – tanzt und singt, als würde euch niemand zuschauen!“ Außerdem appellierte er an die Absolventen, dem Hass zu widerstehen, der im Schutz der Anonymität der sozialen Netzwerke momentan Hochkonjunktur habe: "Überflutet diese Welt mit Liebe! Die Liebe ist viel stärke als der Hass, die Liebe überwindet den Hass, die Liebe überlebt den Hass – sie bleibt ewig“.

Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der zahlreichen Preisträger. Insgesamt 20 Schüler hatten ihr Abitur mit einer 1 vor dem Komma abgeschlossen und erhielten dafür einen Buchpreis: Samira Beiser, Tobias Biegert, Marie-Louise Brauner, Hannah Feuerstein, Maike Gerski, Florentine Haas, Marcel Hasemann, Leonie Höpler, Lena Hummel, Laura Kammin, Daniel Kundik, Patrick Maier, Nina Nerpel, Johanna Rimpf, Teresa Russo, Malwine Schneider, Sofia Schwarz, Nicole Steinbrecher, Dennis Strel und Anntonia Zeller. Den Preis für die besten Leistungen im Profilfach Pädagogik und Psychologie erhielt Marcel Hasemann. Im Fach Volks- und Betriebswirtschaftslehre (klassisch) wurde Laura Kammin ausgezeichnet. Im internationalen Profil hatte Florentine Haas am Besten abgeschnitten. Den Physikpreis teilten sich Tobias Biegert und Patrick Maier, der Chemiepreis ging an Dennis Strel, der Schulpreis Ökonomie (gesponsert von der Südwest Metall) an Tobias Biegert, die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für die besten Leistungen im Fach Sport an Menoa Rapp und der Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch an Samira Beiser. Letztgenannte erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Abiturschnitt von 1,0 außerdem den Preis des Landrats.

Im Rahmenprogramm gaben die Abiturienten eine Kostprobe ihrer musikalisch-tänzerischen Fähigkeiten. Leonie Höpler und Maximilian Broß sangen gemeinsam das Lied „Sweater Weather“ von The Neigbourhood, Samantha Wanjiru tanzte leidenschaftlich zum Song „Single Ladies“ von Beyoncé und die Schülerband um Maximilian Broß, Tom Henkel, Kristof Alexander und Malina Trefflinger ließen mit „Time of your life“ von Green Day noch einmal Erinnerungen an ihre Studienfahrt nach Irland aufleben. Zum Abschluss stürmten alle Abiturienten die Bühne um sich zu den Beats von „Can’t stop the feeling“ für den inoffiziellen Teil warm zu tanzen.

Flüchtlingsproblematik im Fokus des Schülerwettbewerbs

Beim 58. Schülerwettberb des Landtags von Baden-Württemberg thematisierten über die Hälfte der abgegebenen Arbeiten die Flüchtlingsproblematik. Daneben interessierten sich viele Jugendliche aber auch für das Thema "Zivilcourage" und verschiedene selbst gewählte aktuelle, gesellschaftspolitische Themen. Am IBG haben dieses Jahr über 30 Schülerinnen und Schüler teilgenommen und viele von ihnen sogar Sachpreise gewonnen, wie z.B. einen Musicman. Neben den Einzelurkunden erhielt unsere Schule außerdem eine Urkunde und ein Fotoset zu Geschichtsaugenblicken nach 1933, da sie bereits zum dritten Mal in Folge beim Wettbewerb vertreten war. Bertreut wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Frau Blattmann und Frau Spothelfer.

Ab Mai kann die Ausschreibung zu den Themen des nächsten Wettbewerbs online eingesehen werden. Bei Interesse scheut euch nicht, eure LehrerInnen anzusprechen. Die Wettbewerbsarbeit kann auch als gleichwertige Lernleistung (GFS) angerechnet werden. Mitzumachen lohnt sich also!

 

 

150 € und eine Urkunde für eine „besondere Leistung“

Überrascht reagierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1, als Schulleiter Herbert Huber am Freitag, den 15. April, plötzlich im Klassenzimmer auftauchte, um ihnen eine Urkunde der Bundeszentrale für politische Bildung zu überreichen. Die Klasse hatte im Herbst im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts bei Frau Öxle über mehrere Wochen ein Projekt mit 60 jungen Männern aus Nigeria und Pakistan durchgeführt, die für fünf Monate in der Sporthalle des IBG untergebracht waren. In Kleingruppen wurden u. a. Deutschkurse gegeben, Interviews zu den Fluchtursachen durchgeführt und Fußballspiele organisiert.

Die Unterrichtseinheit “Flüchtlinge am IBG“ ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur, sich in ein aktuelles politisches Thema einzuarbeiten, Kompetenzen wie Teamwork und selbständiges Recherchieren zu trainieren, sondern auch Verständnis und Empathie für die Situation der Flüchtlinge zu entwickeln: „Durch dieses Projekt hatten wir die einmalige Chance, mehr über die Flüchtlinge und ihre momentane Situation zu erfahren. Auch wenn sie nicht wissen, wo sie die kommenden Wochen verbringen werden, wollen sie ihre Chance nutzen, nehmen an Deutschkursen teil, möchten arbeiten gehen und ihre Träume verwirklichen. Unserer Meinung nach haben diese Menschen unseren größten Respekt verdient.“ (Reflexionen der Gruppe „Deutsch als Fremdsprache“)

Die vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden anschließend dokumentiert, durch Hintergrundinformationen zur deutschen Flüchtlingspolitik ergänzt und als Beitrag zum Thema „Politik brandaktuell“ beim Schülerwettbewerb eingereicht. Vier Monate später, als niemand mehr damit gerechnet hatte, bekam die Klasse nun Post von der Wettbewerbsjury, die das Engagement mit einer Geldprämie von 150 € und einer Urkunde als Anerkennung für eine „besondere Leistung“ würdigt. Die Schülerinnen und Schüler wollen das Preisgeld in ein Grillfest investieren. Ob es gelingen wird, einige der Flüchtlinge zu dem Fest einzuladen, ist leider ungewiss, weil viele den Ortenaukreis inzwischen wieder verlassen mussten.

Mit den Schweden am Kanonenplatz

Schon eine feste Tradition ist der Schüleraustausch des IBG mit dem Schillerska Gymnasiet in Göteborg. Im Rahmen dieses Austausches waren vom 11. bis zum 15. April zehn Schülerinnen aus Schweden zu Gast bei ihren deutschen Partnern in Lahr.

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen die Gäste am Montag in Frankfurt ein und spürten schon beim Bustransfer nach Lahr, dass der Frühling im Südwesten Deutschlands viel weiter ist als in ihrer Heimat. Blühende Gärten und Parks waren am nächsten Tag bei der gemeinsamen Fahrt nach Freiburg zu sehen. Eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Schlossberg und ein Spaziergang zum Kanonenplatz brachten die schönsten Ausblicke über die Dächer der Altstadt und zum Münster. Der Kaiserstuhl und die schneebedeckten Berge der Vogesen bildeten den Hintergrund.

Interessiert und erstaunt waren die schwedischen und deutschen Schülerinnen über die gotische Architektur und die farbenprächtigen Fenster des Münsters. Eine Stadtführung führte zum Schwaben- und Martinstor durch die Gassen, über die Bächle und durch die schönen Passagen. In Begleitung von Annika Hansson und Simon Höflich für die schwedische Gruppe, sowie Eva-Maria Schindler, Jennie Hagström und Horst Bock für die deutsche Seite gingen alle zusammen zum Mittagessen.

Eher schwedisches Wetter herrschte am nächsten Tag beim Besuch in Straßburg. Hier war die Stadtführung wegen des Regens sehr kurz, der Aufenthalt im Münster dafür etwas länger. Die astronomische Uhr, die Orgel und die Fensterrosette boten genug interessante Anschauung.

Zum Austausch gehörten natürlich auch viele schöne Erfahrungen in der Freizeit und mit den Gastgeberfamilien. Am letzten Tag standen dann noch ein Unterrichtsbesuch und eine Gesprächsrunde mit dem Seminarkurs „Blickwechsel Skandinavien“ auf dem Programm. Nach einem gemeinsamen Essen hieß es dann Abschied zu nehmen bis zum Gegenbesuch in Göteborg im Mai.

IBG-Schülerinnen erhalten Europass Mobilität

8 Schülerinnen vom IBG Lahr können sich über einen besonderen Trumpf bei künftigen Bewerbungen freuen - ihnen wurde von Schulleiter Herbert Huber am vergangenen Dienstag der Europass Mobilität überreicht. Die Schülerinnen hatten im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Fit for work in Europe“ an einem mehrtägigen Treffen in Debrecen (Ungarn) teilgenommen. Der Europass Mobilität dokumentiert nun die Kompetenzen und Lernergebnisse, die sie während ihres Auslandsaufenthalts erworben haben.

Beim Projekttreffen in Ungarn im vergangenen Herbst hatten die IBG-Schülerinnen Interviews präsentiert und ausgewertet, die zuvor mit auslandserfahrenen Deutschen oder mit europäischen Arbeitnehmern in Deutschland geführt wurden. Dabei ging es um die Bereitschaft von jungen Menschen, sich im europäischen Arbeitsraum zu bewegen sowie um die Anforderungen, die in den jeweiligen EU-Ländern zu erfüllen sind.

Das auf 3 Jahre angelegte Erasmus+ Projekt „Fit for work in Europe“ läuft seit dem Schuljahr 2014/15 am IBG Lahr. Beteiligt sind noch 4 weitere Schulen aus Ungarn, Polen, Spanien und Frankreich. Das von der EU geförderte Projekt soll die Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer verbessern und Jugendliche motivieren, sich auf den europäischen Arbeitsmarkt einzulassen.

Folgende Schülerinnen verfügen ab sofort über den Europass Mobilität: Janina Bau, Theresa Broß, Alexa Fischer, Ann Kristin Klaus, Kristin Luchner, Gamze Sahin, Stella Schmid und Lea Surkus. Die betreuenden Lehrkräfte sind Gabriele Budig, Julia Müller, Ulrich Tröndle und Alexandra Raicu.

Grundschüler besuchen Experimentiergarten am IBG

Endlich war es wieder soweit: am Infotag des Integrierten Beruflichen Gymnasiums Lahr öffneten die Naturwissenschaften zum wiederholten Mal ihre Pforten für Grundschüler. Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 aus Kuhbach und Reichenbach durften mit ihren Lehrerinnen spannende Experimente durchführen. Angeleitet und betreut von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1, forschten sie in kleinen Teams zu verschiedenen Themen aus der Physik und Chemie.

In der Physik gingen die kleinen Forscher der Frage nach, wie man aus Holzstäben eine Brücke errichten kann, ohne weitere Hilfsmittel zu verwenden. Diese knifflige Aufgabe hatte bereits Leonardo da Vinci vor über 500 Jahren gelöst. In einem weiteren Experiment galt es herauszufinden, was denn eigentlich „Geschwindigkeit“ ist. Diese physikalische Größe begegnet den Grundschülern fast täglich, doch was bedeutet sie genau? Mithilfe einer Modelleisenbahn, einer Uhr und einem Metermaß wurde auch diese Frage beantwortet. Zu ihrem großen Erstaunen fanden die Grundschüler außerdem heraus, dass ein Gepard in einer Sekunde fast 33 Meter zurücklegen kann. Krönender Abschluss der physikalischen Experimente war der Start einer Rakete auf dem Sportplatz, wobei der Treibstoff nur aus komprimierter Luft und Wasser bestand.

Weiter ging es in den Fachbereich Chemie. Hier waren der Rosinenaufzug und die Brausetablettenrakete die Favoriten. Außerdem forschten die Grundschüler zu den Themen Leitfähigkeit und Feuerlöscher. Am Ende waren sich die großen und kleinen Forscher einig: „Schade, dass der Experimentiergarten am IBG nur einmal im Jahr geöffnet hat!“

IBG Lahr - Tabletprojekt im Unterricht

Neueste Tablet-Technologie wird ab Schuljahr 2017/2018 am Integrierten Beruflichen Gymnasium Lahr (IBG) im Unterricht eingesetzt. Das IBG hat sich mit einem in sich schlüssigen Konzept um die Teilnahme an dem Schulversuch beim Kultusministerium beworben und den Zuschlag erhalten. Der Kultur- und Bildungsausschuss des Ortenaukreises stimmte der Teilnahme in der Sitzung am 23. Februar 2016 zu. "Tablets sind mit ihrer hochmodernen Technik hervorragend für Unterrichtszwecke geeignet, zumal jeder Schüler ein Tablet bekommen wird und dieses sowohl zu Hause als auch im Unterricht nutzen kann", sagte Schulleiter Herbert Huber. Die Lehrerinnen und Lehrer bereiten sich intensiv auf das Pilotprojekt vor. Am IBG werden noch stärker als bisher digitale Techniken Einzug halten. Diese werden auch auf die zweijährige Berufsfachschule (Wirtschaftsschule) und die Berufskollegs ausstrahlen. "Wir werden weitere Tablets beschaffen, die von den Lehrerinnen und Lehrern, die in der Wirtschaftsschule und im Berufskolleg unterrichten, genutzt werden können. Alle Schularten werden von den Erfahrungen und der modernen Methodik und Didaktik profitieren", so die Stellvertretende Schulleiterin Ingrid Isele. Es bleibt das Ziel der Kaufmännischen Schulen / des IBG Lahr, die Schülerinnen und Schüler optimal sowohl für ein Studium als auch für den Ausbildungsmarkt zu qualifizieren. Moderne Unterrichtsmethoden mit Tablets, Computern und in Übungsfirmen bieten dafür in Verbindung mit dem kaufmännischen Wissen die besten Voraussetzungen.

Nudeln & Co

Eine Welle der Hilfsbereitschaft schwappte im vergangenen Herbst durch das IBG. Schülerinnen und Schüler riefen verschiedene Spendenaktionen ins Leben, sammelten Kleider und Spielsachen für Flüchtlinge oder Geld und Schulmaterial für die Lahrer Tafel. Eine weitere Aktion legte den Schwerpunkt auf Lebensmittel. Vom 16. Oktober bis zum 18. Dezember 2015 sammelten die Schülerinnen Nelly Hönninger und Alexa Lienert (beide Jahrgangsstufe 1) in der Schülerschaft und im Kollegium Nudeln, Reis und Konserven. Dabei kamen mehrere Kisten zusammen, die kurz vor Weihnachten der Lahrer Tafel überreicht wurden. Die Leiterin der Lahrer Tafel, Ingrid Schatz, und ihre Mitarbeiter stellen die Lebensmittel nun bedürftigen Menschen zu stark vergünstigten Preisen zur Verfügung. Die Nachfrage nach dem Angebot der Lahrer Tafel ist aufgrund der Flüchtlingskrise mittlerweile auf einem Rekordstand angekommen, wie aus folgendem Zeitungsbericht hervorgeht: http://www.bo.de/lokales/lahr/aufnahmestopp-bei-der-lahrer-tafel

Schüler veröffentlichen Projektbericht „Flüchtlinge am IBG Lahr“

Als sie am Anfang des Schuljahres erfuhren, dass 60 Flüchtlinge aus Nigeria und Pakistan in der Sporthalle des IBG untergebracht werden sollen, starteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1 zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Lenja Öxle das Projekt „Flüchtlinge am IBG Lahr“.

In Kleingruppen führten sie Interviews mit den Flüchtlingen sowie mit dem zuständigen Dezernenten im Landratsamt, Michael Loritz. Außerdem befragten sie Mitschülerinnen und Mitschüler nach deren Einstellung zur Flüchtlingskrise, gaben den jungen Männern aus Nigeria und Pakistan Deutschunterricht und spielten mit ihnen Fußball.

Die Ergebnisse ihres Projektes haben die Schülerinnen und Schüler nun in einem 14-seitigen Projektbericht dokumentiert. Darin kommen sie zu dem Schluss, dass es „eine ganz besondere Erfahrung war, Menschen mit traumatischen Erlebnissen kennenzulernen, die dennoch so offen darüber sprechen“.  Außerdem geben sie an, durch die Erzählungen über Flucht und Fluchtgründe eine ganz neue Perspektive auf ihr eigenes Leben in Deutschland erhalten zu haben, „wo wir doch eigentlich alles Lebensnotwendige haben und uns damit glücklich schätzen sollten.“

Mit dem Projekt „Flüchtlinge am IBG“ nimmt die Klasse 11/1 am aktuellen Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teil.

Studienfahrtbericht: Malaga 2015

28 schlaftrunkene Schüler und 2 hochmotivierte Lehrer standen Ende Oktober trotz Zeitumstellung pünktlich um 4 Uhr morgens an der Schule und warteten auf den Bus nach Basel. Die Busfahrt an den Flughafen verlief reibungslos und auch in der Luft gab es keinerlei Probleme. Nachdem wir in der Jugendherberge angekommen waren, sprach Herr Breyer noch ein letztes Machtwort: wir würden nämlich alle hochkant rausfliegen, wenn wir ihm betrunken die Flurpflanzen der Jugendherberge vor die Türe stellen (Achtung insider! :-D) Mit den günstigen Taxen gings nach dem Auspacken und Essen an den „Plaza de la Marina“  am Hafen von Málaga. Herr Breyer zeigte der müden Truppe kurz ein paar markante Stellen in der Stadt und Frau Budig gab noch ein paar spanische Tipps.

Am nächsten Tag hieß es für uns alle früh aufstehen, da es nach Córdoba in die Mezquita ging. Da sich Herr Breyer mit dem geschichtlichen Hintergrund ausreichend auseinander gesetzt hatte, war kein extra Führer nötig. So gestaltete er die Führung durch die alte Kathedrale interessant und spannend. Die Altstadt Córdobas, die wir nach der Mezquita besuchen durften, war perfekt um das gute spanische Essen zu probieren. Nach Paella und Tapas ging es zurück in die Altstadt Málagas, wo wir den Abend enden ließen.

Am dritten Tag unserer Reise machte uns das schlechte Wetter einen fetten Strich durch die Rechnung. Unser Ausflug zur Alcazaba von Málaga fiel buchstäblich ins Wasser. Ein spontanes, typisch spanisches Mittagessen mit Frau Budig und Herr Breyer rettete uns zum Glück den Tag.

Ab Mittwoch zeigte sich endlich die langersehnte Sonne. Wir fuhren an diesem Tag nach Granada, um die Alhambra zu besuchen. Dort gab es wunderschöne Gärten zu besichtigen und man konnte vor dem Panorama der Sierra Nevada eine herrliche Aussicht auf ganz Granada genießen. Der Palast der Alhambra auf dem Sabikah-Hügel war auf jeden Fall eine Reise wert, da er ein wunderschönes Beispiel des maurischen Stils darstellt, Zeugnis der früheren Araberherrschaft. Auch hier war kein Reiseführer nötig, da Herr Breyer und Frau Budig uns alles Wissenswerte mitteilen konnten. Der restliche Abend in Granada wurde für die meisten Schüler sehr kostspielig, da wir auf die Schnelle mit riesen Hunger nur sehr edle Restaurants in der Altstadt fanden. Die fast zweistündige Heimfahrt zurück in die Jugendherberge verlief sehr ruhig, da wir alle vom langen Fußmarsch müde und kaputt waren.

Am Donnerstag schlugen die Lehrer - zur Freude der Schüler - einen Tagesausflug ans Meer in den mondänen Badeort Marbella vor. Die Alternative war eine Fahrt nach Ronda, einem der schönsten „pueblos blancos“ (=weiße Dörfer) mit einer spektakulären Felsenschlucht, die sich mitten durch den Ort zieht. Die Gruppe teilte sich auf und einige blieben auch in Málaga. Egal wo man den Tag verbracht hatte, er wurde wunderschön bei sommerlichen 27 Grad.

Am letzten Tag wurde der Ausflug zur Alcazaba nachgeholt und dank Frau Budig durften wir bei 25 Grad die schöne Aussicht aufs Meer und auf Málaga kostenlos betrachten. Zum Abschluss unserer Studienfahrt veranstalteten Herr Breyer und Frau Budig eine Strandparty mit leckerem Essen und spanischen Spezialiäten aus dem Laden gegenüber unserer Jugendherberge. Es wurde ein witziger Abend zwischen Bocadillos, Obst und spanischen Süßigkeiten. Den Rest des Abends nutzten die meisten für einen Ausflug auf eine riesige Hüpfburg im Takeshi's-Castle-Style am Meer und einen letzten Abschieds-Cocktail.

Somit endete unsere Studienfahrt nach Spanien und der Flieger brachte uns am Samstag Morgen wieder ins kalte und überaus herbstliche Deutschland.

Ohne die Organisation und die spanische Unterstützung von Herrn Breyer und Frau Budig wäre diese schöne Studienfahrt nie möglich gewesen, weshalb wir uns recht herzlich allesamt bei Ihnen bedanken möchten!

Ihre J12 (Bericht: Jacqueline Peter)

Klassentreffen Abi-Jahrgang 1995

20 Jahre nach ihrem Abitur kamen rund 30 ehemalige IBG-Schülerinnen und Schüler Ende September zu einem Klassentreffen an ihre alte Schule zurück. Auch einige Lehrerinnen und Lehrer waren der Einladung gefolgt. Zunächst traf man sich zu einem Sektempfang in der Mensa, hier gab es ein erstes "Hallo" und "Wer bist du nochmal?". Seit dem Abitur 1995 war doch einige Zeit vergangen, einige Haare ergraut und andere ausgefallen, weshalb sich manch einer wieder neu vorstellen musste. Teilweise hatten die Lehrer ihre Notenbüchlein vom Abschlussjahrgang dabei, was jedoch nicht bei allen ehemaligen Schülern Freude auslöste. So wurde an diesem Nachmittag viel geplaudert und gelacht.

Am Abend fuhr die Gruppe dann nach längerer Wartezeit – der Busfahrer hatte Abfahrts- und Zielort verwechselt – mit einem Schulbus in eine Straußenwirtschaft nach Oberkirch. In der Strauße angekommen, waren durch die Verzögerung die reservierten Plätze bereits weg, sodass die 95er-Aiturienten es sich im Zelt mit Heizstrahlern gemütlich machen mussten. Aber auch das konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Die Abholung funktionierte dann wiederum einwandfrei, sodass einige Hartgesottene es sogar noch zum Abschlussdrink auf die 80er/90er Party im Schlachthof schafften.

Hohe Spendenbereitschaft bei „Schüler helfen Schülern“

Bei der Aktion „Schüler helfen Schülern“ werden am IBG jedes Jahr Schulmaterialien wie Stifte, Hefte, Schulranzen oder Turnbeutel für die Lahrer Tafel gesammelt. Die Lahrer Tafel überlässt die Spenden dann Kindern aus finanziell schwächeren Familien zu einem sehr niedrigen Preis.

Im Rahmen eines Projektes im Fach Sozialmanagement kümmerten sich in diesem Schuljahr Marie Chifa und Stina Konrad aus der Jahrgangsstufe 1 um die Planung und Durchführung der Aktion. Dank der großartigen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Lehrerinnen und Lehrern kamen bis Anfang Oktober zahlreiche Sachspenden sowie fast 600 Euro an Geldspenden zusammen. Mit dem Geld wurden weitere, dringend benötigte Schulmaterialien besorgt, sodass sich die Kunden der Lahrer Tafel aus einem breiten Sortiment bedienen konnten.

Weitere Informationen zur Arbeit der Tafel gibt es unter http://www.tafel-bw.de/index.htm

Studie: Was machen IBG-Schüler nach dem Abitur?

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie untersuchten die drei IBG-Schülerinnen Majlinda Tahiri, Chiara Leyn und Jacqueline Peter (von links nach rechts) Bildungswege nach dem Abitur. Zu diesem Zweck befragten sie im vergangenen Schuljahr 100 Abiturientinnen und Abiturienten, kurz bevor diese das IBG verließen.

Die Studie sollte ermitteln, inwiefern das in der Oberstufe belegte Profilfach den späteren Berufs- und Bildungsweg bestimmt und ob ein Zusammenhang zwischen dem Beruf der Eltern und der Wahl des eigenen Bildungswegs besteht. Zudem erforschten die Schülerinnen die Hochschulquote, d.h. den Anteil der Abiturienten, der nach dem Abitur studieren geht.

Überraschenderweise erwies sich das Profilfach für den nach dem Abitur eingeschlagenen Bildungsweg als nicht entscheidend. So gaben 23 der 42 befragten Schülerinnen vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (SG) an, ein Hochschulstudium aufnehmen zu wollen, wobei nur 12 davon einen Studiengang im pädagogischen Bereich planten. Die übrigen 19 SG-Schülerinnen entschieden sich für eine Ausbildung, ein freiwilliges soziales Jahr oder einen längeren Auslandsaufenthalt. Eine ganz ähnliche Verteilung zeigte sich bei den Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftsgymnasiums (WG und WGI).

Insgesamt wollten 54 % der befragten Abiturienten aus SG, WG und WGI nach dem Abitur den direkten Weg an eine Hochschule gehen. Viele von ihnen studieren jedoch in einer Fachrichtung, die nicht ihrem schulischen Profilfach entspricht. Außerdem ließ sich feststellen, dass kein bedeutsamer Zusammenhang zwischen dem Beruf der Eltern und der Bildungsentscheidung der Jugendlichen besteht.

Für die drei Forscherinnen waren dies relativ überraschende Ergebnisse, die sie nun als Grundlage für weitere Studien zu den Ursachen verwenden wollen.

Abiball am IBG - 142 Schüler feiern ausgelassen ihr Abitur

Auch der letzte Auftritt war gelungen. Eine Woche nach den mündlichen Prüfungen feierten die 142 Abiturienten des IBG Lahr in der Sternenberghalle Friesenheim einen außergewöhnlich stimmungsvollen Abiball, an deren Ende einige Schüler mit Preisen regelrecht überschüttet wurden.

Schulleiter Herr Huber hatte den Abiball mit einer Rede eröffnet und dabei den Abiturienten ein dickes Kompliment gemacht: „Ich betrachte Sie als eine Bereicherung für unser Land – kulturell, menschlich, geistig, auch verantwortungsvoll und erzogen.“ Ein Erziehungsziel am IBG sei die Toleranz gegenüber anderen Auffassungen, Religionen und Lebensweisen. Er habe die Hoffnung, dass sich die Abiturienten als mutige und wertbewusste Bürger bei der Integration von hilfsbedürftigen Menschen engagieren, so Huber.

Die kulturelle Vielfalt am IBG brachten die beiden Schülerinnen Mishka Martin und Samantha Wanjiru mit einem afrikanischen Tanz wunderbar zum Ausdruck. Eine weitere Tanzeinlage (Ballett) kam von Lea Hoffmann. Nathalie Giedemann und Guillemette Studer rundeten mit ihren beeindruckenden Gesangseinlagen den Showteil des Abiballs ab, der von Alischa Elles und Florian Sutterer in charmanter Weise moderiert wurde.

Der Abteilungsleiter des IBG, Andreas Scherwath, musste in seiner Ansprache an die Abiturienten einen kritischen Moment durchstehen, als er sich als HSV-Fan zu erkennen gab und dafür Pfiffe und Buhrufe erntete. Allerdings gelang es ihm, das Publikum wieder milde zu stimmen, das sich am Ende sogar applaudierend von den Plätzen erhob. In Anlehnung an die Paulus-Worte „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten“ äußerte Scherwath den Wunsch, dass die Abiturienten mit ihrer neu gewonnenen Freiheit verantwortungsvoll umgehen. Außerdem ermutigte er sie, entgegen dem Trend zur Selbstverwirklichung und Selbstprofilierung, ihr Leben nicht nur um sich selbst kreisen zu lassen, sondern auch auf ihre Mitmenschen zu achten und ihnen Gutes zu tun: „Ihr werdet merken, dass die Freude, die ihr dadurch bewirkt, sehr schnell euch selber erfasst und euch glücklich macht.“

Glücklich waren an diesem Abend insbesondere die zahlreichen Preisträger. Insgesamt 25 Schüler hatten ihr Abitur mit einer 1 vor dem Komma abgeschlossen und erhielten dafür einen Buchpreis: Lena Goerke, Lena Morgenstern, Amelie Seidenberg, Melissa Bähr, Nathalie Giedemann, Mareike Isele, Saskia Lurk, Ariana Merkel, Verena Sachs, Guillemette Studer, Julie Bayerlein, Lena Braun, Anna-Lena Eichinger, Alischa Elles, Jennifer Hug, Marla Jockers, Karen Nolte, Antonia Strebel, Levin Zimmermann, Maximilian Kohler, Corinna Singler, Vanessa Wellmann, Sara Hiller, Tobias Meier und Rebecca Schlatterer. Rebecca Schlatterer erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Abiturschnitt von 1,0 außerdem den Preis des Landrats, den Chemiepreis, den Theodor-Lohmann-Preis (Evangelische Religion) sowie den Preis für die besten Leistungen im Profilfach Internationale Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Den Preis für die besten Leistungen im Profilfach Pädagogik und Psychologie teilten sich Ariana Merkel und Levin Zimmermann. Im Fach Volks- und Betriebswirtschaftslehre (klassisch) hatten Vanessa Wellmann und Maximilian Kohler am besten abgeschnitten. Der Physikpreis ging an Levin Zimmermann, der Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch an Ariana Merkel und die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für die besten Leistungen im Fach Sport an Andreas Peter.

Nach der Preisverleihung gab Andreas Scherwath zusammen mit Guillemette Studer noch die Eigenkomposition „I really hate goodbyes“ zum Besten, bevor schließlich alle Abiturienten die Bühne stürmten und mit ihrem Abitanz („Uptown Funk“ von Bruno Mars) den perfekten Übergang zum inoffiziellen Teil des Abiballs hinlegten.

Besuch bei der ordentlichen Hauptversammlung von Fuchs Petrolub SE

Am 6. Mai 2015 fuhr die Klasse WGI 12/1 mit Herrn Breyer und Frau Rätzke nach Mannheim zur ordentlichen Hauptversammlung von Fuchs Petrolub SE.

Nach der Berichterstattung des Vorstands und des Aufsichtsrats durften sich die Aktionäre und ihre Vertreter zu Wort melden, um ihre Fragen zu äußern.

Die Kapitalerhöhung um 27.800.000€ beeindruckte alle, denn mit solch hohen Beträgen hätte keiner gerechnet. Nachdem die Aktionäre ihre Stimmen abgegeben hatten und die ersten vier Stunden der Hauptversammlung wie im Flug vorbeigegangen waren, stärkten sich die Klasse mit einem Mittagessen.

Danach stand Herr Breyer, der selbst Aktionär von Fuchs Petrolub SE ist, für Fragen der Schüler zur Verfügung. Das Highlight des Tages war die Frage- und Antwortstunde mit Herrn Doktor Hambrecht, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Fuchs Petrolub SE und ehemaligen Vorsitzenden des Vorstands der BASF SE.

Einen gelungenen Abschluss des Tages bildete der Besuch in der Universität Mannheim, zu der Herr Breyer auch noch einige Anekdoten zu erzählen hatte. (Bericht: Tanja Harter)

Kunstkurs im Kosmos Schwarzwald

Der Kunstkurs der 11. Klasse besuchte im Mai die Ausstellung „Kosmos Schwarzwald“ im Zeitareal Lahr.

Kurator Uwe Baumann führte die Klasse durch die Ausstellung. Baumann kennt viele Künstler persönlich und erzählte über ihr Leben und ihre Arbeit. Nebenbei erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch, dass der berühmte Schwarzwälder Bollenhut eigentlich aus dem „Schwäbischen“ kommt.

Die Ausstellung ist sehr vielfältig. Zu sehen gibt es Malerei, Skulpturen, Objektkästen, Fotografie und Installationen, selbst ein Musikstück war dabei und die berühmte Kuckucksuhr fehlte auch nicht. Nur sah sie natürlich nicht aus wie eine normale Kuckucksuhr.

Künstlerinnen und Künstler haben einen „anderen“ Blick auf die Dinge und auf die Welt. Oft steht man amüsiert und oft auch ein bisschen ratlos vor den Werken. Das ist der Punkt, wo es dann interessant wird, wo Fragen gestellt werden und wo vielleicht neue Einsichten auftauchen.

Warum ist die Tanne so aggressiv gemalt? Der Schwarzwald ist doch so lieblich.

Warum hat die junge Frau mit den Hot Pants einen Bollenhut auf?

Ein Objektkasten mit einer sehr schönen traditionellen Stickerei behauptet, es gäbe nur eine Heimat.

Die Schülerinnen und Schüler widersprechen.

Wie ist das nun mit der Heimat? Wie viele gibt es? Hab ich eigentlich eine? Wie sieht meine aus? Habe ich mehrere?

Die nächste Aufgabe im Kunstunterricht stellt die Schülerinnen und Schüler genau vor diese Frage. Die Antworten werden in Form von Objektkästen gestaltet. Nach den vielen Anregungen aus der Ausstellung „Kosmos Schwarzwald“ darf man auf die Ergebnisse sehr gespannt sein.