Europass Mobilität für Comenius Seminarkurs

Viel Spaß habe die gemeinsame Projektarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen gemacht, so die einhellige Meinung des Comenius Seminarkurses. Es sei spannend und lehrreich zugleich gewesen, sich in internationalen Projektteams mit einem so wichtigen gesellschafts- und umweltpolitischen Thema auseinanderzusetzen. Eine besondere Erfahrung war es zudem, im Ausland eine Präsentation auf Englisch zu halten. Das hätten sich manche IBG-SchülerInnen vor dem Projekt nicht zugetraut. Und nun habe man mit dem „Europass Mobilität“ auch noch eine gute Ergänzung für die Bewerbungsmappe.

Bedanken möchten sich die SeminarkursteilnehmerInnen zum Abschluss beim Pädagogischen Austauschdienst in Bonn für die finanzielle Förderung des Projektes im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen.

(Bericht: Ulrich Tröndle)

Comenius-Abschlusspräsentation „Water gives life“ in Göteborg

Am Dienstagmorgen trafen sich alle Projektteilnehmer in der Aula der Schule zur offiziellen Begrüßung durch die Schulleiterin des Schillerska Gymnasiums. Anschließend wurden in Workshops verschiedene internationale Gruppen mit SchülerInnen der fünf Länder gebildet. Die Aufgabe bestand darin, Ergebnisse eines Fragebogens auszuwerten, welcher in jedem der fünf Länder im Rahmen des Comenius-Projektes „Water gives life“ ausgefüllt worden war. Aus den gewonnen Erkenntnissen sollte ein Plakat mit möglichen Ideen zum Schutz und Sparen von Wasser entworfen werden. Die Ergebnisse wurden am Ende der Arbeitsphase auf kreativ gestalteten Postern präsentiert. Ein weiteres positives  Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit war zudem, dass der Kontakt unter den SchülerInnen verschiedener Nationen tatsächlich lockerer und persönlicher wurde – ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem wirklich geeinten Europa.

Zum Ausklang des Tages begaben sich alle gemeinsam auf eine Bootstour zu einer der vielen umliegenden Inseln. Bei Sonnenschein wanderten wir zu einer Felsküste und picknickten dort gemeinsam.

Am Mittwoch war der große Tag der Comenius-Präsentationen im Schillerska Gymnasium. In Vorträgen auf Englisch stellten wir unsere Ergebnisse der Comenius-Projektarbeit vor. Die Themen reichten vom „Krieg ums Wasser“, über „Wasserprobleme durch den Klimawandel und deren Lösungsmöglichkeiten“ bis hin zur „Energiegewinnung durch Wasser“ und „Gewässerschutzbestimmungen in Europa“. Nach Ende der Präsentationen stand noch ein touristisches Highlight auf dem Programm: das „Universeum“. Dabei handelt es sich um ein Wissenschaftsmuseum, in dem sich ein Aquarium mit allen möglichen Tiefseebewohnern, ein tropischer Regenwald und zur Zeit gerade eine Dinosaurier-Ausstellung befindet.

Der folgende Tag begrüßte uns mit heftigem Regen und Wind, was keine gute Voraussetzung für den Besuch in einem Wikingerdorf und den geplanten Wikingerspielen war. Zu unserem Glück besserte sich das Wetter noch vor Beginn der Spiele, welche sich als großer Spaß entpuppten und zu einem lustigen Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Gruppen, die wieder international bunt gemischt waren, führte. Auch das Wikingeressen, dass uns nach dem Absolvieren aller Spiele serviert wurde, löste bei allen TeilnehmerInnen Begeisterung aus.

Spannend ging der Tag zu Ende mit einem Ausflug zur Insel Marstrandsö, auf der sich die Festung Carlsten aus dem 17.Jahrhundert befindet. Am Vorabend unserer Abreise bereiteten unsere schwedischen Gastgeber eine „Farewell Party“ mit Tortillas als Abendessen vor.

Am Freitagmorgen mussten wir uns leider von unseren neuen Freunden aus Göteborg, Debrecen, Siedlce und Tarragona verabschieden. Noch einmal durften wir uns die Stadt ansehen. Eine sehr schöne Stadt, so ganz anders als in Deutschland, mit vielen bunten Holzhäusern, Kirchen aus Holz und einem beeindruckenden Rathaus. Bei einer Führung durch diese Gebäude konnten wir uns auf prächtigen Sesseln sitzend wie Staatsgäste fühlen. Ein gelungener Ausklang für unseren Aufenthalt in Göteborg, dem Abschluss des Comenius-Projektes „Water gives life“.

Bericht: Julia Reitter SG 12/3

Schülerinnen und Schüler aus Schweden besuchen das IBG

Freiburg stand am ersten Tag auf dem Programm. Neben einer Stadtführung, die zum Platz der Synagoge, durch die schönen Gassen der Freiburger Altstadt und schließlich zum Münster führte, gab es auch einen Besuch beim Deutschen Seminar sowie beim Institut für nordische Sprachen an der Universität. Hier übernahm Frau Hagström die Führung und stellte den deutschen und schwedischen Schülerinnen und Schülern vor, welche Studienmöglichkeiten dort angeboten werden. Überrascht waren die SchülerInnen von den Forschungsaufgaben, die zwei wissenschaftliche Mitarbeiter der Gruppe vorstellten. Unbeachtet von der Öffentlichkeit gibt es dort ein Forschungsprojekt zur Sprache der Samen, einer Volksgruppe, die in Nordschweden, Finnland und Russland lebt. Da es fünf samische Sprachen gibt, die aber teilweise vom Aussterben bedroht sind, haben sich die Freiburger Wissenschaftler zum Ziel gesteckt, die Sprachen zu erforschen und in Schrift und Tondokumenten aufzuzeichnen.

Am nächsten Tag stand wieder ein Münsterturm auf dem Programm, dieses Mal der in Straßburg. Nach einem Stadtrundgang nutzten die meisten SchülerInnen noch die Gelegenheit, die über 300 Stufen zur Aussichtsplattform zu erklimmen. Bei sparsamen Sonnenstrahlen bot sich ein schöner Ausblick auf die Stadt, die Vogesen und den Schwarzwald. Am Nachmittag erfuhren die SchülerInnen bei einer Bootsfahrt vorbei am Europäischen Parlament und dem Fernsehsender Arte viel über die Bedeutung der Stadt und ihre Geschichte.

Wieder daheim lernten die Schweden den Schulalltag ihrer deutschen Partnerinnen und Partner kennen. Beim Unterrichtsbesuch stellten sie fest, dass auch hier ein Schultag sehr lange sein kann und dass man, wie zuhause in Schweden, danach noch einen weiten Heimweg vor sich hat. Die Gäste konnten aber auch beobachten, dass eine Schule nicht nur aus dem täglichen Lernen im Unterricht besteht, sondern dass es auch Momente gibt, in denen die Schulgemeinschaft zusammenkommt, wie beim ökumenischen Oster-Gottesdienst zum Thema „Rien ne va plus?“ am letzten Tag vor den Ferien. Musiklehrer Oliver Schätzle hatte mit dem Schulorchester, dem Chor und den Solisten wieder einen ergreifenden musikalischen Rahmen geschaffen, der das gemeinsame Erlebnis verstärkte.

Natürlich durfte ein Rundgang durch Lahr nicht fehlen. Frau Schindler führte hier zu den Sehenswürdigkeiten und zeigte auch diverse Einkaufsmöglichkeiten, wo die schwedischen Gäste noch ein paar Kleinigkeiten für daheim besorgen konnten. Mit einem gemeinsamen Picknick im Stadtpark, ausnahmsweise mit viel Sonne, ging der Besuch zu Ende und der Abschied fiel allen etwas schwer.

(Bericht: Horst Bock)

IBG erhält STENCIL-Zertifikat für naturwissenschaftliches Projekt

Am 20. und 21. Februar 2013 veranstaltete der Pädagogische Austauschdienst Bonn ein thematisches Seminar für laufende COMENIUS-Schulpartnerschaften, die im Themenbereich MINT arbeiten. Das Integrierte Berufliche Gymnasium Lahr, welches im Rahmen seines zweijährigen COMENIUS-Projekts „Water gives life“ mit Schulen in Spanien, Schweden, Ungarn und Polen im Themenbereich MINT aktiv ist, nahm an dem Seminar in Bonn teil. Dieses bot ein Forum für den Gedankenaustausch über bereits erarbeitete Ergebnisse und Materialien sowie deren Verbreitungsmöglichkeiten.

So konnte Studienrat Dr. Bernd Raber, der gemeinsam mit Oberstudienrätin Gabriele Budig und Studienrat Ulrich Tröndle das Projekt am IBG leitet, die kurz vor ihrem Abschluss stehenden Projektergebnisse vortragen. Das Projekt fand großen Anklang und wurde am 22. März 2013 erfolgreich in den europäischen STENCIL-Katalog mathematisch-naturwissenschaftlicher Bildungsinitiativen aufgenommen. Es ist online verfügbar unter http://www.stencil-science.eu/initiatives_view.php?id=1172.

Das „STENCIL-Webportal“ wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission innerhalb des Programmes „Lebenslanges Lernen“ finanziert. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verbesserung des MINT-Unterrichts an europäischen Schulen zu leisten. Insbesondere soll für junge Menschen, vor allem für Mädchen, ein Anreiz geschaffen werden, mathematisch-naturwissenschaftliche Karrierewege einzuschlagen.

Übungsfirmenmesse in Freiburg

In Freiburg angekommen packten zunächst alle mit an, um die Utensilien, die wir für den Stand dabei hatten, aus dem Bus zu laden. Nur kurze Zeit später war unser Messestand aufgebaut und es konnte mit dem Verkauf losgehen.

Plangemäß war immer eine Gruppe am Stand eingeteilt, während einige andere von uns über die Messe gingen und Werbung für die Bluekadee GmbH machten. Durch das Glücksrad, welches wir als Gewinnspiel dabei hatten, konnten wir viele Kunden an unseren Stand locken. An dieser Stelle möchten wir uns auch herzlich bei unserer Patenfirma, der Edeka Handelsgesellschaft Südwest GmbH, für die uns zur Verfügung gestellten Werbegeschenke bedanken.

Gegen Ende der Messe hielt die Schulleiterin der Max-Weber-Schule, Frau Kaiser, noch eine kurze Schlussrede und bedankte sich bei allen teilnehmenden Übungsfirmen für die gelungene Veranstaltung.

Gegen 16.30 Uhr waren wir dann auch wieder in Lahr. Es war ein spannender Tag für jeden einzelnen von uns und dadurch konnten wir auch einen guten Eindruck davon bekommen, wie so eine Messe abläuft.

(Bericht: Klasse 1BK1W2)

Comenius-Projektpräsentation „Water gives life“ in Tarragona

Schnell wurden erste Kontakte mit den Schülerinnen und Schülern der Projektpartnerschulen geknüpft und man fühlte sich gleich wie zuhause. Im Rahmen des Projektes hatte jede Schule die Aufgabe, einen Fluss aus seiner Region als Wirtschaftsfaktor genauer zu analysieren - für Lahr war das naheliegend der Rhein, für Spanien der Fluss Ebro. Aus diesem Grund stand am folgenden Tag die Besichtigung des Ebro-Deltas auf dem Programm. Nach einem einführenden Vortrag konnten die Schüler/-innen und Lehrer/-innen aller beteiligten Projektschulen auf einer gemeinsamen Schiffsfahrt die Lagunen des Deltas mit ihren einzigartigen Flamingoschwärmen bewundern. Mit einer anschließenden Kahnfahrt und Mountainbiketour durch das Naturschutzgebiet kam auch die sportliche Betätigung nicht zu kurz.

Am 14. November war dann der große Tag: die Comenius-Präsentationen am IES Camp Clar in Tarragona. Jedes Land stellte seine Projektergebnisse auf Englisch vor. Die Schüler und Schülerinnen des IBG Lahr hatten verschiedene Präsentationen zum Thema Rhein vorbereitet: „Wasserkraftwerke“, „Rheinhafen Kehl“, „Rhein als Wasserstraße und Tourismusfaktor“, „Naturkatastrophen am Rhein“, „Städte am Rhein“ und „der Rhein als Rohstofflieferant“. Außerdem wurden die Auswertungen eines in jedem Partnerland durchgeführten Fragebogens zum Thema Wassersparen besprochen.

Am folgenden Tag fand ein großer Empfang aller Comenius-Teilnehmer im Rathaus von Tarragona statt. Nach einer Stadtführung mit Besichtigung der beindruckenden römischen Bauwerke hieß es dann Abschied nehmen von den spanischen Gastgebern sowie den Projektpartnern und getreu dem Projektmotto „water“ waren einige nahe am „Wasser“ gebaut, so dass die ein oder andere Abschiedsträne floss. Auf der Rückfahrt wurde nochmals ein Zwischenstopp in  Barcelona eingelegt um bei einem Abschluss-Tapa-Essen die Projektwoche Revue passieren zu lassen bis es am 17. November mit vielen gewonnen neuen Eindrücken und Freundschaften wieder zurück nach Lahr ging.

Die Teilnehmer/-innen aus Lahr freuen sich nun auf ein Wiedersehen mit den Projektpartnern bei der Comenius-Abschlusspräsentation im April 2013 in Schweden. (Bericht: Budig)

Gründungsfeier der Juweluna GmbH

Ein reichhaltiges Buffet, alkoholfreier Sekt und nicht zuletzt die musikalischen Darbietungen von Schülerin Vivienne Michels unterstrichen den feierlichen Charakter der Veranstaltung. Geschäftsführerin Silvia Moog sprach von einem aufregenden Tag für die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Übungsfirma, die nun endlich loslegen und ihr eigenes (fiktives) Geld verdienen könnten. Sie dankte insbesondere dem Ehepaar Spinner für ihre tatkräftige Unterstützung und Impulse im Vorfeld der Firmengründung. Manfred Spinner entgegnete, dass man sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit freue und der Juweluna jederzeit mit dem nötigen Fachwissen zur Seite stehe: „Wir halten die Übungsfirma für ein hervorragendes Konzept und sind sehr froh darüber, dass wir uns als Partnerfirma einbringen können“.

Als Koordinator der sechs Übungsfirmen richtete auch Ulrich Ströhmel einige Worte an die Mitarbeiter/innen und Gäste. Ströhmel ermutigte die Jung-Juweliere, mit Elan und Lernbereitschaft an die Arbeit zu gehen: „Sie dürfen auch gerne mal einen Fehler machen – darin liegt oft der größte Lerneffekt“.  Die stellvertretende Schulleiterin, Ingrid Isele, ergänzte, dass die Übungsfirmen mittlerweile ein wesentlicher und gar nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Unterrichts an den Kaufmännischen Schulen seien: „Hier werden die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch und gezielt auf eine spätere kaufmännische Berufsausbildung vorbereitet“, so Isele.

Hinter dem Übungsfirmenkonzept steht der Gedanke, die Schüler/innen der zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft sowie des Berufskollegs unter möglichst realistischen Bedingungen an kaufmännische Tätigkeiten heranzuführen. Die Schüler/innen sitzen dazu einmal pro Woche in einem professionell eingerichteten Großraumbüro, das in verschiedene Abteilungen wie Marketing, Personal oder Rechnungswesen aufgeteilt ist. An Computern simulieren sie Geschäftsprozesse, handeln mit fiktiven Waren und verdienen fiktives Geld. Die Freude über eine Umsatz- und vor allem Gewinnsteigerung ist dagegen ganz reell.

Ein erstes Highlight ihrer noch jungen Karriere steht den Mitarbeiter/innen der Juweluna bereits am morgigen Dienstag bevor, wenn sie zur Übungsfirmenmesse nach Mannheim fahren. Dort können Sie dann Geschäftskontakte mit anderen Übungsfirmen knüpfen und erste Verträge abschließen.

Mit Comenius beim Rheinhafen Kehl

Nachdem Herr Preiß von der Hafenverwaltung in einer informativen Präsentation die Geschichte und die Entwicklung des Hafens als Industriestandort vorstellte, ging es zu einem Rundgang durch das Hafenbecken 1, wo die Schüler/innen den Schiffsverkehr auf dem Rhein „live“ erlebten. Die Projektmitglieder erfuhren dort einiges über die Stahlgewinnung der „Badischen Stahlwerke“ und erhielten darüber hinaus einen Eindruck von der Betriebsamkeit eines modernen Binnenhafens: Granitstelen aus China, Zellulose aus Spanien, Biokost für das geliebte Haustier – das sind nur einige Beispiele aus der Vielzahl der umgeschlagenen Güter. Wer es noch nicht wusste, der Rheinhafen Kehl belegt bei der wasserseitigen Umschlagsleistung von 91 Binnenhäfen in ganz Deutschland den 7. Rang. Das Transportvolumen hatte im letzten Jahr mit fast vier Millionen Tonnen wieder einen neuen Rekord erreicht.

Mitte November reist ein Teil der Comeniusgruppe zu unserer Partnerschule nach Tarragona, Spanien, um dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Projektpartner aus Polen, Schweden und Ungarn ihre Ergebnisse zum Thema Wasser als Wirtschaftsfaktor sowie die Auswertung eines Fragebogens zum Wasserverbrauch privater Haushalte vorzustellen.

School on Stage 2012

Zum Idealbild einer modernen Schule gehört es, jede Schülerin und jeden Schüler ganz individuell mit ihren Stärken und Talenten zu fördern und ihnen Gelegenheiten zu bieten, das zu zeigen, was sie drauf haben. Genau diese Plattform finden die künstlerisch begabten SchülerInnen des IBG Lahr alljährlich bei “School on Stage“.

Ganz egal ob Gesang, Tanz, Akrobatik oder Lyrik – die Bühne steht grundsätzlich jeder/jedem offen und auch in diesem Jahr entpuppte sich das Schulkonzert wieder als ein Talente-Schaulaufen der Extraklasse, das so manchem Castingshow-Juror die Freudentränen in die Augen treiben würde.

Die Show in der prall gefüllten Turnhalle begann mit Pauken und Trompeten - Schulband und Bigband gaben unter der Leitung von Musiklehrer Oliver Schätzle den alten Survivor-Klassiker „Eye of the Tiger“ zum Besten - und endete mit klirrenden Gitarren und wilden Grimassen bei „I was made for loving you“ von KISS. In den gut 3 Stunden dazwischen erlebten die ZuhörerInnen einen famosen Ritt durch die Pop- und Rockgeschichte, bei dem es im Nachhinein schwer fällt und vielleicht auch etwas ungerecht wäre, einzelne Auftritte als Highlights hervorzuheben.

Einzig die Gemeinschaftsauftritte mehrerer KünstlerInnen sollen erwähnt werden. Zum Einen gaben die Mitglieder des Schulchores und -orchesters in bewährter Tradition einige Kostproben aus dem Musical, das sie in diesem Schuljahr besucht hatten. Nach „Tarzan“ im vergangenen Jahr führte die Reise wieder nach Hamburg, dieses Mal zu „König der Löwen“. Die bekannten Hits „Circle of Life“ und „Can you feel the love tonight“ klangen auf der IBG-Bühne fast besser als das Original und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen.

Zum Anderen gelang es einer Gruppe SchülerInnen, auf grandiose Weise die ebenso grandiose Einfallslosigkeit der Musikindustrie zu entlarven, indem sie zu den vier immer gleichen Akkorden fast 30 aktuelle Radiohits anstimmte – auch hier gab es völlig zurecht stehende Ovationen.

Am Ende des Konzertes waren sich alle Beteiligten und ZuhörerInnen einig: besser kann man ein Schuljahr nicht ausklingen lassen.

 

Wasser spendet Leben

Nachdem die historische Bedeutung des Wassers für die Industrialisierung sowie religiöse Aspekte des Wassers als Symbol in unterschiedlichen Zivilisationen erarbeitet waren, hatten die Schüler im März die Möglichkeit, an zwei Projekttagen in Freilanduntersuchungen die Qualität des Wassers im Verlauf der Schutter zu untersuchen. Sehr motiviert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler bei den Probenahmen und der anschließenden biologischen und chemischen Analyse. Die Ergebnisse erstaunten und erfreuten manche Schüler, war doch die Wasserqualität in allen Proben gut – die größer werdende Entfernung zur Quelle und der damit ebenfalls steigende Einfluss des Menschen konnte der Wasserqualität kaum Abbruch tun. Selbst die chemischen Analysewerte des Rheins, in den die Schutter schließlich mündet, ließen Manchen überlegen, im Sommer zum Baden in den Fluss zu springen.

6 Schülerinnen und Schüler durften als Höhepunkt des ersten Projektjahres vom 19.-25. Mai 2012 in Begleitung von Frau Budig und Herrn Dr. Raber mit Plakaten und Präsentationen im Gepäck zur Partnerschule nach Debrecen, Ungarn, reisen.

Dorthin kamen auch Jugendliche der Partnerschulen aus Schweden, Spanien und Polen, so dass die Lahrer TeilnehmerInnen neben der Projektarbeit nicht nur Einblick in das Leben der äußerst gastfreundlichen Ungarn bekamen, sondern auch in Kultur und Sprache der anderen beteiligten Länder.

Noch in diesem Schuljahr ist geplant, den beteiligten Schülerinnen und Schülern, interessierten Eltern und LehrerInnen des IBG die Ergebnisse des ersten Jahres an einem Präsentationsnachmittag vorzustellen, bevor das auf zwei Jahre angelegte Projekt dann in die zweite Phase übergehen kann, in der wirtschaftliche und soziokulturelle Gesichtspunkte im Vordergrund stehen werden.

Übungsfirmenmesse in Kehl

Mit über 600 Besuchern, 22 ausstellenden Übungsfirmen und 9 Sponsorenständen hat diese Messe die an sie gestellten Erwartungen mehr als erfüllt. Unsere Schule war an diesem Gelingen in mehrer Hinsicht beteiligt: Als Mitorganisator, als Aussteller und als Besucher. Gleich vier Übungsfirmen unserer Schule haben auf der KLAR-Übungsfirmenmesse ausgestellt: Kidz Paradise GmbH (1BK1W3), Heating & Print Gmbh (1BK1W1),  Blue Kadee GmbH (1BK1W2) und Wave Paper GmbH (2BFW1/1). Außerdem besuchten auch mehrere unserer BFW- und 11er-Klassen die Messe, um dort ... ja was eigentlich zu tun?

Auf einer Übungsfirmenmesse handeln Schülerinnen und Schüler als VertreterInnen ihrer Übungsfirma. Sie präsentieren ihre Waren, führen Verkaufsgespräche mit den Messebesuchern, schließen Kaufverträge ab und schaffen so den Umsatz, der nötig ist, um ihr Unternehmen am Markt bestehen zu lassen. Außerdem haben sie die Gelegenheit, das Geld, das sie selbst in ihrer ÜFA verdient haben, bei den anderen Übungsfirmen auszugeben, indem sie dort Waren bestellen. OK, Waren und Geld sind virtuell, aber das ist auch gut so, denn eventuelle Verluste bleiben so auch virtuell. Alles andere hingegen ist SEHR real.

Auch das Rahmenprogramm der Messe war gut. Man konnte sich bei den Sponsorenständen über Ausbildungsangebote, Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten informieren. Außerdem gab es viele interessante Vorträge zu Themen wie Werbung, Mitarbeiterführung, Bewerbungsverfahren oder Existenzgründung. Der absolute Knaller aber war natürlich der Auftritt von Deniz Yasar und Herrn König zur Eröffnung der Messe. Im Schüler-Lehrer-Doppelpack (Gesang + Akustikgitarre)  brachten sie mit "Dynamite" und "Follow me" die ganze Messehalle zum Grooven.

Das Ergebnis des Messetages kann sich sehen lassen. Die Kidz Paradise GmbH zum Beispiel hat mit fast 70.000 Euro Umsatz bei ihrer ersten Messeteilnahme ein super Ergebnis erzielt. Und nicht nur das, wir haben auch beim Wettbewerb um den besten Messestand den zweiten Platz errungen. Das Wichtigste aber ist, dass es den Messeteilnehmern gut gefallen hat, und da lässt man sie am besten selbst zu Wort kommen:

Angelina H.: „Es war ein schönes Erlebnis, einmal auf einer Messe zu kaufen, aber auch zu verkaufen. Das war mal etwas ganz anderes als sonst und ich würde nächstes Mal wieder teilnehmen.“
Andreas S.: „Die Verkaufsgespräche haben mir sehr viel Spaß gemacht und es war auch sehr interessant zu sehen, wie andere Übungsfirmen das machen. Ich hatte es mir nicht so gut vorgestellt.“
Laura M.: „Es war eine gute Erfahrung, die jeder machen sollte, der einen kaufmännischen Beruf anstrebt.“

Und wenn nächstes Jahr wieder eine KLAR-Übungsfirmen-Messe stattfindet, dann heißt es für euch hoffentlich auch: Klar geh’ ich hin!

Besuch von Staatssektretär Dr. Mentrup

Besonders beeindruckt zeigte sich der Staatssekretär von den hochmotivierten Schülerinnen und Schülern der fünf Übungsfirmen am Berufskolleg und der Berufsfachschule Wirtschaft. In persönlichen Gesprächen ließ er sich von den Schülerinnen und Schülern die einzelnen Abteilungen und Geschäftsabläufe in den Übungsfirmen erklären. Der 47-jährige Bildungspolitiker war derart fasziniert, dass er sogar vom (fiktiven) Kauf eines Schaukelpferds, Marke „Little Miss Sunshine“, überzeugt werden konnte.

Mentrup lobte das praxisnahe, nach seinen Worten gar „praxisidentische“ Unterrichtskonzept. Die Tatsache, dass reale Betriebe immer öfter gezielt Schüler/innen aus den Übungsfirmen rekrutieren, mache deutlich, dass an den beruflichen Vollzeitschulen eben nicht nur ein Bildungsabschluss vermittelt, sondern gleichzeitig auch die Ausbildungsreife gefördert werde. Die Schüler/innen hätten ihm außerdem klar gemacht, dass ihnen der Wechsel ins berufliche Schulwesen wichtige Impulse sowohl für die Karriereplanung als auch für die Persönlichkeitsentwicklung gegeben habe, erklärte Mentrup.

Nach der Mittagspause in der schuleigenen Mensa, widmete sich Mentrup am Nachmittag einem etwas unbequemeren Thema. In einer Gesprächsrunde stellten die Referendarinnen und Referendare dem Staatssekretär ihre unbefriedigende Einstellungssituation dar. Zum einen zeigten sie sich enttäuscht von der mangelhaften Informationspolitik bezüglich ihrer Einstellungschancen, vor allem aber kritisierten sie die zunehmende Konkurrenz durch Bewerberinnen und Bewerber von den allgemeinbildenden Gymnasien. Im Gegensatz zu diesen hätten sie sich schon im Vorbereitungsdienst ganz bewusst für das berufliche Schulwesen entschieden und seien durch ihre Ausbildung an Schule und Seminar hervorragend für die beruflichen Schularten qualifiziert. Dementsprechend forderten sie eine vorrangige Einstellung für die Referendarinnen und Referendar aus dem beruflichen Schulwesen sowie insgesamt eine weitsichtigere Planung in der Personalpolitik.

Dr. Frank Mentrup reagierte mit großem Verständnis auf die Sichtweise der Referendare. Gleichzeitig wies er auf die „schwierige Gesamtkonstellation“ hin, mit der sich die Bildungspolitik in Baden-Württemberg derzeit konfrontiert sehe. Zum Einen fehle durch das Auslaufen des G9 künftig ein ganzer Jahrgang an den allgemeinbildenden Gymnasien. Zum Anderen falle die Grundschulempfehlung weg, so dass die Stellenplanung für Realschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium zunehmend erschwert werde. Vor diesem Hintergrund wolle man sich im Kultusministerium möglichst viel Gestaltungsfreiraum lassen. Mentrup sagte jedoch zu, sich für eine Verlängerung der Hauptausschreibungsphase sowie für größere Transparenz einzusetzen. Die Referendarinnen und Referendare hätten ihm dazu wichtige Argumente geliefert, so der Staatssekretär.

Zum Abschluss seines Besuches bedankte sich Mentrup beim Schulleitungsteam, sowie bei den Lehrer/innen und Schüler/innen für die engagierte und erfrischende Präsentation ihrer Schule. Er habe sich an der „Wiege des SG“ (das sozialwissenschaftliche Gymnasium in Lahr ist das älteste in Baden-Württemberg) sehr wohl gefühlt.