Are you Hung(a)ry?

Im Rahmen des dritten Projektjahres des Erasmus+ Projekts “Join the European table“ fand vom 27.04.2021 – 29.04.2021 das Projektreffen mit den Partnerschulen aus Tarragona (Spanien), Debrecen (Ungarn), Hennebont (Frankreich), Trikala (Griechenland) und Siedlce (Polen) statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie konnte zwar nur ein virtuelles Meeting stattfinden, doch auch trotz diesen etwas anderen Bedingungen ist uns ein erfolgreiches Projekttreffen gelungen. Der erste Tag begann um 8:30 Uhr mit der Begrüßung durch die Schulleitungen vier unserer Partnerländer. Danach folgten virtuelle Schulführungen von Spanien, Polen, Griechenland und unserer Schule. Dafür waren zwei unserer Projektteilnehmer vor Ort am IBG, um für die Partnerländer eine Live-Schulführung zu machen. Die anderen drei Partnerschulen hatten jeweils unterhaltsame und sehr informative Videos erstellt, in denen sie uns ihre Schule gezeigt haben. Daraufhin hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, ein Bild ihres Lieblingsessens hochzuladen, welche wir dann gemeinsam anschauen und bereits etwas über die Esskultur der anderen lernen konnten. Danach konnten wir uns in kleinen Gruppen über unsere nationalen Essgewohnheiten austauschen und hatten ebenfalls die Möglichkeit, ein paar der Teilnehmer besser kennenzulernen. Dann hatte jeder für sich Zeit, die Kapitel der Partnerländer unseres E-Books durchzulesen, da jedes Land ein Kapitel zu der Esskultur und den Essgewohnheiten des eigenen Landes erstellt hat. Im Anschluss dazu gab es ein gemeinsames Kahoot-Quiz, wo man Fragen über die verschiedenen Kapitel beantworten musste. Nach dieser Aufwärmphase begaben wir uns in die Gruppenarbeit, in der wir gemeinsam an einem Kapitel zum Thema Esskultur von Geflüchteten gearbeitet haben. Der erste Tag endete um 13 Uhr mit einer kleinen Feedback-Runde, wie uns der heutige Tag gefallen hatte. Der zweite Tag startete um 8:30 Uhr mit der Begrüßung der Schulleiter aus Ungarn und Frankreich und deren Online-Schulführungen. Daraufhin hatten wir Zeit, in den Gruppen für das Kapitel zum Thema Esskultur von Geflüchteten weiterzuarbeiten und unsere Ergebnisse als Power-Point-Präsentation darzustellen. Dabei hatte man ebenso die Gelegenheit, die anderen Gruppenmitglieder noch näher kennenzulernen und sich gegenseitig auszutauschen. Als alle Teilnehmer wieder zusammengekommen sind, gab es eine kurze Aktivität zur Aufwärmung, bei der jeder in einem Satz seine persönlichen Interessen beschreiben konnte. Dann präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse. Der zweite Tag endete ebenfalls um 13 Uhr mit einer Feedback-Runde und schließlich haben wir uns alle voneinander verabschiedet. Am dritten Tag gab es kein gemeinsames Meeting, denn jede Gruppe hatte zusätzliche Zeit, ihre Präsentation zu vervollständigen. Außerdem haben alle Teilnehmer im Laufe des Tages ein Bild von ihrem “meal of the day“ auf unserer eTwinning-Seite, welche ebenfalls zum Erasmus+ Projekt gehört, gepostet. So konnte man viele neue Gerichte entdecken und sich gemeinsam im Forum der Plattform darüber austauschen. Insgesamt war das Projekttreffen eine großartige Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und die anderen Projektteilnehmer kennenzulernen. Man konnte eine Menge über das alltägliche Leben in anderen Ländern lernen und hat somit viele neue Erkenntnisse gewonnen. Auch durch die Fertigstellung unseres gemeinsamen E-Books haben wir viel über die Esskultur Europas und auch der von Flüchtlingen erfahren. So haben wir in diesen drei Tagen interessante Einblicke in die Kultur unserer Projektpartner gewinnen können und hatten ebenso die Chance, Menschen aus ganz Europa kennenzulernen. Bericht: Nadine Hummel, J1

"Un kilometr' à pied, ca use, ca use"?

Nein, genau genommen, nicht nur einen Kilometer, sondern 1017,3 km lagen mehrere Wochen zwischen unserer Schülerin Anna-Luisa Strick und dem IBG. Ihren Erfahrungsbericht könnt ihr unten nachlesen. Ok, Spoiler: Den Weg hat sie nicht zu Fuß zurückgelegt :-)

Eine Verbindung zu Frankreich hatte ich immer schon. Ich wohne nicht nur direkt an der Grenze, sondern habe auch schon einige Urlaube dort verbracht. Doch wie ist es zwei Monate über 1000 Kilometer entfernt am Atlantik zu leben? Die Antwort auf diese Frage habe ich dank meines Erasmus+-Stipendium erleben dürfen.

Nach einer beinahe zehnstündigen Zugfahrt mit diversen Umstiegen und einem Brand auf der Bahnstrecke kam ich in Lorient an. Natürlich war ich schon ganz aufgeregt und gespannt, wie alles sein wird. Meine Gastmutter Nina, mein Gastvater Olivier sowie die betreuende Lehrerin der Schule haben mich am Bahnhof abholten. Mit meiner Gastfamilie hatte ich schon zwei Monate vor meiner Anreise per Mail Kontakt, damit wir uns nicht ganz fremd sind und auch schon organisatorische Dinge klären konnten. So wusste ich schon, dass meine Gastfamilie vier Kinder hat: Margot (15 Jahre), Juliette (12 Jahre), Nério (10 Jahre) und Ronan (7 Jahre). Beim Abendessen haben wir uns alle schon ein wenig kennenlernt und haben uns gefreut, dass wir uns jetzt endlich persönlich sehen konnten. Sie haben mir das Haus, mein Zimmer und den Garten mit Pool gezeigt. Während den zwei Monaten habe ich am gesamten Familienleben teilgenommen. Wir haben zusammen gekocht, Spiele gespielt und Sport gemacht. Ich habe auch die beiden Jungs regelmäßig von der Schule abgeholt und mit ihnen Hausaufgaben gemacht. Die Wochenenden haben wir am Meer verbracht und die Bretagne entdeckt. In den zweiwöchigen Herbstferien sind wir zusammen in den Urlaub gefahren und haben beispielsweise die weltbekannte Mont-Saint-Michel besichtigt. Generell ist die richtige Gastfamilie der wichtigste Punkt des Auslandsaufenthalts. Es gab zum Beispiel einen Vorfall bei der Einrichtung für Flüchtlinge, wo ich ehrenamtlich während meiner Langzeitmobilität geholfen habe. Ich habe meine Sorgen dann meiner Gastfamilie erzählt und sie haben gleich Kontakt mit der zuständigen Lehrerin aufgenommen. Bei meiner Gastfamilie habe ich mich wohlgefühlt, sodass ich kein Heimweh hatte.

Es war auch eine große Bereicherung am französischen Schulleben teilzunehmen. Ich besuchte das „Lycée Victor Hugo“ in Hennebont, welches auch meine Gastschwester Margot besucht. An meinem ersten Schultag wurde ich von meiner Gastfamilie zur Schule begleitet und freudig vom Direktor der Schule begrüßt. Er führte mich in meine neue Klasse, eine Abschlussklasse, die ungefähr den gleichen Stoff behandelte wie meine Klasse in Deutschland. I        n meiner Klasse ich mich habe ich mich mithilfe eines Vorstellungsvideos präsentiert, sodass die Schüler einen Einblick in mein Leben in Deutschland erhalten haben. Drei Mädchen aus der Klasse haben sich bereit erklärt, sich während der zwei Monate um mich zu kümmern. Sie haben mich erstmal durch das Schulgebäude geführt, dass mich aufgrund der Größe der Schule (800 Schüler) zu Beginn erschlagen hat. Wir haben nicht nur den Unterricht und die Pausen im Park zusammen verbracht – sondern, uns auch außerhalb der Schule getroffen. Am Unterricht habe ich in den Fächern Sport, Englisch, Mathe, Deutsch und Biologie teilgenommen. Dem Unterricht konnte ich in der Regel gut folgen. Nur in Biologie war es manchmal schwierig, da das Verständnis dort durch das Fachvokabular eingeschränkt ist. Den Deutschunterricht der Schüler konnte ich als Muttersprachlerin natürlich bereichern, in dem ich ihnen beispielsweise bei den Aufgaben geholfen und vorgelesen habe. Da ich nur 15 Unterrichtsstunden pro Woche hatte, hatte ich ausreichend Zeit, meinen Schulstoff aus Deutschland nachzuarbeiten und meine Blogbeiträge und Tagesberichte zu schreiben. Zur gleichen Zeit hat auch ein Mädchen aus Polen ihre Langzeitmobilität in Hennebont verbracht, was mir selbstverständlich auch geholfen hat. Wir waren beide in der gleichen Situation und konnten uns darüber auszutauschen. Es war spannend über mehr über das Leben von Magdalena in Polen zu erfahren. Wir beide erlebten gleichzeitig, wie man sich über einen längeren Zeitraum in einer anderen Familie integriert. Magdalena jedoch hatte noch zusätzlich die Sprachbarriere zu überwinden, da sie nur Englisch gesprochen hat. Am Ende waren waren wir noch zusammen shoppen und haben uns sogar angefreundet!

Es war spannend zu erleben, wie sich der Schulalltag in Frankreich im Vergleich zu uns in Deutschland gestaltet. Die Noten bewegen sich auf einer Skala von 0 bis 20 Punkten, wobei 20 die beste Note ist (die man fast nie bekommt) und 0 die schlechteste. Wie fast alle französischen Schulen hat das Gymnasium eine eigene Kantine, in der die Schüler ein warmes Mittagessen mit vier Gängen bekommen. Dafür nimmt man sich auch zwei Stunden Zeit, was vielleicht begründet, warum es keine Seltenheit ist, dass die Schüler bis 18.00 Uhr Unterricht haben. Nach dem langen Tag müssen die Schüler trotzdem noch Hausaufgaben machen, sich auf Klassenarbeiten vorbereiten und haben dann noch ihre Freizeitaktivitäten. Am Anfang war es eine Herausforderung für mich, den veränderten Tagesrhythmus zu schaffen, denn der Tag beginnt in Frankreich beginnt und endet deutlich später als bei uns in Deutschland.

Als sprachliche Vorbereitung auf meinen Aufenthalt habe ich zusätzlich Alltagsvokabular gelernt. Obwohl ich seit der Grundschule französisch lerne, hatte ich zu Beginn Verständnisprobleme, welche die Maskenpflicht natürlich nicht verbessert hat. Nach zwei Wochen jedoch hatte ich mich an das Sprechtempo gewöhnt und konnte dem Inhalt folgen- auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe. Insgesamt kann ich sagen, dass ich mein Französisch in allem Bereichen verbessert habe. Als ich zurückgekehrt bin, habe ich gesehen, dass mir die Kommunikation einfacher gelingt, als vor meiner Auslandsreise. Ich denke nicht mehr so oft darüber nach, welches Wort ich wann und wie verwende. Ich habe mich sogar schon dabei ertappt französisch zu denken!

 

Abschließend kann ich nur sage, dass meine Erasmus+ Schüler-Langzeitmobilität eine einzigartige Möglichkeit war, Kontakt zu Gleichaltrigen unterschiedlichster Nationalitäten zu knüpfen und einander Fragen zu stellen. Ich habe erfahren, wie anderen Beteiligte leben und wie sich ihr Schulalltag gestaltet.  Ebenso interessant war es, sich über einen längeren Zeitraum in eine andere Familie zu integrieren. Letztendlich habe ich unendlich viele Erfahrungen gesammelt, den Umgang mit Menschen anderer Gewohnheiten geübt, viele neue Menschen kennenlernt und den französischen Alltag erlebt. Ich habe durch den Auslandsaufenthalt einen etwas anderen Blickwinkel auf unser (Schul-)Leben erhalten und meine sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickelt. Ein weiterer wichtiger Punkt während der Zeit im Ausland ist die Flexibilität, die ich mir angeeignet habe. Vom ersten Tag an musste ich mich in völlig neuenSituationen und einer neuen Umgebung zurechtfinden. Dies stellte aber überhaupt kein Problem dar. Im Gegenteil: Mit meiner Gastfamilie, meinen Patinnen und meinen Mitschülern konnte ich die Herausforderungen schnell bewältigen. Mir hat der Aufenthalt auf jeden Fall geholfen „zu wachsen“. Die zwei Monate, sind extrem schnell vergangen und waren die aufregendsten in meinem Leben. Ich kann jeden empfehlen mutig zu sein und sich in dieses Abenteuer zu stürzen – es wird eine unvergessliche Zeit werden!

 

Anna-Luisa Strick

"Die Entdeckung der Currywurst" - nicht von Uwe Timm, sondern von Liza Bleogat

Als Beteilgte am Erasmus-Programm durfte das IBG auch in diesem Jahr eine Austausch-Schülerin begrüßen und zum erstmaligen Genuß einer deutschen Currywurst verführen. Liza Bleogat aus dem französischen Hennebont erzählt hier Interessantes, Spannendes, Neuartiges und Kurioses über ihren Aufenthalt in der Ortenau.

Who am I?
My  name is Liza Bleogat, I am 17 years old  and I live in Hennebont, in France. I’m a year 12 student and I study at the school “Victor Hugo” in Hennebont. My special subjects schooling are Mathematics, Science and Biology. I spent my long-term  mobility  in Lahr, Germany. During my  stay, I lived with  the Ehinger family. I also went  to the school IBG in Lahr where  I studied Biology, I.T., English, Sport  and French.

 

II.Why did I want to go to Germany  with Erasmus +?
By going to Germany,  I wanted  to  discover the  German  culture  and language. In fact, before my  stay in Germany, I couldn’t say a word in German and so I hoped to learn how to speak German  a little bit. Moreover,  Germany  is a country  that  interests me  a lot and I think  that when  you  want to discover a country  the best way to do this is with Erasmus +. Indeed,  here you  are directly immersed  into the  German  culture  because you live with your  German  host family and you go to German  school whereas when  you  just take a trip  to Germany  for only one or two weeks you don’t really discover the German culture. I also wanted to  do this long-term  mobility  because it is the opportunityto  meet new  people.

 

III.How did I prepare  my long-term mobility?
To prepare  my  stay in Germany,  I had to do  a lot of different  things. First, I had to fill out paperwork  which  is not really a funny  part. I had different  forms  to complete  about  my health, my  placement in a host family, my applicationfor  the long-term mobility... All these documents  were  to be completed  in French  and in English too. I also had to  collect documents  such as the European  health insurance card, an authorization  to leave the territoryand  a "Civil liability" insurance. Now let’s talk about a funnier part:my  researchabout  my  host countryand  host town.  I did a Power  Point  presentation  to  learn more  about Germany  and Lahr.  I searched information  about  the history,  the economy,  the demography, the cultural  heritage, the  politics and of course about  immigration.  It was very interesting to learn more  about  that  and to have an overview  of Germany  and Lahr. To prepare  my  stay,I alsoworked during two months on Babbel to improve my English. If I couldn’t speak German,  I wanted  at least to be able to speak fluentlyEnglish. Finally, before  going to Germany,  I had to  prepare  an essential thing:my suitcase. I took  a lot of clothes because my stay lasted two  months.  I also took sheets and a sorter  for my  courses in Germany  and I took course books in French. I was careful to take a notebook  with me in order  to record  all the activities, outings and my  impressions during  my long-termmobility.  Of course,I took  all the essential papers like my European  health insurance card, my authorization  to leave the territory... I am really proud because when I arrived in Germany, I realized that I hadn't forgotten anything!In fact, if we prepare  everything  in advance, we are sure not  to forget anything.

 

IV. My host family.
I first met  mycorrespondentinJuly. Her name is Lola and she sent me a message on Instagram to tell me that her  family was going towelcome  me during  my  stay in Germany.  I have to confess that talking to her really reassured mebecause I was a little stressed about entering  a family I don't  know. I had already guessed whenItalkedto Lolaby messagesthat she isa lovely person  but the  fact is that she is even more  so in real life!In addition,  she learnsFrench  at school so we could talk French together! So,  before my departure  for Germany,  I wentshopping with my  dad to  buy gifts for my  host family. I really wanted  to buy things which  are typically Brittonbecause it is the region where  I live. Therefore,  I bought  a bottle  of cider which is an alcohol tasted apple juice. I also bought  Britton  biscuits, a Britton cake, a jar of salted butter  carameland a Britton  bowlin which  we usually drink  cider.Then, I packed my  suitcaseand Itook  the train to  join Germany  and my  host family.Lola, her mother  and her  sister came to  greet me at the stationand it was very good to finally meet Lola in real. After  that I leftmy luggage in my  new roomwhich is muchbigger than the one I havein France and Lola, her  sisters and I went bybike to an ice-cream shop where  Lola usually works.  Afterwards, we went back home and we ate pizzas with Lola’s parents. I can say I have beenreally well welcomedby Lola’s family!The rest of my stay with  my  host family was as magical as the first day!V.My new school.The day after I arrived  in Germanywas my  first day in my  new school: IBG Lahr. During  my first day at school Lola showed me around  the  buildingand then  I met  Mrs. Hornstein who  is one of the  teachers who  managed the  Erasmus + project.  She gave me my  new  timetable and she lent me  a computer  to  work.  As I have said before, I studied Biology, I.T., English, Sport  and French.  So, after  my meeting with  Mrs. Hornstein,  I went directly  to my  English class where I found  Lola. I did a presentation  in English in front  of the  whole class to present myself and  my school in France. I was really stressed about  doing a presentation  in front  of people I don’t know at all but  it's all gone really welland everyone  was very  kind with  me. Of course, as I don't  speak German,  the  lessons were a little bit complicated to  understand  but thanks to Lola and her friends I was able to take the  courses by understanding  the  essentials. During my  two  months  in Lahr, I had to  do the  homework  which were given to me  in my  new school but I also had to catch my  lessons of my French  school. Sometimes  it was tough to deal with  that but  most  of the  time I was able toorganize myself well. During my time  there, I noticed few differences between  my new  school in Lahr and my  school in France.  The majordifference is school schedules. In France,  I start at 8 AM,  the class finishesat 6 PM and I have a 2-hour-lunch break, whereas in Germany,  I started at 7.45 AM,  the class ended at 3 PM  but I had only half an hour  to eat. It was very difficult for me  to eat in such a short  time because I am used to take my  time to  eat. Another  difference is the fact that teachers in Germanyseem closer to students and less strict. A last different point  between  the  two schools is that there  is no canteenwhile in France almost all the students eat atthe school cafeteria.

 

VI.How did I communicate  with other people?
As I have said before I couldn’t speak German so I had to adapt myself. Fortunately, Lola speaks French  very well therefore  it was really easy to  communicate  with  her. But not everyone  studies French  at school or is able to  speak French,  then  I spoke English with people most of the time. With Lola’s friends and family for example, I spoke English. It was really great for  me because it allowed me to improve  my  English. However, even if I couldn’t speak German,  I wanted  to learn a few words.  So,  Lola and her friends helped  me to learn this language firstly and secondly, I had German  lessons with students from  the Erasmus group  of my  new school. Once a week,  I had a German  lesson with two  people of the Erasmus group.  It was really interesting and so that  I could  talk German  a little bit. But it was also the occasion to spend time and to discuss and discover people that I didn’t know! I truly loved German  courses!

 

VII. My experiences.
Now, let’s talk about the funniest part: my experiences. What did I do during  thesetwo months  in another  country?  The answer is: a lot of things! Indeed,  during  my long-term mobility  I had the oppportunityto experience new  things thanks to  Lola. For  example. I have ridden  a scooter  for the  first time, it was incredible! I have also tasted a lot of specialties like the Currywurst,  the  Schwarwäder  Kirschtorte,  the Bretzel,  the Spätzle, the  Schnitzel, the Flammenkuchen... I also went to a typical German party which is called the Oktoberfest. It was very  fun and Lola and I wore  a dirndl  whichis a traditionalGermandress.Every  Sunday, we went  with Lola and  her sister to stables to take care of the  horses, and I couldalso ride a horse through  the vineyards!  Thanks to  Lola, every day was full of fun  and adventure!  I discovered the  region and different  cities such as Fribourg  and Offenburg, and I also went to Bavaria duringthe  holidays. My  most beautiful experience  is when I had a hike in the Black Forest with Lola’s family. We climbed rocks and we drank  Schnaps, it was really entertaining!I had a lot of other  amazing experiences like the day I went  to Europa  Park, all the picnic I did near lakes or vineyards and also the parties with Lola’s friends!With all the things I did, I didn’t have time to feel homesick and I haven’t seen the two months go.

 

VIII.The association “Freundeskreis  FlüchtlingeLahr” for immigrants.
During my  stay in Germany,  I also went to an association which helpsrefugees to  integrate the society. This association is named Freundeskreis  Flüchtlinge Lahrand I went there  once a week. I attended  to  literacy courses given by Eveline Bayer who  is French.So, every  Monday, I went to  the association in the  city center  of Lahr at 2 PM. From 2 PM  to 3 PM  takes placethe literacy course for a blind person.  It was really interesting to see how  a blind  personcan learn the  alphabet and write  with theBraille alphabet. Mrs.  Bayer made  little cards andeach card represents  a letter  of the alphabet written  in Braille. To learn the alphabet, the blind person  had to write  or  read a sentence with the  cards. Mrs. Bayer told  me about  his very  moving past and how  he became blind wanting to  flee Syria. He’splanningto train to become  a masseur and I really wish him  success because he is a very nice person.  Then, from 3 PM to  4 PM  takesplace another  literacy course. Mrs.  Bayer is always very invested in her work  and I think  that refugees really appreciate havingsuch a patient  and pedagogical teacher. What  I preferred  during  my  time in the association is meeting the  refugees and discovering their past because, even if they don’t know the German alphabet, they have a cultural background a thousand  times higher than ours.

 

IX.My conclusion.
As a conclusion, I would  say that my  long-term  mobility  is a truly  incredible experience that  I will never  forget. If I was offered  to  go two  months  to  a foreign countryagain, I would  say yes without  any hesitation. I learnt  so many  things about  myselfand about  the  others. For example, I feel like I am more  confidentand independent,  my  English is better and now  I can speak a little bit German!  It is a life-changing experience! Of course, I will miss my host family, particularlyLola who has always been there  for me  and has made these twomonths in Germany  a real dream. I'll always be grateful to her.  I will miss the school, the breathtaking landscapes, the horses... I will miss each second that I spent there. I hope that Lola cancome toBrittanynext  year because I really want to  see her again and show her my region.I would  never have hoped  to meet  such a wonderful  person  as Lola. And if you who read this text, you  hesitate to embark  on the Erasmus + adventure,  don’t  wait any longer because I can assureyou  that you  will spend one of the  most beautiful moments  of your  life! I know  it may  sound scary to go alone in a foreign country  but  if you  are organized and above all very  motivated  to  discover a new country  then  you shouldn’tbe afraid.Thank you  very  much  for reading me, I hoped  you  enjoyed  discovering my  long-term mobility  in Lahr. I wish you to  live as beautiful experiences as what I have expierenced

 

Liza Bleogat

“Join [and celebrate on] the European table” – Erasmus in der EU und hautnah in Lahr

Vor einer Woche gab es trotz Corona-Tristesse wieder mal etwas zu feiern: Am 15.10. wurden europaweit die Erasmusdays gefeiert. An der Kaufmännischen Schule Lahr konnte dabei die neue Erasmusgruppe der Jahrgangsstufe 1 sowie die französische Austauschschülerin Liza Bleogat am „European table“ Platz nehmen.

Als Vorbereitung zur Feier recherchierte die Gruppe zuerst zum Thema Migration, um im Anschluss virtuell mit den europäischen Partnern zu feiern. Das Ziel, dass alle Schülerinnen, die im Moment einen zweimonatigen Aufenthalt an einer der Partnerschulen machen, live von ihren Erfahrungen berichten konnten, glückte. Insgesamt nehmen an dem von der EU geförderten Projekt fünf Schülerinnen aus drei verschiedenen Nationen (Frankreich, Deutschland, Polen) teil. Dabei traf die Gruppe z.B. auch  IBG-Schülerin Anna-Luisa Strick, die derzeit in der Bretagne die Schule besucht und begeistert von ihrem Aufenthalt berichtete. Auch Schüler vom letzten Jahr resümierten ihre Ersamus-Erlebnisse, was die neue Erasmustruppe beeindruckte und motivierte. Insgesamt waren ca. 30 Schülerinnen und Lehrer aus allen sechs Partnerländern beim Meeting dabei.

Die französische Austauschschülerin Liza fühlt sich am IBG schon heimisch, wozu auch die engagierte Betreuung ihrer Gastschwester und Schulpatin Lola Ehinger beigetragen hat. Damit Liza sich auch selbst verständigen kann, trifft sich die Erasmus-Gruppe mehrmals wöchentlich zum Deutschlernen in der Freizeit. Auch die Schule und deren betreuende Lehrer versuchen den „Wohlfühl- und Gruppenfaktor“ zu stärken, weshalb vor zwei Wochen ein Ausflug zu den Vogtsbauernhöfen unternommen wurde. Liza selbst setzt sich in Lahr für Bedürftige ein und hilft in einem Sprachkurs des "Freundeskreis Flüchtlinge Lahr" mit.

Ihr habt Lust mehr über Erasmus+ und die Erlebnisse der beteiligten Mitschüler erfahren? Dann klickt und bestaunt hier die wöchentlichen Beiträge:  https://twinspace.etwinning.net/78360/home oder hier die vergangenen Projekte: https://www.erasmusplus.de/service/bewilligte-projekte/

 

Grenzenlose Zusammenarbeit - Europäische Schulpartnerschaft in Zeiten von Corona

Monatelang hatten sich 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 auf diesen Höhepunkt des von der EU geförderten Erasmus + Projektes “Join the European table“ vorbereitet: ein Projekttreffen mit den Partnerschulen aus Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen und Griechenland in Debrecen/Ungarn, an welchem sechs Schülerinnen vom IBG zusammen mit ihren Lehrern Gabriele Hornstein und Ulrich Tröndle teilnehmen sollten. Dabei wurde für das dreijährige Projekt ein Flyer entworfen, in dem die Integration von Geflüchteten thematisiert wird. Zudem hatte sich jede*r Projektteilnehmer*in auch ehrenamtlich bei regionalen Organisationen wie z.B. beim Freundeskreis Flüchtlinge Lahr, beim diakonischen Werk Offenburg und beim Friesenheimer "Netzwek Solidarität" engagiert und Eindrücke davon gewonnen, was Integration bedeutet. Nach dieser intensiven Vorbereitung war die Enttäuschung der Teilnehmer*innen zunächst groß, als das internationale Treffen aufgrund der Corona-Pandemie Anfang März abgesagt wurde. Dort sollten alle auf Englisch ihre Ergebnisse präsentieren und von ihren gemachten Erfahrungen berichten. Die Lehrer*innen der Partnerschulen stellten sich aber die Frage, ob die europäische Zusammenarbeit wirklich zum Erliegen kommen muss und entwarfen einen innovativen Krisenplan, auf dessen erste Ergebnisse sie bereits stolz zurückblicken können.

Per Videotutorial wurden die Schüler*innen aller Partnerländer angeleitet, sich in den “Twinspace“ des Projektes einzuschreiben. Hierbei handelt es sich um einen virtuellen Raum der digitalen  europäischen Plattform für Schulen namens “eTwinning“. Diese erlaubt es sowohl zu kooperieren und zu kommunizieren, als auch sicher und in einem geschützten Raum Daten hochzuladen. In einem ersten Schritt stellten sich die Schülerinnen und Schüler  einander in Steckbriefen vor und hatten die Möglichkeit, sich in einem Chat auszutauschen.
Am Nachmittag des 27. Mai verabredeten sich 26 Schüler*innen aus allen Teilnehmerländern und sieben ihrer Lehrer*innen zu einer Videokonferenz. Nach der gemeinsamen Begrüßung durch ihre Lehrer*innen wurden die Schüler*innen von Gabriele Hornstein, die das Treffen moderierte, in bunt gemischte, internationale Gruppen eingeteilt. In diesen konnten sie sich näher kennenlernen und über ihre einzelnen Projekte austauschen.

Ganz nebenbei erfuhren sie auch viel darüber, wie in den Partnerländern mit der Coronakrise umgegangen wird und wie dort zur Zeit der Schulalltag aussieht. Sie stellten fest, dass man in ganz Europa die gleiche, schwierige Lage zu bewältigen hat.
Im Anschluss präsentierten die deutschen, die polnischen und die griechischen Schüler*innen anhand von PowerPoint-Präsentationen ihre Erfahrungen bei den gemachten ehrenamtlichen Tätigkeiten und tauschten sich darüber aus.
In einer abschließenden, national konzentrierten, Feedbackrunde wurde schnell festgestellt: Das Format war ein voller Erfolg! Die zwei Stunden waren wie im Flug vergangen, neue Bekanntschaften waren geschlossen, ein Einblick in die Projektarbeit der Partner war gewonnen und darüber hinaus waren kulturelle Erkenntnisse erlangt worden. Dies bescheinigt auch die Bereitschaft aller Teilnehmer mitten in den Pfingstferien, am 10. Juni, ein weiteres Online-Meeting zu veranstalten. Dabei sollen dann noch die restlichen drei Ländern ihre Arbeiten präsentieren können. Die Präsentation und Auswahl des gemeinsamen Flyers wird dann wiederum über den vorher erwähnten Twinspace erfolgen, auf dem am Ende auch alle Präsentationen hochgeladen werden sollen.

So kann das zweite Jahr des dreijährigen Projekts doch noch ein erfolgreiches Ende finden. Dennoch sind sich alle Teilnehmer*innen einig, dass sie ein Treffen vor Ort in Ungarn über eine ganze Woche vorgezogen hätten.
 
Zusätzliche Info:
Das dreijährige Projekt „Join the European table“ findet im Rahmen des Programmes Erasmus + Schulbildung statt und wird von der Europäischen Union gefördert. Mehr Details zu den Inhalten finden sich auf der Homepage des Projektes:
www.erasmus-jointheeuropeantable.websco.fr

Und auf eTwinning:
twinspace.etwinning.net/78360

 

Famoses Finnland: IBG-Lehrer besuchen Bildungsmusterland im hohen Norden

In bildungspolitischen Debatten wird Finnland immer wieder als Musterbeispiel für modernes Lernen genannt. Um dem Erfolgsgeheimnis des finnischen Bildungssystems auf die Spur zu kommen, reisten die beiden IBG-Lehrkräfte Gabriele Hornstein und Horst Bock nach Helsinki, wo sie an der Fortbildung “A school for tomorrow – how Finland is preparing for the future“ teilnahmen.

Im Rahmen des einwöchigen Kurses, der von der österreichischen atempo-Organisation veranstaltet wurde, waren Besuche in zwei finnischen Schulen sowie Vorträge und Gespräche mit finnischen Schulwissenschaftlern und Lehrern möglich.

Martti Hellström – ehemaliger Lehrer, Schuldirektor und Lehrerausbilder – führte aus, dass das finnische Schulsystem auf den Grundlagen Vertrauen, Selbständigkeit, Hilfe und Ermutigung beruhe. Zum Erfolg des Schulsystems würde auch das gute Gesundheitssystem, die kostenlose Bildung für alle, spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für lernschwache Schüler sowie die professionelle Unterstützung für Lehrer beitragen. In den finnischen Schulen traue man den Schülern zu, in großem Maße eigenverantwortlich zu arbeiten und aktiv die Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Bei der Leistungsmessung werde das Lernergebnis weniger stark bewertet als der Lernprozess selbst. Um das Abitur zu erreichen, können finnische Schüler drei bis fünf Jahre die Oberstufe besuchen. Das Lerntempo und -pensum wird dabei von den Schülern selbst bestimmt.

Ein wichtiger Faktor liege laut Hellström auch darin, dass der Lehrerberuf in Finnland einer der angesehensten Berufe ist, die Zugangsvoraussetzungen für ein Lehramtsstudium sind entsprechend hoch. Lehrer seien in ihrer Berufsausübung weitgehend autonom. Sie müssen zwar den Lehrplan erfüllen, wie sie das Ziel erreichen und mit welchen Methoden oder Büchern sie arbeiten möchten, ist aber allein ihre Entscheidung. Autonomie gilt auch für die Schulleiter. Sie bekommen von der Kommune ein Budget, mit dem der ganze Schulbetrieb finanziert werden muss. Dazu gehören die laufenden Aufgaben wie Heizung, Mittagessen für Schüler und Betriebskosten der Schule. Aus diesem Budget können jedoch auch zusätzliche Lehrer eingestellt werden, wenn dies erforderlich ist.

Einen Eindruck vom Schulalltag konnten die beiden Lehrkräfte aus Lahr beim Besuch der Schule „Veromäen Koulu“ in Vantaa gewinnen. „Beim Betreten der Schule ziehen Schüler und Lehrer die Schuhe aus und laufen mit Socken oder Hausschuhen im Schulhaus umher“, berichtet Horst Bock. Schüler lernen dort von der ersten Klasse an, in die sie erst mit 7 Jahren eintreten, ein selbstorganisiertes Lernen. Am Wochenbeginn legen die Schüler, die in Klassen mit 20 Schülern zusammengefasst sind, ihre Wochenziele fest. Dies geschieht digital in einer Tabelle, die der Lehrer einsehen kann. Im Lauf der Woche werden die Ziele dann Schritt für Schritt abgearbeitet. Der Unterricht findet nur noch in kurzen Einheiten statt, die die Lehrer der Schule als „moments of teaching“ bezeichnen, der größte Teil der Arbeit wird in Einzel- oder Gruppenarbeit an verschiedenen Lernorten erledigt. Der Klassenlehrer beobachtet und begleitet den Lernfortschritt. Schüler, die mit dem Stoff Probleme haben, können die Unterstützung eines Speziallehrers bekommen. Das Unterstützungssystem ist darauf ausgerichtet, dass allen Schülern, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer individuellen Entwicklung ermöglicht werden soll, die Lernziele erreichen.

In der praktischen Arbeit von Schülern und Lehrern spielen Bibliotheken eine wichtige Rolle. Schulen sind häufig mit einer gut ausgestatteten Schülerbibliothek versehen oder aber Schulen werden direkt neben öffentlichen Bibliotheken gebaut. Diese nehmen eine wichtige Rolle als Treffpunkt, Kommunikationszentrum, Ort des gemeinsamen Lernens und Kulturzentren ein. Die finnischen Bibliotheken sind deshalb auch entsprechend eingerichtet. Es gibt neben der Bücherausleihe auch Räume für Gruppenarbeiten oder Besprechungen, sowie Angebote zum Erlernen verschiedener Kulturtechniken (z. B. Design, Programmieren, Nähen, Musik produzieren). Ebenso findet man Kinderspielplätze, oder Räume für Mütter mit Babys. Alle Bibliotheken sind kostenlos, die Nutzung der Räume ebenfalls.

Eine Schule mit einer besonders gut ausgestatteten Schülerbibliothek und einem fest angestellten Vollzeit-Bibliothekar ist die französisch-finnische Schule in Vantaa, in der verstärkt Französisch unterrichtet wird, allerdings nach finnischem Bildungsplan. In der großen Schulmensa kommen Lehrer, Schüler und Eltern am Morgen zum Kaffee oder Frühstück zusammen. Mittags erhalten die Schüler hier kostenloses Mittagessen. Die Mensa hat fünf fest angestellte Mitarbeiter, es arbeiten jedoch auch Schüler mit und unterstützen das Mensateam beim Kochen, beim Austeilen an Buffets und beim Abräumen und Reinigen der Mensa. Am Ausgang findet man eine Bewertungsampel. Die Schüler können dort in fünf Stufen abstimmen, ob das Essen geschmeckt hat, oder eher nicht.

Eine zentrale Rolle im finnischen Schulsystem spielt die digitale Bildung. Alle Schüler in Vantaa sind mit Laptops ausgestattet sind, die Abiturprüfung wird in ganz Finnland ausschließlich digital abgelegt. Darüber hinaus legt man großen Wert auf die Erziehung zum bewussten Umgang mit den eigenen Daten und zur kritischen Bewertung digitaler Informationen. Dafür stellt Finnland die Plattform „Faktabaari“ – Faktenbar –  bereit. Dahinter steht eine Vereinigung von Wissenschaftlern verschiedener Fachgebiete, die Nachrichten auf Wahrheitsgehalt und Plausibilität überprüfen. Schüler können sich mit Nachrichten dorthin wenden und bekommen dann eine Bewertung der Plausibilität. So lernen sie, Fake-News von gut recherchierter journalistischer Arbeit zu unterscheiden.

Neben den Erkenntnissen zum finnischen Schulsystem bot der Fortbildungskurs Einblicke in die Arbeit mit dem iPad im Unterricht. Zahlreiche Apps und Anwendungen wurden vorgestellt und auch ausprobiert. Obwohl viele Apps den IBG-Lehrern bereits bekannt waren und sie sich darin bestätigt sahen, bei der Digitalisierung und dem Einsatz von Tablets im Unterricht mit ihren nordeuropäischen Kollegen mithalten zu können, bot der Kurs auch Gelegenheit, neue Apps kennenzulernen, die nun im Unterricht ausprobiert werden können.

Die Weiterbildung war eine von 8 unterschiedlichen Fortbildungsmaßnahmen, an denen Lehrkräfte des IBG Lahr von Juni 2018 bis Mai 2020 im Rahmen des von der EU geförderten Erasmus+ Projekts „Interkulturelle Kompetenz und Digitalisierung“ in unterschiedlichen europäischen Ländern teilnehmen.

„Vamos a Tarragona“ – IBG-Schüler besuchen internationales Projekttreffen in Spanien

Im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Join the European Table“ besuchten kürzlich sechs Schülerinnen der Jahrgangsstufe 1 des IBG zusammen mit ihren Lehrerinnen Lenja Öxle und Julia Schneckenburger ihre Partnerschule „Institut Campclar“ in Tarragona/Spanien.

Neben den Teilnehmerinnen aus Lahr reisten auch Schüler aus den weiteren Partnerländern Griechenland, Polen, Frankreich und Ungarn zum Projekttreffen in die katalonische Hafenstadt. In internationalen Gruppen wurden die im Vorfeld erarbeiteten Inhalte zum Thema Migration und Integration vertieft, außerdem fanden interessante Vorträge von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) wie „Stop Mare mortum“ und „Pro Activa Open Arms“ statt, die vielseitige Einblicke in die Flüchtlingsarbeit boten. Bei „Pro Activa Open Arms“ ging es hauptsächlich um die Rettung der überfüllten Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer und die traumatischen Erfahrungen der Flüchtlinge, während „Stop Mare Mortum“ darüber berichtete, wie sie die Integration der Flüchtlinge in Spanien unterstützt.

Neben der intensiven Beschäftigung mit dem Thema Migration blieb auch noch genügend Zeit für kulturelle Highlights: So verbrachten die Schüler einen Tag in Barcelona und hatten außerdem die Gelegenheit, an einer Führung durch die Altstadt Tarragonas auf den Spuren der Römer teilzunehmen sowie das kleine Städtchen Montblanc, das Kloster Poblet und die Espluga-Höhlen kennenzulernen.

Alle Teilnehmer waren während der Projektwoche bei spanischen Gastfamilien untergebracht. In ihrer Freizeit unternahmen die IBG-Schülerinnen viele gemeinsame Aktivitäten mit ihren Austauschpartnern wie zum Beispiel Bowling, Shopping oder Karaoke.

Obwohl die Kommunikation, welche ausschließlich auf Englisch stattfand, sich manchmal etwas schwierig gestaltete, war das Projekttreffen inhaltlich ein voller Erfolg und führte außerdem zu einer Vertiefung der interkulturellen Freundschaften.

Bericht: Julia Hasemann und Alannah Sobczyk (J1)

Erasmus+ Seminarkurs – Workshop zum Thema Interkulturalität mit der Caritas

Am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, besuchten zwei Sozialarbeiterinnen der Caritas, Lilli Wenzel-Teuber und Sandra Stang, das IBG Lahr und führten im Rahmen des Erasmus+ Seminarkurses einen Workshop zum Thema „Interkulturalität“ durch. Die Caritas selbst ist zwar nicht in der Migrationsberatung tätig, sondern vor allem in der Schwangerschafts- und Schuldnerberatung. Gerade zu solchen Beratungen kommen jedoch auch viele Geflüchtete.

Zu Beginn des Workshops sollten die Schüler*innen sich den Himmelsrichtungen nach aufstellen, wo ihre Vorfahren und sie selbst geboren wurden. Dadurch wurde ihnen bewusst, dass das Thema Migration alle betrifft. Im Anschluss wurden den Teilnehmern verschiedene Rollen zugeteilt – von der Tochter des amerikanischen Botschafters bis hin zum Illegalen Auswanderer aus Mali. Bei jeder vorgelesenen Aussage, wie zum Beispiel: „Ich darf lieben, wen ich möchte.“, sollten die Teilnehmer*innen, wenn das zutraf, einen Schritt nach vorne gehen. Es stimmte die Schüler*innen sehr nachdenklich zu sehen, dass manche keinen Schritt nach vorne gehen konnten und anderen der Platz im Zimmer nicht ausreichte.

Die Teilnehmer*innen erkannten, dass es bei der Interaktion von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zu Irritationen und Missverständnissen kommen kann, weil die Kulturen so unterschiedlich sind. Darum benötigt man interkulturelle Kompetenz. Das heißt, dass man bei dieser Interaktion seine Handlungsroutinen erweitern und über den Tellerrand blicken sollte, zum Beispiel durch Perspektivenwechsel, aber auch durch Empathie.

Am Ende des Workshops beantworteten die Gäste von der Caritas noch einige Fragen, die die Schüler*innen vorbereiten hatten:

Was bedeutet Integration für Sie?

„Eine gelungene Integration bedeutet für uns, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, so dass auch Menschen mit Migrationshintergrund wie selbstverständlich den Alltag in unserer Gesellschaft bewältigen können.“

Hat Ihr Beruf Auswirkungen auf Ihr Privatleben?

Lilli Wenzel-Teubner: „Für mich spielt es keine Rolle, woher die andere Person kommt und ich wurde sensibilisiert, dadurch setze ich mich an Elternabenden zu anderen dazu, welche die deutsche Sprache erst erlernen und helfe ihnen bei der Übersetzung. Zudem schreibe ich die Elternbriefe in einem leicht verständlichen Deutsch, damit sie für alle verständlich sind.“

Sandra Stang: „Wenn ich in der Stadt von mir bekannten geflüchteten Personen angesprochen werde, kommt es schon einmal dazu, dass ich mit ihnen einen Kaffee trinken gehe.“

Warum kommen Geflüchtete zur Caritas?

„Sie kommen durch Erfahrungen und Tipps anderer zur Caritas und bitten um Hilfe. Vor allem kommen Menschen, die schon mehrere Stationen durchlaufen haben und immer noch Hilfe brauchen. Dann dient die Caritas als Helfer und Unterstützer für alle Menschen in allen Situationen, die Hilfe brauchen.“

Bericht: Hanna Gutmann SG12/3 und Lena Müller WG12/2

ErasmusDays am IBG

Vom 10. bis zum 12. Oktober 2019 fanden in ganz Europa die sogenannten ErasmusDays statt. An diesen Tagen machten Projektträger der Nationalen Agentur Bildung für Europa – darunter auch das IBG Lahr – mit speziellen Aktionen auf das Programm Erasmus+ aufmerksam.

Die Teilnahme an den ErasmusDays war für die IBG-Schüler das erste Event in diesem Schuljahr im Rahmen des von der EU geförderten Erasmus+ Projekts „Join the European table“. Im Foyer der Schule wurde eine Ausstellung gestaltet, in der über das dreijährige Projekt zum Thema Migration informiert wird. Viel Spaß bereitete den Teilnehmern dabei, die Luftballons aufzublasen und die Ausstellung mit weiteren Giveaways zu schmücken, die sie von der Nationalen Agentur zugesandt bekamen. Die Ausstellung im Foyer der kaufmännischen Schule kann noch bis Freitag, den 18. Oktober, besucht und besichtigt werden.

Nach diesem Auftakt in die Projektarbeit werden die Schüler der 12. Klasse des IBGs die Möglichkeit haben, sich mit ihren Projektpartnern aus Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen und Griechenland über das Thema Flucht und Migration, die Rolle von Wohltätigkeitsorganisationen sowie kulturelle Unterschiede in den beteiligten Ländern auszutauschen. Außerdem wird gemeinsam ein Willkommensleitfaden für Schulen entwickelt, der es erleichtern soll, Neuankömmlinge in den Schulalltag zu integrieren.

Die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern wird einerseits über Videokonferenzen und Chatrooms geführt. Andererseits finden auch zwei Projekttreffen statt, bei denen sich jeweils sechs Schüler*innen und zwei Lehrer*innen aus jedem Land real begegnen und in internationalen Gruppen zusammenarbeiten. Das erste Treffen findet vom 9. bis 16. November in Tarragona/Spanien statt. Ein weiteres Treffen ist für März 2020 in Debrecen/Ungarn geplant. Am Ende der Sommerferien 2020 werden drei Schüler*innen der jetzigen 11. Klassen des IBGs aus den Fördermitteln des Erasmus+ Projekts zudem Stipendien für einen zweimonatigen Schulaufenthalt in Frankreich, Spanien oder Griechenland zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen gibt es unter www.ibg-lahr.de/schulleben/projekte/erasmus-projekt

„Zu Tisch, bitte!“

…oder international gesprochen: „Join the European table“ – unter diesem Titel läuft am IBG Lahr derzeit ein auf drei Jahre angelegtes Erasmus+ Projekt, das als „Strategische Schulpartnerschaft“ von der EU gefördert wird. Zentrales Anliegen ist hierbei die Förderung von europaweiter Mobilität zu Lernzwecken sowie die transnationale Zusammenarbeit.

Beteiligt sind Schulen aus sechs europäischen Ländern, genauer aus Hennebont in der Bretagne (Frankreich), aus Debrecen (Ungarn), aus Tarragona (Spanien), aus Siedlce (Polen), Trikala (Griechenland) und Lahr (Deutschland). Die Projektteilnehmer kommunizieren auf Englisch über regelmäßige Skype-Konferenzen, E-Mail Kontakt, soziale Medien und im Rahmen von Live-Chats auf einer eigenen eTwinning Plattform.

Thematisch befassen  sich die Schülerinnen und Schüler mit der „Migrationsgeschichte“ und der „Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben" in den sechs Projektpartnerländer.

Beim Projekttreffen in Lahr vom 23.03. bis 30.03.2019 erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vielfältige Einblicke in die deutsche Integrationspraxis, indem regionale Ausbildungsbetriebe, die Geflüchtete beschäftigen, sowie Flüchtlingsklassen besucht wurden. Die gesammelten Informationen werden fortlaufend in einem eBook dokumentiert, aber auch auf der Projekthomepage veröffentlicht.

Höhepunkt der Woche war die Präsentation und Einweihung eines tatsächlichen „European table“ aus Holz. Getreu dem EU-Motto „In Vielfalt geeint“ zimmerten Schülerinnen und Schüler aus allen sechs Nationen mit einem pensionierten Technik-Lehrer und zwei Geflüchteten die Sitzgelegenheit mit vier Bänken. Doch ein Tisch ist ja viel mehr als ein Tisch, wie der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums, Andreas Scherwath, in seiner Rede bei der Einweihung betonte. Bei Tisch würden nicht nur „food and drink“ geteilt, so der Laudator, sondern auch Erfahrungen, Ideen und Meinungen ausgetauscht. Dieses gemeinschaftsstiftende Symbol finde sich in der Kunst (wie etwa bei da Vincis Abendmahl) genauso wie in der Politik (z.B. in der EU). Auch wenn die „Runden Tische“ der EU-Entscheidungsträger gerade junge Europäer zuweilen enttäuschten, zeigte sich Scherwath zuversichtlich, dass die Jugendlichen  schon bald die Möglichkeit haben werden, die Zukunft selbst zu gestalten – nicht zuletzt dank ihrer guten Vernetzung untereinander. Sein Appell: „Stay connected! Make the world a better place for you and for me and the entire human race“.

Dieser poetische Abschluss in Anlehnung an Michael Jackson konnte nur noch von der bunt und kreativ in den sechs Sprachen gestalteten Tischdecke gekrönt werden. Symbolisch werde diese Decke von nun an bei jedem Treffen „aufgelegt“.

Zum Abschluss dankte die Leiterin der spanischen Delegation, Blanca Gimeno Lopez, stellvertretend für alle Teilnehmer den Gastgebern aus Lahr für die gute Zusammenarbeit, die vielseitigen Impulse durch die Referenten und den herzlichen Empfang, auch von offizieller Seite durch Schulleiter Herbert Huber und Senja Töpfer, Leiterin der Amtes für Soziales, Schulen und Sport der Stadt Lahr.

Es bleibt die Hoffnung, dass die EU mit derartigen Projekten, ganz im Kinkelschen Sinne, über die Verträge hinaus aus den Herzen seiner Bürger wachse.

Weiterführende Informationen unter: www.erasmus-jointheeuropeantable.com

Das europäische Haus: Austausch mit drei Ländern. Therese kommt aus Schweden und unterrichtet Französisch, Simon kommt aus Deutschland und unterrichtet in Schweden Deutsch und Schwedisch, Jonas und Gabriella kommen aus Schweden und unterrichten dort Deutsch und Englisch, Nicola kommt aus Frankreich und unterrichtet in Schweden Französisch, hier zusammen mit Horst Bock, der den Schweden-Austausch des IGB leitet.

Europa zu Gast am IBG

Bunt geht es in dieser Woche am Integrierten Beruflichen Gymnasium zu. Zumindest was die Farben der Flaggen betrifft, aus deren Ländern die Gäste am IBG kommen. Da ist zum einen der Austausch, den die Schwedisch-AG des IBG seit mittlerweile zehn Jahren mit zwei Schulen in Göteborg betreibt...

Die schwedischen Gäste werden zur gleichen Zeit in unserer Region sein, wie der Französisch-Austausch der beiden schwedischen Schulen in Straßburg. Mit einem gemeinsamen Programm werden die Gruppen unter anderem Freiburg und Straßburg besuchen. Zum Gegenbesuch wird dann die Schwedisch-AG des IBG im Mai nach Göteborg fahren. Spracherwerb, kultureller Austausch und das Leben in den Familien stehen bei den gegenseitigen Besuchen im Vordergrund. Und natürlich darf eine Exkursion zum Europäischen Parlament nicht fehlen.

Die internationale Woche wird jedoch noch bunter durch ein Erasmus+-Projekttreffen, bei dem Schülerinnen und Schüler aus anderen europäischen Ländern ebenfalls am IBG zu Gast sind. Die Teilnehmer aus Ungarn, Frankreich, Polen, Spanien und Griechenland sind bereits am Wochenende angereist. Sie werden in dieser Woche zusammen mit den am Projekt beteiligten IBG-Schülern ihre Ergebnisse zum Thema „Migration und Integration“ vorstellen, in verschiedenen Workshops die „Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben“ in Lahr und Umgebung kennenlernen sowie unter Anleitung eines Fachmanns den "Europäischen Tisch" bauen. Die offizielle Einweihung des Tisches findet am Freitag, den 29.03., in der zweiten Pause, im Innenhof statt.

Bildunterschrift: Das europäische Haus - Austausch mit drei Ländern. Therese kommt aus Schweden und unterrichtet Französisch, Simon kommt aus Deutschland und unterrichtet in Schweden Deutsch und Schwedisch, Jonas und Gabriella kommen aus Schweden und unterrichten dort Deutsch und Englisch, Nicola kommt aus Frankreich und unterrichtet in Schweden Französisch, hier zusammen mit Horst Bock, der den Schweden-Austausch des IGB leitet.

 

Startschuss für das neue Erasmus-Projekt "Join the European table"

Mit Beginn dieses Schuljahres startet am IBG das auf 3 Jahre angelegte von der EU geförderte Projekt „Join the European table“. Im Zentrum des Projektes stehen die Förderung von europaweiter Mobilität zu Lernzwecken sowie die transnationale Zusammenarbeit. Schüler*innen der Jahrgangsstufe 1 des IBG nehmen im Rahmen des Seminarkurses am Projekt teil.

Projektpartner des IBG sind Schulen in Tarragona (Spanien), Debrecen (Ungarn), Hennebont (Frankreich), Siedlce (Polen) und Trikala (Griechenland). In diesem Schuljahr werden zwei Projekttreffen stattfinden, eines vom 17.11-24.11.2018 in Siedlce und ein weiteres im Frühjahr 2019 in Lahr. Da bei den Projekttreffen Schüler*innen aus allen Partnerländern teilnehmen, ist ein interessanter intereuropäischer Kultur- und Erfahrungsaustausch möglich. An den Treffen werden die bis dahin erarbeiteten Ergebnisse in der gemeinsamen Projektsprache auf Englisch präsentiert. Noch bevor sich die teilnehmenden Schüler*innen der verschiedenen Partnerschulen bei den Projekttreffen tatsächlich begegnen, werden sie sich über Skype-Konferenzen und dem eTwinning-Chatroom kennenlernen.

Im ersten Projektjahr werden sich die Schüler*innen im Rahmen des Seminarkurses mit den Themen „Migrationsgeschichte“ und „Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben" befassen. Die Zuwanderung nach Deutschland in den letzten zwei Jahren wird analysiert und statistisch aufbereitet, zudem wird eine Präsentation zur nationalen Migrationsgeschichte erstellt. Eine weitere Aufgabe ist die Gestaltung eines Projektlogos. Es werden Interviews mit Flüchtlingen oder Zuwanderern zu deren Auswanderungsmotiven bzw. Flucht- und Integrationserfahrungen geführt. Beim Projekttreffen in Lahr erhalten die Projektteilnehmer vielfältige Einblicke in die deutsche Integrationspraxis, indem sie Ausbildungsbetriebe, die Geflüchtete beschäftigen, sowie Flüchtlingsklassen besuchen. Darüber hinaus soll gemeinsam mit Flüchtlingen in einer Werkstatt der „europäische Tisch“ gebaut werden.

Das Erasmus+ Projektteam am IBG besteht aus den Lehrkräften Gabriele Budig, Julia Schneckenburger, Lenja Oexle und Ulrich Tröndle.

Üfa-Messe "RegioLahr 2018"

Anfang März fand zum zweiten Mal die Übungsfirmenmesse RegioLahr in der Sulzberghalle in Sulz statt. Die Übungsfirmenmesse ermöglichte es 20 Übungsfirmen aus der Region, ihre Kreativität und ihr Verkaufstalent zu präsentieren.

Mit viel Einsatz, aber auch mit viel Freude hat die Büromanagementklasse der Kaufmännischen Berufsschule Lahr diese Messe geplant und betreut. Die Planung eines Projektes ist Teil des Lehrplans für Auszubildende im 3. Lehrjahr im Bereich Büromanagement und so entstand das Projekt „RegioLahr“.

Auch die Aussteller haben sehr viel Zeit investiert und sich mit Liebe zum Detail auf die Messe vorbereitet. Von passender Kleidung in Farbe des Firmenlogos, bis hin zu Popcornmaschinen und „Ghettoblaster“ waren viele Highlights zu entdecken.  Der Aufwand hat sich gelohnt, das zeigten die vielen positiven Rückmeldungen der Aussteller und der Messebesucher.

Am Ende gab es noch eine Preisverleihung für den besten Messestand und das beste Verkaufsgespräch. Den 1. Platz für das „beste Verkaufsgespräch“ belegte die Übungsfirma „2x2 Profizentrum“ aus Müllheim. In der Kategorie „Bester Messestand“ überzeugte die Übungsfirma „Floid“ aus Lahr und gewann den 1. Platz.

Internationale Woche am IBG – Schwedische und russische Schüler zu Gast in Lahr

Die Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen hat am IBG eine lange Tradition. Jetzt gab es jedoch ein Novum: Ende März trafen sich erstmals gleich zwei Gruppen in Lahr. Schüler des Schillerska Gymnasiet in Göteborg und des Petrovskij College aus St. Petersburg besuchten ihre Partnerschüler in der Ortenau.

Der Austausch mit der Schule in Göteborg ist fester Bestandteil der Schwedisch-AG, die am IBG seit mittlerweile zehn Jahren angeboten wird. Unter den deutschen Schülern befinden sich meist 11.-Klässler, die zusätzlich zum regulären Unterricht als weitere Fremdsprache Schwedisch in einer Arbeitsgemeinschaft lernen. Ihre Partner vom Schillerska Gymnasiet haben das Fach Deutsch als zweite Fremdsprache neben Englisch.

In Begleitung ihrer Lehrerin Annika Hansson sowie Horst Bock und Eva-Maria Schindler vom IBG erkundete die schwedisch-deutsche Gruppe unter anderem die Altstadt von Freiburg. Besonders das Colombi-Schlössle und das Münster waren beliebte Hintergrundmotive für Selfies, aber auch die idyllische Atmosphäre der Altstadt mit den engen Gassen und den Bächle hinterließ bei den Gästen aus Göteburg einen bleibenden Eindruck.

So richtig international wurde es dann bei einer gemeinsamen Exkursion der schwedischen, russischen und deutschen Schüler nach Strasbourg. Dort führte IBG-Lehrer und Wahlfranzose Ulrich Strömel die große Gruppe vom Bahnhof über die Ponts couverts, von deren Aussichtsplattform man einen weiten Ausblick über die Dächer der Stadt hat. Weiter ging es über die Ill und deren Kanäle durch La Petite France und zum Place Kléber. Bei einer anschließenden Bootsfahrt erhielt die Gruppe einen Einblick in die wechselvolle Stadtgeschichte.

Die russische Delegation besuchte außer Straßburg auch noch das Kurhaus in Baden-Baden, die Wasserfälle und das Schwarzwaldmuseum in Triberg sowie das Galaxy Badeparadies in Titisee-Neustadt. Höhepunkt des Austauschprogramms, das von den Lehrerinnen Friederike Posega und Elina Herzog ausgearbeitet wurde, war jedoch der Besuch im Stuttgarter Landtag in Begleitung von Schulleiter Herbert Huber mit einer anschließenden Stadtführung „Auf den Spuren der Romanovs“.

Unterrichtsbesuche, Projektarbeiten und Freizeitaktivitäten rundeten das Programm schließlich ab. Die IBG-Schüler werden im Mai zum Gegenbesuch nach Göteborg und St. Petersburg reisen, um dort Leben, Kultur und Schule ihrer Partner kennen zu lernen.

Weitere Bilder gibt es hier.

Hinweis: Mit dem Wirtschaftsgymnasium International bietet das IBG einen internationalen Bildungsgang, in dem Englisch als globale Verkehrssprache besonders gefördert wird. Für das kommende Schuljahr sind sowohl am WGI als auch am WG Klassisch noch Plätze frei. Das Online-Anmeldeverfahren ist seit dem 1. April wieder freigeschaltet.

Erasmus-Abschlusstreffen: Schüler machen sich fit für den europäischen Arbeitsmarkt

55 Jugendliche aus fünf Ländern haben in dieser Woche unter Beweis gestellt, dass die europäische Idee trotz mancher Erosionserscheinungen und nationalistischen Gegenbewegungen immer noch lebt. Im Rahmen des Erasmus-Projektes „Fit for work in Europe“ kamen sie für 7 Tage zum Abschlusstreffen am IBG Lahr zusammen.

Weder geografische noch sprachliche Grenzen konnten sie daran hindern, über 3 Jahre hinweg ein gemeinsames Projekt voranzutreiben und nun erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Leitthema des dritten Projektjahres war „Lifestyle“. Dazu untersuchten die Schüler in ihren Heimatländern die beruflichen Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen, vor allem hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während des Treffens in Lahr erstellten sie Poster- und Fotocollagen ihrer Ergebnisse und präsentierten diese schließlich bei einem Besuch des Europaparlaments in Straßburg.

An dem von der EU geförderten Bildungsprogramm beteiligten sich neben dem IBG Lahr vier weitere Schulen aus Hennebont in der Bretagne (Frankreich), aus Debrecen (Ungarn), aus Tarragona (Spanien) und aus Siedlce (Polen). Jede ausländische Schule war mit 8 Schülern und zwei Begleitlehrern nach Südbaden gereist, vom IBG nahmen 23 Schüler und die 4 Projektkoordinatoren Gabriele Budig, Julia Müller, Alexandra Raicu und Ulrich Tröndle am Abschlusstreffen teil.

Auf dem Programm standen außer der Projektarbeit Ausflüge in den Europapark und zum Schauinsland, ein Deutsch-Kurs für Anfänger sowie eine große Erasmus-Party. „Fit for work in Europe“ sollte den Jugendlichen in erster Linie eine Orientierungshilfe geben, sich professionell auf den europäischen Arbeitsmarkt einzulassen. Darüber hinaus hat das Projekt jedoch bewirkt, dass junge Europäer ihre Gemeinsamkeiten entdecken und neue Freundschaften schließen konnten.

Neue Übungsfirma eröffnet – Europa-Park als Kooperationspartner

Ed und Edda sind die neuen Stars im Berufskolleg an den Kaufmännischen Schulen Lahr. Die beiden Maskottchen des Europa-Parks Rust zieren ab sofort das Logo der neu gegründeten Übungsfirma Edda Store GmbH. Zur Eröffnungsfeier am vergangenen Dienstag waren neben Vertretern des Europa-Parks auch Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg nach Lahr gekommen.

Der Abteilungsdirektor für Berufliche Schulen, Thomas Hecht, lobte die Schule für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Übungsfirma und verwies darauf, dass die Kaufmännischen Schulen Lahr deutschlandweit nach wie vor die meisten Übungsfirmen haben. Die große Stärke des Modells liege darin, kaufmännische Praxis in den Unterricht zu holen – ein Gedanke, den auch die Abteilungsleiterin des Berufskollegs, Yvonne Lebfromm, in ihrer Eröffnungsrede aufnahm. In den Übungsfirmen würden fast alle Bereiche des Unternehmensalltags simuliert, seien es Distributionsprozesse, Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen oder eine gelungene Unternehmenskommunikation.

Entscheidend sei jedoch, die manchmal trockenen Themen durch kreative Ideen lebendig zu machen. Dabei könne vor allem die Patenfirma helfen, so Lebfromm. Mit dem Europa-Park habe man ein weltbekanntes Top-Unternehmen gewinnen können, das nun die 29 Schüler der Klasse 1BK1W2 bei Ihrer Arbeit in der Übungsfirma unterstützt. Über die Edda Store GmbH können Events und Hotelübernachtungen gebucht sowie Merchandisingartikel bestellt werden – alles rein fiktiv, versteht sich. Grundlage sind jedoch die realen Angebote des Europa-Parks. Auch bei der Gestaltung der regionalen und überregionalen Messeauftritte dürfte das Know-How von Deutschlands größtem Freizeitpark die Schüler weit nach vorne bringen.

Und wer weiß, vielleicht ebnet die Übungsfirma dem einen oder anderen Schüler auch den Weg in eine Ausbildung beim Europa-Park.